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Samstag, 15. August 2026

Antalya: Aufgepasst beim Bezahlen, und Dienstleistungsbezug generell

Auf unserem diesjährigen Antalya-Aufenthalt sind wir (bisher) in einigen Restaurants eingekehrt, und eine Pedicure habe ich mir auch noch geleistet. Dabei sind mir einige Dinge aufgefallen.

Trinkgeld

Sıralı Kebap stand nach einem Spaziergang zu den Lower Düden Falls auf dem Programm. Wir sassen mit dem Baby in der Nähe des Eingangs, und wir bekamen so mit über, wie nach und nach Antalyas (jüngere, creditmaxxing?) Oberschicht zum Abendessen eintrudelte. Definitiv kein günstiges Pflaster. Das Essen war gut, die Portionen klein, aber teuer. Beim Bezahlen dann die Hiobsbotschaft: Trinkgeld kann nicht über die Kreditkarte abgebucht werden (ursprünglich verstand ich den Kellner so, dass Kreditkarten gar nicht akzeptiert würden — mein Gesicht machte entsprechend einen „what the …“ Eindruck, den der Kellner sofort bemerkte). Und Bargeld hatte ich an diesem Abend leider nicht dabei. Tat mir leid für die aufmerksamen Angestellten, aber 2026 sollte doch das Kassensystem fähig sein, Trinkgelder separat zu erfassen …

Kushimoto Restaurant stand zum (thailändischen) Muttertag auf dem Programm. Das Restaurant ist definitiv Fine Dining, sowohl von der Aufmachung wie dem Service, komisch nur, dass es sehr, sehr wenige Bewertungen auf Google Maps hat. Wurde es kürzlich eröffnet? Trinkgeld war auch hier nicht über Kreditkarte zu entrichten. Immerhin hatte ich vom vorherigen Restaurant gelernt, und dieses Mal war der Zip-Lock Sack mit Türkischen Lira im Gepäck. Ich hinterliess „nur“ 5 Prozent des Betrags im Etui, da mir langsam die Noten ausgehen, und ich den Betrag für den Service angemessen fand. Besser als nichts.

Gestern dann überkam mich mein Verlangen nach einem grossen, guten, medium-rare grillierten Stück Fleisch. In kurzer Distanz von unserem Hotel befindet sich das B12 Steak & Kasap Steakhouse. Auf Grund einer guten Flasche Wein (siehe nachfolgend) überprüfte ich mit einem kurzen Blick auf die Rechnung nur den Endbetrag, und rundete diesen voller Euphorie um mehr als 10 Prozent auf (1100 TRY, 18.68 CHF).

Rückblickendes Warnzeichen: Der Mitarbeiter verschwand sofort mit der Rechnung und stellte sicher, dass ich umgehend mit Kreditkarte bezahlen konnte. Die Rechnung selber sah ich nie wieder. Eigentlich nehme ich diese immer mit, aber ich verzichtete dieses Mal darauf, weil ich beim Drucken der Kreditkartenrechnung sah, dass die Posten irgendwie ihren Weg auf diesen Beleg gefunden hatten. Spätestens bei diesem Verhalten hätte es klingeln sollen. Tat es aber nicht.

Auf dem Nachhauseweg zog ich auf Drängen meiner Frau die Kreditkartenabrechnung hervor, und wir überprüften sie. Der ominöse Posten 1850 TRY (31.41 CHF) ganz am Schluss irritierte uns, waren die Hauptspeisen doch weiter oben notiert. Google Translate offenbarte dann, dass es sich dabei um eine automatisch auf die Rechnung gschlagene Service Charge handelte. Die Mitarbeiter kassierten somit doppelt Trinkgeld ab. Der Service war gut, einmal aber musste ich selber Wein nachschenken, was einer der Kellner bemerkte, zum Tisch sprintete, und das ganze dann übernehmen wollte. Item. Natürlich hielt es der Kassier nicht für nötig, mich auf die Service Charge hinzuweisen. Aber: Selber Schuld, der geht auf meine Kappe, und das wird jetzt vom diesjährigen „Bullshit-Konto“ abgebucht, und gleich wieder vergessen. Teures Lehrgeld im Wilden Westen, auch bekannt als „Türkei“.

