Posts Tagged ‘Kunde’

Freitag, 1. Juni 2007

Wieso die Swisscom Fastweb gekauft hat

Angespornt durch einen kleinen Artikel in heute (Artikel leider online nicht auffindbar), einem längere Beitrag in FACTS und einem Blog-Artikel von Fredy möchte ich mich kurz fassen:

  • Know-How in der Messtechnik Damit der Kundenberater in Zukunf auf Knopfdruck sieht, ob man dem Kunden wirklich Bluewin-TV andrehen sollte. Bisher hätte eine Anwerbung finanziell nach hinten losgehen können: In anscheinend nicht wenigen Liegenschaften musste Swisscom bis zu 1400 SFr. aufwenden, weil die Hausinstallation keine 20MBit/s vertrug. Solche Schmarotzer sollte man lieber zur Konkurrenz schicken.
  • Know-How in IPTV-Technik Damit das Bild nicht mehr ruckelt und der Ton kein „Lag“ mehr hat. Mit Microsoft als IPTV-Lieferanten konnten solche Probleme nun wirklich von niemanden aus der IT-Fachwelt vorhergesehen werden … Wenn die Meldungen stimmen, ist das Problem seit Jahr und Tag bekannt. Dem technischen Verantwortlichen für IPTV möchte ich mal so richtig die Hand schütteln gehen, dass er Volksvermögen derart effizient einsetzt. Eine fähige Führungskraft hätte die Probleme erkannt und sich danach umgehend nach einem anderen Lieferanten umgesehen (zum Beispiel derjenige, der für Fastweb die IPTV-Technik geliefert hat. Die funktioniert anscheinend tadellos).

Ein befreundeter BWLer fügte noch hinzu: „Mit soviel liquiden Mitteln musst du einfach was kaufen …“. Was sich mir als Angehöriger der Historiker-Zunft nicht wirklich erschliesst – aber so funktioniert das wohl bei Grossunternehmen in Staatsbesitz, die durch Kundenschröpfe dank Monopolstellung reich geworden sind.

Wie dem auch sei: Ich bezweifle immer noch, dass diese zwei oft kolpotierten Gründe 7’000’000’000 SFr. wert sind.

Alternativvorschläge

Man finanziere mit der Hälfte dieses Geldes lieber einen Lehrstuhl an der ETH und beauftrage zehn Forschende, eine solche Messtechnik exklusiv für Swisscom nachzubauen. Wäre dabei etwas in einer deutlich verbesserter Form entwickelt worden, hätte man an der Lizenzierung des Exportschlagers in alle Welt gar noch Geld zurück in das Staatsunternehmen reingeholt.

Mit dem anderen Batzen hätte man sich den Online-Verlag Situation Publishing Ltd., Herausgeber der Online-IT-Nachrichtenseite The Register, einverleibt und hätte so als Erste erfahren, dass die Sales Reps des Lieferanten der IPTV-Technik einem das Blaue vom Himmel herablügen.

Immerhin besitzen wir jetzt Kabel in Italien!

Natürlich wären da noch die 22’000km Glasfaser in Italien, aber über dieses „Asset“ spricht in letzter Zeit irgendwie kaum jemand. Die könnten durchaus wertvoll werden, vorausgesetzt, die Italiener können sich Triple-Play leisten. Man schaut HDTV, telefoniert gleichzeitig mit VoIP umher und surft noch ein wenig im Netz (aber nicht zuviel, denn Traffic kostet!).

Versucht man die hochstehende Technik aber derart an den Mann zu bringen, kann auch italienische Glasfaser nicht rentieren.

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Freitag, 1. Juni 2007

Langsamer fahren, viel Geld sparen

Zufälligerweise einmal bei Leu.fm vorbeigeklickt, und was sehe ich da?

“Seit die Spritpreise so hoch sind, fahre ich auf der Autobahn nur noch 100 Kmh, und schalte den Tempomat ein. ”
– S.Lehmann, Steffisburg auf Blick Online

(Und jetzt wissen wir wer diesen Scheissstau immer verursacht)

Quelle: Leu.fm

Ähm, Leu(mund) – ich bin auch so ein „Schleicher“! Und das zu gutem Grund:

bei 90 km/h 7.3 Liter/100 km
bei 120 km/h 8.9 Liter/100 km

Quelle: Audi 90 Quattro 20V

Hinweis: Weil sich über Google gerade nichts besseres finden liess, habe ich hier halt die Daten eines Audi Quattro-Motors notiert. Vielleicht nicht gerade die beste Wahl.

