Posts Tagged ‘Swisscom’

Sonntag, 14. Mai 2017

Anrufer werden auf dem iPhone namentlich identifiziert, ohne dass local.ch oder search.ch installiert sind

Gestern erzählte mir meine Frau von einer „neuen“ Funktion, die ihr iPhone besitze: Erhalte sie Anrufe von Firmen, die nachweislich nicht in ihrem Adressbuch erfasst sind, zeige das iPhone im Anruffenster trotzdem bereits den Firmennamen an (konkret die Planzer Transport AG und die Societe de Navigation).

Ich glaubte ihr das nicht und machte mich auf ihrem iPhone auf die Suche nach einer Schweizerischen Applikation, welche die Telefonnummern bei einem eingehenden Anruf über das Internet nachschlägt. Doch tatsächlich, Fehlanzeige: Ich konnte keine solche App entdecken (am entferntesten kam höchstens noch die Applikation der Schweizerischen Post in Frage, aber ich hatte noch nie von dieser Funktionalität in Bezug auf diese App gelesen).

Darauf begann ich, im Netz nachzuforschen. Allgemein bekannt ist, dass die Apps von search.ch und local.ch eine solche Funktionalität mitbringen, wobei meistens aber dieses eine Feature zum Blockieren von Callcenter-Anrufen prominent besprochen wird. Diese Apps waren aber nicht installiert (bei mir mittlerweile local.ch).

Schlussendlich fand ich aber dann doch die (vermutete) Lösung des Rätsels: „Swisscom Advanced Calling“.

Swisscom hat ihr 4G/LTE-Datennetz in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein für die IP-Telefonie (Voice over LTE-Technologie) fit gemacht. VoLTE sorgt bei Kunden mit entsprechendem Smartphone für ein noch besseres Sprach- und Telefonie-Erlebnis. Ein weiterer Meilenstein ist WiFi Calling, das nebst Surfen auch Telefonieren über jeden beliebigen WLAN Zugang möglich macht.

Namensanzeige

Die Namen von Personen und Firmen, die ihre Nummer in das öffentliche Telefonbuch eingetragen haben, werden bei einem ankommenden oder verpassten Anruf auf dem Gerät angezeigt.

Quelle: Advanced Calling Telefonie auf höchstem Niveau erleben.

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Sonntag, 17. November 2013

Checkliste für die Aktualisierung des Profilbildes („Avatar“) auf den wichtigsten Social Media-Plattformen

Gestern habe ich am AvatarDay #5 von Pictura teilgenommen und bin so nicht nur zu einer kostenlosen Gesichtsmaske gekommen, sondern auch zu zwei netten Profilbildern (meine Facebook-Freunde werden es bereits bemerkt haben). Noch einmal ein grosses Danke an die Organisatoren für diesen tollen Anlass!

Nachfolgend eine Checkliste, um auch ja keinen personalisierten Internet-Service zu verpassen, auf welchem das Profilbild aktualisiert werden muss:

Internet-Anwendungen

  • Facebook
  • Twitter
  • Google+
  • Skype
  • Swisscom iO
  • What’s App
  • Viber
  • Last.fm
  • Foursquare
  • Gravatar
  • WordPress (resp. auf der eingesetzten Blogging-Software)

Desktop-Rechner

  • Apple Addressbook (synchronisiert sich Dank iCloud auf alle Macs und iOS-Geräte)
  • System Preferences > Users & Accounts (muss leider auf jedem Mac durchgeführt werden; sprich bei mir drei Mal)

Da ich für geschäftliche Internet-Services ein anderes Photo von mir verwende (mit Kravatte & Anzug), waren nachfolgende Web-Sites nicht relevant:

  • Xing
  • LinkedIn

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Dienstag, 8. Januar 2013

Swisscom MOBILE-EAPSIM-Einstellungen zurücksetzen

Irgendwann einmal im Laufe des letzten Jahres ging die Konfiguration meines geschäftlich genutzten iPhones kaputt — seither loggte sich das iPhone nicht mehr automatisch in die MOBILE-EAPSIM WLAN-Hotspots der Swisscom ein. Beim Inititiieren einer manuellen Verbindung mit den schweizweit an publikumskräftigen Orten verfügbaren WiFi-Access Points wurde ich aufgefordert, ein Passwort einzugeben — welches ich selbstverständlich nicht kenne.

