Posts Tagged ‘Kino’

Montag, 25. Januar 2010

Terminator: Salvation sucks!

Auf dem Rückflug von Ouagadougou via Niamey nach Paris-Charles de Gaulle hatte ich endlich die Gelegenheit, Terminator 4 zu schauen. Mein Kollege Raffi hat an diesem Streifen mitgearbeitet. Leider war ich vom Drehbuch völlig enttäuscht — eine äusserst oberflächliche, voraussehbare Handlung, die Standardelemente aus anderen Hollywood-Filmen übernimmt.

Wieso? Folgender Artikel erläutert die Hintergründe:

It’s here that you can really understand where Terminator Salvation fell to pieces. The film was being rewritten, piecemeal, on the set. Instead of re-engineering the whole picture it seems like McG and company were just tackling each segment, figuring out how to get John Connor more involved without fixing the underlying structure at which they were picking away.

Quelle: EXCLUSIVE: WHAT WENT WRONG WITH TERMINATOR SALVATION?

Fazit: Christian Bale und McG haben die Franchise ein für allemal versaut (wobei mir schon Terminator 3 nicht gefallen hat).

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Freitag, 25. Dezember 2009

Die Kurzfassung des Drehbuchs von Emmerichs 2012

How the fuck are all of these phone lines still working?

Quelle: 2012: The Abridged Script | The Editing Room

Schön, dass The Abridge Script Emmerich in die Eier tritt … aber wahrscheinlich wird er in spätestens 3 Jahren den nächsten Katastrophenfilm rausgeben. Mit noch mehr Computereffekten, noch grösseren Explosionen, Überflutungen und Familiendramen.

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Sonntag, 16. August 2009

Actionfilme

“Action” ist im Englischen ein Wort mit Doppelbedeutung, was mitunter zu dem Missverständnis zu führen scheint, man könnte “Handlung” dadurch vollständig ersetzen.

Quelle: SPIEGEL ONLINE – Druckversion – Low-Budget-Thriller “District 9″: Apartheid gegen Aliens – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Kultur

Ach was! Hauptsache, alle zwei Minuten explodiert ein Auto, stirbt ein Mensch und dröhnt die Musikanlage des Kinos. Wer steht schon auf Handlung in einem Kinofilm?

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Mittwoch, 22. Juli 2009

Bye bye, close-up!

Endlich! Was habe ich mich jeden Monat über diesen Scheissprospekt genervt, der mir auf Grund meines Academica-Kontos bei der Crédit Suisse ungefragt zugestellt wurde:

Versand des Filmmagazins close-up! wird eingestellt

[…] Ciné-Card-Inhaber erhalten das close-up! bereits seit über 10 Jahren nach Hause zugesendet. Da sich die Sicherung von Sponsorenleistungen immer schwieriger gestaltet und der Postverstand des close-up! mit erheblichen Portokosten verbunden ist, müssen wir die Heimzustellung der Printausgabe ab der der nächsten Ausgabe (September 2009) leider einstellen.

Quelle: Brief vom 22. Juli 2009.

Ganz klar: Das Internet hat ein solches Magazin überflüssig gemacht. Nicht nur, weil ich mich heute im Netz sowohl viel ausführlich und ohne kommerziellen Bias über das Kinoprogramm informieren als auch gleich die Tickets für den Kinobesuch einkaufen und ausdrucken kann, sondern auch, weil es irgendwie doch immer lächerlich war, ein Heftli über Filme herauszubringen, welches aus offensichtlichen Gründen nicht mal die entsprechenden Trailer abspielen konnte … Etwa so lächerlich, als würde jemand Podcasts niederschreiben.

Da erstaunt es doch sehr, dass man wieder mal nur halbe Sachen machen wollte:

Gleichzeitig können wir Ihnen mitteilen, dass wir das close-up! ab sofort – anstelle einer Printabomöglichkiet – als E-Paper unentgeltlich online anbieten. Die aktuelle elektronische Ausgabe kann jeden Monat auf www.kitag.com […] abgerufen werden. Sofern Sie über einen Internetanschluss verfügen, müssen Sie zu Hause somit auch künftig nicht auf die Lektüre des close-up! verzichten.

