Archiv 2007

Dienstag, 3. April 2007

Unsere 6 Bundesräte

One measure of fame is how present you are (your company, your brand) in the media. Looking at the count of news articles from the last week, news.google.ch paints an interesting picture, say of the Swiss Bundesrat:

1 Micheline Calmy-Rey 587
2 Moritz Leuenberger 567
3 Christoph Blocher 535
4 Doris Leuthard 477
5 Pascal Couchepin 439
6 Samuel Schmid 281
7 Hans-Rudolf Merz 6

Quelle: Mirror, Mirror on the wall…

Aber bevor voreilig Schlüsse gezogen werden: Ein guter Bundesrat ist nicht zwingend der, der am meisten lärmt … und anscheinend nirgends aneckt (merke: die Medien bevorzugen „bad news“, deshalb sagt die quantitive Erwähnung eines Namens noch rein gar nichts!).

Wir wollen lieber …

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Montag, 2. April 2007

Sex in der Schweiz

Heute sassen wohl ca. 99.9% der Schweizer Bevölkerung vor den Flimmerkisten und liessen sich vorführen, wie das so läuft im Schlafzimmer der Eltern, Grosseltern, Brüdern, Schwestern, Söhnen und Töchtern:

Sex – was wirklich läuft

Kein Wunder, wurde die Sendung doch medienwirksam in allen Low-Quality-Medien äusserst breit getreten. Sex sells!

Kritik aus konservativen Kreisen?

Doch ich sehe schon die morgigen Schlagzeilen: „Skandal!“ werden einige rufen, weil 13-jährige über Dinge reden, die man erst in der Hochzeitsnacht tun sollte. Ich kann mir gut vorstellen, dass der eine oder andere die Jugend durch solche offenherzigen Statements unnötig angespornt sieht, neben dem Puppenhäuschen und der Lego-Burg zum Akt zu schreiten.

Zitat des Tages

Ich selber habe mich vor allem ab der Aussage des 30-jährigen „Fraunflüsterers“ erheitert:

Beziehungen sind da, um diejenigen Probleme zu lösen, die man ohne sie nicht hätte.

(Oder sinngemäss).

Ich nehme es ihm aber immer noch nicht ganz ab, dass er zwar stundenlang das Tiramisu anschauen und beschnuppern tut, dann aber ohne weiteres auf das herzhafte Zubeissen verzichtet.

Die üblichen Verdächtigen

Auch wurde das Klischee bestätigt, dass der Mann immer ein bisschen mehr hätte, die Frau hingegen zufrieden mit Quantität (und Qualität?) ist.

Unbeantwortete Frage

Zu gerne hätte ich zudem noch etwas über die Dauer der Gefechtsübung erfahren, doch dieses Thema wurde leider ausgespart. So bin ich immer noch erstaunt-fasziniert-verunsichert von Benchmarks zweier Bekannter, bei denen der Fussballmatch (mit Halbzeit-Pause!) eher fertig ist als das Schäferstündchen …

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Montag, 2. April 2007

Aussichtsloser Fall selbst für die Super Nanny

Im Fall der 6. Klasse im Borrweg rächte sich die Untätigkeit. Die 12- bis 13-jährigen Kinder verschlissen in zweieinhalb Jahren sechs Lehrerinnen und Lehrer, darunter eine erfahrene Schulleiterin, die seither krank geschrieben ist. Nach Ostern soll nun eine 25-jährige Primarlehrerin ihr Glück versuchen. Von den 22 Schülerinnen und Schülern der Problemklasse stammen 17 aus dem Balkan und umliegenden Ländern. Etliche verweigern die Teilnahme am Unterricht und die Erledigung der Hausaufgaben. Lernwillige Schüler werden beschimpft und teilweise bedroht.

Quelle: Weitere Probleme im Friesenberg

Nun, an dieser Klasse würde sich wohl selbst die Super Nanny alle Zähne ausbeissen … Respekt, sechs Lehrer zerschlissen zu haben ist ein Kunststück, dass nicht jede Klasse schafft.

