Archiv ‘Uncategorized’

Samstag, 3. September 2005

Adobe Acrobat Reader sucks [Nachtrag]

Auch heute wieder einmal einen Beitrag zum Thema „xy sucks“. Dieses Mal nehme ich aus gebotenem Anlass ein Adobe-Produkt unter die Lupe, das wohl jederman auf seinem Computer installiert hat: Den Adobe Acrobat Reader.

Letzten Freitag wurde ich zu einer Mitarbeiterin gerufen, deren Browser partout keine PDFs mehr anzeigen wollte. Wie man im Task Manager aber ohne weiteres erkennen konnte, existierte der Prozess acrord32.exe – das Programm war also gestartet.

Da das System anderweitig stark vermüllt war, entschied ich mich, zuerst einmal alle installierten Adobe Acrobat-Produkte zu deinstallieren. Neben Version 5 des Readers fand sich auch Version 6 sowie auch noch den Adobe Acrobat 6, mit dem sich PDF-Dateien nicht nur anzeigen, sondern auch produzieren und verändern lassen.

Doch bereits hier stand ich vor einem fast unlösbaren Problem, wie es schien: Egal, welches Programm ich deinstallieren wollte, der Windows Installer meldete sich mit

Error 1324. The path My Documents or the volume is invalid.

Als Windows-Supporter ist man sich solchen Schmarren ja mehr als gewohnt, weshalb ich aus gebotenem Anlass vermerken möchte, dass man unter Mac OS X (fast) keine Installationsprogramme mehr kennt. Programme installiert man hier, indem man das Programm-Icon von der CD in den „Applications“- bzw. (deutsch) „Programme“-Ordner zieht. Fertig. Die Deinstallation erfolgt analog: Man zieht das Icon in den Papierkorb, ferti isses. Obwohl auch hier „Müll“ übrig bleiben kann (man schaue sich die „Library“- bzw. (deutsch) „Bibliothek“-Ordner an), kratzt dies niemanden. Zum Glück wurde auf die eierlegende Wollmilchsau namens „Registry“ verzichtet – in der Windows-Welt die Ursache allen Übels.

Dennoch – was denn nun? Zum Glück fand ich mit Hilfe des treuen und auskunftsfreudigen Gefährten Google einen Benutzer-Kommentar auf Download.com. Die Lösung war recht simpel: In einen anderen, am besten frisch erstellten, Account wechseln und die Deinstallation dort vornehmen. Und siehe da: Es funktionierte! Aber als Windows-User ist man hier kaum mehr erstaunt – solches Verhalten ist dort ja an der Tagesordnung.

Doch auch hier hatten wir es vorerst einmal mit Symptom-Bekämpfung zu tun. Denn schliesslich wollte ich nicht immer auf einen Ersatz-Account ausweichen, um Programme zu installieren (jawohl, das funktionierte genauso wenig) oder zu entfernen. Das Übel musste an seiner Wurzel gepackt werden. Auch hier kam mir wieder Kollege Google zu Hilfe, indem es mir einen Link auf eines dieser so hilfreichen Foren empfahl. Dort las ich:

HKEY_CURRENT_USER\
Software\
Microsoft\
Windows\
CurrentVersion\
Explorer\
User Shell Folders

Change the value of „Personal“ to point to your ‚My Documents‘.

Als ich den Registry-Schlüssel sah, wusste ich sofort, wieso der Installer derart motzte – „My Pictures“ zeigte auf das nicht existierende Laufwerk F:\. Als ich den Schlüsselwert schlicht und einfach löschte, kehrte auf einen Schlag Ruhe ein. Wunderbar.

Die Frage bleibt aber: Wieso kriegt Microsoft keinen Installer hin, der diese Pfade anpasst, sollten sie sich als fehlerhaft oder gar als nicht-existent erweisen – oder wieso ignoriert er diese nicht zumindest. Und sowieso: Was zum Teufel hat der Reader in diesen Ordnern zu suchen?!

