Samstag, 31. Oktober 2009

Was brächten uns 66 Prozent Maturanden?

«Die Herren Professoren scheinen noch nie etwas von einer Grundbildung mit Berufsmatur und anschliessenden Weiterbildungen an Fachhochschulen und Universitäten gehört zu haben. Unsere Berufsbildung ist heute so durchlässig wie nie zuvor und fein abgestimmt auf die Bedürfnisse sowohl der Wirtschaft als auch der Arbeitnehmenden.» Der Gewerbedirektor entkräftet die These wonach mehr Maturanden unbedingt nötig seien. «Das Pisa-Musterland Finnland weist eine Maturitätsquote von 95 Prozent auf, während sich die Schweiz mit 26 Prozent begnügt. Die Finnen zahlen aber für diese Verschulung einen hohen Preis: Die Jugendarbeitslosenquote lag vor Ausbruch der Krise bei 27,5 Prozent, während sie in der Schweiz bloss tiefe 7,5 Prozent betrug.»

Quelle: Impuls – die Zeitung der FDP Sense, 3/2009, S. 4.

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Labels: Arbeit, Schweiz

Ein Kommentar Kommentare

Martin sagt:

7.5% Jugendarbeitslosigkeit mögen vergleichsweise tief sein, in absoluten Zahlen handelt es sich immer noch um viel zu viele Betroffene.

Ich verstehe nicht, wieso eine hohe Zahl von Maturanden und Akademikern erstrebenswert ist. Wichtig sind die erworbenen Fähigkeiten. Früher hörte man in der Schweiz regelmässig Witze über die Amerikaner, wo man für alles und jedes studieren muss, heute sind wir selbst fast genauso weit … so müssen heute in der Schweiz selbst Krankenschwestern studieren – dabei geht wertvolle Zeit für das Sammeln von Praxis verloren.

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