Archiv 14. März 2026

Samstag, 14. März 2026

Erneut aus aktuellem Anlass: H. J. Mackinder (1904): The Geographical Pivot of History

Am 24. Februar 2022 veröffentlichte ich hier folgenden Blog-Post:

Aus aktuellem Anlass: H. J. Mackinder (1904): The Geographical Pivot of History

Seit dem 28. Februar 2026 hat die Welt leider wieder eine neue Chance, in den nächsten Weltkrieg (und ersten Atomkrieg?) reinzuschlittern.

Nach allem, was in den letzten vier Jahren passiert ist (Nordstream, Strafzölle, um nur zwei zu nennen), ist für mich klar: Mackinder hat mehr Gültigkeit als je. Wollen wir als europäische Nationen und Kulturen langfristig eigenständig weiterbestehen, müssen wir uns jetzt ein für allemal von den USA emanzipieren, und uns gegen Eurasien neuorientieren. Und ja, das bedeutet dass wir einen Weg finden müssen, mit Russland (dem für die europäische Elite aktuelle Verkörperung des „absolut Bösen“), China, und allem, was dazwischen liegt (ja, auch dem Iran), irgendwie zu arrangieren. Wer diese grösste zusammenhängende Landmasse auf diesem Planeten kontrolliert, kontrolliert schlussendlich die Welt.

Tun wir das, tun wir gut daran, ganz zu Anfang den deutschen Moralaposteln einen Maulkorb zu verpassen.

Gelingt uns diese Neuorientierung nicht, werden wir als eunuchisierte Vasallen zusammen mit dem nordamerikanischen Imperium rascher untergehen, als uns lieb sein kann.

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Labels: Krieg

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Samstag, 14. März 2026

Poor Man’s Toniebox

Ein Kollege hat mir empfohlen, ein Einschlaflied auszuwählen, und das Baby regelmässig damit in den Schlaf zu wiegen.

Sobald der Nachwuchs auf die Melodie konditioniert sei („wie ein dressierter Hund“, bemerkte ich lapidar, was er nicht verneinte), klappe es erstaunlich gut, den Nachwuchs rasch und effektiv zum Einschlafen zu bringen.

Wir üben aktuell noch, und es funktioniert noch nicht wie gewünscht. Momentan habe ich das Gefühl, dass es wirklich könnte.

Auf Grund meiner amerikanischen Prägung seit 2010 habe ich mich für „Twinkle Twinkle Little Star“ entschieden. Erinnerungen an den kulturellen Einfluss eines untergehenden Imperiums …

Anfänglich spielte ich diesen YouTube-Song auf meinem iPhone ab. Irgendwann war mir das zu mühsam, und ich begann, mich nach einem dedizierten Abspielgerät umzusehen.

Von einem guten Kollegen kenne ich die Toniebox. Vereinfacht gesagt ein Lautsprecher mit einem proprietären MP3-Player mit WiFi-Anbindung, der über einen Server des Herstellers („Tonie Cloud“) sauber lizenziertes Audiomaterial bezieht und abspielt. Der Clou: Sind die Kinder erst einmal mobil, kann man ihnen offizielle Tonie-Figuren kaufen, welche einen NFC-Chip eingebaut haben, die dem Lautsprecher sagen, welches Audiomaterial vom Server heruntergeladen und abgespielt werden soll.

Natürlich haben ITler das Ding reverse engineered, um meines Wissens NFC-Tags zu klonen, aber auch um eigene Aufnahmen auf das Gerät zu laden und lokal abzuspielen.

Einschub: Das gab’s auch schon in den 1980ern, in analoger und ungeschützter Form; das waren damals einfach Kassetten, mit TKKG-, Drei Fragezeichen- und Knight Rider-Episoden. Selbstverständlich konnte man diese nach belieben kopieren, zum Ärger der Rechteinhaber.

Zurück zur Toniebox: Kostenpunkt: Mindestens 80 Hämmer für den „smarten“ Lautsprecher. Die NFC-Figuren gehen ab 15.90 CHF über die Ladentheke.

Wenn man diese Box hier in Thailand überhaupt findet, dann zu überteuerten Preisen. Zu teuer, vor allem, weil unser Baby ja noch gar nicht selber mit der Toniebox spielen kann.

Meine improvisierte Lösung:

  • HOCO HC22 (auf der Herstellerseite nicht mehr geführt, vermutlich Auslaufmodell) Lautsprecher mit Bluetooth, einem USB-A-Port für einen USB-Stick, einem USB-C-Port zum Laden der 1200mAh Batterie des Lautsprechers, einem SD Card-Slot (aus irgendeinem mir unerklärlichen Grund „TF“ genannt, „Trans-Flash“), FM-Radio sowie einem AUX-Eingang (3.5mm Klinke). Kompaktes Design (passt in knapp in die Hosentasche), mit 272g tragbar, aber definitiv nicht leicht — aber dementsprechend fühlt sich das Gerät wertig an. Das Gehäuse verfügt auch über eine Schlaufe, mit welchem man den Lautsprecher an einem Haken oder Karabiner aufhängen kann. Kostenpunkt: 7.55 CHF
  • SanDisk Classic 10, 32GB P/N SDSQUNR-032G-GN3MN, Kostenpunkt: 8.10 CHF
  • HOCO UA25 SD Card-Adapter (beide Grössen) auf USB-C. Kostenpunkt: 4.05 CHF

Sobald man im Besitz des Materials ist, braucht man nur noch MP3-Dateien (M4A habe ich nicht getestet), lädt diese über den Adapter auf die SD Card, schiebt die SD Card in den Lautsprecher, wechselt in den SD Card-Modus, und beginnt die Songs abzuspielen.

Kritik: Die Reduktion auf 4 Buttons (Power On, – (minus), + (plus), Play) und die Doppelbelegung (short press, long press) und das Fehlen der Bestätigung von Tastendrücken mit einer Stimme machen die Bedienung nicht optimal — aber machbar. Auch gefällt mir nicht, dass die Lautstärke bei jedem Neustart auf die (für ein Baby zu laute) Standardeinstellung zurückfällt.

Und ja, bevor kommentiert wird: Ich bin mir bewusst, dass mein Use Case nicht derselbe ist wie derjenige von Eltern von älteren Kindern, welche man selbständig beschäftigen und die Möglichkeit geben möchte, ihr Lieblingshörspiel zu hören.

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Labels: Baby, IT, Technik

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