Mittwoch, 22. April 2026, 23:03 Uhr

Modewort: „Mental Load“

Dieser Begriff begegnet mir in letzter Zeit sowohl virtuell als auch im realen Leben vermehrt.

Meine (unpopuläre) Meinung zum Begriff, und der Leute (primär Mütter), die ihn gebrauchen: Sich in einer Opferrolle darzustellen. Der Begriff dient aber auch als Entschuldigung für alles, was nicht rund läuft.

Weiter sagt mir mein Bauch, dass Beiträge zu dem Thema vor allem auf Instagram erscheinen, und der Begriff deshalb hauptsächlich dort sein Unwesen treibt.

Im positiven (?) Fall scheinen mir auf Instagram viele Mütter unterwegs zu sein, die heile Familie vortäuschen. Und dabei auch Posts anderer Mütter konsumieren, die ebenfalls heile Familie vortäuschen.

Und wenn die heile Familie nicht mehr aufrecht erhalten werden kann, wird man Opfer der Social Media-Algorithmen, die einem nicht nur das vorsetzen, was einem zum nie endenden Doom-Scrolling animiert, wie der Ring aus Herr der Ringe die Seele von innen tötet, sondern „Mental Load“-Situationen (so imaginär sie auch sein mögen) auch vollends negativ eskalieren lassen.

Was ich mich frage: Gab es die „Mental Load“-Problematik schon immer? Hiess sie früher einfach anders? Aber noch viel wichtiger, und spannender: Gibt es die Mental Load-Problematik nur im Westen? Oder auch in anderen Kulturkreisen und unter nicht-christlichen Religionen, bei welchen Frauen viel viel mehr Kinder kriegen als bei uns?

Auf jeden Fall ein weiterer Grund, wieso meine und nachfolgende Generationen gerade durch Geburteneinbruch unsere westliche Zivilisation vernichten.

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Labels: Eltern, Familie, Social Media

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