Archiv 2007

Sonntag, 3. Juni 2007

Bloggender Sdt

Per Zufall bin ich auf ein Blog eines schweizerischen Panzergrenadiers i.A. gestossen:

Panzergrenadier Rekrutenschule

Verrückte Säue!

Tödliche Waffen

Wir lernten eine neue Waffe (GWA – Gewehraufsatz) kennen, mit welchen Splitterpatronen abgefeuert werden können. Diese Waffe ist besonders für den Häuserkampf geeignet um Räume zu säubern. Die Splipat hat eine Reichweite von max. 110 Meter und detoniert nach dem Aufprall sofort. Es werden 500 Splitter freigesetzt, was heisst, dass nach 4m immer noch 4 Splitter auf einem Quadratmeter verteilt sind. […]

Quelle: Panzergrenadier Rekrutenschule – Woche 10

Höchst effektiv, was die „Giele“ da alles lernen. Leicht ketzerisch möchte ich aber doch einwenden, dass ich unserer Armee nicht zutraue, bis zu einem Häuserkampf zu überleben … „think eMeidi, du elender Defätist!“ Die Wehrpflichtigen werden mich in einem kriegerischen Konflikt garantiert vom Gegenteil überzeugen.

Dürfen die das?

Unterliegt Militärpersonal eigentlich keiner Verschwiegenheitspflicht, Herr Keckeis? Oder wurde das Blog von den „Grünen“ authorisiert?

Etwas Statistik

Spannend ist die Abstimmung am linken Rand: Drei Viertel der abstimmenden Besucher haben keinen Militärdienst absolviert. Auch ich gehöre dazu :-)

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Samstag, 2. Juni 2007

Drupal 5.1 zickt unter Umständen bei Clean URLs

Auf einem bei Hostpoint gehosteten Web-Server eines Kunden laufen …

  • Apache 1.3.37
  • PHP 5.1.6 (als CGI)
  • Drupal 5.1, 2007-01-29

Rufe ich die Test-Seite auf, die die korrekte Arbeitsweise von „Clean URLs“ überprüft, gibt es Probleme beim Laden der Stylesheets.

Nach etwa einer geschlagenen Stunde debugging weiss ich nun endlich, wieso:

Die Funktion base_path() in /includes/common.inc, die unter anderem auch von drupal_get_css() aufgerufen wird, liefert in der obigen Server-Konfiguration (PHP als CGI, verdammt seist du!) einen falschen Pfad zurück:

Aktuelle URL: http://www.server.tld/node/8
PHP-Snippet: print($GLOBALS['base_path']);
Ausgabe: /node/

Deshalb werden die @imports auf die Stylesheets mit einem falschen Pfad versehen, was wiederum die in der .htaccess angegeben mod_rewrite-Regeln (die Zeilen sind übrigens ein Höchstmass an Effizienz, da werden meine Augen jedesmal feucht) zum Fehlglauben verleitet, die angefragten Stylesheets existierten nicht:

RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
RewriteRule ^(.*)$ index.php?q=$1 [L,QSA]

Stattdessen wird die Anfrage an das Script index.php weitergeleitet, das nun text/html ausliefert und die Browser ausser Tritt bringt. Seiten werden so pro eingebundenem Stylesheet um je 10KB schwerer für den Download.

Lösung

(Gemäss problem with clean url – duplicate path and other strange issues)

Man aktiviere in der Datei /sites/default/settings.php folgende Einstellung (ca. Zeile 115):

$base_url = 'http://www.server.tld'; //NO trailing slash!

Die nun mit SEF-URLs ausgelieferte Seite funktioniert tadellos und enthält die korrekten Verweise im Header:

<style type="text/css" media="all">@import "/modules/node/node.css";</style>
<style type="text/css" media="all">@import "/modules/system/admin.css";</style>
<style type="text/css" media="all">@import "/modules/system/defaults.css";</style>
<style type="text/css" media="all">@import "/modules/system/system.css";</style>
<style type="text/css" media="all">@import "/modules/user/user.css";</style>
<style type="text/css" media="all">@import "/themes/garland/style.css";</style>
<style type="text/css" media="all">@import "/themes/garland/ride.css";</style>
<style type="text/css" media="print">@import "/themes/garland/print.css";</style>

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Samstag, 2. Juni 2007

Die Tücken spottbilliger Laptops

Mein Bruder erwägt den Kauf eines Laptops und hat mich deshalb soeben telefonisch um Rat gefragt. Er hat bei Melectronic ein preislich kaum zu unterbietendes Angebot offeriert erhalten:

  • AMD Sempron 3200+
  • 512MB RAM
  • 80GB Festplatte
  • DVD+-RW
  • Windows Vista

Kostenpunkt: 699.– (mit gleichzeitigem Abschluss eines Bluewin-Abos für 12 Monate)

Das Angebot erachte ich angesichts der Komponenten vernünftig, wobei ich mit Blick auf Windows Vista wohl doch eher 1GB RAM verbauen würde.