Gratis-Tipp

Auf die Gefahr hin, mich zu all den Klugscheissern zählen zu müssen, die nun ungefragt Patentrezepte aus dem Ärmel ziehen und sich als Schulberater versuchen, hier mein Tipp:

Klassenverband auflösen und Schüler in andere Schulen zwangsversetzen (immer nur einer pro Klasse!).

Es hat doch keinen Sinn, teuer ausgebildete LehrerInnen zu Psychowracks zu machen, nur weil ein paar übermütige Schnösel den Macker markieren wollen? Spätestens jetzt müsste hart durchgegriffen werden, denn sonst lernen es diese Spassvögel nimmer. Hier sind auch die Eltern in die Pflicht zu nehmen – wie, weiss ich leider nicht.

Ungute Aussichten

Meine ungute Befürchtung: Die ehemaligen Schüler lernen in den nächsten sechzig Jahren jegliche Art von Institutionen unseres Landes detailliert kennen (RAV, Fürsorge, Polizeiposten, Gefängnisse etc.).

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Samstag, 31. März 2007

Cablecom und der ISDN-Adapter

Unwahrheiten

Bezüglich Cablecom digital phone wäre da ja noch diese Sache mit dem ISDN-Adapter … Gemäss dem Strassenverkäufer hätte dieser Adapter einmalig 3.– SFr. gekostet. Natürlich nicht! Dieses Stück Schrott muss man monatlich bezahlen, kostet also 36.– SFr. im Jahr. Was sich bereits beim Verkaufsgespräch mit der Behandlung des Kunden ankündete, setzte sich in der Zwischenzeit ununterbrochen fort.

Altes Ungemach

Mittlerweile haben wir von Cablecom bereits den zweiten Adapter zugesandt erhalten. Das erste Stück Schrott kappte Telefonverbindungen willkürlich mal nach wenigen Sekunden, mal nach einigen Minuten.

Zwischenfazit: Seit man Kunde von Cablecom digital phone ist, ist vormals Selbstverständliches (Telefonieren) plötzlich wieder zur Zitterpartie geworden: Werde ich gekappt? Und wenn ja: Wann wohl? Orange und Swisscom, die Provider unserer Mobiltelefonie, werden sich dafür bedanken.

Neues Ungemach

Nach einigen E-Mails mit dem technischen Support erhielten wir diese Woche ein Ersatz-Modell. Die Installation verlief reibungslos, Telefongespräche wurden seither nie mehr unterbrochen.

Heute nun macht sich neues Ungemach breit: Ein penetranter Summton, der auch nach dem Aufbau der Verbindung nicht mehr weg will, verunmöglicht jedes Gespräch:

Ich weiss wirklich nicht, ob ich heulen oder lachen soll …

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Samstag, 31. März 2007

Partyguide erhält "sein" Watchblog

Sicherheitslücken sind das eine – unkonformer, redundanter und uralter HTML-Code sowie scheussliches Design sind die anderen Schwachstellen der längst renovationsbedürftigen „meist besuchtesten“ Party-Site im deutschschweizerischen Raum. Danke an Ale, der/die ein Blog geschaffen hat, dass sich ausschliesslich den ästhetischen Vorzügen von Partyguide angenommen hat:

pgwatch.wordpress.com

Irgendwie befürchte ich, dass dem Blog der Stoff nicht so schnell ausgehen wird …

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Samstag, 31. März 2007

Their men in Iran

I share the outrage expressed in the British press over the treatment of our naval personnel accused by Iran of illegally entering their waters. It is a disgrace. We would never dream of treating captives like this – allowing them to smoke cigarettes, for example, even though it has been proven that smoking kills. […]

For God’s sake, what’s wrong with putting a bag over her head? That’s what we do with the Muslims we capture: we put bags over their heads, so it’s hard to breathe.

If the Iranians put duct tape over their mouths, like we do to our captives, they wouldn’t be able to talk at all. Of course they’d probably find it even harder to breathe – especially with a bag over their head – but at least they wouldn’t be humiliated.

[…]

Quelle: Call that humiliation?

Die Welt wäre für den einfachen Mann deutlich einfacher in Gut und Böse einzuteilen, wenn sich Länder, die der „Achse des Bösen“ zugerechnet werden, auch dementsprechend verhalten würden! Verflucht … ich hoffe, dass couragierte Zeitgenossen dem etwas nachhelfen werden. Dubya, nuke them!