Zum Essen: Die Vorspreise (vermutlich Rinderbrühe), der Salat, die Oliven und das Brot waren top. Der Wein auch (siehe unten). Das Fleisch (Rib Eye): Eher klein, und definitiv nicht Medium Rare wie bestellt, sondern Medium. Somit definitiv nicht ein Restaurant im Olymp der von mir bereits besuchten Steak Restaurants.

Unschön: Im Restaurant wird geraucht.

„Ausgegangener“ Wein

Das B12 Steak & Kasap ist der Endgegner aller Touristen, die in solchen Ländern ihr Portemonnaie gut zu schützen versuchen.

Ich bestellte auf Grund des guten Stück Fleischs eine ganze Flasche Wein. Man kann sich streiten, ob das nötig gewesen wäre, aber zu einem grossen Stück Steak gehört einfach ein edler Tropfen.

Das Problem: Die von ChatGPT auf Grund des Menus empfohlene Flasche (Suvla Sur) war dem Restaurant ausgegangen. Ich hätte es eigentlich schon ahnen können, als der Mitarbeiter versuchte, mich während der Bestellung auf „ebenso guten“ Gläserwein umzuleiten. Ich insistierte, dass ich genau diesen Wein in einer Flasche wollte — hätten wir ihn nicht ganz gekillt, hätten wir die halbleere Flasche einfach mit ins Hotel genommen (was gemäss Kellner möglich ist). Im Menu war der Wein für 2200 TRY (37.36 CHF) angepriesen.

Ein paar Minuten später kam der Kellner wieder an den Tisch, in der Hand drei Weinflaschen. Meine Wahl sei nicht mehr verfügbar, aber er könne mir folgende Weine anbieten:

Mir sprang der Pythagoras ins Auge, ich schaute ihn auf Vivino an, sehr gute Bewertungen (über 4 Sterne), und gemäss meines Weinkellers ein über 90 prozentiger Match für mich. Ich sagte ihm: „Ok, ich nehm den Pythagoras“. Doch bevor er abzottelte, fragte ich, langsam auf das Land und Leute sensibilisiert: „Ah, aber der Wein ist schon in derselben Preisregion wie derjenige, den ich ursprünglich wollte?!“ Der Kellner meinte nicht wortwörtlich „Ja, klar … moment, lassen Sie mich nachschauen!“ Auf seinem Smartphone rief er das Menu auf, und schien den Wein gefunden zu haben: 2600 TRY (44.15 CHF), sagte er mir, ohne dass ich auf das Smartphone schaute. „Ok, no problem, let’s go for this one!“ sagte ich ihm.

Vorausblickende Leser werden es schon wissen: Auf der Abrechnung war der Wein für 3400 TRY (57.73 CHF) aufgeführt. Auch das bemerkte ich erst, als ich auf dem Nachhauseweg war.

Der Wein war gut, sehr gut sogar, und verglichen mit der Schweiz war der Besuch im Steakhouse ein Schnäppchen.

Trotzdem bleibt ein fahler Nachgeschmack.

Skonto

An einem Abend kehrten wir in ein hier nicht näher zu nennendes Fischrestaurant in der Nachbarschaft ein. Es stellte sich im Laufe des Abendessens heraus, dass der Besitzer lange im deutschsprachigen Raum gelebt und studiert hat. Wir unterhielten uns entsprechend auf Deutsch. Als es um das Bezahlen ging, und ich die Revolut-Kreditkarte zückte, meinte er: „20 Prozent Barzahlungsrabatt!“. Ich hatte nicht ausreichend Geld mit dabei, somit gab es für mich kein Skonto-Rabatt.

Mit freundlichen Grüssen an die Steuerverwaltung.

