Posts Tagged ‘Iron Dome’

Montag, 2. März 2026

Iran-Krieg: Kostenrechnung

Der Israelische Iron Dome und die Patriot-Batterien auf US-Stützpunkten in der Region arbeiten Überzeit.

Bei jedem Video, welches man auf Twitter sieht, sollte man im Hinterkopf die Kostenrechnung machen: Iran schickt Drohnen und Raketen en masse Richtung Gegner.

Jede Patriot-Rakete, die in den Himmel geschossen wird, kostet den Besitzer circa 4 Millionen US-Dollar. Kommen THAADs zum Einsatz, reden wir schon von 12 Millionen US-Dollar. Wenn ich die Videos korrekt deute, werden jeweils zwei bis drei Raketen auf ein abzufangendes Ziel abgefeuert.

Nie im Leben kosten die Iranischen Angriffswaffen auch nur annähernd so viel.

Übrigens:

Lockheed Martin currently produces over 500-600 Patriot (PAC-3 MSE) missiles annually […]

Die verbraten in den nächsten Tagen locker den ganzen Jahres-Ausstoss solcher Raketen.

Nachtrag

Ein Twitter-Benutzer hat Produktionszahlen veröffentlicht:

SM-6: 125/year
PAC-3 MSE: 620/y
Talon (THAAD): 96/y
SM-3 IB: 36-48/y (capacity for 60/y)
SM-3 IIA: 24/y

Quelle: @colbybadhwar

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Montag, 2. März 2026

Trump hat zu hoch gepokert. Trump hat fertig.

Nach diesem Wochenende sehe ich nicht, wie er seine Präsidentschaft noch retten kann.

Die Midterms im November werden ein absolutes Desaster und er verliert die Mehrheit im Kongress. Verschwörungstheoretischer Einschub: Es wird Midterms geben, oder? (Platzhalter: Princess Amidala Meme)

Noch ein Einschub: Ich glaube Trump geht es gesundheitlich nicht mehr gut. Verglichen mit den Wahlkampfvideos, wo er beispielsweise die acht Trillionen US-Dollar anprangerte, die die Administrationen vor ihm im Nahen Osten verbraten haben, lallt er mir zu viel, schaut erschöpft aus. Irgendwas stimmt nicht mit ihm.

Dritter Einschub: Sich derart im Iran zu verrennen lässt mich wieder Rätseln, was für krasses Material die Israelis über Donald in ihrem Giftschrank haben. Die um die Welt fliegenden, in seinem Namen verhandelnden Immobilienhändler mit der bestimmten Religion können unmöglich alleine ausschliesslich mit „soft-power“ einen derartigen Einfluss auf ihn ausüben.

Doch alles der Reihe nach: Heute stürzen die Aktienmärkte ab, das Benzin steigt in den USA über die Schmerzgrenze, bald beginnt der Zustrom an Leichensäcken aus dem Nahen Osten, Tucker Carlson, Nick Fuentes und wie sie alle heissen schalten in die höchsten Gänge, die MAGA-Plattform zerfällt (oder: zerbricht), die Zionisten unter AIPAC und das Epstein-Regime kommen doch noch in Bedrängnis. Da hat irgendjemand aus diesen Kreisen irgendwas ganz Schlimmes über ihn in der Hand.

Wenn ich die Bilder aus Tel Aviv, Jerusalem und von all den über den Nahen Osten verstreuten Militärbasen ansehe, beschleicht mich die Befürchtung, dass die us-amerikanische Waffenindustrie dieses Wochenende zwar als „Kick Off“ der „2026 Sales Campaign“ sahen, die „Waffendemos“ derzeit aber nicht das halten, was sie versprachen.

Und: Wie bereits in der Ukraine schauen die Russen und Chinesen ganz, ganz, ganz genau hin (wetten die haben dutzende oder hunderte Leute in der iranischen Armee „embedded“?) — und lernen und verfeinern Angriffstaktiken und Technologien, mit welchen man die us-amerikanische Navy und Air Force und ihre Waffen wenn nicht in die Knie zwingt dann immerhin gehörig beschädigt.

Und, schlussendlich: Seit Jahrzehnten war die Gefahr vermutlich nie mehr so gross wie heute, dass einer der beiden „guten“ Akteure in die Ecke gedrängt eine Atombombe zündet.

Aber: Vielleicht haben die USA und Israel doch alles im Griff, es läuft alles genau nach Plan, und die Anfangserfolge des Irans sind nur eine Finte, und der Hammer fällt den Mullahs jede Minute auf den Kopf.

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Sonntag, 15. Juni 2025

Israel gegen Iran: Wer gewinnt?

Israel und Iran decken sich seit zwei Tagen mit Bombardements ein. Wie das ausgehen wird, kann ich nicht sagen.

Einer der Podcasts, welchen ich konsumiere, vertritt die Meinung, dass Israel (respektive der um sein Amt bangende Premierminister) die USA mit dieser Eskalation zum Eintritt in einen grösseren Krieg in Nahost bewegen möchten. Der erste Schritt dazu wäre getan. Sind wir gespannt, wie Trump reagieren wird. Hört er auf die Neocons und War Hawks des Deep States, oder geht er seinen eigenen Weg?

Doch in diesem kleinen Beitrag eines Laien geht es nicht um die Analyse der Motive beider Seiten, sondern um die ökonomischen Realitäten der Kriegsführung.

Mich erinnert das Ganze an die Anfänge des Ukraine-Kriegs. Eindrücklich war für mich damals, wie Raytheons Javelin (Kostenpunkt: $250,000 $500,000 bestehend aus der „Command Launch Unit (CLU)“ und der „Missile“) Panzer (Kostenpunkt: $500,000–$2m) zerstören (mein Post von damals). Eine Javelin herzustellen ist viel einfacher, und das Ding kann wiederverwendet werden (eine Ersatzrakete kostet $100,000). Ausserdem ist die Waffe extrem einfach zu bedienen. Somit ein klarer Vorteil für die Besitzer der Javelin.

Eine wichtige Frage bei den aktuellen Bombardements muss deshalb sein: Wie viel kostet den Angreifer eine Rakete, und wie viel kostet es dem Verteidiger, eine solche Rakete in der Luft abzufangen und zu detonieren, bevor sie ihr Ziel erreichen kann?

Die Jerusalem Post hat sich dem Thema bereits im Oktober 2024 angenommen: Eine iranische Rakete kostet mindestens $1,000,000. Eine israelische Abwehrrakete (Arrow-2 oder Arrow-3) kosten $3,000,000 respektive $2,000,000. Unklar ist, wie viele Arrows auf ein Ziel abgefeuert werden: Eine, oder mehrere? Gemäss dem Artikel wird eine iranische Rakete von Iron Dome nicht abgefangen, wenn der Computer berechnet, dass sie unbewohntes Gebiet ansteuert.

Was ich auf Grund von auf Twitter kursierender Videos erkennen kann: Iron Dome scheint nicht so gut zu funktionieren wie gewünscht. Einige Raketen kommen durch, und für mich als kompletten Waffensystem-Laien sieht es aus, dass es sich dabei um Überschallraketen handelt.

Und hier schliesst sich der Kreis vermutlich wieder: Anstelle mit enormen Kosten und einer nicht hundertprozentigen Erfolgschance angreifende Raketen abzufangen, macht es für Israel vermutlich mehr Sinn, den Gegner daran zu hindern, überhaupt solche Raketen zu produzieren.

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