Dieser Fahrer würde – im unwahrscheinlichen Fall, dass er mit einem solchen Motor unter’m Arsch tatsächlich schleichen wollte – pro 100km 1.6 Liter Sprit sparen. Bei den heutigen Preisen (1.80 SFr./l) sind das 2.88 SFr. oder 144 SFr. im Jahr, wenn man wie ich so gegen 5’000km fährt. Damit zahle ich mehr als drei Parkbussen pro Jahr *smile*

Das obligatorische Sternchen

Natürlich vorausgesetzt, ich fahre immer schön brav konstant 90 Stundenkilometer, ohne Abbremsen und ohne Beschleunigen. Wer momentan mit einem Prius im (bernischen) Stadtverkehr unterwegs ist, wird noch viel, viel mehr Geld sparen, weil beim nervtötenden Stop-and-Go-Verkehr der Elektromotor zum Zuge kommt.

Sonstige Rechnereien

Mein alter Herr hat schon diverse Male erwähnt, dass der Energieverbrauch im Quadrat ansteige (stünde wohl irgendwo in meinen Unterlagen aus dem gymnasialen Physikunterricht). Ich habe das bisher zur Kenntnis genommen, aber noch nie überprüft. Aus den obigen Zahlen lässt sich ein solcher Zusammenhang jedenfalls nicht ablesen:

Die Geschwindigkeit wird um 33 Prozent gesteigert, während der Benzinverbrauch „nur“ um 21 Prozent steigt.

Wahrscheinlich ist der Vergleich aber sowieso nicht ganz koscher, weil man die Beschleunigungsleistung von 90 auf 120km/h ausblendet. Auch kann man sich fragen, inwiefern die Verbrauchswerte der Autohersteller der tatsächlichen Realität entsprechen.

Die Diskussion ist eröffnet – ich kann durchaus komplett falsch liegen.

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Dienstag, 29. Mai 2007

Wieso der Musik-CD-Verkauf wirklich eingebrochen ist

While CD sales are down, the number of households with DVD players more than tripled over the past five years to 84 million and sales of DVDs rose to 1.1 billion from 313 million in 2001. Does anyone really think that consumers could buy 800 million more DVDs, worth $10 billion or more, without cutting back on some other entertainment spending? Similarly, the number of households with broadband Internet connections almost quadrupled to over 36 million. […]

Quelle: Music CD, I’m just not that into you

Einleuchtend. Bei mir ist die Situation vergleichbar: Anstelle von Musik-CDs habe ich in den letzten Jahren viel eher DVDs gekauft – und Vinyls von Trance-Klassikern.

Die Unterhaltungsindustrie, und die Musikindustrie im Speziellen, macht den Fehler, dass sie quasi einem Tunnelblick gleich nur ihre Verkaufszahlen sieht und dabei nicht bemerkt, dass das Geld in andere Bereiche abfliesst. Wie schön drückt es der Autor doch aus:

Established players almost always fail to adapt to change. It’s the nature of a free market. […] So you won’t be surprised to learn that if you look at the five-year stock market performance of the 130 or so sub-industry sectors tracked by Morningstar, radio, film and TV producers, broadcast TV, advertising and media conglomerates are five of the 12 worst performers, the very worst.

Bravo, BusinessWeek!

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Montag, 28. Mai 2007

Crédit Suisse geht in die Offensive

In letzter Zeit werde ich von meiner Hausbank (resp. Swisscard ACES) regelrecht mit Briefsendungen überhäuft. Anscheinend wollen sich die Banken einen Teil der gesteigerten Konsumlust nicht entgehen lassen:

  • Zahlung nach Mass In bestem Marketing-Deutsch sollen Kreditkarteninhaber kaufen, und erst danach überlegen, wie sie das Gekaufte abzahlen können. 14.75% beträgt der Zins, wenn die Monatsrechnung nicht vollständig bezahlt wird. Schliesslich wollten wir uns alle schon lange einen 102cm-Plasma ins Wohnzimmer stellen. Übrigens: „Die Kreditvergabe ist nicht erlaubt, falls sie zur Überschuldung des Kreditkarteninhabers führt“. Amüsant wirkt der Brief, der einige Tage später auf das Schreiben folgt:

    „Wie Sie vielleicht festgestellt haben, ist uns im oben genannten Schreiben ein Fehler unterlaufen, der zu einer falschen Anrede im Brief geführt hat. Diesen kommunikativen Fauxpas bedauern wir sehr und möchten uns dafür bei Ihnen persönlich entschuldigen.“

    Hätten die Banker diesen Brief nicht nachgeschickt, wäre mir die falsche Anrede niemals aufgefallen. Anscheinend liess die Aussicht auf viele, viele neue Konsumkredite die Qualitätssicherung aussen vor …

  • Exklusives Swisscom Mobile-Angebot Nur weil ich Inhaber einer Kreditkarten bin, kriege ich ein K800i für 99 SFr., binde mich aber für 24 Monate an Swisscom Mobile. Sollte dieses Angebot wider Erwarten nicht auf Interesse stossen, kann ich mich immer noch für ein NATEL® swiss liberty-Abo entscheiden (Laufzeit: 24 Monate) und zahle dabei nur die halbe Monatsgebühr.

Naja. Mich interessiert nichts von beidem. Ab ins Altpapier damit.

Nachtrag

In der Schweiz werden Rechnungen wieder mit grösserem Verzug bezahlt. Hunderte Firmen sehen sich deswegen in ihrer Existenz bedroht. […]

Quelle: Zahlungsmoral gesunken

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Freitag, 25. Mai 2007

Sehr geehrter Herr Vasella …


Helvepharm
Originally uploaded by emeidi

… wissen Sie zufälligerweise, wer mit dieser Werbung gemeint sein könnte?

Neben Golf, wird in letzter Zeit gemunkelt, soll der CEO des Pharmamultis Novartis nun auch anderweitig seine Treffsicherheit trainieren …

Der Werbetext

Generika, bei denen Sie das teure Hobby des CEOs nicht mitbezahlen. Bei Helvepharm bekommt der Geschäftsleiter kein Millionengehalt und auch keinen dicken Bonus. Das gesparte Geld verwenden wir lieber für die scnelle, günstige und einfache Abgabe unserer Generika. Helvepharm, das bescheidene Pharmaunternehmen.

Die Werbeagentur

Spillmann / Felser / Leo Burnett

Der Auftraggeber

Helvepharm

Das äusserst ansprechende Produkt-Design

Die Helvepharm hat sich in der Kategorie Kleinunternehmen beworben. Sie reichte das Projekt „Neuer Auftritt, mit der neuen, innovativen Medikamentenpackung“ ein. Die neuen Helvepharm-Packungen basieren auf einem einzigartigen Farbkonzept mit einer Grundfarbe pro Therapiegebiet und einer Leuchtfarbe pro Wirkstoff. Die Verwechslung von Medikamenten ist dadurch praktisch ausgeschlossen. Für Patientinnen und Patienten schafft dies zusätzliche Sicherheit.

Quelle: 24.01.2007: Nomination für die Helvepharm

Verdikt

Weiter so! Das ist Werbung, die haften bleibt. Helvepharm, der Robin Hood unter den Pharma-Unternehmen.

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Mittwoch, 23. Mai 2007

Nokia 3210 – eine Huldigung

The 3210 is the Model T Ford of mobile phones. By 2000, the phone was cheap enough that almost anyone could afford it. Yet despite its affordability, it was packed with features not yet seen in the mass market; most of them market firsts. Among other things, it introduced internal aerials, T9 predictive text input, downloadable ringtones, downloadable operator logos and a user interface as easy to use as a doorbell.

Quelle: How the mobile phone biz lost the plot

Und heute? Randal kann mit seinem Handy fernsehen, während wir im Grossen Weissen im Wankdorf im Stau stehen. Leider ist der Akku schneller geleert, als der Stau sich aufgelöst hat. Ebenso brennen einem nach dem aprubten Ende die Augen, weil man sich das verpixelte Star Wars in Briefmarkengrösse antun musste (okey, ich gebe zu – YouTube hat mit solch verpixelten Bewegtbildern schlussendlich Milliarden gescheffelt).