Auch das Zurücksetzen der Netzwerkeinstellungen (auf Anraten der Spezial-Hotline unter 0900 333 221, via 4S und Swisscom EAPSIM verbinden und Kennworteingabe) brachte keine Abhilfe, worauf mir die Hotline-Mitarbeiterin anbot, eine .MOBILECONFIG-Datei zuzustellen, mit welcher ich diese spezifische Konfiguration meines Mobiltelefons zurücksetzen konnte.

Damit Hilfesuchende nicht denselben Interaktionsparcours mit Swisscom durchlaufen müssen, poste ich die Datei hiermit in die Public Domain. Swisscoms Juristen werden mir sicherlich bald sagen, ob ich das darf oder nicht …

EAPSIM.MOBILECONFIG

Disclaimer: Verwendung auf eigene Gefahr. Ich kann nicht dafür verantwortlich gemacht werden, wenn das iPhone nach dem Einspielen des Updates explodieren oder sich grün verfärben sollte.

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Sonntag, 6. November 2011

iPhone 4S-Kauf mit vielen Tücken

Kollege Randal, Automobildiagnostiker, und seine Freundin Babs, Krankenschwester, haben sich vor wenigen Tagen ein iPhone 4S geleistet. Während mittlerweile alle meine ehemaligen Klassenkollegen aus der Sekundarstufe Neuenegg ein iPhone ihr eigen nennen, konnten sich die beiden erst jetzt — nach unzähligen Überzeugungsversuchen von meiner Seite — dazu durchringen, ihre altehrwürdigen Sony Ericsson Dumbphones in den Ruhezustand zu versetzen. Leider ist der Versuch kläglich gescheitert.

Kinderkrankheit SIM-Karten-Defekt?

Das bei Swisscom gekauft iPhone 4S verlor nach ca. einem halben Tag Benutzung die Verbindung zum Swisscom-Netz. Nach einem Neustart des Gerätes war die Netz-Konnektivität für wenige Minuten verfügbar, um danach wieder ins Nirwana zu verschwinden.

Auch nach der Intervention bei der Swisscom-Hotline, während dieser der Hotline-Mitarbeiter (angeblich) over-the-air eine neue Software auf die SIM-Karte lud (so Kollege Randal), konnte die Verbindung nicht mehr hergestellt werden. Offenbar riet ein Mitarbeiter des angeblich servicestärksten Mobiltelefonie-Anbieters der Schweiz gar, das Telefon halt nach jedem missglückten SMS-Versand neu zu starten. Das nenn‘ ich mal ausserordentlicher Kundenservice!

Drei SIM-Karten und zwei Swisscom-Besuche später war klar, dass Babs‘ iPhone 4S die SIM-Karten kurze Zeit nach der Installation zerstört. Jedenfalls konnte die SIM-Karte nach der Benutzung im iPhone 4S im auszumusternden Sony Ericsson nicht mehr verwendet werden.

Ob es sich dabei um dasselbe Problem wie die in Deutschland festgestellten Empfangsprobleme mit dem iPhone 4S handelt, ist unklar.

Das Gerät wurde deshalb heute innerhalb der von Swisscom gewährten 10 Tagen retourniert. Randal wartet nun ab, ob es sich beim Problem um eine weiter verbreitete Kinderkrankheit handelt und erwägt den Kauf des Telefons erst im kommenden Jahr.

Wenn Normalanwender auf ein Smartphone wechseln

Was waren Randals und Babs Erfahrungen bei der Inbetriebnahme des Telefons? Eine zentrale Anforderung war, dass man mit dem iPhone all das machen können sollte, was sich die beiden auch mit dem Sony Ericsson-Gerät gewohnt waren.