Das ursprüngliche Problem aber, dass PDF-Dateien weder in Microsoft Internet Explorer noch Mozilla Firefox angezeigt wurden, obwohl ich nun mittlerweile nur noch Adobe Acrobat Reader 7.0.3 auf der Platte hatte, brachte mich zur Verzweiflung.

Der Prozess war definitiv da – er lief, aber die Browser waren im Task Manager als „Not Responding“ gekennzeichnet. Sie konnten nur noch mit „End Process“ beendet werden. Google, ich kohooomme! In der Tat fand es auch hier erneut wieder User, die von exakt denselben Problemen klagten.

Das Problem:

Im Ordner C:\Documents and Settings\<User>\Local Settings\Temp fanden sich über 65’000 Stück 0-Byte grosse acrXXXX.tmp-Dateien, die das Programm am korrekten Aufstarten hinderten (wohl, weil alle zur Verfügung stehenden Dateinamen schon vergeben waren). Sobald man diese 65’000 Files gelöscht hatte (am Besten im Shell mit del *.tmp*, der Explorer benötigt zum Anzeigen des Ordners etwa 2-3 Minuten), funktionierte alles wieder wie gewünscht.

Fazit: Microsoft zeigt wieder einmal auf, welch einen Müll es produziert – aber auch Adobe gibt sich alle Mühe, zum Blauen Giganten aus Redmond aufzuholen. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass der Download der Installationsdateien für den Acrobat Reader satte 20MB in Anspruch nimmt und diese Netopsystems Fead-Technologie zur Extraktion der Installationsdateien auf etwas betagteren CPUs Wartezeiten von fünf und mehr Minuten produziert. Schämt euch!

Nachtrag

Acrobat kennt das Problem mit den temporären Dateien und hat es in seine Knowledge-Base aufgenommen. Anscheinend ist nur Version 6 des Produkts buggy und löscht die temporären Dateien nicht – ist der TEMP-Ordner aber voll, kann man auch Version 7 nicht mehr starten.

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Donnerstag, 1. September 2005

Israelische Nationalelf und ihre 200kg Poulet

Wie ich heute aus verlässlicher Quelle erfahren habe, gab es bei der Einreise der Israelischen Nationalelf zum Spiel gegen die Schweiz von kommendem Wochenende einen Zwischenfall: 200kg Poulet durften mangels gültiger Papiere nicht eingeführt werden. Ob das (koschere?) Fleisch bis zum Samstag noch an die Spieler verfüttert werden kann, entzieht sich meiner Kenntnis – der Papierkrieg scheint auf jeden Fall vorprogrammiert (gewesen) zu sein.

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Donnerstag, 1. September 2005

Zweifacher Abschied


Flight AF 5103 ZRH-CDG
Originally uploaded by emeidi.

Wie dieses Foto unwiderlegbar beweist, ist sie weg. Jawohl, SIE. Melanie. Meine Freundin. Für mindestens sechs Monate wird sie nun ihr Unwesen in Ouagadougou (Hauptstadt von Burkina Faso in Westafrika) treiben und vor Ort als Praktikantin in einem Kooperations-Büro der DEZA ihre tägliche (administrative) Arbeit verrichten.

Wohnen wird sie bei einem ausgewanderten Schweizer Architekten, der hin und wieder Aufträge für die DEZA ausführt und sich dort eine Einheimische zur Frau genommen hat. Melanie darf es sich im Gästezimmer in seinem Haus etwas ausserhalb von Ougadougou (10 Minuten Autofahrt bis zum Büro) gemütlich machen und wird mit dem Ehepaar, dessen jungen Sohn und den Bediensteten sicherlich unvergessliche Stunden in dem exotischen Land verbringen dürfen. Und sollte es in nächster Zeit etwas heisser werden, sorgt der hauseigene Pool für eine willkommene Abkühlung.

