Posts Tagged ‘Armee’

Donnerstag, 30. April 2015

Der Elfenbeinturm in einer kriegsführenden Armee

Mr. Ashworth observed surprisingly little hostility toward the enemy expressed by trench soldiers; the further from the front, the more hostility. In the words of one front-line soldier, “At home one abuses the enemy, and draws insulting caricatures. How tired I am of grotesque Kaisers. Out here, one can respect a brave, skillful, and resourceful enemy. They have people they love at home, they too have to endure mud, rain and steel.”

Quelle: The Spirit of the 1914 Christmas Truce – WSJ

Auch gut:

… and during the truce, they would tell Germans that they both should be fighting the French.

Tags: , , , , , ,
Labels: Geschichte

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Sonntag, 15. April 2012

Waffen sind fürs Töten da

Ein 26-jähriger Mann aus der Region war am Samstagabend, 14. April 2012, in Interlaken aus. Nach 2300 Uhr begab er sich nach Hause und kehrte kurz vor 2330 Uhr mit einer Faustfeuerwaffe der Armee zur Bar an der Centralstrasse zurück.

Quelle: Interlaken: Zwei Verletzte nach Schussabgabe

Die Armee macht auch anno 2012 noch mindestens zwei Dinge richtig:

  • Ihr Personal weiss ganz genau, wie man mit einer Waffe hantiert
  • Ihr Personal ist sich des Zwecks der Waffe bewusst: Menschenleben auslöschen

Leider scheinen die Beschützer des Volkes dabei aber zu vergessen, den Auszubildenden einzutrichtern, welche Menschenleben auszulöschen sind: Nicht etwa Mitbürger, denn wir leben in einem Rechtsstaat, wo immer noch die Polizei das Gewaltmonopol ausübt. Nein, es ginge im Grunde darum, dass sie uns Zivilisten, Zivilschützer und Zivildienstleistende beschützen, wenn der Russe, entschuldigung, der Taliban in Scharen in unser Land einfällt.

Irgendwann ging die seriöse Ausbildung in der Armee flöten, und jeder Mensch wird plötzlich ein potentielles Opfer in den Augen derer, denen man ein Sturmgewehr und 50 Schuss Munition respektive eine „Faustfeuerwaffe“ der Armee austeilt. Dumm gelaufen.

(Natürlich müsste man über solche Dinge keine Worte verlieren, wenn man AdAs den Waffenplatz gar nicht erst mit Mordwerkzeugen verlassen liesse — aber das ist in der derzeitigen politischen Situation eine wahre Häresie.)

Tags: , , , , ,
Labels: Gesellschaft, Schweiz

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Mittwoch, 4. Januar 2012

Irak ist nicht Afghanistan

Peinlich, wenn man einen Billionen-Krieg führt und die Steuerzahler nicht mal unterscheiden können, in welche Weltregion ihre staatlichen Zwangsabgaben hinfliessen? Aber das amerikanische Bildungssystem hatte schon immer Probleme, im Fach Geographie Profis heranzubilden …

But the news arrived anyway. Lyndsee Mabe, another of Hickman’s close friends, was at the house and mentioned that a Marine from the nearby town of Ramseur had been killed in Afghanistan.

“Is that where David was?” Veronica asked.

“No,” Mabe said. “Iraq.”

“Oh,” Veronica said, stroking her son’s military ID tags. “I thought that was in Afghanistan.”

After nearly a decade of fighting two wars that sometimes appear indistinct to an increasingly disconnected American public, even those most deeply and directly affected by them can be confused by the far-off battles. But the grief always finds its way home.

Quelle: In Iraq, the last to fall: David Hickman, the 4,474th U.S. service member killed – The Washington Post

Tags: , , , ,
Labels: USA

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Donnerstag, 10. Februar 2011

Vor der Waffeninitiative: Polizei bezeichnet Mordwaffen ganz genau

Die sichergestellten Waffen waren im Besitz des älteren Bruders. Es handelt sich um einen Revolver der Marke „Sturm Ruger“, Modell SP101 sowie um eine Pistole der Marke „SIG Sauer“, Modell P226. Aus beiden Waffen wurden Schüsse abgegeben.

Quelle: Kanton Bern (Kantonspolizei Bern): Medien – Aktuell

Habe nur ich das Gefühl, dass die Polizei angesichts der brenzligen Abstimmung am kommenden Wochenende besonders Acht darauf gibt, möglichst keinen Verdacht aufkommen zu lassen, dass Armeewaffen in Tötungsdelikten benutzt wurden?

Wenn ich richtig recherchiert habe, handelt es sich bei der „Offizierspistole“ der Schweizer Armee um eine SIG Sauer, Modell P220.

Tags: , , ,
Labels: Medien, Politik, Schweiz

2 Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Donnerstag, 23. September 2010

Segen und Fluch von Infrastrukturbauten

Simply this, infrastructure is not only expensive to build but it’s expensive to maintain.