  • iTunes-Account Babs besass noch keinen iTunes-Account, weshalb sie einen solchen bei der Inbetriebnahme des Gerätes erstmalig einrichten musste
  • Kreditkarte Babs besitzt keine Kreditkarte, weshalb sie das iTunes-Konto mit Geschenkgutscheinen aufladen musste. Abgesehen davon findet es Randal sowieso höchst riskant, seine Kreditkartennummer irgendwo im Netz zu hinterlegen.
  • Numerische Tastatur Randal vermisst die Möglichkeit, SMS mit der numerischen Tastatur zu verfassen statt mit der QWERTZ-Tastatur …
  • Klingeltöne Randal war frustriert, dass man keine über iTunes gekaufte Audiodatei als Klingelton verwenden kann. Er musste sich dafür eine Applikation herunterladen, um die Musikdatei zuzuschneiden und anschliessend als Klingelton zu installieren.
  • Bilderrahmen Randals Kernanliegen war es weiter, dass man mit dem iPhone nicht nur Photos schiessen, sondern diese auch mit ansprechenden Rähmen verschönern kann. Leider haben Steve Jobs und seine Jünger keinen Geschmack, weshalb eine solche Funktion in der Photo-Applikation nicht integriert ist. Sie kann aber problemlos über eine Applikation eines anderen Anbieters nachgerüstet werden, wie Randal berichtete.
  • Rote Augen Randal beschwerte sich, dass Personenfotos mit dem iPhone 4G S reproduzierbar rote Augen aufwiesen — etwas, was mit Randals Sony Ericsson wegen des vorgeschalteten Red-Eye-Flashs nie vorgekommen sei.
  • Photo-Import auf den PC Offenbar ist es mit iTunes nicht möglich, Fotos vom iPhone auf den PC zu synchronisieren — hat Randal über eine Google-Suche herausgefunden. Stattdessen muss das iPhone beim Anschluss an den PC als Kamera angesprochen werden.

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Mittwoch, 8. Juni 2011

In your face, Swisscom, Orange und Sunrise

Als ich die Notizfetzen der WWDC 2011-Keynote über macosrumorslive.com zu Gesicht bekam, war mir umgehend klar, was die Ankündigung von iMessage bedeutet:

iMessage: Apple just declared war on Mobile Operators … and What’s App & other texting apps.

Und wie es für Apple zu erwarten war, ist iMessage wirklich der erhoffte SMS-Killer:

Fortunately, for the end user, the transition will be relatively transparent. iMessage has been integrated into the existing „Messages“ app. If you would like to text someone, iOS 5 automatically checks to see if they are eligible to receive iMessages rather than the more costly standard text message:

Quelle: Walkthrough of Apple’s iMessage in iOS 5 – Mac Rumors

Es war auch wirklich an der Zeit, dass im Zeitalter von 1 GB Flatrates diesen SMS-Wucher abstellt … Zu gerne hätte ich die Szenen in die Chefetagen von Swisscom Mobile, Orange und Sunrise beobachtet. Hier drohen Millionenverluste.

Apples iPhone, das trojanische Pferd, welches die Mobilfunkbetreiber zu dem degradiert, was sie immer hätten sein sollen: Exzellente Bereitsteller von „Datenpipes“. Nicht mehr, nicht weniger.

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Mittwoch, 22. September 2010

Telcos, bleibt bei euren Datenröhren!

electricity providers understand that they know nothing about entertainment. Instead they leave that to companies like Channel4, Endemol, Fox and NBC. Those specialists produce and commission entertainment content that is delivered over a multi-layer infrastructure platform manufactured by an array of hardware specialists such as Samsung and Sony. The end-consumption device is the television. Consumers plug in their televisions (powered by the electricity provider’s output) and enjoy the resulting entertainment.

At no point did the electricity company interfere with the delivery, style, substance, production or hardware beyond specifying that all devices must conform to a 220v range.

Quelle: The joint mobile operating system: A risible idea | Mobile Industry Review

Swisscom & Co., lest ihr mit? Ich gehe mit dem Autor des obigen Artikels einher: Ihr seid für die Datenröhre zuständig. Ich will Daten äusserst schnell zu mir nach Hause holen — und dies mit 99.9 prozentiger Ausfallsicherheit. Das ist eure Kernaufgabe.