Heute hatte ich also den traurigen Abschied zu überstehen – Melanie wurde von ihren Eltern und meiner Wenigkeit an den Flughafen Zürich begleitet, wo sie einen Transitflug von Air France (AF 5103) nach Paris Charles-de-Gaulle besteigen und dort danach in die Maschine nach Ougadougou erwischen sollte. Die erste Etappe sollte sie auf jeden Fall geschafft haben – für Morgen erwarte ich eine Bestätigung per Mail, dass sie auch die längere Reise auf den Schwarzen Kontinent erfolgreich hinter sich gebracht hat.

Heute war also das erste Mal, wo ich von einem geliebten Menschen für eine derart lange Zeit Abschied nehmen musste – nicht für immer, aber halt doch für sechs Monate. Ihr zerriss es wie mir das Herz, obwohl ich befürchte, dass mich die Realität erst in den nächsten Tagen wirklich einholen wird. Für sie war der Abschied heute Nachmittag sicherlich härter, weil sie ja nicht nur mich, sondern im Grunde alle geliebten Menschen hinter sich lassen muss. Ich werde wohl erst in den kommenden Wochen merken, wie sehr sie (und ihre Familie) mir fehlen wird – spätestens an den Wochenenden, an denen wir uns normalerweise von Freitag-Abend bis Sonntag-Abend gesehen und unzählige Stunden miteinander verbracht haben. Ich habe mir schon jetzt vorgenommen, die Leere mit Training und Arbeiten zu meinem Studium auszufüllen und in Mitleidenschaft gezogene Kontakte zu einigen Kollegen wieder aufzufrischen. Dennoch bin ich mir sicher, dass auch so das Gefühl des „Etwas-fehlt!“ nicht vollumfänglich erstickt werden kann – was ja aber auch ein gutes Zeichen sein soll. Wie solche physische Trennungen auf eine Beziehung wirken, auf unsere im Besonderen, kann ich leider noch nicht sagen. Ich hoffe aber schwer, dass sie eher befruchtet als abtötet …

Ein zweifacher Abschied deshalb, weil ich auch meine beiden „Schwiegereltern“ nun weniger und nur noch zu besonderen Anlässen treffen werde. Schliesslich verbringt man in unserem Alter und unseren Wohnverhältnissen ja nicht nur Zeit mit der Partnerin, sondern auch mit dem Rest der Familie. Wie ich meine Jass-Fähigkeiten auf dem jetzigen Stand bewahren kann, ist mir (noch) schleierhaft … Melanie hat jedenfalls Karten mitgenommen und wird so hoffentlich einen gewissen zweiseitigen Kulturaustausch zu Stande bringen. Gespannt bin ich auch, ob sich die Trennung von der „nährenden Nabelschnur“, wie ich Lisis Kocherei mal nennen möchte, auf mein Gewicht auswirken wird. Fotos vom Anfang meiner Liaison zeigen deutlich, dass ich in den letzten dreieinhalb Jahren hart an meinem Wohlstandsbäuchlein gearbeitet habe – oder besser: habe arbeiten lassen.

Was mich insbesondere freut ist ihr Vorhaben, die Zurückgebliebenen mittels dem Internet und einer seiner Technologien, dem Blog (dt. Online-Tagebuch), auf dem Laufenden zu halten.

Burkina Faso. Melanies Blog zu ihrem Praktikum von September 2005 bis 2006.

Ich bin gespannt, ob sie es mit den dortigen Hilfsmitteln hinkriegt, uns die afrikanische Kultur im Allgemeinen und die obervoltaische Kultur im Speziellen näher zu bringen. Bewaffnet mit Tastatur und einer Digitalkamera ist sie auf jeden Fall – und das Büro ist auch mit dem weltweiten Netz verbunden (ich befürchte allerdings mit 14400 bps wie zu meinen längst vergangenen BBS-Zeiten *grins*).

Nun möchte ich aber Melanie das Wort überlassen.