Euro

Zu Beginn der Ferien war bei mir Pedicure angezeigt. Auf Grund der Tendenz der Nägel meiner grossen Zehen regelmässig einzuwachsen, verzichte ich mittlerweile darauf, selbst aufwändig (und: immer wieder blutig) rumzudoktern, und das einem Profi zu überlassen.

ChatGPT empfahl mir Modern Hair Beauty Salon Man&Woman •Hair • Nails • Massage • Permanet Make up • Botox (Google Maps). Ein Termin war via WhatsApp rasch organisiert. Touristen-Anfängerfehler: Den Preis habe ich im Chat weder angefragt, noch verhandelt noch bestätigt. Da endet man als kontinentaleuropäischer Tourist aus der Schweiz leider als Freiwild.

Als ich eintrudelte, erfuhr ich, dass die Dienstleistung an eine Bekannte des Besitzers outgesourct sei, die lange Zeit in einem Luxusressort in der Gegend gearbeitet hatte.

Gegen Ende der Behandlung wurde ich plötzlich innerlich nervös: So frugal der Laden aussah, war Kreditkartenzahlung überhaupt möglich? Sie ist es, aber angabegemäss nur für das Haare schneiden beim Besitzer (Vorwand: „unterschiedliche Buchhaltungen“). Das Gerät existiert, und lag im nächsten Zimmer im Coiffeursalon auf. Ich hatte die (bauchgefühlsmässig) völlig überteuerten 1500 TRY (25.47 CHF) (ChatGPT meinte, der Preis werde nur bei medizinischen Behandlungen verlangt) natürlich nicht in Bargeld auf mir. Zum Vergleich: Bei The Nail Bar in Bern bezahle ich 49 CHF für den Spass.

Immerhin: Ich hatte eine 50 EUR-Note im Gepäck. Der Besitzer sah sie sich widerwillig an, zückte sein Smartphone, und rief einen Kollegen an. Es folgte ein kurzes intensives Wortgefecht. Am Schluss schien er den aktuell gültigen Wechselkurs in Erfahrung gebracht und die Wechselmöglichkeit bestätigt zu haben. Ich tauschte meine Note gegen eine 20 EUR Note, welche mittlerweile im Besitz der Putzfrauen unseres ersten Hotels ist.

Nebenbei: Der Besitzer sprach viel, aber es waren spannende Gespräche: Über seine Erdbeben fürchtende zweite Frau, Ukrainerin. Über seinen Sohn mit seiner ersten Frau, der viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde. Über seine „Gigi von Arosa“-Zeit in Bodrum. Über seinen Motorradunfall und sein 14-tägiges Koma. Und wie er sein neues Lokal nun aktiv — mit Beratung von ChatGPT — über Social Media bewirbt.

Thai-Massage mit einer Indonesieren

Am ersten Tag nach der Ankunft schlenderten meine thailändische Frau, Ella Giulia und ich durch das Quartier. Dabei fiel uns ein Thai Massage-Lokal auf. Kurzerhand gingen wir in das Lokal, um in Erfahrung zu bringen, welche Massagen angeboten werden, und zu welchem Preis.

Während uns die zwei älteren weissen (russischen? türkischen?) Herren umschwirrten, meinte einer der beiden, nachdem ich ihm gesagt hatte, dass meine Frau Thailänderin sei: „Wissen Sie, wir nennen es Thai-Massage, aber unsere Mitarbeiterin ist aus Indonesien und spricht kein Thai …“

Fitness

Auch dieses Jahr leistete ich mir ein zweiwöchiges Abonnement beim Central Park GYM, da diese Concept2-Rudermaschinen im Fuhrpark haben.

Als Tourist kriegt man keinen QR-Code, um die Schranken zu öffnen. Beim Eintreffen wie auch Verlassen des Fitness muss die Reception die Schranken manuell öffnen.