Selbstverständlich liegt die aktuelle Ausgabe nach wie vor in allen kitag-Kinofoyers in den close-up!-Ständern für Sie bereit.

Nana, lieber Teleclub. In 1-2 Jahren wird das Projekt endgültig Geschichte sein.

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Donnerstag, 7. Mai 2009

Star Trek (2009)

Gestern Mittwoch-Abend durfte ich in der Pathé Arena in einem Aussenbezirk Amsterdams mit hunderten anderen Fans an der Premiere des lang erwarteten Star Trek-Streifens beiwohnen. Der Kinobetreiber spannte dabei mit dem niederländischen Star Trek-Fanverein Federation.nl zusammen, um uns Gästen etwas besonderes zu bieten. Zum einen war ein DJ engagiert worden, der die eintreffenden Gäste mit House-Beats beschallte. Zusätzlich war auch eine Event-Agentur vor Ort, die die Gäste durch einen gesonderten Eingang in den Kinosaal lotste (Aus Angst vor Vogel-Grippe? Auf Grund der Menge der Personen? Oder weil Star Trek-Fans einfach nicht kompatibel zu anderen Kinogängern sind? Man wird es wohl nie herausfinden …). Vor dem Kino bildete sich folglich eine lange Schlange, aus welcher ich hie und da etwas twitterte (siehe Twitter oder Facebook). Unter anderem sah ich dort den ersten “Idioten” (ein aus dem Moment heraus entstandener Begriff) in der roten Star Trek-Uniform aus dem zweiten Kinofilm. Es sollte nicht der letzte verwirrte Zeitgenosse gewesen sein: Am Ende des Films, als ich mein Mobiltelefon aus der Geiselhaft erlöste, stand ich tatsächlich neben einem anderen verblendeten Fan, der sich in die dunkelblaue Enterprise-Kluft geschmissen hatte. Sogar ein entsprechendes Baseball-Cap bedeckte sein Haupt.

Item – alles der chronologisch korrekten Reihe nach (wir wollen uns ja nicht an den Drehbuchautoren orientieren): Bevor der gemeine Trekkie das Kinogebäude betreten konnte, hatten sich die sonst doch so menschenfremden Trek-Geeks durch eine Horde Spalier stehender Mädchen (Motto war wohl Netherland’s Next Topmodel – also hauptsache blond, hübsch und schlank) durchzukämpfen. Ihre Aufgabe war aber nicht nur hübsch auszusehen, sondern auch alle 1-2 Minuten den Fans frenetisch zuzujubeln und Fotos von uns zu schiessen. Nachdem das Ticket dem prüfenden Blick des Türstehers stand gehalten hatte, erhielt man ein Cüpli in die Hand gedrückt und durfte mit der Rolltreppe in den dritten Stock verschieben.

Die Leute, die vor wenigen noch vor mir in der Schlange gestanden waren, standen nun erneut in der nächsten Schlange. Wieso? Die paranoiden Betriebswirtschaftler von Paramount hatten doch tatsächlich die grandiose Idee, allen Kinogängern Handies und Digitalkameras abzunehmen (man hätte den Film ja mit etwa 160 mal 120 Pixeln abfilmen können). Mit einem Nümmerchen versehen wurde mir mein Tor zur (Twitter-)Welt abgenommen – zu umso grösseren Lachern führte die nach den Trailern gezeigte Mahnung, doch die Mobiltelefone aus- oder auf stumm zu schalten.