Quelle: Why Spending on Infrastructure Won’t Lead to Prosperity

Die Bewohner der USA erfahren diese schmerzhafte Erkenntnis bereits tagtäglich. Überall fehlt es an Geld, um die Infrastruktur (hauptsächlich Strassen und Autobahnen) auf einem für eine westliche Nation (und die letzte verbliebene Supermacht) anständigen Zustand zu erhalten.

In der Schweiz haben die SBB offensichtlich auch erst kürzlich realisiert, was man nicht nur bauen und anschaffen kann, sondern auch unterhalten muss. Konkret: Es reicht eben nicht, nur neue Schnellbahnstrecken zu bauen und neues Rollmaterial anzuschaffen. Die bestehenden Strecken müssen auch unterhalten werden; die im Einsatz befindlichen Züge nutzen sich ab und haben gelegentlich eine Neuausstattung nötig. Und das kostet ein Heidengeld.

Auch unsere Militärs mussten dank der Intervention von SVP-Bundesrat Maurer über die Bücher: Es reicht nicht, die neuesten Kriegsspielzeuge (Flügerlis) anzuschaffen. Diese Dinger brauchen intensive Wartung, sonst sind sie innert kürzester Zeit an Alpwänden zerschellt oder auf Feldern im Seeland notgelandet. Diese Wartung kostet uns, die Steuerzahler, viele Batzeli Geld — komisch nur, dass die sonst so risikoaversen Militärs vor Maurers Marschhalt dummerweise nicht an diese „laufenden“ Kosten der Investition gedacht haben. Investieren wir hier nicht in den Werterhalt, benötigen wir keinen Russen mehr, der diese Flieger vom Himmel holt — das Unvermögen unserer Militärstrategen, langfristig zu denken, macht das schon von alleine.

Dasselbe sehe ich auf Gemeindeebene: Neuenegg verfügt über ca. 70 Kilometer geteerte Strassen. Für eine Gemeinde in unserer Grössenordnung ein sehr hoher Wert. Dass man diese Strassen geteert hat, ist das eine — aber nun hat man eben auch 70 Kilometer Strassennetz, die unterhalten werden müssen. Stichwort: Werterhalt. Leider hat daran weder jemand gedacht noch die Aufwendungen dafür vorsorglich je in ein mittelfristiges Budget aufgenommen.

Obwohl man BWL nicht erst seit einigen Jahren lehrt und in den höheren Etagen der SBB und der Schweizerischen Armee garantiert solche studierten Köpfe zu genüge sitzen, scheint bisher kaum jemand an die Konsequenzen von Infrastrukturanschaffungen und der Pflicht zum Werterhalt gedacht zu haben. Das gibt mir schon sehr zu denken — es ist ja nicht so, dass wir Schweizer auf dem Gebiet der Infrastrukturbauten Anfänger sind …

Tags: , ,
Labels: Politik, Schweiz

2 Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Donnerstag, 2. September 2010

Teure Armee. Typisch Schweiz.

Die Armee verschlingt jedes Jahr über vier Milliarden Franken. Volkswirtschaftlich ins Gewicht fallen zudem die rund 6,4 Millionen Tage, an denen 230’000 Armeeangehörige letztes Jahr wegen des Militärdienstes am Arbeitsplatz fehlten. Ein Gebilde, das solche Unsummen verschlingt und per Verfassung grundsätzlich jeden Schweizer zwingt, ihm nahezu ein Lebensjahr zu widmen, verdient die Beachtung von Öffentlichkeit und Politik. Vor allem aber verdient es einen Departementsvorsteher mit dem Mut zur Veränderung.

Quelle: Zeit für einen Wechsel – Schweiz: Standard – bazonline.ch

Mit den Zahlen aus einem anderen Blog-Artikel kombiniert, ergibt sich folgendes Bild von Staatsausgaben:

Armee 4 Mia. CHF
Staatsgarantie für UBS und Crédit Suisse ca. 6 Mia. CHF
Landwirtschaft 4 Mia. CHF

Ich behaupte ohne Detailstudium, dass bei 1) und 3) noch viel Luft drin ist. Ob die (faktische) Staatsgarantie unter dem Strich mehr Gelder einbringt (in Form von Steuerzahlungen der beiden Grossbanken), müsste noch genauer untersucht werden. Wie viele Steuereinnahmen generierten 6 mittlere, sich gegenseitig konkurrenzierende Banken, die auf keine Staatsgarantie zählen könnten?

Tags: , , , ,
Labels: Politik, Schweiz, Wirtschaft

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Sonntag, 30. Mai 2010

Der grösste Erdölkonsument der Welt

Mr. Obama is not only America’s president. He also presides over the biggest single user of oil in the world – the US military. The pentagon uses twice as much oil as the entire nation of Ireland. It sends soldiers in oil-burning airplanes to places of no apparent importance where they drive around in oil-burning machines for no apparent reason.

