Mittwoch, 27. Dezember 2006

Filmkritik: Der neue Bond

Nach reichlicher Verzögerung tue ich es Torquie und der Özelsista gleich und kommentiere den neuen Bond-Streifen:

  • Jetzt verfolgen uns Albaner auch schon im Kino …
  • Wo blieb der Sex, verflucht?
  • Aston-Martin versagt beim Elchtest gnadenlos – für Autoliebhaber wäre das Ausweichmanöver wohl eine der schwersten Entscheidungen in ihrem Leben (siehe dazu auch Torquies Kritik)
  • Gegenüber den gezeigten Folterszenen (das kratzt am Ego eines jeden Mannes – können wir wirklich so grausam gegenüber unsereiner sein?) erscheint Abu-Ghraib als Kindergarten
  • Abkehr von den Gadgets – gut so!
  • Tiefsinnige Gespräche und Flirts („Heimkind“) – grandios! Weiter so. Keine Frau macht heutzutage die Beine breit, nur weil sich jemand mit „Bond. James Bond“ vorstellt.
  • Wo blieb das „shaken, not stirred“?! Andererseits weiss nun jeder, wie man sich den perfekten Wodka-Martini bastelt („drei-Fünftel …“) und das Alpha-Tier markiert („Ich will auch einen! – Ich auch, aber ohne das Gemüse“).
  • Schweizer Banken – das übliche Klischee, das wohl leider der Wahrheit entspricht. Schon nur deswegen sollten wir das wettbewerbsverzerrende Bankgeheimnis abschaffen! Solange sich diese Erfindung aber weiterhin hält, besetzen wir weiterhin den kürzesten Gastauftritt mit dem grössten Return-On-Investment. Wir sind ja nicht dumm!
  • Ob es an dem vielen Weisswein, Heb-Beaus Quittenlikör, dem zu weit entfernten 72cm-TV (garantiert 5 Meter Sichtdistanz), den falsch ausgerichteten Boxen lag: Özel musste sich mehrmals lauthals beschweren: „I chume nid nache!“. Jetzt fordert sogar schon Bond-Schauen die graue Masse. So weit sind wir also schon?
  • 007 zeigt unter der Dusche (in kompletter Montur!) Mitgefühl mit dem weiblichen Geschlecht. Das waren noch Zeiten, als der Typ seine Gegner geräuschlos und ohne Handgemenge vor der holden Dame ins Jenseits beförderte …
  • Es ist immer gut, ein Defibrilator zur Hand zu haben. Nur schade, dass gerade ein Mann Opfer der (zu komplizierten) Technik wird und von der herbeigeeilten Dame im Cocktail-Kleid gerettet wird.

Zwischenfrage

Das Drehbuch hat nicht etwa eine Frau geschrieben?!

Fazit

Deutlich höherer GAF („Girlfriend Acceptance Factor“) als die vorherigen Bond-Streifen. Eine gelungene Frischzellenkur – it’s the 21st Century, stupid! Der Macho-Bond wird uns fehlen, auch wenn er längst ein Auslaufmodell war.

Übrigens: Wo blieb die von Rändell versprochene Franks? Es schlägt 22 Uhr – keine Spur von Francine. Es schlägt 23 Uhr – Francine immer noch nicht da. 23.30 Uhr – die erste Hälfte der Crew verlässt Lonnys Heimetli, nur Franks bleibt vom Erdboden verschluckt. Etwa wieder eine Motorpanne mit dem Mittelgrossen Weissen, der nach einer Sportart benannt ist? (Rändel nennt das Modell auch liebevoll „Kübelwagen“ – nicht Franks, das Auto!).

Randolph bringt erste Verschwörungstheorien auf: Ob sie gerade im Türmchen in der Stritenstrasse zur zweiten Runde (Carrera-Bahn) ansetzt? Falls ja, wurde da geflissentlich hinter der Gemeinschaft umhergestelzt. Bahnt sich hier etwa die Wiederaufnahme der „Stelz Wars“ um ein längst erloschen geglaubtes Flämmchen an? Nach Neujahr wissen wir mehr …

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