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Freitag, 30. März 2007

Cablecom ist nicht ganz dicht

Mit Bedauern teilen wir Ihnen mit, dass die gewünschte Kontoänderung leider nicht möglich ist. Gemäss den uns vorliegenden Unterlagen haben Sie drei Telefonanschlüssem, zwei Hauptanschlüsse (0317412891 und 0317412873) sowie ein Zusatzanschluss (0317412893). Leider ist es nicht möglich drei Telefonnummern auf einem Modem aufzuschalten, dementsprechend ist in Ihrem Fall ein zweites Modem zwingend nötig.

WIR WOLLTEN NIE EINE DRITTE TELEFONNUMMER!!! WENN SIE SICH ENDLICH DIE MÜHE NEHMEN WÜRDEN, DEN VERTRAG ANZUSCHAUEN, WÜRDEN SIE ERKENNEN, DASS WIR DIE NUMMERN 031 741 28 73 SOWIE 031 741 28 93 PORTIEREN LASSEN MÖCHTEN. NACH ADAM RIESE ERGIBT DAS *ZWEI* NUMMERN. WAS IST AN DIESEM WUNSCH SO SCHWER ZU VERSTEHEN?

ZUM HUNDERTSTEN MAL:

Das Modem mit der MAC-Adresse 00:14:A4:00:00:00 soll folgendermassen konfiguriert werden:

Linie 1: 031 741 28 73
Linie 2: 031 741 28 91

DAS UNS UNGEWÜNSCHT ZUGESANDTE ZWEITE MODEM WIRD HEUTE AN SIE ZURÜCKGESCHICKT.

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Freitag, 30. März 2007

Wenn man besser als der Rest codet …

[…] If Bob really did write almost half of the code, then being responsible for a third or a fourth of the bugs isn’t a sign that he was lazy. It’s a sign that he was at least as disciplined as everyone else.

All of this confirms a theory I have about some companies. If the culture is broken, the fastest way to make enemies is to do more than everyone around you.

Quelle: In software no good deed goes unpunished

Wahrlich eine eindrückliche Anekdote!

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Freitag, 30. März 2007

Japanischer Schaumwein

[…] “What the hell, let’s do it. Might be a funny experience,” we decided, and followed the girls into the basement bar. They waited until we were seated before telling us the deal- 1000 yen for every fifteen minutes, but drinks were free. That’s $10 for a few minutes of mere conversation, so it was was with trepidation that we signed up.
We resolved to take advantage of the cheap booze, and hastily ordered a round of tequila shots. […]

Quelle: My First Hostess Bar

Interessantes Unterhaltungs-Konzept, das vielleicht auch in der Schweiz seine Abnehmer finden würde: In Japan gibt es sog. „Hostess Bars“, wo sich Mann (zunehmend anscheinend auch Frau) hinbegeben kann und für 1000 Yen die Viertelstunde mit einem Mädchen plaudern kann. Und wirklich nur plaudern! Liebesdienste werden keine Angeboten – kein Wunder, denn das ist in Nippon ja auch verboten.

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Freitag, 30. März 2007

Eliten-Bildung

(Lustiges Wortspiel)

Marcel Ospel will aus Sorge ums Vaterland die Eliten fördern. „Gemessen am heutigen Bedarf an bestausgebildeten Fachkräften ist der Ausstoss unseres Hochschulwesens an Spitzentalenten zu gering“, sagt er. Merkwürdig, denn eine Elite fördern zu wollen, ist streng genommen ein Widerspruch in den Begriffen, definiert sich doch eine Elite gerade dadurch, dass sie eben nicht gefördert werden muss. Deshalb drängt sich der Verdacht auf, dass der Ruf nach Eliteschulen auch in der Schweiz wenig mit „bestausgebildeten Fachkräften“ zu tun hat. Er ist die helvetische Variante des neuen Geldadels, die beste Ausbildung für die eigenen Kinder zu monopolisieren.

Quelle: FACTS 13/07, „Eine Elite fördern ist paradox und unsinnig“, S. 49.

Labels: Gesellschaft, Politik

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