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Sonntag, 29. März 2026

armasuisse-Hausjuristen: Bonus verdient!

Die Juristen bei armasuisse sind die Spitze unserer Fachkräftepyramide:

Zuerst überzeugen sie die VBS-Militärführung, den Bundesrat wie auch das Schweizer Volch, dass wir von den Amerikanern 36 F-35 Kampfflugzeuge zum „Fixpreis“ kaufen (Plot Twist: Nein, tun wir nicht). Nun gibt es wohl nur 30 Flieger, weil der Bundesrat es (aus verständlichen Gründen) nicht wagt, einen Nachtragskredit vor das Volk zu bringen. Zu gross die Gefahr, dass der Nachkredit abgelehnt wird.

Nun die nächste Schmach für die Juristen-Truppe: Die Amerikaner haben uns kürzlich mitgeteilt, dass die fünf Patriot-Abwehrbatterien mitsamt Munition (PAC-3) auf Grund eines von Israel beauftragten, kürzlich vom Zaun gebrochenen, völlig unnötigen „Forever Wars“ im Nahen Osten frühestens zwischen 2030 und 2033 geliefert werden können. Die Bestellung von 2022 sah eigentlich vor, dass die Lieferung 2028 abgeschlossen sei.

Die armasuisse-Juristen hatten nach dem Studium der Lage nun eine geniale Idee: Wir stoppen vorerst die Zahlungen für den Patriot-Kauf!

Was offenbar niemand realisiert hat: Schweizer Waffenkäufe in den USA werden aus einem grossen Topf unter Kontrolle der USA bezahlt. Die Amerikaner haben nun einfach das im Fonds liegende F-35 Geld abgezogen, um Verbindlichkeiten im Patriot-Kauf zu decken (US circumvents Swiss payment freeze for Patriot air-defence system). Clown Emoji.

Dies wirft einige Fragen auf:

  • Liest bei armasuisse jemand Verträge, bevor sie unterzeichnet werden?
  • Noch wichtiger: Verstehen die Juristen bei armasuisse die Verträge?
  • Wie gross ist die Juristenhorde bei armasuisse? Was kostet uns die Truppe?
  • Haben diese Fehler in Serie irgendwelche Konsequenzen auf die Truppe?

Mein Senf:

Erstens: Hätte man diese Käufe nicht in die Wagschale werfen können, als Hüftschuss-Donnie uns 39 Prozent Zölle aufbinden wollte? In der jetzigen Situation muss man sich fragen, ob man nicht lieber einen Ende mit Schrecken (wir treten von beiden Waffenkaufs-Verträgen zurück, und schreiben notfalls die bereits geleisteten Zahlungen ab) als ein Schrecken ohne Ende erleben möchte.

Zweitens: Ein Bekannter ist der Meinung, dass wir die Patriot-Batterien zwar voll bezahlen, aber nie zu sehen kriegen werden, weil das US-Imperium bis dann komplett am Arsch ist. Was irgendwie auch zeigt, wie vertrauenswürdig das Imperium mittlerweile ist, und wie viel Vertrauen man noch in das Überleben des Landes setzt.

Drittens: Der Ukraine- und der Iran-Krieg zeigen meiner Meinung nach offensichtlich, dass unsere Militärs im glänzenden Waffenkatalog die falschen Waffen zum Kauf ausgewählt haben (analog zur alten IT-Weisheit: „Nobody ever got fired for buying Microsoft“).

Meine Laien-Sicht: Die Schweiz sollte primär einmal zusammen mit der ETH versuchen, führend in einfacher (!; sprich nicht von militärischen Sonderwünschen kompliziert) Drohnentechnologie zu werden (vermutlich ist da der Zug schon abgefahren), inklusive autarker Massenfertigung mit heimischen KMUs. Gleichzeitig sollten wir eine autarke Raketenindustrie aufbauen (Reichweite: Kurz- und Mittelstrecke), und schlussendlich zeigt die aktuelle Situation, dass wir vermutlich rein mit der Präsenz von ein paar dutzend, einsatzfähigen Atombomben die Existenz das Landes für die nächsten 100 Jahre sicherstellen können. Positiver Nebeneffekt: Dieser Entscheid ebnet hoffentlich den Weg für eine nukleare Renaissance im Land, für den Ausbau und die Erneuerung der zivilen Nutzung der Kernkraft.

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Labels: Krieg, Schweiz

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