Leider verbraten die Telcos jährlich Unsummen für Marketing, Inhalte und was BWL-Heinis sonst noch so in den Sinn kommt, um das Geschäft auszuweiten — üblicherweise, weil sie das Jahr hinüber gelangweilt an ihrem Schreibtischchen sitzen und ihren Master oder MBA irgendwie rechtfertigen möchten.

Als ich vor einigen Monaten Carsten Schloter beim Swisscom Jobforum lauschen durfte, las ich zwischen den Zeilen heraus, dass das braungebrannte Energiebündel (Manfred Messmer nahm ihn vor einigen Stunden in einem Blog-Artikel auseinander) so gerne auch Inhalte, Hard- und Software an den Mann bringen möchte:

Yet mobile utility providers seem unable to accept that they are .. well, utility providers. Instead of innovating utility to deliver a plethora of ways to enable services for Google, Apple and the rest of the market, they’re obsessing about competing with them.

Falls Schloti das wirklich will, sollte er bei HTC, Samsung, Google oder Apple anheuern. Die Swisscom aber hat eine andere Aufgabe: Das GSM/UMTS-Paket so rasch und zuverlässig als möglich von ihrem Sendemast über den Äther zu meinem Handy zu bringen.

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Dienstag, 10. August 2010

Bluewin-Mails über Outlook abrufen

Heute hatte ich die Gelegenheit, den E-Mail-Zugang zu einem Bluewin-Konto über Outlook 2003 einzurichten. Und durfte dabei bemerken, dass der Monopolist und die Bürokratiemaschine Swisscom in Sachen Kundenfreundlichkeit immer noch rein gar nichts dazugelernt hat. Leider ist das ein grosser Dämpfer, habe ich doch vor einigen Monaten die angeblich neue, kundenorientierte „Kultur“ in dem Laden gelobt.

Serveradressen?

Zuerst einmal ging es darum, die Adressen der Mail-Server ausfindig zu machen. Wie besser als über Google mit der Suche nacht bluewin pop? Symptomatisch dabei war, dass natürlich an erster Stelle nicht etwa eine offizielle Seite von Bluewin erschien, die die Adressen fein säuberlich auflistete, sondern dutzende Seiten Dritter, wie beispielsweise TipTom oder PCTipp.

Dort wurde mir beschieden:

  • Posteingangsserver: pop.bluewin.ch
  • Postausgangsserver: mail.bluewin.ch

Nun gut. Wäre es nicht besser, wenn man nur noch eine einzige Adresse für den Versand und Empfang angeben könnte? Die IT-Profis von Swisscom werden wohl herausfinden, wie man die Server gegen aussen unter einer Adresse anpreist, im Backend dann aber Empfang und Versand von Mails auf verschiedene Server aufteilt.

Sichere Serveradressen?

Als auf Sicherheit bedachter ITler wollte ich natürlich wenn möglich POP3S und verschlüsseltes SMTP benutzen. Folgt man den Anleitungen aus dem Internet, kann man dabei aber nicht einfach das Häkchen in Outlook setzen und mit den oben genannten Servern sprechen. Nein, man muss spezielle Serveradressen eingeben:

  • Posteingangsserver: pop3s.bluewin.ch mit Port 995
  • Postausgangsserver: smtpauths.bluewin.ch mit Port 465

Herrgott, wieso kann man diese verschlüsselten Verbindungen nicht einfach über die allgemeinen Serveradressen abwickeln?!

Benutzernamen

Die Geschichte wird noch besser: Es gibt @bluemail.ch- und @bluewin.ch-Adressen. Um es den Kunden nicht einfach zu machen, haben sich die Mailserverbetreiber etwas lustiges einfallen lassen:

  • @bluemail-Kunden verwenden als Benutzernamen adresse@bluemail.ch
  • @bluewin-Kunden verwenden als Benutzernamen nur adresse von adresse@bluewin.ch

Von Konsistenz keine Spur …

Swisscom-Login

Im Grunde ist es löblich, dass Swisscom seine Dienstleistungen gebündelt über ein Konto zugänglich macht. Hierfür hat man den Swisscom-Login erfunden.