Man unterzeichnet keinen Vertrag, hinterlässt auch keinen Lichtbildausweis. Einzig erhält man bei der Bezahlung mit Kreditkarte den Beleg des Geräts ausgedruckt und in die Hand gedrückt. Auf einen Fötzel musste ich noch meinen Namen notieren, und dann war die Sache geritzt.

In den letzten Tagen trafen mich immer misstrauischere Blicke von der Reception. Da ich selbstsicher auftrat, hielt man mich nie auf. Doch heute passierte es: Ich vergass mein Concept2 Kissen, und musste fünf Minuten nach Verlassen des Lokals noch einmal Eintritt verlangen. Da nahmen mich die drei Jungs an der Reception raus: „Do you plan to continue coming here?“ fragt mich einer der drei, den ich noch nie gesehen hatte. Er schien der Chef des Ganzen zu sein. Er wollte meinen Namen wissen, welche ich bereitwillig nannte. Er schaute im System nach. Offenbar fand er mich. Ich sagte ihm auf Englisch, dass ich ein zweiwöchiges Abonnement gelöst habe, es noch bis morgen Sonntag gültig sei, und ich am Montag zurückfliegen werde. Offenbar war das alles noch nicht schlüssig. Vom letzten Jahr vorgewarnt hatte ich den Kreditkartenbeleg immer auf mir, und so zückte ich ihn. Er schaute ihn für ein paar Sekunden an, und das schien ihm zu genügen: „Everything OK!“ Und ich verschwand. Auf die hiesige Abzocke sensibilisiert frage ich mich, was passiert wäre, hätte ich ohne irgendeinen Beleg bar bezahlt, oder den Kreditkartenbeleg nicht auf mir getragen.

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Sonntag, 9. August 2026

Antalya: Taxi-Fahrer zocken auch über Uber ab

Gestern ging es von unserem Aparthotel in Muratpasa in die Altstadt von Antalya.

Ich entschied mich auf Grund des Babies und des Kinderwagens für ein Taxi, obwohl wir in fünf Minuten Fussweg vom Hotel eine Bushaltestelle zur Verfügung hätten. Doch der Fussweg schreckte ab, sowie die fragliche Pünktlichkeit der Busse, und schlussendlich auch der Kauf der Tickets (ich kann mich erinnern, dass es letztes Jahr nicht ganz einfach war, Tickets zu kaufen).

Bolt funktioniert hier nicht, aber Uber ist verfügbar. Mit einem kleinen „Haken“: Man kann sich zwar Taxis bestellen, diese fahren dann aber mit dem Zähler und rechnen unabhängig von Uber ab. Aber die Transaktion erfolgt über Uber, sofern man Kreditkartenzahlung wählt. Sprich — wenn ich es richtig verstehe — muss der Taxifahrer am Ende der Fahrt die Zahl vom Zähler manuell in die Uber-App übertragen (ich habe das in beiden Fällen nicht miterlebt — offenbar passierte das, als wir bereits ausgestiegen waren und alle unsere Sachen gepackt hatten).

Immerhin: Uber gibt einem beim Bestellen eines Taxis an, in welcher erwarteten Preisspanne die Fahrtkosten landen werden. Bei der Hinfahrt bemerkte ich diese Mitteilung, dachte mir aber nichts weiter dabei. Bis als wir am Hadrianstor ausgestiegen waren, Uber den geschuldeten Betrag von meiner Revolut-Karte abbuchte, und die Meldung auf meiner Apple Watch Ultra erschien: 500 TRY stand dort. Nicht nur ein äusserst runder Betrag, sondern gemäss meiner Erinnerung auch um ein paar TRY über der oberen Limite, welche mir Uber bei der Buchung angezeigt hatte. Spannend-fragwürdig, doch was soll’s, die Altstadt hatte nun Priorität.

Es folgten heisse Stunden in der sengenden Hitze in der verwinkelten Altstadt, in Cafés und einem Restaurant. Irgendwann einmal hatten wir alles getrunken und gegessen, und das Baby war körperlich und mental mehr als reif für die abendliche Lavabo-Dusche im Hotel.