Nachdem uns (nicht nur!) Leute aus der östlichen Adria-Region mit ihren rauf-und-runter gespielten Klingeltönen mit Lautstärke 5 genervt haben, kommen die Mobiltelefone nun mit noch stärkeren Böxlis heraus. Kombiniert mit dem ebenfalls eingebauten MP3-Player muss ich Randal, aber auch Jünglinge mit breiten Hosen auf Kniehöhe und Baseball-Käppi ertragen, wie sie in geschlossenen Räumen die aktuellen Charts mit Lautstärke 10 zum Besten geben.

Die Menus sind wundervoll animiert – dass man bei SonyEricsson-Handies aber immer noch „ein Klick mehr als bei (alten) Nokia-Handys“ (Zitat Hebeau?) braucht, um zum gewünschten Menupunkt zu gelangen, interessiert anscheinend wirklich niemanden mehr.

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Donnerstag, 17. Mai 2007

Ich schaue nicht mehr fern

Diese Aussage ist eigentlich völlig widersprüchlich – denn der Flimmerkasten läuft just in dem Moment, in dem ich diese Zeilen schreibe. Empfangen wird Pro Siebens Germanys Next Topmodel. Schauen tue es nicht ich, sondern Melanie, die neben mir im Bett liegt.

Während ich „sinnvolleren“ Beschäftigungen nachgehen (produzieren anstelle von konsumieren) merke ich, wie lange ich bereits kein Kommerz-TV mehr geschaut habe (es muss Wochen her sein!). Doch wenn ich mit einem Auge und einem Ohr hinhöre, fühle ich mich bestätigt, dass heute nur noch Müll gesendet wird.

Glücklicherweise wird der Müll von Werbung unterbrochen, ist man versucht zu sagen. Dabei erstaunt es mich, welche Unmengen an Verbraucherinformationen der gemeine TV-Schauer während der Prime-Time über sich ergehen lässt. Seit ich meine wenigen Serien von Interessen aus dem Netz lade, sind Werbe-Unterbrechnungen ein Übel des 20. Jahrhunderts. (Grösstes Problem scheint nebenbei bemerkt die Orangenhaut zu sein. Jä sooo …)

Übrigens: Wenn die germanischen Models nicht an Magersucht gestorben sind, torkeln sie noch heute über den Laufsteg … (ausser die eine oder andere vergisst urplötzlich das Atmen).

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Montag, 14. Mai 2007

Partyguide wird zum Spammer


Partyguide Spam without Unsubscribe
Originally uploaded by emeidi.

Seit Wochen werde ich von Einladungen genervt, die zwei Partyguide-Benutzer massenhaft auf elektronischem Wege verschicken.

Dem einen, ein kürzlich geschasster Partyguidler, habe ich deswegen die virtuelle Freundschaft bereits gekündet. Mal ehrlich Lulu – du bist ja wirklich ein netter Kerl, doch was zum Teufel interessieren mich Parties ab 16 Jahren in der Zürcher Agglomeration?!

DJDAVE202 (oder wer sich auch immer als diese Person ausgibt) hingegen macht es mir deutlich schwieriger – um nicht zu sagen – unmöglich, seinem nervigen Spam zu entkommen. Dies aus zwei Gründen, die vollumfänglich Partyguide selbst anzulasten sind:

  • myFriend wider Willen Mein Username figuriert unter DJDAVE202s myFriends. Ich zähle ihn aber nicht zu meinen myFriends. Anscheinend reicht es aber, wenn der Spammer die zu umwerbenden Personen in seiner Liste hat, um diese zuzuspammen. Eine Möglichkeit besteht (meines Wissens) nicht, mich aus Daves Liste zu löschen. Und falls doch, dann ist diese Funktion (wohlweislich?) sehr gut versteckt.
  • Unsubscribe? Hä? Mitgegangen, mitgefangen. Man erhält nun also widerwillig regelmässig Spam-Mails, doch auch in den Mails selber findet sich – entgegen der guten Manier – keine Möglichkeit, sich vom Versand auszuschliessen. Gemeinhin wird diese Möglichkeit als „Unsubscribe“ bezeichnet. Na, liebe Argonauten, klingelts? Einerseits verstehe ich ja, dass durch das Fixen der unzähligen Sicherheitslücken keine Zeit blieb, eine derart komplizierte Funktion zu programmieren. Andererseits macht man sich als Versender von Mails so auch strafbar.