Offensichtlich besteht nun aber ein Problem, wenn das Passwort für den Swisscom-Login identisch mit dem Bluewin-Passwort ist:

pass: xxxxx ACHTUNG in 99% der Fälle wird hier das falsche benutzt kannst du dich auf der BW Page mit diesem PW anmelden? Dann isses Falsch das ist dein Swisscom Login PW.
Lösung: gehe auf swisscom.com, auf SC Login. Log dich ein, gehe auf BW services, ändere dein Email PW und gib es gleich in deinem PPC ein!

Quelle: einstellungen bluewin

Somit loggt man sich auf www.swisscom.ch mit dem Swisscom-Login ein, hangelt sich durch diverse Submenus, um dann mit einem Klick die „zusätzlichen“ Konten anzuzeigen. Dort setzt man ein Passwort, das nicht identisch ist mit dem Swisscom-Login.

Geschafft

Nun sollte der Abruf und Versand von Mails per verschlüsseltem POP3-Protokoll klappen.

Fazit

All diese Ausführungen sind Beispiel genug, dass bei Swisscom immer noch die „faulen“ und „bequemen“ ITler das sagen haben, anstelle dass man den Kunden und die Kundenfreundlichkeit ins Zentrum stellt. Schade! Für wie viele Supportminuten die oben genannten Fallstricke wohl schon gesorgt haben?

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Freitag, 2. April 2010

Carsten Schloters Zukunftsvisionen

Am 23. März 2010 war ich am JobForum 2010 der Swisscom zugegen und kam nach einer Einführung der HR-Verwantwortlichen in den Genuss einer ca. 30-minütigen Rede von Carsten Schloter, CEO der Swisscom AG.

Der Chef des ehemaligen Monopolisten sprach mit gewohnt mitreissender Eloquenz, frei ohne jegliche Notizen. Im Grunde dürfte man das aber durchaus von einem CEO erwarten, welcher über das Kerngeschäft und dessen zukünftige Entwicklung philosophiert — wer in einem solchen Fall nicht sattelfest ist, muss sich fragen, ob er am richtigen Ort ist.

Dass sich der CEO eines 16’000 Mitarbeiter zählenden Unternehmens mit soviel Einsatz um potentielle Stellenbewerber kümmert sieht man definitiv nicht alle Tage. Die anwesenden Studienabgänger dankten es ihm mit vielen Fragen und einem grossen Applaus.

Als interessierter Geek und Blogger habe ich mir selbstverständlich meine Notizen zu seiner Rede gemacht und werde die wichtigsten von ihm angetönten Punkte nachfolgend knapp wiedergeben:

iPhone / iPad

Aus seiner Sicht hat das iPhone und das bald erscheinende iPad einen Paradigmenwechsel eingeläutet. Heute verwendet man noch die guten alten Browser, um auf Internetangebote zuzugreifen. Mit iPhone und iPad verlagert sich nun aber des Gewicht auf Applikationen. Diese böten zwar keinen so grossen Funktionsumfang und so vielfältige Möglichkeiten wie ein Browser an, aber sie vereinfachen den Zugang zu Informationen für den Endbenutzer.

Desweiteren sieht es Schloter als sehr wahrscheinlich, dass Apple in den nächsten 12-18 Monaten einen internettauglichen Fernseher auf den Markt bringen wird.

Von Push zu Pull

Wir erleben heute dank diesen Technologieprodukten auch den Wechsel hin von „Push“ (der Inhalteanbieter, bspw. das Fernsehen, „stossen“ die Informationen/Inhalte zum Endkunden) hin zu „Pull“ — die Endkunden suchen sich die gewünschten Informationen und ziehen sie zu sich hin. Konkret: Die Jugendlichen unterscheiden sich stark von ihren Eltern, weil sich die mit den neusten Technologien aufgewachsenen Nachkommen nicht mehr an ein Radio- oder Fernsehprogramm richten möchten, um ihre Unterhaltung zu konsumieren.

