Donnerstag, 22. Februar 2007

LucasArts Museum

Nostalgische Gefühle werden wach …

The LucasArts Museum

Kleine Anekdote

Bei der Gelegenheit kommt mir die amüsante Szene in den Sinn, als ich irgendwann in den frühen Neunzigern im Anwesen Smythe weilte:

Zusammen sitze ich also mit dem „M“ der Flames-Agenten im Computer-Räumchen, dessen eigentlicher Zweck – sofern ich mich richtig erinnere – die Waschküche war. Ich starre gebannt und fasziniert auf den Monitor eines x86ers. Dort sehe ich einige Szenen aus Indiana Jones and the Fate of Atlantis vorbeiflimmern. Sofort ist klar: Dieses Game muss ich haben. Leider hat Smythe die neun (!) 3.5″ Originaldisketten „verloren“ (sprich: an Röschu zurückgeben müssen), weshalb wir tollkühn versuchen, das ca. 10MB (!) grosse Spieleverzeichnis auf Floppy-Disks zu kopieren. Das Problem: Ein widerspenstiges File ist ca. 9MB (!) gross und passt partout einfach nicht auf die nur 1.44MB (!) grosse Disk. Trotz konstanter Fehlermeldungen des DOS-Befehls copy legen wir brav Disk um Disk ein (Abort, Ignore, Retry – natürlich Ignore!), bis es uns plötzlich zu bunt wird: Das Game kann anscheinend nicht kopiert werden …

Amüsant ist die Geschichte deshalb, weil uns der grosse Tscheche einige Jahre später das Tool ARJ schmackhaft machte, das genau solche Probleme lösen sollte: Von der Funktion her identisch mit dem heute weltbekannten WinZIP, erlaubte ARJ über die DOS-Kommandozeile die Komprimierung und Aufsplittung grosser Dateien auf mehrere Disketten. Auf dem Zielrechner liessen sich die .arj-Dateien dann wieder in die Originaldatei zusammensetzen. Doch zu Indys Zeiten fehlte uns schlicht und ergreifend der technische Background, um solche Tools zu benutzen.

Übrigens: Irgendwie habe ich Indy 4 einige Monate später dann doch noch gekriegt; wohl in Form von Kopien der Originaldisketten.

LOAD“*“,8,1

A propos: In besagter schummriger Waschküche hatte ich wenige Jahre zuvor auch Kontakt mit dem „Brotkasten“. Soweit ich mich erinnern mag, war ich zusammen mit Charles „Prince of Wales“ bei Smythe zu Gast und bekam die wichtigsten C64-Games dieser Zeit vorgeführt. Dabei hatte ich auch das erste Mal Kontakt mit einem Joystick (und riss ihn regelmässig aus der Saugnapf-Verankerung – jaja, diese Feinmotorik will geübt sein!)

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