Doch dann hatte ich endlich alle Proben bestanden und … war drin! Ein überaus freundlicher Kinoangestellter drückte mir noch einen Kübel Popcorn in die Hand – Geschenk des Hauses. Und ebenso erstaunlicherweise waren auch alle Getränkehalter mit Getränken gefüllt – schick, was das Kino hier alles springen liess, um uns ein unvergessliches Erlebnis zu liefern! Wir Trekkies scheinen eine zahlungskräftige und äusserst einfach kommerziell zu blendende Zielgruppe zu sein …

Zu meiner ganz persönlichen Kritik – aber ACHTUNG: Der nachfolgende Text enthält Spoiler!

Positives

  • Nach Jahren des Wartens kommt endlich wieder ein (handwerklich!) würdiger Star Trek-Film in die Kinos. Generations war so so lala – umso besser war dafür First Contact, den ich als klar überzeugendsten Streifen der Next Generation-Crew in Erinnerung behalte – so jung, und doch schon ein Klassiker. Von den zwei nachfolgenden Filmen (Insurrection und Nemesis) sprechen wir jetzt lieber nicht – schon nur, weil ich diese noch nie ganz gesehen habe.
  • Das Drehbuch (zur Story siehe nachfolgend) ist sehr gut – gute Dialoge, gewürzt mit viel Witz.
  • Die Schauspieler haben allesamt eine gute Leistung hingelegt und hätten ausreichend Potential, ein oder mehrere Sequels hinzulegen. Von einer Serie wage ich – nicht zuletzt wegen dem Enterprise-Debakel – nicht zu träumen.
  • Die CGI-Effekte gefallen – State of the Art.
  • Der Film ist actionlastig und auch sonst über weite Strecken süffig erzählt – ich habe mich nur genau an einem Ort gelangweilt: Techno-Babbel auf der Brücke zwischen Spock und anderen Crew-Mitgliedern.
  • Geile Grabschhände, Kirk!
  • Chekov spielt den Kaspar im Umzug – aber mir gefiel es. Deutlich besser als bspw. diese (eher unabsichtliche) Lachnummer “Wesley Crusher” von TNG.
  • Rohre, Stahlträger – die Enterprise kommt nun viel mehr wie ein Marineschiff als ein mit marmorfliesenüberzogener Luxuskreuzer daher.