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Dienstag, 30. August 2005

Seagate Festplatten-Lärm – Ursache gefunden

Heute Morgen hat es mir endgültig den „Nuggi“ rausgejagt – das ewige rattern meiner zweiten, und deshalb explizit nicht gemounteten Seagate ST3160023AS hat mich fast in den Wahnsinn getrieben.

Da ich die Platte eigentlich nur zu Testzwecken für eine Installation von Mac OS X Tiger gekauft habe, konnte ich das Abklemmen verschmerzen, auch wenn mich die Platte eine Stange Geld und abnormalen Aufwand mit der schlampigen Firma Byteline AG gekostet hat.

Ein Forumsteilnehmer auf MacNN konnte das Problem isolieren und die Ursache eruieren. Seither hege ich gewisse Zweifel an Seagates Ingenieuren:

Das Symptom

… But after 45 seconds or so of inactivity, it grinds very loudly for about two minutes before stopping. Then it repeats forever, until the OS puts the iMac to sleep. Causing disk activity (just clicking on stuff) also stops it right away. …

Die Ursache

… The bottom line seems to be that Seagate has a diagnostic tool, running in the drive, that makes the sound when the disk is idle. The only option would be to write a program that writes or reads from the disk every 30 or 40 seconds so that it never becomes idle. I personally gave up and bought an older Seagate drive that is very quiet all the time. …

Macosxhints ist etwas fundierter aufgrund von Fachbegriffen *grins*:

… Is there any similar OF command that will turn off the Seagate diagnostic which causes long bursts of head seeking after 45 seconds of idling? …

Schlussfolgerung

Boykotte von …

  • Byteline AG. Schickten mir zuerst eine ATA-133-Platte, obwohl die Magnetschutzhülle mit einem SATA-Kleber versehen war. Die Rücksendung des falsch gelieferten Produkts geschah auf meine Kosten, welche mir bis heute nicht zurückerstattet wurden.
  • Seagate. Wer solche Festplatten allen Ernstes unter das Volk bringen will, gehört eingesperrt. Garantiert kaufe ich nie mehr Produkte dieser Firma. Schade, dass dies Apple anders sieht und diese Dinger in PowerMac G5s verbaute.

Da IBM/Hitachi-Platten nicht unbedingt mit glänzenden Ausfallzahlen hervorstehen, kommt nur noch Maxtor in Frage. PC Hai (Ausweich-Händler seit Prompt Computer geschlossen wurde), ich kohoommme!

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Dienstag, 30. August 2005

Support-Mitarbeiter bei Dell

Die sonst sehr seriöse und angesehene Online-Klitsche Heise online druckt heute einen sehr wahrscheinlich 1:1 übernommenen PR-Beitrag von Dell Deutschland ab. Die PR-Abteilung von Dell hat sich meiner Meinung nach aber selbst ins Bein geschossen, als sie einen ihrer Mitarbeiter folgendermassen porträtierte:

Die neuen Mitarbeiter kommen nicht zwingend aus dem IT-Bereich. Sophia Kröhner etwa hatte vor der vierwöchigen Schulung bei Dell wenig Ahnung von Computern. „Wenn mich einer gefragt hätte, was im Gehäuse steckt, wäre nur ein Fragezeichen in meinem Kopf erschienen.“ Heute weiß sie, wie sie Kunden am Telefon berät. Für die 22-Jährige ist die Stelle bei Dell „wie ein Sechser im Lotto“.

Naja – für Dell-Kunden stellt sich dieser Lottoschein dann wohl eher als Niete heraus. Das Fragezeichen im Kopf wird so auf einfachste Art und Weise in die graue Masse der Dell-Kunden teleportiert. Wenn Sie, liebe Dell-Kunden, also das nächste Mal am Telefon verzweifeln, wissen sie jetzt dann wenigstens, wem sie die Schuld am Versagen in die Schuhe schieben können.