Quelle: US Government to Kill Its Own Economy

Nun, ganz so sinnlos fahren die GIs nicht durch die Gegend, zufälligerweise sind diese ja sehr, sehr Nahe an den Erdölvorkommen stationiert, die die Armee zum Überleben zwingend benötigt.

Tags: , ,
Labels: Energie, USA

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Dienstag, 6. April 2010

Die US Army praktiziert Collateral Murder

Wikileaks hat gestern endlich ein Video veröffentlicht, die die „Eliminierung“ von „Terroristen“ durch eine us-amerikanische Apache-Crew über Bagdad zeigt:

Der Pilot und sein Schütze haben dabei einen Photojournalisten, „bewaffnet“ mit seiner Kamera und für seinen Beruf dementsprechend anständigen Linse, irrtümlich als RPG-tragenden Terroristen identifiziert, weshalb die ganze Menschenansammlung sterben musste. Unter den Toten waren auch die zwei irakischen Reuters-Journalisten.

So sieht also Krieg im 21. Jahrhundert aus …

Das Video wurde Wikileaks durch einen Whistleblower im Verteidigungsministerium übermittelt, da sich die Behörde bis heute weigert, das Material gemäss dem Freedom of Information Act öffentlich zugänglich zu machen.

Mittlerweile hat das tragische Ereignis auch Reddit erreicht, wo die ersten „lustigen“ Kommentare online kommen. Hier zwei ausgewählte Fotos:

Tags: , , ,
Labels: Medien, Uncategorized, USA

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Montag, 23. November 2009

Mein Senf zum Waffenexport

Wenige Tage vor der Abstimmungen gehen die Emotionen über die Kriegsmaterialausfuhrverbotsinitiative (Mann ist das ein langes Wort!) hoch. Heute in fiel mir im Getümmel des Zibelemärits und herumfliegenden Konfettibomben wieder einmal die Plakatwerbung der Gegner der Initiative auf: Es stehen Arbeitsplätze auf dem Spiel, so die Kernaussage. Was sowohl stimmt, als wohl auch gleich die einzig einigermassen von Waffen losgelöste Meldung ist, die man dem Stimmenden in dieser Sache überbringen kann. Und ja, vermutungsgemäss hat die Waffenlobby recht: Verbieten wir die Ausfuhr, verlagern die Unternehmen die Produktion halt ins Nahe gelegene Ausland. Auf Gewinne aus diesem Geschäft verzichtet kein BWLer freiwillig.

Zuerst gilt es dem idealistisch gesinnten Zeitgenossen vor Augen zu rufen, was wir Schweizer seit 1848 — und wohl schon zuvor — waren und heute immer noch sind: Opportunistenwölfe in Neutralitätsschafspelzen! Soll heissen: Wenn man es verkaufen kann, produzieren wir es. So weit so gut, hat es uns doch in einigen Bereichen an die Weltmarktspitze gebracht.

Das einzige Problem an Waffen ist aber, dass diese von niemandem gekauft werden, um sie ins Wohnzimmer zu stellen, sondern entweder um abzuschrecken (dann ist’s noch nicht ganz so schlimm) oder aber um sie ihrem klassischen Anwendungszweck zuzuführen: Um damit Menschen umzubringen, was dann wirklich der schlimmschte anzunehmende Fall ist.

Mit diesem Hintergrundwissen bewaffnet [sic!] ist es relativ einfach, den Ausgang dieser einen Abstimmung vorauszusagen.

Und doch möchte ich fragen: Können Manager, die Waffenfirmen managen und nun mit dem Erhalt von Arbeitsplätzen das wohl schlagendste Argument entdeckt zu haben — können diese Leute wirklich unser Vertrauen erwecken? Wer nicht mit der Wimper zu zucken Waffen ausführt und dabei regungslos in Kauf nimmt, dass damit „Tote“ produziert werden — kann der im Gegenzug wirklich derart viel Mitgefühl für „Arbeitsplätze“ zeigen? Ich glaube eher nein … Diese Jungs kalkulieren auch hier kaltblütig, wie sie es im Geschäftsleben gelernt haben. Aber im seinem Innersten ist halt jeder Schweizer ein kleiner Waffenhändler. Bleiben wir dabei!

Tags: , , ,
Labels: Politik, Schweiz

2 Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Gesucht: Schweizer Wehrwillen

Den Schweizern ist irgendwann mal in den letzten Jahren der Wille abhandengekommen, sich gegen andere zur Wehr zu setzen.

Quelle: arlesheimreloaded-manfred-messmer – Vom Schweizer Unwillen, sich zu wehren

Wäre Mani Historiker, wüsste er, dass bereits Gen. Wille sel. den Wehrwillen unseres Volkes verloren gegangen sah. Das war um 1900. Seither ist er nie mehr aufgetaucht, dieser Wille, das Land bis auf den letzten Blutstropfen zu verteidigen. Doch irgendwie war es auch nicht wirklich nötig, denn kann sich jemand erinnern, wann die Schweizer Armee das letzte Mal an eine Front gezogen ist?

Tags: , , ,
Labels: Blogosphäre, Medien

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen