Archiv 26. Dezember 2006

Dienstag, 26. Dezember 2006

Vor kurzem in der BZ: (Wieder einmal) Ich!

Da die Adventszeit einiges von Studenten mit Teilzeitjobs und privaten Web-Projekten abverlangt, habe ich ganz vergessen, auf meinen „Gastauftritt“ in der BZ hinzuweisen:

Für einmal handelt es sich nicht um Reaktionen auf abgrundböse Taten meinerseits, sondern um den Test eines sauteuren Navigationsgerätes. Grosser dank an This, der all dies ermöglicht hat.

Wenn ich gerade bei den Dankesreden bin: Der Artikel wurde zudem auch mit freundlicher Unterstützung (Motorisierung, Fahrkünste, Geduld) durch Kollege Zgräsch realisiert.

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Dienstag, 26. Dezember 2006

Geschenke einpacken

Zwar etwas verspätet – aber das nächste Weihnachtsfest kommt bestimmt:

Ein Geschenk einpacken (ChristmasMagazine)

Ich habe mir die Seite auch gleich lokal als PDF gesichert.

Dieser Verpackungsvorschlag auf derselben Web-Site sieht zudem fantastisch aus …

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Dienstag, 26. Dezember 2006

Die japanische Sprache (revisited)

Als Nachtrag zu meinem Artikel Die japanische Sprache eher etwas zum Schmunzeln (wenn auch ein Körnchen Wahrheit dahinter stecken mag):

Not only is it not simple, it’s probably one of the hardest language you could ever want to learn. With THREE completely different written languages (none of which make sense), multitude of useless, confusing politeness levels, and absolutely insane grammatical structure, Japanese has been crushing the souls of the pathetic Gaijin since it’s conception.

Quelle: So You Want To Learn Japanese

Was ich auf unserem Trip nach Japan rasch erklärt bekommen habe: Gaijin bedeutet schweizerisch-umgangssprachlich etwa soviel wie „Fremder Fötzel“.

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Dienstag, 26. Dezember 2006

Killt Triple-Play die Swisscom?

Kürzlich stiess ich auf eine interessante Studie von Forrester:

The Triple-Play Business Case: Financial Suicide For Europe’s Incumbent Telecoms Operators?

A report released by Forrester Research (Nasdaq: FORR) warns that low revenue opportunities and the high investments needed for broadband triple play could result in significant losses for Western Europe’s incumbent telecoms operators.

[…] telecoms operators and ISPs explain why broadband triple play is seen as the battlefield for future ownership of the consumer and the digital home. However, the poor revenue potential undermines this hype – and the big question remains: Will operators be able to make money from their push into IPTV? At the moment, the answer is no.”

Quelle: The Triple-Play Business Case: Financial Suicide For Europe’s Incumbent Telecoms Operators?

Deshalb doch lieber „Fibre-to-the-home“ (FTTH), von einem Stadtwerk geplant, gebaut und von der Gemeinschaft finanziert. Und ganz wichtig dabei: Es steht allen Interessierten Anbietern offen. Nur so wird eine 200 Millionen Investition wie in Zürich gewinnbringend sein. Existiert die gläserne Alternative einmal, können wir die Swisscom getrost verkaufen …

Indirekte Bestätigung

Meine Aussagen, dass die Swisscom – ohne sein Monopol auf dem Kupferkabel – kaum ein überzeugendes Unternehmen wäre, wird im Ansatz bestätigt:

Most [telcos] lack a track record in innovation, especially outside their core business, and are not operationally and culturally prepared.

Dies scheint aus meiner eigenen Sicht vollkommen auf die Swisscom zuzutreffen. Trotz Betty, trotz CoComment, trotz 100 Sekunden Tagesschau

Labels: Wirtschaft

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Dienstag, 26. Dezember 2006

Die Wahrheit hinter Handy-Verbilligungen

The operator will have a list of features they like and will compare that list to the newly-developed phone to calculate the subsidy: a camera might be worth a fiver, while a one-touch-to-send-MMS button could be worth £20. The idea is that easier access to more premium features leads to greater revenue, and thus pays off the subsidy.

In this way a phone that might cost hundreds of pounds can be given away for free, depending on the tariff, and the industry is sustained by customers paying off the cost of their handset over several years.

Quelle: Why the Apple phone will fail, and fail badly

Vielleicht kommt eines Tages die Zeit, an dem Orange den Wert eines Kunden wie mir wiederentdeckt: Er telefoniert gelegentlich, empfängt gelegentlich SMS. Mehr aber auch nicht. Und er ist seit mehr als sechs Jahren treuer Kunde und bezahlt seine Rechnungen immer pünktlich.

Aber eben: Momentan sind die klingeltongeilen, kleinkreditgefährdeten, Porno-tauschenden Teenies im Visier der Betriebswirte. Da sehen konservative Kunden wie ich alt aus dagegen.

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Dienstag, 26. Dezember 2006

Vision 85

Kurz vor dem Ins-Bett-Gehen noch ein kostenloser Tipp den Visionären unter uns – stell das Coke bei Seite und sauf mal Wasser!

[…] Most people would agree that their love affair with the sweet stuff—whatever flavor it might be—isn’t all that healthy, but no one would put it in the same class as a truly bad habit such as smoking or drinking alcohol to excess, right?

Wrong. Scientists are beginning to do just that. The bulk of the research has focused on connecting the dots between consumption of sugar-sweetened beverages and weight gain, but there is mounting evidence that our national obsession with liquid candy affects more than just our figures. From the very first sip, experts say, cola starts to wreak havoc on the body. It corrodes the teeth, confuses the appetite-regulating hormones in the digestive tract, attacks the bones, and encourages the organ breakdown that leads to diabetes.

Quelle: The Case Against Soda

Ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass Sprudelgetränke in unserem Haushalt kaum getrunken wurden (höchstens zu besonderen Gelgenheiten wie Besuch). Hatte man Durst, drank man in der Regel Wasser – vom Wasserhanen (sog. „Hanenburger“). Es scheint mir gut getan zu haben *froi*

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Dienstag, 26. Dezember 2006

Die japanische Sprache

Dieser Artikel bezieht sich auf meine Reise nach Japan, die vom 13. bis 24. November dauerte und vom Ministry of Foreign Afairs für europäische Jugendliche veranstaltet wurde.

Sollte ich in diesem Artikel kompletten Bockmist schreibe, bitte ich um Tadel und Hinweise mit Hilfe der Kommentarfunktion. Es kann durchaus sein, dass ich hier falsche oder nur halbwegs gültiges Wissen preisgebe.

Eigentlich wollte ich schon lange (detaillierter) über meine „Tour de Japon“ bloggen, doch leider liess es die Zeit bisher nicht zu. Kollege Vit aus der Tschechei ist bereits deutlich weiter mit diesem Vorhaben – in einem Wiki-Tagebuch hat er die wichtigsten Ereignisse festgehalten. Uns Deutschsprachigen bringt das leider nichts, da wir des Tschechischen nicht mächtig sind. Immerhin – hoffentlich hat zumindest Kollege Sedlacek die helle Freude daran.

Das erste ausführlich zu besprechende Thema dreht sich um die japanische Sprache:

Die Tour-Teilnehmer

Im Gegensatz zu mir wiesen viele Teilnehmer der Tour bereits tiefergehende Kenntnisse der japanischen Kultur auf. Etwa fünf Personen (gezählt habe ich sie nicht) besuch(t)en in ihren Heimtländern Japanisch-Kurse und hatten dementsprechend einen deutlichen Vorteil gegenüber den „Banausen“ (wie mich), die es auch auf die Tour geschafft hatten.

Ich hoffe, dass ich niemandem Unrecht tue, aber Mauro aus Italien schien derjenige zu sein, der die grösste Erfahrung mit der japanischen Sprache gesammelt hatte, dicht gefolgt von einer Polin, die in ihrem Heimatland in einer Organisation arbeitet, die den Landsleuten die japanische Kultur näherbringen will. Mit Vit aus der Tschechei hatte ich am meisten Kontakt, weshalb viele der hier erläuterten Informationen aus Gesprächen mit ihm stammen (Kudos!).

Immerhin: Ein wenig Erleichtern verspürte ich schon, als sowohl Mauro und Vit vor mir an der Reception doch tatsächlich die falschen Schlüssel in die Hände gedrückt erhielten, als sie das erste Mal auf japanischem Boden ihre Sprachkünste unter Beweis stellen wollten. Mit meinem Englisch klappte die Schlüsselübergabe auf jeden Fall auf anhieb *smile*.

Dennoch: Wer japanisch lernt, verdient jeden Respekt – soweit ich darüber im Bilde bin, handelt es sich um eine sehr schwierige Sprache.

Anglizismen – aber richtig!

In wohl allen westlichen Sprachen haben sich unzählige Anglismen (aus der englischen Sprache „importierten“ Begriffe) durchgesetzt. Auch in der japanischen Sprache ist dies nicht anders – doch im Gegensatz zu uns werden/müssen die Begriffe richtiggehend „assimiliert“ werden. Dies primär darum, weil es sich beim Englischen und Japanischen um keine verwandten indogermanischen Sprachen handelt, doch dazu nach den Beispielen mehr:

Einige Beispiele? (Ich erhebe keinen Anspruch auf korrekte Schreibweise)

  • Mini-Skaato – Mini-Skirt (Übrigens ein sehr populäres Kleidungsstück unter japanischen Teenagern (ha, ein Anglismus!)
  • Hotto-Spot – Hot-Spot (Wireless LAN)
  • Kantorii Roodo – Japanische Version des Klassikers „Country Roads“
  • Handicraft – Handcraft (handgemacht)
  • Terebi – Televi(sion)

Nach ein paar Tagen im Land und nach einigen Gesprächen mit Vit dämmerte es mir langsam, wieso die Begriffe leicht „verunstaltet“ in den Sprachschatz aufgenommen wurden. Die japanische Lautschrift besteht im Normalfall aus einem Konsonanten, gefolgt von einem Vokal. Also bspw. Ma, Me, Mu, Mi etc.

Schauen wir uns nun „hotto“ (-to) und „handi“ (-di) an – anscheinend können Japaner mit der erlernten Sprache keinen alleinstehenden ‚t‘ resp. einen alleinstehenden ‚d‘ aussprechen. Damit das Wort „kompatibel“ mit ihrer Aussprache wird, wird deshalb dahinter noch ein Vokal angefügt – hier ein ‚o‘ resp. ein ‚i‘.

Erleuchtendes

Während meiner Schulzeit in der Sekundarschule konnte ich einmal der japanisch-stämmigen Mutter eines Kollegen lauschen. Erheitert nahm ich davon Kenntnis, dass sie anstelle von „Klasse“ immer von „Krasse“ sprach – doch wieso sie das tat, fand ich erst während meines Aufenthalts in Japan heraus.

Die Erklärung ist recht simpel: Im Japanischen gibt es keinen L. Da die meisten Japaner westliche Fremdsprachen erst spät in ihrer Entwicklung lernen, scheint der L schlicht und einfach nicht mehr in der Sprachregion des Gehirns „abgespeichert“ zu werden. Vit wusste denn auch zu berichten, dass bei Untersuchungen in Computertomographen gezeigt werden konnte, dass L und R für Japaner denselben Reiz (Entschlüsselungs-Prozess) auslösen, für diese Leute also die beiden Konsonanten identisch tönen. Erstaunlich, aber wahr.

Fortschrittliches …

  • Auch in der Sprache werden die Verben nicht konjugiert – für die Vergangenheits, Gegenwarts und Zukunftsform gibt es also je eine Verbform, egal ob ich, du, er/sie/es etc. Analog wie das – gemäss meinen Informationen – bspw. auch im Schwedischen der Fall ist.
  • Durch die Lautschrift war es japanischen Studenten ohne Probleme möglich, meinen (in japanisch verfassten) Namen auf meinem Namensschild zu lesen – und es tönte wirklich (fast), als würde es ein Schweizer aussprechen *froi* Eine solche Schrift würde es meiner Vorgänger-Generation deutlich erleichtern, englische Begriffe korrekt auszusprechen (die westeuropäischen Sprachen sind weniger stark an eine Lautschrift angelehnt – durch das Lesen des Wortes wird nicht klar, wie es denn korrekt auszusprechen wäre).