In den Foren machen sich die IT-Profis jedenfalls bereits lustig über die Aussagen der Mitarbeiterin – evtl. wird sie ja in Bälde ja eine Berümtheit, wie damals die bekifft anmutende Apple Switcherin? Hoffentlich schickt eine TV-Station der Dame ein Kamera-Team vor die Haustüre …

Und zum Schluss noch dies: Wer mit dem Gedanken spielt, bei Dell einzukaufen, sollte sich immer bewusst sein, dass die Bude irre Versandkosten auf ihre Produkte aufschlägt. In Deutschland sind dies 75 EUR – schlicht und ergreifend Wahnsinn!Auch hier ein versteckter Weg, um die Marge doch noch ein wenig zu erhöhen …

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Montag, 29. August 2005

Herr Sigg, die Schweiz braucht kein (weiteres) Portal!

Seit dem 1. August ist Herr Oswald Sigg, Sozialdemokrat (also sozusagen ein „Tovarish“ von mir) sowie Mattebewohner, Vizekanzler in unserem kleinen und beschaulichen Land.

Erben tut er unter anderem auch das Möchtegern-Portal Ch.ch von seiner Vorgängerin (und Genossin!), Frau Hanna Muralt. Leider haben sich meine Hoffnungen aufgrund des personellen Wechsels aber überhaupt nicht bestätigt: Auch er braust mit Volldampf weiter in Richtung Zukunft durch die Nacht – Ziel ungewiss. Eines ist aber klar: Anstelle das Scheitern und die Sinnlosigkeit des Projektes einzusehen und die Segel zu streichen, wird im Gegenteil versucht, mit noch mehr Geld und noch mehr Aufwand das Themengebiet des Portals zu erweitern – und kommt so der eierlegenden Wollmilchsau immer näher. Mir kommt es vor, als hätte die Swissair nach ihrem Konkurs bekannt gegeben, ihre Flotte zu verdoppeln – denn mit mehr Flugzeugen kämen die Passagiere dann von alleine, so das Credo des Managements (und den von mir so geliebten McKinsey-Beratern).

Hätte ich eine Frage, die ich an die Guichet-Virtuel/Ch.ch-Leute stellen könnte, wäre dies:

Wieso benötigt man im Zeitalter von Google noch Portale? Ist der Nutzen von Portalen jemals wissenschaftlich untersucht und bestätigt worden?

Letztere Frage kann mit einem fundierten Artikel des Usability-Gurus Jakob Nielsen beantwortet werden. Kurz und bündig: Internet-Portale sind für die Katz‘. Oder kann sich jemand meiner Leser erinnern, wann er das letzte Mal auf einem Portal war? Ich jedenfalls nicht – gibt eben (fast) keine mehr! Der Evolutionstheorie folgen (Stichwort: survival of the fittest), sollte dies genügend grosse Ausrufe- und Fragezeichen aufkommen lassen.

Ich werde nachfolgend nur die wichtigsten Passagen aus seiner Arbeit rezitieren und in einer für Beamten leicht erfassbaren Formatierung darstellen:

… The entire concept of portals started during the Internet’s bubble era, …

Wer sich nur ein ganz wenig mit der Materie auskennt, weiss, dass beim Auftreten des Schlagwortes bubble era (oder auch: Dot-Com-Boom) die Würfel schon gefallen sind. Es gibt absolut keine, aber wirklich keine Möglichkeit, angesichts solcher Aussagen noch mehr als einen Gedanken und einen Rappen in solche Projekte zu investieren. Der Verlust ist schon jetzt garantiert.

… Yahoo is still going strong, but most other portals are now either dead or have scaled back their ambitions and focused once again on search.

Aber das Bundesbern weiss es ja immer besser … Es geht halt doch um einige Arbeitsplätze.

… Given the miserable track record of Internet portals, …

Klingelts langsam?

Second, a general website is restricted to offering generic services that will appeal to many users. Truly specialized services are rarely available on an Internet portal, despite the fact that people benefit more from services that meet their exact interests than from those that are the same for everybody.