Wink mit dem Zaunpfahl

Denn, lieber Jason und Argonauten, seit dem 1. April 2007 gilt das neue Fernmeldegesetz! Es handelt sich übrigens um dasjenige Gesetz, das mir Partyguide bei meinem dritten „Hack“ um die Ohren schlagen wollte und folglich auswendig zu kennen scheint:

[…] Durch die Veröffentlichung der Daten hast Du zudem gegen Artikel 50 des FMG verstossen, was ebenfalls mit Haftstrafe bis zu einem Jahr (oder Busse) bestraft wird.

Quelle: Der dritte Partyguide-Hack

Nun, wenn das so ist, hier mal die entsprechenden Strafandrohungen auf Spam:

Vorsätzlicher Spam ist strafbar gemäss Artikel 23 des UWG. […] Die Strafverfolgung ist Sache der Kantone.
Die mögliche Strafe ist Gefängnis oder Busse bis 100’000 Franken.

Quelle: Spamverbot

Rechtslage

Im eben zitierten Kommentar des federführenden BAKOMs liest man zum Thema folgendes:

Nicht jede fernmeldetechnisch gesendete Massenwerbung wird verboten. Es ist aber für jede derartige Werbung zuvor die Einwilligung aller Empfänger nötig (Opt-in).

Ich kann mich nicht erinnern, DJDAVE202 diese Erlaubnis gegeben zu haben.

Jede Massenwerbung muss immer einen korrekten Absender angeben und eine Möglichkeit bieten, weitere Werbung abzulehnen.

Wie oben kritisiert findet sich definitiv eine Unsubscribe-Funktion in den empfangene Mail-Nachrichten. Als Absender ist From: DJDAVE202 <noreply@partyguide.ch> angegeben. Aus meiner Sicht ebenfalls eine Gratwanderung – ist nun DJDAVE202 der Absender, oder doch Partyguide? Dass Antworten auf die Mail-Adresse im virtuellen Nirvana landen, könnte der Gesetzesvollstrecker als unvollständige Anschrift taxieren.

Wie weiter?

Ich bin mir sicher, dass bei Partyguide bald ein hektisches Treiben einsetzen wird, um die angeprangerten Missstände zu beheben.

Und, lieber Jason, lass dir gesagt sein: Sollte es zu keiner Besserung kommen, kann ich ja immer noch Strafanzeige stellen. Dann wäre wieder ein gewisser Gleichstand bei der unnötigen Beschäftigung der Behörden herbeigeführt – die Strafanzeige gegen mich ist immer noch hängig, ohne Hoffnung, dass der Fall in den nächsten Monaten abgeschlossen werden kann (wäre ja zu schön, wenn Untersuchungsrichter sich nur um Partyguide-Hacks kümmern müssten).

Konkurrenz

Ähnliches widerfuhr mir übrigens auch über den anderen Platzhirschen, Tilllate.com. Eine Anfrage bei Silvan Mühlemann (CTO) ergab folgende Auskunft:

Hoi Silvan

Besteht die Möglichkeit, dass ich die Zustellung solcher Einladungen
verhindern kann, ohne dem lieben Ex-Partyguidler gleich die
Freundschaft zu künden? Am Besten mit einem Link direkt unterhalb der
Nachricht. Du weisst ja: 1. April … Spam … Verbot.

Danke für das Feedback!
Tschüss
Mario

Momentan kannst Du dies nicht. Aber das Feature ist bereits umgesetzt und
wartet nur noch auf die Aufschaltung.

Quelle: Mail von Silvan Mühlemann an Mario Aeby, 1. Mai 2007, 17:02 Uhr

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Montag, 7. Mai 2007

Wann bietet SWICA die Paynet-Rechnungsstellung an?

Seit einiger Zeit flattern bei mir keine papiernen Orange-Rechnungen mehr ins Haus. Die Rechnungsstellung für mein Mobiltelefonie-Abo geschieht dank Paynet und Directnet von Crédit Suisse heute vollelektronisch.

Vorteilhafterweise scheint auf Seiten von Orange nicht dieselbe Person für die Realisierung dieses Projekt verantwortlich gewesen zu sein, die uns die äusserst zuverlässige Orange-Web-Site beschert hat.

