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Sonntag, 30. August 2026

Meineschweiz.app kurz analysiert

Mit Bekannten hege ich seit längerem die Idee, no-shithole.ch zu entwickeln und zu veröffentlichen. Die App soll versuchen, mittels der Analyse und Verknüpfung öffentlich verfügbarer Daten politische Gemeinden hervorzuheben, in welche man mit Kindern im schulpflichtigen Alter ziehen sollte (bspw. Muri b. Bern) — oder umgekehrt: wo man nur hinziehen sollte, wenn einen alle guten Geister verlassen haben (bspw. Bern–Bethlehem).

Seit einiger Zeit machen sich Entwickler weltweit daran, solche Produkte zu veröffentlichen.

Gerade kürzlich haben findige Leute realisiert, dass Strava Heatmaps ein guter Proxy ist, um in den USA angenehme Nachbarschaften ausfindig zu machen (TRENDING: People moving to new cities are using Strava heatmaps to identify safe, wealthy neighborhoods based on outdoor fitness activity.). Ob man dafür wirklich erst auf Strava warten musste sei dahingestellt. Meinem Verständnis nach sind die USA bereits im Endstadium der Entwicklung, welche bei uns gerade an Fahrt aufnimmt (Gated Communities, Auspreisung unerwünschter Ethnien und sozioökonomischer Schichten, Wahl des Wohnorts basierend auf den besten öffentlichen Schulen)

Für die Schweiz gibt es seit einiger Zeit die von Dritten entwickelte und veröffentlichte Web-App MeineSchweiz.app, die meines Erachtens genau das versucht abzubilden.

Ich habe mir die App im Mai 2026 genauer angeschaut, und unter anderem eine JSON-Antwort abgefangen, die ich sehr aufschlussreich fand. Wie ich heute beim Verfassen des Blog-Artikels herausgefunden habe, wäre das nicht nötig gewesen — generiert man für eine politische Gemeinde ein PDF, sollten die meisten JSON-Daten auch darin wiedergegeben werden.

  • Einige Variablen und Werte im JSON sind auf Französisch festgehalten, weshalb ich die Entwickler in der Romandie vermute
  • Die Verwendung von ofs_id deutet darauf hin, dass Daten des Bundesamts für Statistik (BFS; französisch OFS) verwendet werden Die Informationsseite dokumentiert die Quellen: BFS, SEM, SwissMosque, kantonale Kriminalitätsstatistiken.
  • Die Web-App publiziert diverse Indizes im Sinne von „Scores“, wobei 100 der Schweizerische Durchschnitt ist, und alles, was darunter ist, ist „besser“: Gesamtindex, Bevölkerungsindex, Einwanderungsindex, Unsicherheitsindex, Kulturindex Diese sind hier erläutert.
  • Der Kulturindex reflektiert derzeit einfach Moscheen. Wählt man nur diesen Index aus, sieht man, dass in einigen Kantonen keine einzige Moschee steht (GR, GL, AR, OW, NW).
  • Der Einwanderungsindex schaut unter anderem auf Familiennamen. Klappt man diesen Index für eine politische Gemeinde auf, sieht man eine versuchte Quantifizierung von Arabische und maghrebinische Nachnamen und Subsaharische Nachnamen (kürzlich auf Twitter aufgeschnappt: „people with Star Wars names“) — viele Grüsse an Urbanioks „inconvenient truths“.

Was meines Erachtens zwingend auch miteinbezogen werden müsste:

  • Erstsprache der 1. Klässler. Ich weiss aber nicht, ob dies jede Gemeinde erhebt oder nicht.
  • Sozialhilfequote.

Selbstkritik ist erlaubt, und ich habe solche gegenüber den Bekannten bereits geäussert: Ich befürchte, damit gewinnt man höchstens die Schlacht, aber den Krieg haben wir meines Erachtens bereits verloren. Natürlich werden sich Mittel- und Oberschichtsfamilien immer mehr auf solche Auswertungen abstützen, um den Wohnort zu wählen. Leider löst solches Verhalten aber nicht, dass der Komplex der Grundursachen nachhaltig angegangen wird: Ungeregelte Einwanderung, quantitativ nicht qualitativ, „es kommen zu viele, und es kommen die Falschen“, kein Inländervorrang, der seinen Namen verdient, zu langsame Behörden, kein „Law and Order“ mit Null-Toleranz-Politik (wer gegen das Gesetz verstösst ist weg, und darf nie mehr in die Schweiz einreisen).

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Labels: Schweiz

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