Negatives

  • Das Pathé Arena IMAX prahlt im Intro von 12’000 Watt. Das mag sehr wohl sein – meine Ohren hätten es aber geschätzt, wenn es nur 6’000 Watt gewesen wären.
  • Wir bekommen Spocks “Kindergartenliebe” zu Gesicht – eine B-Story, die man in einem Sequel weiter aufarbeiten kann. Meines Wissens wurde diese Affäre/Romanze aber in TOS nie diskutiert. Oder war das Mal ein folgenfüllender Stoff? Ein weisser Vulkanier und eine Schwarze – in einer Fernsehserie der 1960er? Kann ich mir nicht vorstellen … Andererseits soll der Kuss zwischen Shatner und Nichols der “first interracial kiss on TV” gewesen sein.
  • Die Tonspur des zweiten Trailers lief bei mir tagelang in einer Endlosschleife. Leider ist vom hinreissenden Soundtrack im Film nichts mehr zu hören – äusserst schwache Leistung des amerikanischen Komponisten mit italienischem Nachnamen, obwohl der Trailer viel Hoffnung auf einen anständigen und bewegenden Score machte.
  • Mich nervt langsam, dass in anscheinend kein Star Trek-Film mehr ohen Zeitreisen auskommt. Ich verstehe, dass die Autoren so deutlich grössere Möglichkeiten haben, aus dem mittlerweile doch engen Korsett auszubrechen. Doch die Autoren, die den nächsten Star Trek ohne Zeitreisen zum Knaller hinkriegen, verdienen einen halben Oscar.
  • Dank den zwei von J.J. Abrams mit an Bord geholten Schreiberlingen steht das Star Trek-Universum Kopf. Die ganzen letzten 40 Jahre Star Trek-Serien- und Filmgeschichte sind mit dieser beschissenen Aktion ausgelöscht. Noch schlimmer: Jetzt muss man sich auch nocht mit zwei Spocks herumschlagen. Aber halt: Gibt das kein Paradoxon?
  • Ein positiver Nebeneffekt hat das Ganze, falls J.J. auf einen TV-Spin-Off tendiert – da die Drehbuchautoren unüberlegt den Reset-Knopf gedrückt haben, ist ausreichend Platz da, um sich im Star Trek-Universum mal so richtig auszutoben. Selbstverständlich nicht unbedingt zur Freude der alteingesessenen Trekkies.
  • Wie nach Star Trek IV-Manier gibt der alte Spock Wissen aus der Zukunft weiter. Immer ein Zeichen dafür, dass die Drehbuchautoren sich unheimlich verfahren haben. Ein anderer, deutlich wortgewandter Kritiker meint diesbezüglich: “is there anything a transporter can’t do?”. Die Notausfahrten, die von den Schreiberlingen genommen werden, gehen munter weiter: Beispielsweise auch, als Kirk den alten Spock zufälligerweise in einer Höhle auf einem riesigen Eisplaneten entdeckt … wirklich unglaublich – der richtige Planet, die richtige Höhle zur richtigen Zeit. Mensch Kirk! Oder die so verdammt nahe liegende Schlussfolgerung, dass irgendein doofer elektronische Sturm über Vulkan zwangsläufig ein Nebeneffekt von Neros Anwesenheit ist …
  • Der System-Entwickler der Enterprise-Software war wohl so gelangweilt, dass er eine schicke Kollisionsroutine geschrieben hat, die genau berechnet, wann eine Kollision bevorsteht – und dies äusserst schön auf dem Hauptschirm anzeigt.
  • Fand dieser rockige Hintergrundsound nach der Schlägerei in der Bar nur deshalb Einzug in den Film, um danach neben dem Score auch noch einen Soundtrack zu veröffentlichen?
  • Die Sternenflotte besteht aus ausgesprochenen Dilettanten: Wieso konzentriert man seine Flotte in einem abgelegenen Sektor – just dann, wenn ein Angriff aus der Zukunft ansteht?

Bruchstückchen

(die mir in Erinnerung geblieben sind)

  • Wohl als Hommage an die TOS-Serie geht bei einem Ausseneinsatz genau diejenige Person der Crew drauf, die man zu Beginn des Einsatzes zum ersten Mal zu Gesicht bekommt.
  • Spock verbannt Kirk in einem umgebauten Torpedo auf den Eisplaneten – was an die “Beerdigung” Spocks in Star Trek II erinnert.
  • Kobayashi Maru! Jetzt also wissen wir, wie es Kirk hingekriegt hat: Einen Apfel essend …
  • Scotty ist so ein Witzbold! Schade, dass er erst in der zweiten Hälfte des Films auftaucht.
  • Den im Film versteckten Tribble (“Wo ist Walter?”) habe ich leider nirgends entdeckt

Fazit

Dieser Film muss nicht nur von Trekkies geschaut werden, sondern kann durchaus auch den Kollegen und der Freundin zugemutet werden, ohne dass diese in der Hälfte der Vorstellung einschlafen. Am Streifen ist aus handwerklicher Sichts nichts auszusetzen, dafür sind die Implikationen bezüglich der Vernichtung Vulkans umso schwerwiegender: Dadurch haben sich die letzten vierzig Jahre Star Trek-Geschichte(n) vaporisiert. Obwohl ich den Drehbuchautoren durchaus viel, viel, viel künstlerische Freiheit zugestanden habe, um endlich wieder mal einen guten Star Trek-Streifen im Kino zu landen, wurde das Star Trek-Universum von Orci und Kurtzman geschändet. Es wird sich in den nächsten Jahren zeigen, ob diese Vergewaltigung des Stoffes wider erwarten Früchte tragen sollte.