Wie steht es um meinen zweiten monatlichen Geldempfänger?

Leider ist meine Versicherung, die SWICA, noch nicht ganz so weit, wie mir ein Fachspezialist IT Projekte & Support heute mitteilen musste:

Besten Dank für Ihre Anfrage. Eine Einführung von Paynet ist bei SWICA vorgesehen, jedoch aufgrund anderer Abhänigkeiten nicht unmittelbar bevorstehend.

Im nächsten Jahr wird SWICA die IT Software wechseln und in diesem Zusammenhang werden auch derartige neue Funktionen schrittweise mit eingeführt. Zu welchem Zeitpunkt allerdings genau die Funktionen der Paynet Rechnung erfolgen, kann ich heute noch nicht sagen.

Quelle: Antwort auf mein E-Mail an info@swica.ch vom 7. Mai 2006, 10:29 Uhr

Da hoffe ich einfach nur, dass die Lösung nicht von Swisscom IT Services programmiert wird … (Dabei fing doch alles so vielversprechend an)

Ein grosser Nachteil

Ein Nachteil hat die elektronische Rechnungsstellung (EBPP) aber: Meine Zahlungsmoral ist gesunken. Will heissen, dass ich mangels herumliegender und den Schreibtisch vermüllenden Rechnung nicht mehr dauernd an die Zahlung erinnert werde. Zwar erhalte ich eine E-Mail-Benachrichtigung beim Eintreffen neuer Rechnungen, doch die Aufmerksamkeitsspanne dauert hier ca. 20 Nachrichten – danach verschwindet ein Neueingang in der Liste gegen unten auf Nimmerwiedersehen (momentaner Stand all meiner Inboxes: 379 Nachrichten – vielleicht sollte ich mir doch einmal ein GTD-Buch kaufen und mich an die Tipps darin halten? Aber ich will nicht damit kokettieren …). Deshalb bezahle ich die Rechnung nicht mehr wie gewohnt ein bis drei Tage nach Eintreffen, sondern in der Regel erst nach ein bis zwei Wochen.

Guichet Virtuel

Die E-Government-Beamten im Bundesbern sollten sich ein Beispiel an diesem unternehmensübergreifenden Projekt nehmen! Meines Erachtens läuft die Chose jedenfalls völlig reibungslos – eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, wie viele unterschiedliche IT-Systeme bei allen Beteiligten rumstehen müssen …

Ob es sich dabei um einen schicken XML-Transfer mit starker Verschlüsselung (SSL?) zwischen den Gegenstellen handelt? Geht das über’s Internet oder dedizierte Leitungen?

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Dienstag, 1. Mai 2007

Orange.ch sucks


Orange.ch sucks
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Unsere Services sind infolge Wartungsarbeiten nicht verfügbar. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten. Danke für Ihr Verständnis.

Nos services ne seront pas disponibles en raison de travaux de maintenance. Nous sommes désolés pour le désagrément causé. Merci de votre compréhension.

Oggi i servizi non saranno disponibili per causa di manutenzione. Ci scusiamo per ogni inconveniente causato. Grazie della vostra comprensione.

Our services are not accessible for maintenance reasons. We apologise for the inconvenience. Thank you for your understanding.

Quelle: Orange

Ich verstehe ja, dass es sich bei der Web-Site von Orange Schweiz um keine kleine Vereins-Web-Site mit einem dutzend statischer Seiten handelt – doch derart viele Ausfälle, wie www.orange.ch sie aufzuweisen hat, sind doch nicht normal!

Wie lange noch?

Die Probleme sind bereits seit längerem akut (auch Torkel, der bei der Konkurrenz angeheuert hat, ist das bereits aufgefallen) – doch getan wird anscheinend nichts. Munter-fröhlich leistet man es sich, an einem Werktag zwischen 17 und 18 Uhr die Web-Site einfach abzuschalten.

Wer auch immer die Web-Infrastruktur des Mobilfunkunternehmens konzipiert hat – wohl wäre ich nicht in seiner Haut.

Ob Fehler oder Update: Es mutet schon sehr mittelalterlich an, wenn deswegen gleich die ganze Web-Präsenz abgeschaltet werden muss.

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