Ich persönlich möchte meine Workstation nicht missen – doch anscheinend bin ich mit dieser Einstellung im Vergleich zu den computerunerfahrenen Privatanwendern deutlich in der Minderheit. Heute kauft sich der gemeine Kunde einen Laptop – einerseits, weil das Ding im Gegensatz zu den grauen Kisten überhaupt nicht sperrig ist und man andererseits damit am sonnigen Sonntagmorgen auf dem Balkon im Internet herumsurfen kann.

Wie überall ist es aber auch bei dieser Produktegattung – und besonders bei dieser – so, dass man als Hersteller den billigen Kaufpreis nur offerieren kann, weil man an allen Ecken und Enden gespart hat. Folgende Punkte lassen bei mir als versierter Anwender die Alarmglocken schrillen:

  • Garantie Ausfälle von Komponenten innerhalb der Garantiezeit und der telefonische Support bei Problemen ist für den Hersteller wohl der kostenintensivste Posten. Heute findet man in den unteren Preisklassen deshalb fast ausschliesslich nur noch Geräte mit einjähriger Garantie. Im Hochpreissegment, das sich vornehmlich an Geschäftskunden richtet, geniesst man weiterhin oft eine Rundum-Versorgung während dreier Jahre. Sparfüchse müssen hingegen in Kauf nehmen, nach Ablauf der Garantiefrist innerhalb eines Jahres gleich noch einmal denselben Betrag für den Kauf eines Neugerätes aufzuschiessen (eine Reparatur lohnt sich in den seltensten Fällen). Tritt ein Fehler bereits während der Garantiefrist auf, muss man bei der Reparatur Geduld walten lassen. Es gilt sich also zu fragen: Kann ich mehrere Wochen bis ein oder zwei Monaten ohne mein Gerät auskommen? Falls die Antwort ’nein‘ lautet, sollte man sich ein Alternativgerät (z.B. ein Desktop-Rechner oder einen zweiten Laptop) leisten können
    Interessant: Melectronic bewirbt die zweijährige Garantie – falls diese tatsächlich auch für Laptops gilt, empfehle ich, solche Produkte in diesem Geschäft zu kaufen.
  • Der Preis der Kompaktheit Elektronische Bauteile vertragen weder Hitze noch Erschütterungen. Doch gerade Laptops, wegen ihrer lauten Gehäuselüfter auch unter dem Namen „Düsenjet“ bekannt, entwickeln wegen älteren und für den Mobil-Einsatz ungeeigneten Komponenten eine grosse Hitze. Die Abwärme kann viel schlechter abgeführt werden als bei den viel grösseren Gehäusen der Desktop-Rechnern. Hinzu kommt, dass beim Ausfall einer Komponente (ich denke da an das erfahrungsgemäss schwächste Bauteil: die Festplatte) die Reparatur deutlich aufwändiger, wenn für Privatanwender nicht gar unmöglich, wird, weil alle Bauteile in das kleine Gehäuse gestopft wurden. Hersteller haben in diesem Preissegment kein Geld, Ingenieure wartungsfreundliche Geräte entwickeln zu lassen.
    Auch muss man sich im Klaren sein, dass solche Geräte einen Sturz aus Tischhöhe schlecht überstehen. Widerstandsfähige Werkstoffe (Titan und andere Metalle) kommen erst bei Hochpreis-Geräten zum Zug, während bei Billig-Laptops Plastic verbaut ist. Ein ausgelaufenes LCD-Display, komische Geräusche von sich gebende Festplatten und verbogene Gehäuse lassen grüssen.
  • Veraltete CPUs (Celeron M, Pentium IV M oder AMD), ein oder meist gar zwei Generationen alt. Die Leistung mag evtl. noch gerade passabel sein – die Leistungsaufnahme ist es aber nicht. Dies führt a) zu einer kurzen Akku-Laufzeit und b) zu einer nicht zu vernachlässigenden Hitze-Entwicklung. Dasselbe gilt natürlich auch für die anderen Komponenten: Chipsätze, Grafikkarten, RAM-Bausteine, Festplatten – das meiste stammt aus der vorletzten Generation und kann das System ausbremsen.
  • Schweres Gerät. Von Portabilität ist in dieser Preisklasse nichts zu spüren. Muss das Gerät wirklich von A nach B transportiert werden, kann man den Aufwand gleich mit dem wöchentlichen Kraft-Training in Abzug bringen.