Wir verliessen die Altstadt, postierten uns in der Nähe des antalyischen Zytglogge — und ich bestellte über Uber wieder ein Taxi. Vor uns standen zwar drei oder vier Taxis in einer Reihe, doch leider habe ich in dem Land trotz weniger Reisen bereits so viele Abzocken erlebt, dass ich auf keinen Fall ein direktes Vertragsverhältnis mit einem Taxifahrer eingehen wollte. Allfällige Diskussionen vor meiner Frau und dem Baby waren mir zuwider, wie auch allfällige Übungen während der Fahrt.

Ich bestellte also das Taxi, und dieses Mal machte ich einen Screenshot der „Fare Range“, welche Uber mir angab:

Ein Taxi akzeptierte die Anfrage sofort, und ich erhielt via Uber Messages eine Nachricht, dass er, Emre, beim „Clock Tower“ auf mich warten würde. Tatsächlich war es das vorderste Taxi in der Schlange, und als ich noch das Nummernschild verglich, rief mir Emre bereits zu „Mario! Is this you?“.

Emre war freundlich und hilfsbereit. Dank seines Dacia Lodgy mit riesigem Kofferraum war es ihm möglich, den Kinderwagen ungefaltet in den Kofferraum zu stellen. Wir nahmen auf dem Rücksitz platz, und er fuhr uns (zeitweise in Höllentempo) zurück nach Muratpasa ins Hotel.

Er half uns beim Ausladen, ich bedankte mich freudig, und bereite mich mental bereits darauf vor, ihm einen nettes Trinkgeld zu senden.

Doch im Hotelzimmer blinkte die Revolut-Notification auf: 700 TRY, 200 TRY über der von Uber angegebenen Obergrenze. What the …

Da schwante es mir: Die dreisten Taxifahrer in Antalya versuchen sogar, einen über Uber abzuzocken. Und zwar offenbar permanent; oder wer hat auf seiner Antalya-Reise auf zwei von zwei Taxifahrten das Glück, eine solche Behandlung zu erfahren?

Andererseits fand ich es sogar etwas mutig: Erstens scheinen die Kollegen runde Beträge zu wählen. Ein paar TRY hier und da würde die Sache doch viel zufälliger und authentischer aussehen lassen. Zweitens scheint es den Taxifahrern schei**egal zu sein, dass die Uber-App die Fahrten aufzeichnet und der Mittelsmann somit nachvollziehen kann, welche Route gefahren wurde, und wie lange das gedauert hat. Weiter kann man zwar schon Fantasiezahlen eingeben, aber im Falle einer Beschwerde des Kundens muss man mit dem Meter (Fahrtenschreiber) dann doch belegen können, dass man eine Strecke in einer bestimmten Dauer gefahren ist, und basierend auf diesen Parametern errechnet sich ja dann der verrechnete Betrag. Und schlussendlich glaube ich kaum, dass Uber sowas auf die Dauer einfach so toleriert. Sowas kann sich doch ein Taxifahrer gegenüber Kunden doch nur ein paar Mal erlauben, bis das im System auffällt und er von der Plattform verbannt wird. In etwa wie: Drei Punkte in Flensburg, Führerscheinentzug!

Mein Fehler, notabene: Beim Aussteigen hätte ich fragen sollen, wie viel der Meter anzeigt (auf der ersten Fahrt achtete ich mich nicht, auf der zweiten Fahrt konnte ich den Zähler hinter dem Beifahrersitz sitzend nicht entdecken).

Das wollte ich nicht auf mir Sitzen lassen. Ich wählte in der Uber App unter Activity die Taxifahrt an, dann ganz unten Customer Support, dann Help with something else, und dann I was charged incorrectly on a Uber Taxi trip (oder sinngemäss). Da ich in beiden Fällen nicht wusste, was der Meter tatsächlich angezeigt hatte, füllte ich dort einfach die erwartete Maximalsumme ein, die mir Uber unterbreitet hatte. Ich sendete die Beschwerde ab, ohne grosse Hoffnung, dass meine Anfrage zu meinen Gunsten entschieden würde.