Zu Guter Letzt

  • Bei Rottentomatoes räumt der Streifen 93% ab – ein beachtliches Resultat!
  • Ich überlege mir gerade, wie viel Prozent des Films man aus den in den HD-Trailern gezeigten Szenen rekonstruieren kann …

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Dienstag, 5. Mai 2009

Erste Kritiken zum neuen Star Trek-Film


Trekkies Bash New Star Trek Film As ‘Fun, Watchable’

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Dienstag, 24. März 2009

Star Trek-Drehbuch vertrauenserweckend?

Alex and Bob wrote the story for Transformers which is really just about a boy getting his first car. The Star Trek pitch and the Star Trek script had exactly those same things.

Quelle: More Behind-the-scenes Interview Extracts From Star Trek Magazine | TrekMovie.com

Oh oh … Ich befürchte das schlimmste!

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Donnerstag, 19. Februar 2009

Wer reserviert denn noch per Telefon?

Die massiv erhöhten Reservationsgebühren der Kinobetreiberin Kitag sind für die Geschäftsleiterin des Konsumentenschutzes ein Fall für den Preisüberwacher.

Quelle: Kinogebühren: Konsumentenschutz kritisiert Kitag – News Zürich: Kanton – tagesanzeiger.ch

Wer seine Sitzplätze im Kino auch 2009 noch per Telefon reserviert, hat nichts anderers verdient, als kräftig zur Kasse gebeten zu werden.

Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, wann ich das letzte Mal per Telefon eine Reservierung getätigt habe – es muss ungefähr so 1998 gewesen sein. Meine Billets ordere ich mittlerweile per Internet, bezahle sie mit Kreditkarte und drucke sie dann auf meinem Drucker aus. Einfacher geht es ja wohl kaum!

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Montag, 10. November 2008

James Bond: Quantum of Solace sucks!

Letzten Freitag war für mich doppelte Premiere: Einerseits war ich zum ersten Mal in den Pathé Kinos im Westside (der Ticket-Kontrolleur spricht tatsächlich französisch), andererseits habe ich zusammen mit dem Auten, Mr. B, Stewä und Ritchie den neuesten James Bond zu Gemüte geführt. Auf Grund einer kommunikationsbedingten Buchungspanne wurde Zgräsch von der Gruppe getrennt und musste sich sonst irgendwo im Kino platzieren.

Das Kino

Nun gut, zurück zum Film. Respektive zuerst zum Kinosaal: Alles picco-bello, ich komme garantiert wieder! Saal 10 ist wohl einer der grössten des Multiplex-Kinos. Besonders gefreut haben die Platzverhältnisse – da ich auf Grund anderer Verpflichtungen erst um 21.20 vor Ort eintraf (mit einem Karacho über den Landstuhl nach Niederwangen und Oberbottigen ins Westside – Park-Sektor K wird für den Kinobesuch empfohlen), mussten wir uns an den bereits sitzenden Zuschauern vorbeizwängen. Im Gegensatz zu Quinnie und Kitag musste aber niemand die Beine einziehen und ich stand nur ein einziges Mal jemandem auf den Fuss.

Weiteres Novum: Es gab keine Pause! Ist das nur bei James Bond so, oder hat man endlich die schweizerische Unsitte der “Wir unterbrechen den Film aus Konsum-Gründen und machen dem Regisseur mit seinem Kunstwerk einen wunderschönen Gefallen” abgeschwört? Es ist jedenfalls von Vorteil, wenn man sich vor Beginn der Vorstellung mit Glacé, M&Ms, Pop Corn und Getränken eindeckt.

Der Film

Jetzt, da bereits mehrere Tage vergangen sind, kriegt man ein klareres Bild vom Streifen (die negativen Facebook-Statusmeldungen sowie Kritik in der Online-Presse haben den Rest getan).

Handwerklich finde ich den Film eigentlich recht gut gemacht, wenn da unser Marc Forster nicht wie vom Teufel geritten auf diese schnellen Schnittwechsel in Actionsequenzen gesetzt hätte. Kein Zuschauer realisiert ab der schnellen Bildfolge, wer jetzt wo was wie macht – äusserst betrüblich, zumal uns ja mit Marc Forster für einmal Landsmann die James Bond-Kost vorsetzt. Herr Forster, ich bin zutiefst enttäuscht.