Akku raus!

Ein Tipp zum Schluss: Wenn das Gerät hauptsächlich zu Hause an der Steckdose eingesetzt wird, empfiehlt es sich, den Akku aus dem Gerät zu nehmen. Bei konstanter Verbindung mit dem Stromnetz reduziert sich die Kapazität der Batterie in wenigen Monaten spürbar.

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Freitag, 1. Juni 2007

Medienpräsenz

Im Gegensatz zu Smythes Kommentar in der eidgenössischen Version des WSJ (Merke: Solange Walt [Mossberg] nicht für die Postille schreibt, verdient sie meine Beachtung nicht) konnte ich bei meiner letzten grossen Medienpräsenz leider kein Porträt-Foto platzieren. Dafür wurden mir gleich vier Seiten für Technobabbel eingeräumt. Während Smythe über sein Dissertationsthema philosophieren konnte, durfte ich als IT-Sachverständiger in die Tasten greifen.

Gestern endlich konnte ich die PDF-Version des Artikels ergattern und stelle ihn nun der interessierten Blogosphäre zum FrassDownload hin:

Das neue Gegenüber auf dem Bildschirm
fit im job, April & Mai 2007, S. 22 – 25.

Verblüffend, wie das Hauptthema meines Artikels („Web 2.0 und der Einfluss auf das Unternehmen“) dem später erschienen Schwerpunkt-Thema der Infoweek-Ausgabe 09/2007 ähnelt … Da die Kernaussagen fast deckungsgleich sind, freue ich mich ausserordentlich, die Experten-Meinung vorweg genommen zu haben.

Diskussion erwünscht

Sollte sich Torkel zu einem Kommentar durchringen, bitte ich ihn, dann auch auf den „Absenden“-Knopf zu drücken. Sonst hat ja niemand was davon. Seine Bewertung von Vista und Office 2007 im Unternehmens-Einsatz (evtl. mit Insider-Informationen aus der Praxis eines grossen schweizerischen Unternehmens) nähmen mich brennend Wunder.

Dank gebührt …

… den Kollegen Liechti und Burgdorfer, die den Artikel viel zu früh gegenlesen mussten und ihn um wertvolle Kommentare bereicherten. Danke auch an Kollege Burgdorfer, der mir überhaupt erst den Kontakt zu fit im job vermittelt hat. Und schlussendlich ein grosses Merci an Franziska, die für den letzten Schliff sorgte.

Labels: Medien

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Freitag, 1. Juni 2007

Wieso die Swisscom Fastweb gekauft hat

Angespornt durch einen kleinen Artikel in heute (Artikel leider online nicht auffindbar), einem längere Beitrag in FACTS und einem Blog-Artikel von Fredy möchte ich mich kurz fassen:

  • Know-How in der Messtechnik Damit der Kundenberater in Zukunf auf Knopfdruck sieht, ob man dem Kunden wirklich Bluewin-TV andrehen sollte. Bisher hätte eine Anwerbung finanziell nach hinten losgehen können: In anscheinend nicht wenigen Liegenschaften musste Swisscom bis zu 1400 SFr. aufwenden, weil die Hausinstallation keine 20MBit/s vertrug. Solche Schmarotzer sollte man lieber zur Konkurrenz schicken.
  • Know-How in IPTV-Technik Damit das Bild nicht mehr ruckelt und der Ton kein „Lag“ mehr hat. Mit Microsoft als IPTV-Lieferanten konnten solche Probleme nun wirklich von niemanden aus der IT-Fachwelt vorhergesehen werden … Wenn die Meldungen stimmen, ist das Problem seit Jahr und Tag bekannt. Dem technischen Verantwortlichen für IPTV möchte ich mal so richtig die Hand schütteln gehen, dass er Volksvermögen derart effizient einsetzt. Eine fähige Führungskraft hätte die Probleme erkannt und sich danach umgehend nach einem anderen Lieferanten umgesehen (zum Beispiel derjenige, der für Fastweb die IPTV-Technik geliefert hat. Die funktioniert anscheinend tadellos).