Informationsflut

In den letzten Jahren hat sich die Information, die von uns konsumiert wird, versechsfacht. Es gibt keine Gründe die dagegen sprechen, dass sich dies bis 2020 ein weiteres Mal wiederholt.

Mit ein Grund für diese Flut wird sein, dass sich die Bandbreiten auf 1 Gigabit/s für kabelgebundene Kommunikation und auf 1 Megabit/s für den Mobilfunk erhöhen werden.

Swisscom und die Konkurrenz

Stolz vekündete Schloter, dass 20 % der Cablecom-Kunden einen Wechsel zur Konkurrenz ins Auge fassten — bei der Swisscom-Kundschaft seien dies nur 2.5 %. Der Grund gemäss Schloter: Swisscom setzt konsequent auf guten Service, während andere Anbieter viel zu stark möglichst billige Produkte auf den Markt bringen.

Inhalteanbieter

Dank dem Internet werden alte Vertriebsketten überflüssig — die Inhalteanbieter seien bereits heute bestrebt, direkt mit dem Kunden in Kontakt zu treten und Zwischenstellen auszuschalten. Dies sei mit ein Grund, weshalb auch Swisscom vermehrt als Inhalteanbieter auftreten möchte.

Organisation

Der Top-Down-Ansatz habe bei der Swisscom ausgedient. Dies sei eine Organisationsstruktur die für die heutige Zeit nicht mehr einen effizienten Betrieb garantieren könne. Niemand könne prophezeien, wie der Markt in einigen Jahren aussieht — deshalb sei es sehr gefährlich, wenn sich das Unternehmen auf genau ein Szenario einschiesst. Viel mehr müsse man offen gegenüber Neuerungen sein und rasch auf Veränderungen reagieren.

Unternehmensethik

Die Swisscom könnte bereits heute erotische Inhalte vertreiben und ein Heidengeld machen — tue dies aber nicht, weil dies nicht mit der Unternehmensphilosophie vereinbar sei. Bei der Swisscom frage man sich täglich: „Was erwartet die Schweiz von uns?“ — und das würde man auch tun, wenn das Unternehmen zu 100 Prozent in Hand von Privaten wäre.

Swisscom als Arbeitgeber

Andere Unternehmen böten durchaus auch spannende Jobs an, doch bei der Swisscom müssen Investitionen nicht innert 3 oder 5 Jahren wieder hereingeholt sein. Dies führe zu einem geringeren Druck und erlaube, viel längerfristige Projekte in Angriff zu nehmen. Unternehmen, die solch einen kurzen Horizont verfolgten, sind von den Aktionären getrieben und dies führe dazu, dass sich die Arbeitnehmer über jegliche ethischen Werte hinwegsetzten.

Fazit

Mit Schloters Rede und den anschliessenen Gesprächen mit Swisscom-Angestellten hat sich mein Eindruck des bösen Monopolisten radikal geändert. Ich musste erkennen, dass neben dem marktbehindernden Verhalten ein Teil des Unternehmens durchaus auch fortschrittlich ist und die Zukunft mitgestalten will. Diese Unternehmensteile haben kaum mehr etwas mit dem verstaubten Kupferkabel-Monopolisten und den ehemaligen Postbeamten zu tun — insbesondere die Forschungsabteilung mit über 100 Köpfen, die ähnlich wie die Ingenieursbude und Platzhirsch Google an zukünftigen Technologien und Einsatzmöglichkeiten forscht. Diese „Swisscom 2.0“ besteht meiner Meinung nach aus sehr jungen, innovativen Köpfen. Ich hoffe, dass die Swisscom diese neue Unternehmenskultur weiterführt und vielleicht dereinst sogar so selbstbewusst ist, um sich komplett vom Monopolistenstatus und -gehabe zu entledigen. Hoffnung besteht!

