Freitag, 12. Mai 2006
Gestern Mittwoch wurde unserer Uni von Bundesrätin und Aussenministerin Michelin Calmy-Rey (Codename: MCR) mitsamt ihrer Entourage beehrt. Das Ziel des Besuchs war es, Studentinnen (dazu später mehr) nach ihrem Abschluss als Diplomatinnen zu gewinnen.
Da ich als künftiger Historiker einige der unzähligen Anforderungen an die Kandidaten erfülle sollte (abgesehen von den sehr guten Kenntnissen einer zweiten Amtssprache – „ouuui, certainement … äääh …“) und mir die erste der zwei Bundesräte in diesem Semester an der Uni Bern nicht entgehen lassen wollte (Genossin), war ich natürlich auch zugegegen. Die Aula war geborsten voll – der Diplomaten-Beruf scheint also doch auf eine gewisse Resonanz zu stossen.
Nachfolgend Aufgeschnapptes, das den Weg auf meinen Notizblock gefunden hat:
Meine Frage
Hat man – wie üblich – nicht ganz verstanden. Hier noch einmal in der eigentlich beabsichtigten Variante:
Werden Personen, die im Concours gut abschneiden, aber nicht in die Ränge kommen, anderweitige Jobs angeboten?
Es kann ja fast nicht sein, dass man diesen Riesen-Aufwand auf sich nimmt, weit kommt und danach mit leeren Händen dasteht (ich meine jetzt nicht Kandidaten, die gar nicht erst zum Initialgespräch eingeladen werden). Eine solch gründliche Prüfung sollte einen doch in gewisser Weise auch für andere, weniger prestigeträchtige Jobs qualifizieren?
Mein Plan
Anstelle den Concours zu durchlaufen, um dabei kläglich zu scheitern, achte ich einfach darauf, eine gestandene Diplomatin zu heiraten. Für einen deutschsprachigen Schweizer Mann zur Zeit wohl die einfachste Möglichkeit, in das Diplomatenleben einzutauchen …
Nachtrag
Aha, deshalb also der Besuch an unserer Uni: Mehr Personal für Botschaften