Ein befreundeter BWLer fügte noch hinzu: „Mit soviel liquiden Mitteln musst du einfach was kaufen …“. Was sich mir als Angehöriger der Historiker-Zunft nicht wirklich erschliesst – aber so funktioniert das wohl bei Grossunternehmen in Staatsbesitz, die durch Kundenschröpfe dank Monopolstellung reich geworden sind.

Wie dem auch sei: Ich bezweifle immer noch, dass diese zwei oft kolpotierten Gründe 7’000’000’000 SFr. wert sind.

Alternativvorschläge

Man finanziere mit der Hälfte dieses Geldes lieber einen Lehrstuhl an der ETH und beauftrage zehn Forschende, eine solche Messtechnik exklusiv für Swisscom nachzubauen. Wäre dabei etwas in einer deutlich verbesserter Form entwickelt worden, hätte man an der Lizenzierung des Exportschlagers in alle Welt gar noch Geld zurück in das Staatsunternehmen reingeholt.

Mit dem anderen Batzen hätte man sich den Online-Verlag Situation Publishing Ltd., Herausgeber der Online-IT-Nachrichtenseite The Register, einverleibt und hätte so als Erste erfahren, dass die Sales Reps des Lieferanten der IPTV-Technik einem das Blaue vom Himmel herablügen.

Immerhin besitzen wir jetzt Kabel in Italien!

Natürlich wären da noch die 22’000km Glasfaser in Italien, aber über dieses „Asset“ spricht in letzter Zeit irgendwie kaum jemand. Die könnten durchaus wertvoll werden, vorausgesetzt, die Italiener können sich Triple-Play leisten. Man schaut HDTV, telefoniert gleichzeitig mit VoIP umher und surft noch ein wenig im Netz (aber nicht zuviel, denn Traffic kostet!).

Versucht man die hochstehende Technik aber derart an den Mann zu bringen, kann auch italienische Glasfaser nicht rentieren.

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Freitag, 1. Juni 2007

Langsamer fahren, viel Geld sparen

Zufälligerweise einmal bei Leu.fm vorbeigeklickt, und was sehe ich da?

“Seit die Spritpreise so hoch sind, fahre ich auf der Autobahn nur noch 100 Kmh, und schalte den Tempomat ein. ”
– S.Lehmann, Steffisburg auf Blick Online

(Und jetzt wissen wir wer diesen Scheissstau immer verursacht)

Quelle: Leu.fm

Ähm, Leu(mund) – ich bin auch so ein „Schleicher“! Und das zu gutem Grund:

bei 90 km/h 7.3 Liter/100 km
bei 120 km/h 8.9 Liter/100 km

Quelle: Audi 90 Quattro 20V

Hinweis: Weil sich über Google gerade nichts besseres finden liess, habe ich hier halt die Daten eines Audi Quattro-Motors notiert. Vielleicht nicht gerade die beste Wahl.

Dieser Fahrer würde – im unwahrscheinlichen Fall, dass er mit einem solchen Motor unter’m Arsch tatsächlich schleichen wollte – pro 100km 1.6 Liter Sprit sparen. Bei den heutigen Preisen (1.80 SFr./l) sind das 2.88 SFr. oder 144 SFr. im Jahr, wenn man wie ich so gegen 5’000km fährt. Damit zahle ich mehr als drei Parkbussen pro Jahr *smile*

Das obligatorische Sternchen

Natürlich vorausgesetzt, ich fahre immer schön brav konstant 90 Stundenkilometer, ohne Abbremsen und ohne Beschleunigen. Wer momentan mit einem Prius im (bernischen) Stadtverkehr unterwegs ist, wird noch viel, viel mehr Geld sparen, weil beim nervtötenden Stop-and-Go-Verkehr der Elektromotor zum Zuge kommt.

Sonstige Rechnereien

Mein alter Herr hat schon diverse Male erwähnt, dass der Energieverbrauch im Quadrat ansteige (stünde wohl irgendwo in meinen Unterlagen aus dem gymnasialen Physikunterricht). Ich habe das bisher zur Kenntnis genommen, aber noch nie überprüft. Aus den obigen Zahlen lässt sich ein solcher Zusammenhang jedenfalls nicht ablesen:

Die Geschwindigkeit wird um 33 Prozent gesteigert, während der Benzinverbrauch „nur“ um 21 Prozent steigt.

Wahrscheinlich ist der Vergleich aber sowieso nicht ganz koscher, weil man die Beschleunigungsleistung von 90 auf 120km/h ausblendet. Auch kann man sich fragen, inwiefern die Verbrauchswerte der Autohersteller der tatsächlichen Realität entsprechen.