Anstelle die Themengebiete des Portals weiter auszudehnen und immer mehr Informationen für immer mehr Gruppen anzubieten, sollte Ch.ch besser zusammen mit Universitäten im Land Forschung betreiben und federführend werden in personalisierten Lösungen.

Im aktuellen Newsletter des Beschäftigungsprogrammes lesen wir so:

… Bürgerinnen und Bürger können jederzeit direkt mit den Behörden in Kontakt treten, ihre Anliegen vorbringen, und sie erwarten im Gegenzug rasche Antwort. Die Vernetzung der Angebote von Bund, Kantonen und Gemeinden ist dabei eine wichtige Voraussetzung (und eine grosse Herausforderung) für einen einfachen Zugriff auf das Informations- und Dienstleistungsangebot der Behörden. …

Meine Forderung deshalb an Herrn Sigg: Ersparen Sie uns, den Steuerzahlern, Millionen von Franken und eine Menge Kopfschmerzen. Überdenken Sie, was Ihre Vorgänger aufgegleist haben, lassen Sie von Profis überprüfen, ob der Hund wirklich in Portalen begraben liegt und unser Volk diese Anlaufstelle wirklich braucht. Der einfache Zugriff – dies ist wirklich ein Schlagwort, das ich auch sofort unterschreiben könnte. Der Bund muss hierzu aber nicht als Winkelried an der Front mitmarschieren, sondern im Hintergrund all die Tausenden von Gemeinde-Websites auf denselben Stand bringen. Er muss den Gemeinden Informationsmaterial liefern, wie Inhalte angeboten und präsentiert werden müssen, damit wir Normalos, aber auch Behinderte und Ausländer, die Angebote effektiv und produktivitätssteigernd nutzen können. Damit die Schalteröffnungszeiten endlich der Vergangenheit angehören, damit neue Technologien entwickelt werden, wie mit der Gemeindeverwaltung rund um die Uhr kommuniziert werden kann. Und nicht irgend so ein weiteres, blödes Portal, das auf alles und doch nichts verlinkt.

In meinen früheren Blog-Artikeln zum Thema (Guichet Virtuel Revisited,Ein Lob auf unsere IT-Beamten) habe ich ja bereits meine These geäussert. Gerne wiederhole ich sie hier noch einmal:

Die Idee von Ch.ch entstand noch in der Boom-Phase der Internet-Industrie. Die Parlamentarier und Bundesbeamten waren verzweifelt auf der Suche nach einem Betätigungsfeld, um sich nicht vorwerfen zu lassen, den Trend vollends verschlafen zu haben (passiert sowieso immer). Ch.ch war also primär mal als Feigenblatt gedacht, um all den Internet-Marketing-Consultants sagen zu können: He, seht her, auch wir sind dabei.

Zünden wir also ein Kerzchen an – auf die späte Vernunft.

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Samstag, 27. August 2005

Natalee und Guantanamo

Einige Leute werden sich noch an meine Story über Natalee Holloway erinnern.

Gestern war ich aus reiner Neugier wieder einmal auf CNN.com – und siehe da, mein Timing war wieder einmal perfekt.

Leider ist der Fall immer noch nicht gelöst, die Ermittler stochern mehr oder weniger im Dunkeln. Von dem Mädchen existiert immer noch keine Spur, aber es ist wohl anzunehmen, dass sie wirklich nicht mehr lebt.

Gestern berichteten die Amerikanischen Medien von einer neuen Entwicklung und räumten der Neuigkeit wieder eine Top-Position auf ihren Seiten ein. Kritische Stimmen sehen in der ganzen Story zuerst einmal einen grossen Eingriff der USA in die Hoheit eines anderen Staates. Die lokalen Behörden sehen sich denn auch stark von der amerikanischen Öffentlichkeit unter Druck gesetzt und mit dem Vorwurf konfrontiert, unfähig zu sein. Per Zufall fand ich eine Seite, auf der die Amis mitfiebern und ihren Senf zur Story zum Besten geben. Sie werden ihrem Namen gerecht und entwickeln die abstrusesten Verschwörungstheorien, in der unter anderem auch folgende Aussage fällt:

… If the drug dealers/mafia are behind the disappearance, he is probably afraid for his, and family’s life, if he says anything. …

Nun gut, man sollte nicht alles gleich auf den ersten Anblick zerreissen. Aber wenn da nicht die puritanische, strenggläubige Kreuzritterin spricht? Dass an der Party auch getrunken wurde und die Amis evtl. zur Feier des Schulabschlusses auch zu anderen „Mitteln“ gegriffen haben, ist überhaupt nicht abwegig. Wer weiss, vielleicht war es wirklich ein dummer Unfall und das Mädchen starb aufgrund der Einnahme irgendeiner komischen, verbotenen Substanz. Der Junge van der Slot mag darauf derart in Panik gekommen sein, dass er mächtig viele Dummheiten angestellt hat. Aber eben, jetzt fange ich auch schon an, Mutmassungen anzustellen.

Was gab es also gestern Freitag neues zu berichten? Die Kalpoe-Brüder wurden wieder verhaftet. Nun sitzen sie also wieder zu Dritt, die drei jungen Schnösel im Alter von 18 bis 21 Jahren. Die farbigen Kalpoe-Brüder können nun also ihrem Kollegen, Joran van der Sloot, dem weissen Richterssohn, wieder Gesellschaft leisten.

Was mich aber sehr nachdenklich stimmt, hat primär nichts mit dem Fall selber zu tun. Van der Slot ist nämlich seit seiner Verhaftung nicht freigekommen und sitzt nun schon seit Anfang Juni, also seit bald 3 Monaten, in Haft, ohne dass ihm etwas zu Lasten gelegt werden kann. Das in Aruba praktizierte niederländische Recht ermöglicht es den Strafverfolgungsbehörden nämlich, Leute ohne Anklage festzuhalten. Solche Massnahmen werden auch hier in Europa aktuell, aber nicht angesichts verschwundener Teenager, sondern aufgrund der Terror-Gefahr, die viele Staatsschützer so gerne heraufbeschwören.

Mir machen solche Bestrebungen aber sehr grosse Mühe – denn wenn es hart auf hart kommt und der unwahrscheinliche Fall eintreffen sollte, dass ich auch einmal in die Mühlen der Justiz geraten sollte: Ohne Anklage möchte ich wieder auf freien Fuss gesetzt werden und nicht monatelang im Gefängnis schmoren. Solche hirnrissigen Ideen stellen eine akute Gefahr für den liberalen Rechtsstaat dar, auf den wir im jetzigen Zustand wirklich stolz sein können. Der Willkür ist momentan ein Riegel vorgeschoben – den Rückfall in vorsintflutliche Zeiten kann und will ich nicht verantworten.

Ansonsten schaffen wir langsam aber sicher Zustände wie in Guantanamo, wo seit dem Afghanistan-Krieg unzählige Personen ohne irgendwelche Rechte festgehalten werden. Nicht, dass ich grosse Sympathien für diese Personen empfinden würde – dennoch, die Menschenrechte gelten für alle Menschen, ansonsten sind sie dieses Titels nicht wert.

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Mittwoch, 24. August 2005

Mein Senf zum Unwetter

Jaja … wenn alle Leute Suzuki Alto fahren würden, ja dann, dann wäre das nicht passiert. Während die Umweltforscher noch nach den Ursachen suchen – Darud weiss schon längstens, wer uns das eingebrockt hat: Aebys Peugeot war’s, die Dreckschleuder *zwinker*.