Es sei hierbei angemerkt, dass ich als Vertreter der Generation MTV das circa 10-minütige Intro von There Will Be Blood als Erlösung empfand: Kaum Schnittwechsel, kein gesprochenes Wort, nur musikalische Untermalung. In der hektischen Zeit, in der wir heute leben, sollten sich andere “Starregisseure” solche Konzeptionen zu Herzen nehmen.

Dann wäre da diese betrübliche Story. Wohl jedermann geht mit mir einig, dass bei diesem Drehbuch (streikbedingt?) wohl mal die Praktikanten ran durften.

Dass Kollege Mr. B. zwei Sitze neben mir zwischenzeitlich mit dem Schlaf kämpfte, verdeutlicht die traurige Tatsache. Dennoch möchte ich den Streifen nicht vollends in Stücke reissen. Grundsätzlich hat mir der Bond gefallen, weil die Gadgets für einmal keine Rolle spielten und sich auch Womanizer Bond mit Eroberungen zurückhielt. Der Film war sehr nüchtern – doch genau das ist wohl das Problem: Ich kann mich an keinen Höhepunkt erinnern! In normalen Bond-Streifen fiebert doch jeder Zuschauer auf das fulminante Finale im mit Hochtechnologie ausgestatteten Hauptquartier des Bösewichts. Das fehlt hier vollends (Böse Militär-Diktatoren in spe? Feuer? Hydrogen-Tanks? WTF?)

Dass mit den auf Ressourcen abzielenden Bösewicht und der weltweiten Verschwörung zwischen Geheimbünden, Wirtschaft und Politik immerhin aktuelle machtpolitische Motive Einzug gehalten haben, gefiel mir. Auch wenn so gleich wieder eine schwäche des Drehbuchs zum Vorschein kommt: Da wird Bond und seine Latina über der hunderte Quadratkilometer grosse Wüste abgeschossen, landet per Zufall in einer komischen Schlucht und findet nach 10 Minuten Fussmarsch den künstlichen untererirdischen See, den sonst noch keine Menschenseele entdeckt haben will. Selbstverständlich war diese drehbuchtechnisch brilliante Wendung nicht abzusehen, als Bond in das Flugzeug steigt und Richtung Wüste fliegt …

Fazit zum Drehbuch: Der Film scheint nicht aus einem Guss, wüst zusammengefrickelt.

Über die Dauer des Streifens verliere ich kaum mehr ein Wort: 106 Minuten?! Da haben ja die Disney-Kinderfilme in der Adventszeit noch eine längere Laufzeit. Vor allem wenn man bedenkt, dass der Streifen 200 Millionen Dollar (soviel wie der damals teuerste Film aller Zeiten, Titanic – nicht inflationsbereinigt! – gekostet hat). Selten hat man in einem Bond soviel Kohle in so wenig Minuten verbuttert – und wohl noch nie fragt sich der Zuschauer nach dem Kinobesuch, wo zum Teufel das Geld schlussendlich hinfloss?!

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Mittwoch, 28. Mai 2008

Sex And The City-Premiere mit allerhand Sternchen

Was Indiana Jones für abenteuerliche Männerherzen ist, muss Sex and the City für desillusionierte Frauenherzen sein:

Immerhin, ein paar internationale Grössen waren doch zugegen: Eisprinzessin Denise Biellmann wollte offenbar wieder Mal gratis ins Kino, […]

Quelle: Kein Sex und ein paar Promis am Stadtrand – Zürich – Tages-Anzeiger

Irgendwie kann ich mit der Serie als auch mit dem Film nichts anfangen – zu wenig könnte ich mich als Frau mit den “Kolleginnen” identifizieren, die einem das sexuell hochstehende Yuppie-Leben in der Weltstadt New York näherbringen wollen.

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