Die Diskussion ist eröffnet – ich kann durchaus komplett falsch liegen.

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Freitag, 1. Juni 2007

Daten-CDs kopieren unter Mac OS X

Gestern wurde ich auf der Arbeit gefragt, ob es denn so etwas wie Nero für Mac OS X gäbe. Die folgerichtige Antwort wäre gewesen: Ja, die gesuchte Applikation heisst Roxio Toast 8.

In dem Wissen, dass die Leute auch im Software-Bereich meistens einen benzinfressenden SUV kaufen, wenn ein kleiner VW Lupo mit einem Verbrauch von 3 Litern auf 100 Kilometern genügen würde, hakte ich vor dem Hinweis auf Roxio nach: Für was denn eine solche Applikation benötigt würde, fragte ich nach. „Zum Duplizieren von Daten-CDs“, erhielt ich als Antwort. Mein Beileid geht an alle Leute, die die Software-Suite Nero nur gerade deshalb kaufen, um Daten-CDs zu vervielfältigen …

Nun, in diesem Falle kann man sich den Kauf von Roxios Toast ganz klar sparen – Mac OS X bringt in der Grundausstattung alle Mittel mit, um Daten-CDs zu duplizieren.

  1. Zu kopierende Daten-CD („Original“) in das Laufwerk schieben
  2. Macintosh HD > Applications > Utilities > Disk Utility
  3. Auswahl der CD in der linksstehenden Leiste (im erwähnten Fall musste ich die erste Session auswählen)
  4. Images > New > Image from NAME DER CD
  5. Image Format „DVD/CD master“ • Encryption: „none“
  6. Save
  7. Das Image, das nach Abschluss der Kopieraktion in der linksstehenden Leiste des Disk Utilitys erscheint, anwählen
  8. In der Symbolleiste klickt man auf den Button „Burn“ und folgt den gewohnten Brenn-Dialogen
  9. Fertig

Selbstverständlich ist dieses Prozedere nichts für zartbesaitete Zeitgenossen, die es kaum wagen, in ungewohnten Programmen an ungewohnte Orte zu klicken. Dafür gibt es Abhilfe:

Alternative: Burn

Wer mit seinem Brenner unter Mac OS X noch etwas mehr anstellen möchte, sei darauf hingewiesen, zuerst einmal das Open-Source-Utility Burn for Mac OS X zu testen, bevor er sich Bloatware auf den geliebten Apfel-Rechner lädt. Mehr als dieses Tool habe ich seit Jahren nicht mehr benötigt.

Auf der Web-Site des Projekts findet sich eine bebilderte Anleitung:

Copying disks (in die Hälfte der Seite herunterscrollen).

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Freitag, 1. Juni 2007

Danke, Wikipedia-Tschubby!

Ich weiss zwar nicht, wer du im wirklichen Leben bist – doch ich widme dir hier (wohl erstmals in der Geschichte von think eMeidi) einen Dankestext:

Danke, lieber Tschubby, für deine unentgeltliche Arbeit an Wikipedia! Danke, dass du in fleissigster Manier unzählige Karten der schweizerischen Geographie digitalisiert hast und deine Werke der Allgemenheit kostenlos zur Verfügung stellst.

Sollte ich dir jemals über den Weg laufen – ein Bier hast du auf sicher!

Sein Werk

Eine Liste all seiner Illustrationen auf Wikipedia findet sich hier:

Benutzer:Tschubby

Insbesondere die Karte der Gemeinden des Sensebezirks kam mir äusserst gelegen, als ich ein Referat über diese Region halten musste. Ich war völlig überrascht, selbst diesen Bezirk unter deinem Kartenmaterial zu entdecken.

Übrigens, falls es jemanden interessieren sollte: Mein Heimatort ist „Giffers“.

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Freitag, 1. Juni 2007

Das Jahrzehnt des Zaun- und Mauerbaus

Hiermit rufe ich offiziell das „Jahrzehnt des Zaun- und Mauerbaus“ auf (für alle, denen Das Jahrhundert des Mauerbaus zu starker Tobak ist). Wieso? Seit einigen Jahren lässt sich eine angsterregende Tendenz nicht mehr von der Hand weisen. Auch im 2007 baut man munter an den Mauern (auch in den Köpfen) weiter:

… Fortsetzung folgt garantiert.

Bald auch in der Schweiz?

