Archiv 20. Januar 2026

Dienstag, 20. Januar 2026

Xerox Phaser 3020: Kennwort des Web-Servers

Im Frühjahr 2025 habe ich mir für eine Wochenaufenthalter-Wohnung einen Kleinst-Laserdrucker angeschafft.

Ich schwöre seit Jahren auf Xerox — primär wegen der Kompatibilität zu macOS, aber auch, weil Abgänger dieser Firma Adobe gründeten und PostScript erfanden, welche wiederum Apple für den LaserWriter auswählte. Normalerweise kaufe ich mir davon die MFPs (aktuell: B235)

Die Wahl fiel auf den Xerox Phaser 3020. Kaufen würde ich das Ding nicht noch einmal, weil es nach einer Weile die WiFi-Verbindung zum Netzwerk verliert, und dann nur wieder auftaucht, wenn man das Gerät mittels Bedienbuttons (nicht dem Stromschalter) ausschaltet, und wieder einschaltet.

Auf der Suche, die Situation zu verbessern, wollte ich mich im Web-Interface umschauen. Um aber in den Konfigurationsbereich zu kommen, benötigt man Zugangsdaten. Nach einigem Pröbeln hier die Lösung:

  • Benutzername: admin
  • Kennwort: 1111

Ganz wichtig: Beim Benutzernamen spielt die Gross- und Kleinschreibung eine Rolle. Liebesgrüsse an die Entwickler in Norwalk CT, USA. Meiner bescheidenen Meinung nach sollte eine Software den Benutzernamen (intern) homogenisieren (entweder alles gross, oder alles klein), aber das Kennwort genau so hashen, wie es übermittelt wird. Seufz.

Via: The default administrator password (CentreWare® Internet Services) does not work for Xerox Phaser 3020

Da ich admin zuerst falsch geschrieben hatte, machte ich mich auf die Suche nach dem Kennwort. Sowohl die Empfehlung mit der Seriennummer (bedingt, dass man den Drucker öffnet), wie auch die Konfigurationsseite führten nicht ans Ziel.

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Dienstag, 20. Januar 2026

MacPorts: virtualenv Kommando nicht gefunden

Ich verwende virtualenv, wenn ich Python-Scripts ausführen möchte (oftmals im Kontext von cron-Jobs).

In jedem Script-Verzeichnis habe ich dann ein bash-Script setup-virtualenv.sh, welches das virtualenv einrichtet, sowie ein bash-Script, welches das virtualenv lädt, und danach das Python-Script ausführt. So kann ich das Script auf verschiedensten Systemen — inklusive macOS — laufen lassen. Sofern das Kommando virtualenv vorhanden ist, und das Setup-Script laufen gelassen wurde.

Unter Debian ist der wichtigste Schritt mittels apt-get install python3-virtualenv getan.

Problem unter macOS: Mittels sudo port install py-virtualenv installiert man zwar virtualenv, aber das Kommando virtualenv wird dann noch nicht gefunden.

Hierzu muss man noch folgenden Befehl ausführen:

# port select --set virtualenv virtualenv313

313 ist die gewünschte Python-Version, hier 3.13, welche sich von System zu System unterscheiden kann. Meines Wissens muss man hier dieselbe Version wählen, welche auch das zu verwendende Python-Release trägt. Dieses hat man bekanntermassen folgendermassen selektiert:

# port select --set python python313
# port select --set python3 python313

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Dienstag, 20. Januar 2026

AI-Texte verraten sich mit diesem einen Muster, und: dem em-dash

(Hilfe, jetzt verwende ich auch schon Blog-Titel, die den Leser verführen, den Artikel hier zu lesen … sorry)

Twitter ist seit Jahren die Social Media-Plattform meiner Wahl. Facebook habe ich nach dem Cambridge Analytica-Skandal nie mehr besucht, Instagram verwende ich selten, TikTok war während eines längeren Spitalaufenthaltes ein guter Zeitvertrieb, aber seither längst wieder deinstalliert.

Einer der grössten Fehlentscheide Elon Musks ist meines Erachtens die Textlimite von Tweets aufzuheben. Seither fluten viele Teilnehmer meine Timeline mit ellenlangen — nein, biblisch-langen — Texten, was viel des ursprünglichen Charmes der Platform („In der Kürze liegt die Würze!“) zerstört hat.

Der diesbezügliche perfekte Sturm ist die AI-Revolution der letzten Jahre: Ich helfe wetten, dass die meisten Engagement Farmer auf der Plattform so richtige Vollhorste sind, die ihre Texte durch welchen gerade gehypten AI-Agent durchpressen.

Mittlerweile habe ich ein recht gutes Gefühl dafür, solche Texte zu erkennen. Einerseits mittels Bauchgefühl, aber noch treffsicherer seit ich folgenden ycombinator Thread über den Blog-Post „21 Lessons From 14 Years at Google“ eines anderen Googlers gelesen habe:

feels LLM assisted, at the very least. […]

Der Kommentator listet Sätze auf, die AI (präziser: die Verwendung von LLMs) verraten:

  • The skill isn’t being right. It’s entering discussions to align on the problem
  • clarity isn’t a style preference – it’s operational risk reduction
  • The punchline isn’t “never innovate.” It’s “innovate only where you’re uniquely paid to innovate
  • This isn’t strictly about self-promotion. It’s about making the value chain legible to everyone
  • The problem isn’t that engineers can’t write code or use AI to do so. It’s that we’re so good at writing it that we forget to ask whether we should.
  • This isn’t passive acceptance but it is strategic focus
  • This isn’t just about being generous with knowledge. It’s a selfish learning hack

Generisch ausgedrückt: „It’s not X. It is Y.“, oder auf Deutsch: „Es ist nicht nervig, AI für alles und jedes zu benutzen. Es ist ein essentielles Werkzeug für Heissluftbläser.“

Ein viel subtileres Zeichen, das auf die Verwendung von AI-Schreibhilfen hindeutet: Die Verwendung des em-dashes, sprich: „satzEins — satzZwei“. Ist die Person mir nicht als Typographie-Freak bekannt (ich habe genau einen solchen Kollegen), und sehe ich einen em-dash in einem Email, Brief oder SMS dieser Person, ist der Fall klar: Da war AI involviert.

PS: Irrelevant für Texte, aber neben dem Sora-Wasserzeichen sind Sora AI-generierte Videos (derzeit) 11 Sekunden lang. Sieht man auf Twitter ein Video mit genau dieser Länge: Aufgepasst. Trau, schau, wem — prüfe, ob das Video wirklich echt ist, oder für Engagement Farming oder Psyops eingesetzt wird.

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Labels: AI

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