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Freitag, 2. Januar 2026

Smarte Hintergrundbeleuchtung für Computerarbeitsplatz

Festtagslektüre: Christian Studers Smarte Hintergrundlampe. Amüsant zu lesen, es lebe das Handwerkertum! Shelly: Super. Wago: Liebe ich.

Vor Jahren stand ich vor derselben Herausforderung: Wer Stunden vor einem Bildschirm verbringt, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden, kommt irgendwann einmal zum Schluss, dass eine anständige Hintergrundbeleuchtung des Computer-Arbeitsplatzes nötig ist, um die Augen zu schonen.

Heute, Anfangs 2026, schaut mein über die Jahre organisch gewachsenes Setup folgendermassen aus:

  • IKEA Eckschreibtisch (Modell gerade nicht zur Hand)
  • Mac mini M1
  • Dell 4K-Monitor (Modell gerade nicht zur Hand)
  • Ergotron LX Monitor Arm mit patentierter CF-Technologie. Galaxus
  • Philips Hue Play Gradient Lightstrip 24″/27″ mit Bridge (929003498501; LCX005). Galaxus
  • Philips Hue Bewegungssensor. Galaxus. An der Metallhülle der Stehlampe, ganz oben, angebracht, schräg nach unten schauend auf den Bürostuhl und den Eingang zum Büro
  • myStrom Smart Plug. Galaxus
  • Vertikale Ständerlampe (Modell gerade nicht zur Hand; gekauft im April 2008 bei MIGROS für 295 CHF) mit Leuchtstoffröhre (Philips Master TL-D Super 80, G13, 1000lm), platziert auf dem Schreibtisch (passt gerade bis unter die Decke rein)

Auf eine Software-Komponente auf meinem Mac mini habe ich verzichtet.

Betrete ich das Büro, triggert das den Philips Bewegungssensor, welcher die LED-Streifen hinter dem Monitor startet. Hierbei handelt es sich um eine in der Philips Hue App programmierte Aktion, welche innert Sekunden eingerichtet war.

Ein Python-Script auf einem Server frägt von einem Cron-Job angestossen minütlich die Philips Bridge ab mit einem eigens für das Script angelegeten „User“ (URL: http://%bridgeIP%/api/%user%/sensors) und schaut, ob der Bewegungsmelder in meinem Büro in den letzten 60 Sekunden eine Bewegung registriert hat. Falls ja, schaltet das Script den myStrom-Schalter mittels eines REST-Calls ein und versorgt so die vertikale Leuchtstoffröhre mit Strom (ihr physischer Fussschalter ist immer auf „Ein“ geschaltet). Sobald der Bewegungssensor mindestens zehn Minuten lang keine Bewegung mehr registriert hat, erhält der myStrom-Schalter den Ausschaltbefehl (zu dem Zeitpunkt hat die Philips-Automation die LED-Streifen hinter dem Monitor bereits längst ausgeschaltet).

Früher habe ich auch noch ein Elgato Keylight Air mit demselben Script gestartet. Das Keylight ist auf meinem geschäftlich genutzten Schreibtisch installiert ist (ja, ich habe zwei Schreibtische), aber das war zu viel des Guten, da das Keylight während der Arbeit zu stark blendet. Deshalb schalte ich es via Siri nur dann ein, wenn ich an einem Videocall teilnehme und mein Gesicht zeigen muss.

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Sonntag, 25. September 2022

Shelly 2.5 zur Steuerung von Rollladen

Die Frau weilt drei Wochen geschäftlich im Ausland — genau der richtige Zeitpunkt, die eigene Wohnung noch intelligenter zu machen!

Zwei Rollladen-Schalter/Taster unserer Wohnung waren bereits mit Shelly 2.5 ausgerüstet, damit man diese via Internet und Siri Sprachkommandos (via Homebridge und den zwei Shelly-Plugins homebridge-shelly und homebridge-shelly-ng) steuern konnte. Nun war es an der Zeit, sechs weitere Rollladen um- respektive aufzurüsten.

Mit einem gelernten Elektriker im Kollegenkreis mit den nötigen Werkzeugen, Kabeln und Wagos ein erstaunlich rasch realisierbares Unterfangen.

Trotzdem lauern bei der Installation einige Fallstricke. Hier wie man sie umgehen oder beheben kann:

  • Einbindung ins WiFi-Netzwerk: Ich habe aufgehört, hierzu die Shelly.app unter iOS zu verwenden. Stattdessen suche ich mit dem iPhone in der Liste der gefunden WiFi Access Points den Shelly Access-Point (shelly25-%MAC%), verbinde mich darauf, und wähle dann in Safari auf dem iPhone http://192.168.33.1/ an. In der Web-Oberfläche gebe ich unter Internet & Security dann die Zugangsdaten meines Netzwerks ein, speichere, wähle mich mit dem iPhone wieder in mein eigentliches WiFi-Netzwerk ein und adoptiere das Gerät dann mit der Shelly.app.
  • Steuerungskabel falsch herum angeschlossen: Nachdem mein erster Bekannter zwei Shelly 2.5 angeschlossen hatte, funktionierten die physischen Taster wie vor dem Einbau. Nach oben gedrückt, Rollladen fuhr nach oben. Nach unten gedrückt, Rollladen fuhr nach unten. Kein Problem. Bei der Installation des Elektrikers waren aber alle Anschlüsse vertauscht, wenn ich die Storen über das Web-Interface herunter- oder nach oben fahren liess. Kein Problem, die Shelly-Entwickler haben das vorausgesehen und bieten unter Settings die Option Reverse Directions an. Aktiviert, und alles war gut. Ein wenig später dann doch ein Problem: Der Druck auf die physische Nach oben-Taste liess die Storen herunterfahren, und der Druck auf die Nach unten-Taste nach oben. Damit auch hier alles wie erwartet funktioniert, musste ich auch noch Swap Inputs aktivieren. Rückblickend logisch, beides umzuschalten.
  • Stopptaster funktioniert nicht mehr wie vorher: Die Wohnung war umgebaut, und die Frau kehrte nach Hause zurück. Am ersten Arbeitstag nach der Rückkehr dann die laute Beschwerde: Bei Druck auf den physischen Taster fuhr die Store entweder hoch, oder runter. Wenn man den Kontakt des Knopfes entfernte, stoppte die Rolllade nicht, und auch die Storen liessen sich in ruhendem Zustand mit kurzem Tastendruck nicht mehr in vordefinierten Winkeln schrägt stellen. Zum Glück wiesen die zwei als erste installierten Shelly 2.5 dieses Verhalten nicht auf, weshalb ich wusste, dass das Problem entweder softwaretechnisch- oder (weniger gut) durch Ausbau und Neu-Verkabelung zu lösen war. Zum Glück tat es wieder eine Einstellung unter Settings: Button Type von Toggle auf Momentary schalten. Und schon funktionierten die Rollladen wirklich wie gewohnt.

Screenshots

Fazit

Wie alle Smart Home-Lösungen haben auch Shellys ihre Eigenheiten, aber ich bin mir nicht sicher, ob sich oben genannte Probleme mit anderer Hard- und Software so einfach lösen lassen. Als Eigenheimbesitzer, der sein zu Hause auf ein Smart Home umbauen möchte, sind Shellys in Kombination mit Homebridge etwas vom Besten, was mir untergekommen ist. Ich bin innert 12 Monaten ein grosser Shelly-Fan geworden!

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