Geschickte Wohnortswahl …

Die Aussicht von der Kirchenfeldbrücke heute Mittag war jedenfalls nicht wirklich amüsant. Ich frage mich aber dennoch leise (nicht zu laut, sonst hauen die Matte-Bewohner mich morgen), wieso man eigentlich dort unten (immer noch) wohnt? Dass diese Gegend nicht zu den trockensten gehört, weiss man ja nicht erst seit gestern. Gibt es eigentlich überhaupt noch Versicherungen, die ein solches Risiko tragen? Aber meine Umsiedlungsgedanken sind wohl einfach zu realitätsfern und zu radikal … Glücklicherweise wohnt Kollege Flückiger in einer Dach- und nicht in einer Kellerwohnung. Ich habe sowieso die vage Vermutung, dass man in der Matte eher auf „Estriche“ als auf „Keller“ setzt, wenn es um die Lagerung der alten Schulzeugnisse geht.

Von Ursachen … und Wirkungen

Egal, was denn nun wirklich die heftigen Regenfälle verursacht hat – jetzt stecken wir im Schlammassel. Wie Pfister so schön sagte: Man kann nicht schlüssig beweisen, dass der Mensch die Klimaveränderung verursacht – aber mit dem heutigen Wissensstand kann man es eben leider auch nicht widerlegen. Solange also der Beweis für die Richtigkeit der These nicht erbracht wurde, schadet es überhaupt niemanden, den CO2-Ausstoss zurückzuschrauben, selbst wenn dieser das Klima gar nicht beeinflussen sollte. Nicht mit einem „schwulen“ Klimarappen, sondern mit einer griffigen CO2-Abgabe. <ironie>Am besten setzt man das Geld dann auch gleich „zweckgebunden“ ein und realisiert endlich die sechsspurige Autobahn Bern-Zürich. Wenn es nach meinen (über)motorisierten Kollegen ginge, läge definitiv auch gleich acht Spuren drin – wenn man schon baut, dann richtig …</ironie>

Multimedia

Das Ereignis der Bilder – 2005 sind es nicht mehr nur die Medien, die uns mit Bildmaterial versorgen, sondern u.a. auch Privatpersonen, die Dank dem Digitalkamera-Boom erstmals die Möglichkeit haben, ihre Bilder innert Minuten einem Millionenpublikum zur Verfügung zu stellen (bspw. mittels dem Online-Foto-Album Flickr). Und natürlich auch mit Blog-Beiträgen. Kollege Burgdorfer (zweite Erwähnung in einem Beitrag, ha! You owe me one!) hat die Mühe auf sich genommen und einige Impressionen im Netz eingefangen (Links am Ende seines Beitrages).

Und auch eMeidi.com-Kunde Heinz Aebersold, Gemeindeschreiber von Kiesen, hält das Web-Angebot seiner Gemeinde wie immer vorbildlich und topaktuell in Schuss – die Wassermassen noch kaum aus den Kellern gepumpt, sind die Fotos schon online.

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Sonntag, 21. August 2005

Mac OS X – Grosse Desktop Icons


Mac OS X – Large Desktop Icons
Originally uploaded by emeidi.

Anscheinend bin ich nicht der einzige, der unerlaubt hohe Icon-Grössen auf seinem Desktop verwendet (auf meinem PowerMac: 64x64px).

Quelle: Superman Previz. CGI SFXler Raffi hat in seinem Blog auf das Video verwiesen, weil da irgendwo seine Kollegen rumhängen.

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Sonntag, 21. August 2005

Melanie bloggt aus Burkina Faso

Nur noch wenige Tage trennen meine Freundin von ihrem 6 oder evtl. sogar 12-monatigen Praktikums-Aufenthalt in Burkina Faso. Sie wird dort in der Hauptstadt Ouagadougou (von mir liebevoll Gagadudu genannt) in einem Kooperations-Büro der DEZA Entwicklungshilfe leisten.

Ihre Erlebnisse wird sie – wenn es die Zeit erlaubt und die Lust aufkommt – in ihrem eigenen Blog festhalten:

Praktikum Burkina Faso

Vorerst aber geniessen wir noch die letzten uns verbleibenden Tage und holen alles vor, was wir uns versprochen haben … Unter anderem so den Rodel-Plausch in Churwalden/Pradaschier.

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