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Samstag, 4. Februar 2006

Mohammed: Öl ins Feuer giessen


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Ich konnte nicht wiederstehen. Aber das Web ist ja voll davon.

Die Forderung der Islamisten, Dänemark sich offiziell entschuldigen zu lassen, ist eh Hanebüchen: Seit wann entschuldigen sich Staaten für die in ihrem Land ansässigen privatwirtschaftlichen Unternehmen? Eben, das geht ja gar nicht.

As a man of principle, Rasmussen [Dänischer Premierminister] should also tell the Egyptian and other ambassadors that not only is this none of the Danish government’s business, but, since they are ambassadors of countries, not religions, it is none of their business either.

Quelle: The Mohammed Cartoons

Die Ausschreitungen zeigen aber zuerst einmal eines: Da sind sie wieder, die Radaubrüder, und verbrennen Flaggen, ballern mit ihren Kalaschnikows in die Luft und marschieren gegen Botschaften. Und das schlimmste: Die Wenigsten haben die Karrikaturen gesehen. Ist es wirklich das Bild, das die Gläubigen von sich im Westen gemacht haben möchten?

Die religiöse Inbrunst, mit der in diesen Tagen gegen ein paar Karikaturen demonstriert wird, zeigt auch, wie groß der Minderwertigkeitskomplex gegenüber dem Westen ist.

Quelle: Der Koran als Ecstasy fürs Volk.

Freie Meinungsäusserung

Ich jedenfalls bin froh, über Chrigu B. ablästern zu dürfen, ohne (bisher) darob verklagt worden zu sein. Für viele von uns ist es eine Selbstverständlichkeit, das zu sagen, was man denkt (obwohl die Opportunisten, Drückeberger, Keine-Meinung-Haber und zuletzt auch die Nicht-Denker immer häufiger werden). Derart selbstverständlich, dass man sich dieses Wertes, den wir uns über Jahrhunderte erkämpft haben, gar nicht mehr bewusst ist und diesen nicht mehr schätzt.

In einem islamischen Regime wäre ich mit meinen polemischen Kommentaren über den Justizminister längstens in einem feuchten, dunklen Verlies verschollen (oder vorerst einmal festgenommen und angeklagt worden), würde täglich neue Foltermethoden (am eigenen Leibe) kennen lernen und mich wohl dann irgendeinmal selbst ins Jenseits befördern. Falls ich das nicht schaffe, habe ich immer noch das Vergnügen, vor einer schaulustigen Menge die Halsschlagader durchtrennt zu bekommen (Achtung: Das verlinkte Video ist nichts für sensible Gemüter. Quelle: Victory Policy Center – mit dem dort präsentierten Inhalt – „Liberalisten-Schelte“ stimme ich absolut nicht überein).

Essay auf SpOn

Auch SPIEGEL lässt den in Koranschulen erzogenen arabisch-stämmigen Ibn Warraq zu Wort kommen. Kritik aus den eigenen Reihen, sozusagen. Und sehr informativ.

Lassen wir uns im Westen in die Enge treiben durch Druck von Gesellschaften, die einer mittelalterlichen Gesinnung anhängen?

Zum Glück sagt das er, der Insider … Ob man das als nach westlichen Grundwerten Erzogener auch so sagen dürfte?

Ohne das Recht der freien Meinungsäußerung kann eine Demokratie nicht lange überleben – ohne die Freiheit zu diskutieren, unterschiedlicher Meinung zu sein, sogar zu beschimpfen und zu beleidigen. Es ist eine Freiheit, der die islamische Welt so bitter entbehrt, und ohne die der Islam ungefochten verharren wird in seiner dogmatischen, fanatischen, mittelalterlichen Burg; verknöchert, totalitär und intolerant. Ohne fundamentale Freiheit wird der Islam weiterhin das Denken, Menschenrechte, Individualität, Originalität und Wahrheit ersticken.