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Mittwoch, 10. Juni 2009

iPhone-Upgrade-Whiners

Seit der Präsentation des neuen iPhones hört man sie an allen Ecken und Kanten, die Upgrade-Whiners. Wenn man dem Ätherrauschen so zuhört, scheint es nur noch Leute zu geben, die nichts anderes zu tun haben, als den ganzen Tag solchen Müll loszuwerden:

And they didn’t mention that it will cost you $500 to change your iPhone 3G (loyal customer who stays up to date) to get an iPhone 3Gs.

Quelle: Why Apple wins. every. time.

Sogar Benkö fiel im gestrigen Blick am Abend nichts anderes ein, als dasselbe Lied anzustimmen – zusammen mit Ralf „Compar-Whizz“ Beyeler, der die nötigen Salven ebenfalls abfeuerte.

Atmen wir alle für einen Moment aus, und wieder ein. Lassen wir uns das Gewhine nochmals durch den Kopf gehen. Klar denken, klar sprechen. Also, versuchen wir es mal mit einem Vergleich:

Ich habe vor einem Jahr einen BMW 5er gekauft. Natürlich nicht die untermotorisierte Variante, welche das auch immer sein mag. Gestern stellt BMW den neuen 5er vor. Fährt schneller, verbraucht weniger Most, und anscheinend findet ihn die Freundin viel schärfer als die Version, die in unserer Garage steht.

Was mache ich? Wäre ich einer dieser iPhone-Whiner, dann wohl das:

Wutentbrannt bloche ich mit meinem 5er zum BMW-Händler meines Vertrauens (und der geschäftet garantiert nicht in Neuenegg, wede waisch wani main). Ich baue mich mit einer bedrohlichen Geste vor ihm auf (wie gerade ich mit meiner Postur das hinkriege, weiss ich auch nicht) – und dann lege ich los. Sage ihm jede erdenkliche „Gottschand“. Und am Schluss sage ich: Ja, und bittesehr, ich hätte nun gerne den neuen 5er zum halben Verkaufspreis. Ich bin ein äusserst treuer Kunde, denn schliesslich habe ich den alten 5er letztes Jahr bei dir gekauft, mein Freund. Ah, und den Tank mache ich auch wöchentlich mit 60 Liter aus deiner Zapfsäule voll.

Wären wir in der Haut des Autohändlers, was würden wir tun? Natürlich würden wir unserem Alter Ego den Stinkefinger zeigen. Denn das Beste kommt noch:

Den alten 5er haben wir im letzten Jahr mit 50 % Rabatt gekriegt. Weil wir so ein nettes Gesicht hatten. Er fährt zwar sehr gut und ich habe im Grunde auch nichts daran auszusetzen. Aber hey, das Automobil hat nach 365 Tagen seine maximale Lebenszeit erreicht, das solltest gerade du als Autoverkäufer wissen. Ich will jetzt einfach den neuen 5er mit dem neuen Schaltknüppel. Punkt.

Wieso würde ein solches Szenario niemandem auch nur ansatzweise in den Sinn kommen? Wieso aber bei den Mobilfunkanbietern?

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Dienstag, 30. September 2008

Handy-TV im künstlichen Koma

Aber die gute alte Swisscom muss ihre durch die Monopolrente erzielten übermässigen Gewinne ja irgendwie loswerden, deshalb wird alles ins Handy-TV gebuttert:

Swisscom will ab dem 1. Oktober ihr TV-Angebot fürs Mobiltelefon erweitern.

Quelle: ICT News – Swisscom mit erweitertem TV-Angebot fürs Handy

Motto: „Und auch weiterhin schaut niemand zu!“

Selbst Kollege Randal, der sich vor ca. einem Jahr auf dem Heimweg vom Europapark Star Wars auf einem 8cm2 Bildschirm angetan hat (bis der Akku leer war), hat mit solchen Macken aufgehört. Mitgeholfen hat sicherlich, dass er die eierlegende Wollmilchsau von Sony Ericsson irgendwann einmal verloren hat und jetzt Fäbis Handy austrägt, das – für die Mitmenschen erfreulich- kein Handy-TV mitbringt.

Kennt da draussen jemand jemanden, der sich regelmässig Handy-TV antut? Ich jedenfalls nicht.

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