Seit heute sind unsere Grenzen offen, es gilt die erweiterte Personenfreizügigkeit mit der EU. Brauchen wir angesichts der immer stärker werdenden Einwanderung unserer Brüder und Schwestern aus allen Teilen des Kontinents bald auch Mauern? Rechtskonservative kennen die Antwort bereits seit langem: JA! Ziehen wir die Mauer hoch, damit wir in Ruhe gelassen werden.

Wie verträgt sich der Mauerbau mit einer liberalen Demokratie?

Wie lässt sich so etwas mit unserer liberalen Gesell- und Marktwirtschaft vereinbaren? Pointiert gefragt: Wäre der Liberalismus wirklich die beste aller bisherigen Gesellschaftsformen – wieso ziehen wir dann immer mehr Mauern hoch?

Nachtrag: Gerade habe ich einen Artikel entdeckt, der meine Gedanken weiter ausführt (wenn auch Schreibfehler und sonstige Ungereimtheiten an der Qualität des Herausgebers zweifeln lassen):

[Der] Soziologe Davis nennt diese Mauern „Bollwerk des freien Marktes“ und er verweist darauf, dass „Freizügigkeit und Arbeit zu den zentralen Glaubensgrundsätzen des viktorinaschen [sic] Liberalismus“ gehörten. Davis: „Diese werden nun über die neoliberale Globalsierung [sic] verraten. Sie inthronisiert das Kapital als uneingeschränkten Souverän, der alle Grenzen überwindet, während die Unterpriviligierten [sic] in ihrem Elend eingespert [sic] bleiben.“

Quelle: Die Zäune um die freien Märkte

Labels: Gesellschaft

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Mittwoch, 30. Mai 2007

So werde ich zum Hochleistungs-Manager

Die Antwort auf den verheissungsvollen Titel findet sich in folgendem Blog-Artikel, aus dem ich ein „Don’t“ zitieren möchte:

Es scheint eine spezielle Begabung von manchen Menschen zu sein, die sich für viele wie eine wilde Utopie anhört. Sie quälen sich jeden Morgen nach dem 20. Schlag auf die Schlummertaste aus dem Bett und brauchen circa eine Stunde bis sie klar denken können, während diese sonderbare Sorte Menschen zu dem Zeitpunkt schon zwei bis drei Stunden Arbeit, Frühstück, Workout und Lesen hinter sich haben.

Quelle: Wie man Frühaufsteher wird

Hat Imgriff wirklich recht, sehe ich die als Frühaufsteher verschrienen Smythe als auch <derjenige Blogger, dessen Namen ich in diesem Blog nie mehr erwähnen werde> als künftige Top-Führungskräfte. Der Tscheche und ich hingegen können froh sein, wenn wir es bis zum Master (ich: das altbewährte Liz) schaffen. A propos:

Ich selbst habe das Frühaufstehen während der Schreibphase meiner Diplomarbeit für mich entdeckt. Als ich anfing zu schreiben, bin ich entspannt gegen acht Uhr aufgestanden, habe den Vormittag mit Lesen im Web verbracht und das Schreiben auf den Nachmittag verschoben. Vom Nachmittag habe ich dann in der Regel das Schreiben auf den Abend verschoben und wenn ich mich Abends dann aus dem Druck, heute noch was produzieren zu müssen, ans Schreiben gemacht habe, kam dabei praktisch nichts heraus, weil ich mich nicht mehr konzentrieren konnte.

Als hätte Herr Imgriff kürzlich in mein Arbeitszimmer geblickt. 1:1, was sich bei mir nicht wenige Male abgespielt hat.

Die Lösung des Problems:

Also stellte ich mir den Alarm auf sechs Uhr. Wenn der Wecker ging, setzte ich mich sofort an den Schreibtisch und begann zu schreiben. Um acht Uhr machte ich eine Pause für Frühstück und eine Dusche. Dann schrieb ich weiter bis zehn Uhr und nach einer kurzen Pause noch einmal weiter bis ca 12:30 Uhr. Nachmittags plante ich die Inhalte, die ich am nächsten Tag schreiben wollte, so dass ich morgens direkt loslegen konnte. Abends tat ich etwas komplett anderes, um den Kopf frei zu bekommen und mich zu entspannen.

Zu meiner teilweisen Rehabilitation muss ich aber beifügen, dass bei mir die Prototypen von Web-Applikationen erst nach 22 Uhr zu leben erweckt werden … Ob diese Regeln ebenso für Coder gelten?

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