… und Altmodisches

Betrachtet man japanische Texte, fallen einem mit der Zeit zwei Arten von Zeichen auf. Die Sprache ist insofern speziell, als dass sie Zeichen- und Lautschrift vereint. Die Lautschrift (Hiragana/Katakana) erscheint dem Betrachter weniger verschnörkelt und „modern“, während die Zeichenschrift (Kanji) deutlich komplizierter daherkommt.

Gerade die Zeichenschrift ist eines der grössten Hindernisse, um als Fremdling die Sprache rasch zu erlernen (auch die Japaner haben Mühe damit, existieren doch mehrere Tausend Zeichen). Die Japanologen in unserer Gruppe nutzten denn auch die Chance, sich im Elektronik-Viertel Akihabara Übersetzungscomputer für die japanische Sprache zu kaufen. Diese Geräte sind für Einheimische gedacht – im Ausland kann man diese Dinger nicht oder nur überteuert kaufen.

Immerhin – neumodische Begriffe sind normalerweise in der Lautschrift abgefasst. Begriffe, die bereits vor hunderten von Jahren existierten, haben ihr entsprechendes Zeichen in der Zeichenschrift.

Meine Probleme

Während und auch nach der Reise verfolgen mich erhebliche Probleme, Begriffe zu merken. Zwar gelingt es mir der Spur nach, z.B. beim obigen Begriff „Akihabara“. Zuerst hatte ich nämlich Akiharaba geschrieben – doch ein Japaner hätte diesen Ausdruck nicht mehr verstanden. Auch „Ikebana“, die Kunst des Arrangieren von Blumen, habe ich anfänglichs mit Ikabena bezeichnet. Der Host-Daddy in Hiroshima verstand nur Bahnhof, obwohl ich „nur“ zwei Vokale vertauscht hatte. Erst als ich ihm die Bilder zeigte und er den richtigen Begriff nannte, bemerkte ich meinen Irrtum.

Meine Unfähigkeit, solche eigentlich recht simplen Begriffe zu merken, rührt wohl daher, dass ich mit verinnerlichten Denkmuster des Deutschen, Englischen und Französischen dahintergehe. Da die Sprachen aber nicht mit dem Japanischen verwandt sind, legt mein Gehirn die Begriffe falsch ab.

Weiterführendes

Heute bin ich auf den Artikel Japanese literacy: back to the future again? gestossen, der mich zur Veröffentlichung dieses bereits seit längerem vorliegenden Artikels bewegte. Schlüsselaussagen:

The Japanese school system is currently set up to ‘‘teach reading’’ to Japanese children who are born of Japanese parents and raised in Japan, who speak Japanese from birth and live in an environment in which the only language spoken, heard and written is Japanese.

[…] Perhaps it will be possible to finesse the script-reform aspects of this problem by allowing the baneful influence of cell-phone texting and other modern innovations to accomplish changes de facto, without ever agreeing that the current writing system is in any essential need of reform. Then the cultural problems of immigration and its impact on nihonjinron can be engaged without further loss of face.

Der Artikel bespricht – deutlich verkürzt – wieso die japanische Sprache – resp. vor allem das komplizierte Schriftsystem – in Zukunft wohl nicht um eine Anpassung herumkommt. Da die Bevölkerung kontinuierlich zurückgeht, müssen Arbeitskräfte importiert und in die japanische Kultur integriert werden (Japan hinkt momentan noch deutlich hinter uns westeuropäischen Ländern hinterher was Immigration betrifft – Mörgelis und Schlüers hätten eine helle Freude an den derzeitigen restriktiven Einreise- und Arbeitsbestimmungen im Land, die eine homogene Bevölkerungsstruktur zur Folge hat). Gerade die Sprache könnte zu einem grossen Hindernis werden, müssten auf einmal eine grosse Menge fremder Arbeiter ins Land geholt werden. Aber auch die sehr hierarchische und für Auswärtige nur schwer durchblickbare Kultur wäre wohl einem Öffnungs- und Vereinfachungsprozess unterworfen.

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