Heute Sonntag-Nachmittag dann die freudige Überraschung: Beiden Anträgen wurde stattgegeben, und insgesamt 349 TRY rückerstattet (5.91 CHF):

Weiter hat mir der Uber-Kundendienst noch folgendes in einem separaten Email gemeldet (die zwei Emails lauteten exakt identisch):

Hi, Mario.

We are sorry to hear this trip’s fare didn’t meet your expectations. We understand that your time is valuable and that you depend on Uber for a reliable and efficient ride.

I have reviewed your trip and have adjusted the fare. It now reflects accurately the time and the distance traveled at that time of the day, plus the additional surcharges.

You should be able to see the amount back to your account within 3-5 business days.

In addition, we can assure you that the appropriate steps will be taken and we will follow up with your driver about this issue.

Please note that all Taxi fares are set by the state. Taxis have certain surcharges (Airport, Harbor or luggage surcharges) and tiered pricing depending on the time of day.

We appreciate you taking the time to write in.

Zugegeben:

  • Bekannte von mir führen für solche Situation ein virtuelles „Bullshit-Konto“. Dieses füllen sie anfangs Jahr mental mit einer gewissen Summe, und buchen dann solche „Missgeschicke“ virtuell-mental vom Konto ab. Damit ist der Fall für sie erledigt — solcha Lappalien sind die Zeit und Aufregung nicht wert. Sie machen kein Aufhebens darum, und lassen eine Fünf gerade sein.

  • Ich kann das leider nicht, mir geht das Verhalten, welches solche Taxifahrer an den Tag legen, gegen den Strich. Mir geht es um’s Prinzip. Selbst wenn es nur gerade um das Äquivalent eines Kaffees bei Starbucks geht …
  • Ich weiss nicht, ob der Kinderwagen zu einer höheren Gebühr geführt hat?
  • Oder ob ein Gefahrenzuschlag für den Transport eines Babies erhoben wurde?
  • Vielleicht haben die Taxifahrer mit Touristen schlechte Erfahrungen (bspw. kein Trinkgeld) gemacht, weshalb sie sich jetzt das Recht herausholen, selbst für finanzielle Gerechtigkeit zu sorgen?
  • Wird damit die Versteuerungspflicht auf Grund digitaler Spuren „automatisch“ kompensiert?
  • Habe ich einen Fehler gemacht, und hätte ich Bargeldbezahlung auswählen sollen? Hätte man mir hier den effektiven Preis verrechnet? Oder wäre ich jetzt mangels Belegen noch schlechter dran?

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Freitag, 5. September 2025

Antalya: Fitness mit Concept2-Rudermaschinen

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Wenn immer möglich rudere ich täglich meine 10’000 Meter, bevorzugterweise auf einem Concept2 RowErg mit PM5 Computer, welchen ich mit Bluetooth mit der ErgData-App auf meinem iPhone verbinden kann.

Technogym habe ich auch schon verwendet (am häufigsten im April 2024 auf der Azamara Pursuit), aber mit dem Interface wie auch den Griffen bin ich nie warm geworden. Kettler ist fürchterlich.

Auf Reisen ist es immer eine Herausforderung, ein Hotel zu finden, welches im Fitnessraum überhaupt, und wenn dann auch gut gewartete Rudermaschinen anbietet.

Ende August 2025 war ich für 10 Tage in Antalya. Das gewählte Hotel verfügte über kein integriertes Gym.

Stattdessen war ich dort während sieben Tagen für die Summe von 4000 TRY (79 CHF) Mitglied des Central Park Gyms in der Gemeinde Muratpaşa. Eine Monatsmitgliedschaft wollte oder konnte man mir nicht anbieten, und man empfahl mir, einfach zwei Wochenmitgliedschaften zu lösen. 16 Franken Kosten pro Rudertraining wären mir aber dann doch etwas zu viel gewesen, zumal das Gym auf Grund eines Feiertags am Sonntag, 30. August 2025, sowieso geschlossen hatte, und ich so maximal hätte neun Trainings absolvieren können.

