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Sonntag, 13. Februar 2022

Das ewige In-Abstimmungsresultate-reininterpretieren-und-fordern

Die SP Kanton Bern in einem Email heute Sonntag um 15:29 Uhr:

JETZT BRAUCHT ES EINE ÖV-OFFENSIVE

Die SP Kanton Bern bedauert das Nein zur Änderung des Gesetzes über die Besteuerung der Strassenfahrzeuge. Die Verknüpfung der Motorfahrzeugsteuer mit einer Senkung der Einkommensteuern hat nicht überzeugt. Nun braucht es andere Massnahmen, um eine Verkehrswende herbeizuführen und so den CO2-Ausstoss zu senken. Die SP fordert deshalb eine ÖV-Offensive im ganzen Kanton Bern.

Quelle: Jetzt braucht es eine ÖV-Offensive!

Wenn ich solche Emails lese, zwickt es mich in den Fingern, eine Web-App zu bauen, mit welcher man Pressemitteilungen nach gewonnenen oder verlorenen Abstimmungen automatisiert generieren kann.

Beispiel: Das Gesetz über die Motorfahrzeugsteuern wurde angenommen? „Das Volk hat gesprochen: Jetzt braucht es flächendeckend Zone 30, und längerfristig Fahrverbote!“ Bescheuert.

Jungs und Mädel, jetzt mal ehrlich: Das Berner Stimmvolk hat gegen die Erhöhung der Motorfahrzeugsteuern abgestimmt. Nicht mehr, nicht weniger. Im Abstimmungsbüchlein stand nirgends etwas davon, dass man bei einem Nein gleichzeitig stillschweigend (!) eine ÖV-Offensive fordert und akzeptiert.

PS: Ich habe Ja gestimmt. Wir fahren einerseits einen leichten und verbrauchsarmen Benziner, was uns ca. 50 Franken pro Jahr mehr gekostet hätte (eine Tankfüllung in Vor-Inflationären und Vor-Kriegerischen Zeiten). Andererseits finde ich, wer sich „Panzer“ und „Rennautos“ für viele, viele zehntausende von Franken leisten kann, kann auch ein paar hundert Franken pro Jahr mehr an Strassensteuern bezahlen.

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Samstag, 24. März 2018

iphone-blog.ch und die Ankündigung von Salts 10 GBit/s Glasfaser-Angebot

Das Schweizerische iPhone-Blog habe ich eigentlich nur abonniert, um rechtzeitig auf die gelegentlich stattfindenden Rabattaktionen für iTunes-Gutscheine aufmerksam zu werden.

Bei der Lancierung des Salt „10 GBit/s“ Glasfaser-Angebots in dieser Woche stiess mir der Artikel „Salt steigt mit revolutionärer Fiber Box in Schweizer Festnetzmarkt ein – inkl. Apple TV App“ auf dem iPhone-Blog sauer auf: Zu viel Marketing-Blabla und zu viele fragliche Adjektive („revolutionärer“, „ultraschneller“, „weltweit erstes Angebot“, „totale Weltneuheit“). Wieso schreiben Drittparteien, als wären sie direkt von Salt angestellt?

Eine kurze Google-Suche zeigte, dass die Autoren des Blogs schlicht und ergreifend einfach zwei der drei Medienmitteilungen des Anbieters in das Blog kopiert hatten (man nehme jeweils den ersten Satz des ersten resp. sechsten Paragraphen und füge den Text in das Google-Suchformular ein – tada):

Unkritisch wiedergegeben, nichts hinterfragend — dann kann man es auch gleich sein lassen mit Bloggen.

Insbesondere, weil ja bereits kurz nach der Ankündigung die ersten Stimmen laut wurden, welche diese ominösen „10 GBit/s“ in Frage stellten — gemäss Fredy Künzler, dem Inhaber von Init7, teile man bei der von Salt einzusetzenden GPON-Topologie diese Bandbreite mit 31 oder gar 63 Kunden. Rein mathematisch ergibt das dann doch nur noch Bandbreiten von 312.50 MBit/s resp. 156.25 MBit/s pro Dose.

Mein bissiger Kommentar wurde vom Blog jedenfalls nicht freigegeben:

PS: Ich bin Fiber7-Kunde und finde Init7 persönlich einen tollen ISP, bin aber auf keinster Weise wirtschaftlich mit dem Unternehmen verbandelt.

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