Archiv 18. Juni 2005

Samstag, 18. Juni 2005

A guy called Bernhard Eicher

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Bernhard Eicher
Jungfreisinniger & Student, Bern

Aufgefallen ist dieser Bursche mir zum ersten Mal irgendwo an der Uni, wahrscheinlich an der Uni Tobler oder an einer Veranstaltung, die er und ich zu besuchen hatten (im Nebenfach studiere ich ja Medienwissenschaften; das Institut ist der WiSo-Fakultät angegliedert, wie wohl eben auch „sein“ Departement, dasjenige der Betriebswirtschaftslehre). Wo wir auch schon beim Thema wären: Politik!

Nachdem ich irgendwann einmal im Frühjahr Eichers Flyer im Hauptgebäude an einer Pinwand gesehen habe (wenn ich mich nicht komplett täusche, ist er auch, ja, auch!, in der Unipolitik beschäftigt), hatte ich die Ehre, zum ersten Mal seine Web-Site anzusurfen, deren Name Programm ist: www.bernhard-eicher.ch.

Da war ich nun also auf Web-Site eines engagierten Jungfreisinnigen und las u.a. amüsiert über das Hilfsangebot an die Reitschule, doch die Buchhaltung in gutem Einvernehmen zusammen und nach treuhänderischen Massstäben auszuarbeiten (mittlerweile haben’s die Betreiber geschafft – aber ohne Hilfe der Jungfreisinnigen). Die JSVP übrigens hätte diesen Mumpiz gleich sein lassen und die Halle in einer Stadtkristallnacht gleich dem Erdboden niedergebrannt. Zünsler das! Kollege Malke und Benz (nicht in der JSVP) würden dort übrigens liebend gerne ein ganz grosses Einkaufszentrum hinbauen, so à la Mediamarkt/IKEA in Lyssach. Wird wohl für’s erste nichts draus. Doch wir kommen vom Thema ab …

Nach dem Besuch seiner Site hatte ich also sein Bild im (Hinter-)Kopf und war nicht schlecht erstaunt, ihn in einer der kurz darauffolgenden Arenen beim Urs vorzutreffen! Und oha, noch nicht genug des Guten, kaum wenige Wochen später sah man ihn wieder in der zweiten Reihe (Respekt, keine Ahnung, wie man es in unserem Alter dorthin schafft) in die Kamera glüslen und sogar einige Male (genau wie schön brav in der Schule gelernt) das Händchen strecken. Soweit ich mich erinnern kann, wurde er aber übergangen. Jaja, das Schicksal von uns Jungpolitikern ist kaum erträglich.

Es kam aber noch besser! Wer wie ich die Berichterstattung über die gelungenen Abstimmungen vom 5. Juni 2005 mitverfolgte, konnte bei einer Schaltung in die FDP-Hochburg wieder erkennen: Dieser Typ ist aber auch wirklich an jeder Hundsverlochete dabei. Auch diesmal in der zweiten … Reihe? besser … auf dem zweiten Sitz, während die ältere Dame vor ihm sogar etwas ins Mikrofon sprechen durfte.

Fazit: Es ist doch erstaunlich, wie die Zufälle einen leiten können. Was mir zum Abschluss noch bleibt, ist ein längerfristiger Ausblick. Wird er es schaffen, in die kantonale oder sogar nationale Politik vorzustossen? Bedient er sich mit Web-Site und Statisten-Rollen im TV der richtigen Hilfsmittel in der heutigen Zeit? Only time knows … ich jedenfalls empfinde es als spannendes Experiment. Wenn er reüssiert, wissen wir auf jeden Fall, wie man es machen sollte. Bis er ins Stöckli einzieht, wird es wohl aber mindestens noch bis zu den nächsten Wahlen im 2007 dauern.

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