Zum Zutritt gab es keinen Badge oder einen QR-Code — ich wurde jeweils mittels Gesichtskontrolle manuell durch die Schleusen eingelassen.

Das Gym ist riesig, quantitativ wie qualitativ äusserst gut und modern ausgestattet. Die Öffnungszeiten sind in Ordnung, einzig irritiert, dass an Wochenenden die Türen erst um 10 Uhr morgens öffnen. Die Kundschaft besteht primär aus Leuten, die offensichtlich Fitness in ihrem Leben Gross schreiben und daher nicht das erste Mal ein Fitnesscenter von innen sehen.

Das Gym verfügt über drei Concept2 RowErg Rudermaschinen, Modell D (schwarz) mit PM5 Computer. Die Geräte sind gut gewartet und eine Freude zur Bedienung.

Die schlechten Reviews auf Google Maps kann ich nicht bestätigen. Einzig die Klimatisierung lässt zu wünschen übrig, sprich es kann in der Sommerhitze im Untergeschoss des Gebäudes schon etwas wärmer werden.

Nachtrag

Es ist August 2026, und wir sind auf einem „Schengen Visuam-Verlängerungslauf“ erneut in Antalya.

Auch heuer habe ich mir wieder ein Mitgliedschaft geleistet; dieses Mal gleich für zwei Wochen. Das hat mit 8000 TRY (136 CHF) zu Buche geschlagen — sprich kein Preisaufschlag zum vergangenen Jahr. Unschön: Beim „Vertragsabschluss“ (in Form der Kreditkartenzahlung, und meinen Namen auf eine Papierserviette aufschreiben) versuchte der Mitarbeiter, mir eine Mitgliedschaft für einen ganzen Monat anzudrehen (10000 TRY, 170 CHF). Kurz vor der Bezahlung hielt mein Hirn kurz inne, und sagte mir: „Moment einmal, du bist nur 14 Tage hier, wieso solltest du also 2000 TRY mehr als nötig bezahlen, damit du noch weitere 16 Tage das Fitness benutzen könntest, obwohl du dann bereits wieder zurück in der Schweiz bist?!“ Ich intervenierte, und bezahlte dann nur 8000 TRY.

Leider muss ich meine Aussage über die Qualität der Rudermaschinen revidieren: Es stehen immer noch insgesamt drei Concept2 mit PM5 im Fitness. Die Firmware sollte längst einmal auf allen Geräten aktualisiert werden. Zudem war es mir bei der ersten Rudermaschine nicht möglich, mich über Bluetooth mit der ErgData-App zu verbinden (es wurde auf dem PM5 ein interner Fehler angezeigt mit der Bitte, den Wartungsdienst zu kontaktieren). Der PM5 der zweiten Rudermaschine reagierte gar nicht (Batterien leer?), und erst die dritte Maschine hatte ausreichend Batteriestrom, und liess sich mit meiner App koppeln.

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Montag, 1. September 2025

Antalya: Preise für öffentliche und private Strände und Beach Clubs

Hier eine laufende Liste der Kosten für den Besuch von zwei Personen an Privatstränden („Beach Clubs“) respektive die Miete von Liegen an öffentlichen Stränden in der Region Antalya, Türkei:

L’Arenas, Lara Beach

Google Maps

Beim Betreten des Grundstücks wird man gefragt, ob man Hotelgast sei. Das haben wir verneint.

Kosten für Liegestuhl mit Sonnenschirm: Unbekannt.

2000 TYR (ca. 38 CHF) kostet die ca. 160–180 Zentimeter breite „Matratze“ für Paare. Eine Cabana hätte 3000 TRY (ca. 58 CHF) gekostet.

Unser Hotel bietet angabegemäss ein Paket beinhaltend Shuttle (hin- und zurück), Liege, Sonnenschirm und Badetuch für 800 TRY (ca. 15 CHF) an. Wir haben das Angebot nicht gebucht … weil wir am ersten Tag nach unserer Ankunft alle vier Shuttles verpasst hatten. Deshalb sind wir mit einem Uber-Taxi dorthin gefahren.

Die Qualität des Strands sowie das Essen und Trinken erachte ich als überteuert.

Massimo Beach Club, Muratpaşa

Google Maps

3000 TRY (ca. 58 CHF). Und das auch um 16:00 Uhr, wenn der Privatstrand nur noch drei Stunden geöffnet hat (gemäss der Türsteherin schliesst die Beach um 19:00 Uhr).

Da mir der Preis zu hoch war, kann ich keine Aussage über die Ausstattung sowie das Essen und Trinken machen.

Zum Glück gibt es weniger als fünf Fussminuten entfernt den folgenden öffentlichen Strand:

Konserve Halk Plajı, Muratpaşa

Google Maps

Im Gegensatz zum Massimo Beach Club gibt es keinen Lift, weshalb (für nicht so fitte Zeitgenossen) mühsames Treppensteigen angesagt ist (beim Abstieg kamen wir an einer Frau vorbei, welche medizinische Hilfe benötigte — der Grund war unklar, aber sie sah stark überhitzt aus).

Ausserdem sind die Liegen begehrt — was bedeutet, dass man sich am späteren Nachmittag zuerst auf die Warteliste eintragen und dann in einer Ecke warten muss, bis man aufgerufen wird. Wir warteten maximal 15 Minuten, und dann hatten wir zwei Liegen in der vordersten Reihe.

Ich war der Meinung, dass ein Päärchen nach ans eintraf und sich auf die Warteliste eintragen liess, aber vor uns zwei freie Liegen zugeteilt wurden. Es könnte aber sein, dass das Pärchen vor uns seinen Namen hinterlassen und dann rasch etwas zu essen kaufen gegangen war.

Der Clou: Der Spass kostete uns nur gerade 400 TRY (ca. 7 CHF), bezahlbar am Imbissbüdchen. Dieses bietet günstiges Essen und Trinken an, inklusive Bier (Tuborg, oder Carlsberg — kein inländisches Efes).

Mermerli Plajı, Antalya (Old Town/Marina)

Google Maps

Auch hier ist Treppensteigen angesagt — einen Lift gibt es nicht. Der Eintritt kostet für zwei Personen 1000 TRY (ca. 19 CHF). Gemäss Google Maps Reviews ist dabei nicht garantiert, dass man nach dem Obulus auch wirklich eine Liege bekommt. Da wir erst um 17:00 Uhr eintrafen (Sonnenuntergang: Um 19:20 Uhr), konnten wir aus etwa vier oder fünf nebeneinanderliegenden Sonnenbett-Päärchen wählen.

Das Meer ist ruhig. Der Strad bietet zudem in Schwimmdistanz eine schwimmende Plattform, von welcher man ins Meer springen kann. Gegen Abend, wenn die Flut einsetzt, werden die Füsse der vordersten Reihe an Liegen geflutet.

Die Preise für Cocktails sind gesalzen: Ein Negroni kostete mich 700 TRY (ca. 13 CHF), sprich annähernd Schweizer Preise.

Grauselig, aber ich muss das erwähnen: Das sagt mehr über die Kundinnen (sic!) als über den Anbieter aus (respektive allenfalls etwas über die mangelnde Putzfrequenz): In den Umkleidekabinen lagen um 18 Uhr Abends benutzte Damen-Hygieneartikel respektive Teile davon am Boden. Unter anderem ein Faden eines Tampons, und eine benutze Einlage, welche nun von Insekten belagert war … ich bin mir ja vieles gewohnt, und dachte immer ich sei abgehärtet, aber das fand ich wirklich widerlich.

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