Ich fordere hier öffentlich: Macht mal vorwärts mit der Islamischen Reformation. Das läutert die Gedanken und wird hoffentlich längerfristig wie damals bei uns mit Luther, Zwingli und Calvin Früchte tragen. Auch wenn dafür nicht wenige ihr Leben lassen mussten und Hurerei und Kaffee trinken in der heutigen „Weltstadt“ Zürich lange Zeit verbannt waren. Ein Schritt zurück, zwei nach Vorne. Der „Fortschritt“ will erarbeitet sein.

Im Westen liegt die Quelle der Freiheitsidee. Die Idee individueller Freiheit, politischer Demokratie, des Rechtsstaats, der Menschenrechte und kultureller Freiheit. […] Es war der Westen, der die Stellung der Frau verbessert, die Sklaverei bekämpft und die Gewissens-, Meinungs- und Informationsfreiheit verteidigt hat. Nein, der Westen braucht keine Belehrungen über die überlegenen Tugenden von Gesellschaften, die ihre Frauen unterdrücken, deren Klitoris beschneiden, sie steinigen für mutmaßlichen Ehebruch, die Säure in ihre Gesichter kippen, oder die denjenigen die Menschenrechte absprechen, die angeblich niedrigeren Kasten angehören. […] Doch warum wollen sie [islamische Einwanderer] alle in den Westen – und nicht nach Saudi-Arabien?

Quelle: „Entschuldigt Euch nicht!“

Ich selber habe diese Gedankengänge in der ähnlichen Form schon mehrer Male durchgedacht. Schön zu sehen, dass ich wohl nicht der einzige bin. Das wohl schlagendste Argument ist wirklich: Wieso wandert man zu den Gottlosen aus? Wieso tut man sich dies an, wenn zu Hause dank Koran alles gottgefällig läuft, die Frauen ohne zu murren vor sich selber unter Burkas geschützt werden?

Es ist halt eben die Wirtschaft, die Arbeit, das Einkommen, das die Immigranten lockt. Ich bin mir nicht sicher, ob die Menschenrechte und individuellen Freiheiten auch ein derartig hohes Gewicht auf den Auswanderungsentscheid haben wie die ökonomischen Anreize. Wenn man bedenkt, dass viele Einwanderer zwar hier arbeiten und Geld verdienen wollen, in den eigenen vier Wänden aber die Kultur des Heimatlandes bewahren möchten – per se ja nichts schlechtes, notabene – und so bspw. ihren Töchtern den Schwimmunterricht verbieten (NZZaS, 29. Januar 2006, S. 24, „Die Integration geht baden“), mutet es doch komisch an.

Aus meiner Sicht ist nämlich der wirtschaftliche Erfolg untrennbar mit unserer religiösen und aufklärerischen Entwicklung verkettet. Eben gerade, weil die katholische Religion im 16. Jahrhundert reformiert wurde, eben gerade, weil unser Vorfahren 1789 in Paris die Revolution und (vor, während und nach dem Terreur) die Menschenrechte – und damit auch den Kerngedanken der Aufklärung – ausgerufen haben. Aber auch, weil wir die Kreuzzüge durchgeführt, unzählige Sklaven in alle Welt verschifft, unzählige „Heiden“ bekehrt (oder allenfalls hingemetzelt) oder auf unserem Kontinent auch 6 Millionen Juden vernichtet worden sind. Trotzdem.

Für Feministinnen wahrscheinlich ernüchternd: Die Schweiz war bereits seit Jahren (oder gar Jahrzehnten?) das reichste Land der Welt, als die Frauen 1971 das Stimmrecht erhielten. An dem kann es also nicht gelegen haben – ein Gegenargument, vor dem ich mich bei Diskussionen über dieses Thema schwer fürchte.

Die Frage ist also: Muss der Islam, die arabischen Länder, all dies auch durchmachen? Oder geht es auch ohne Blutvergiessen? Wünschenswert wäre es zumindest. Oder gibt es gar einen anderen, bisher unbekannten Weg? Wenn ja, wieso wurde er noch nicht gefunden?

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Donnerstag, 2. Februar 2006

Tücken von Umfragen

„Was für Idioten!“ dachte ich bei der Lektüre des Artikels „Ja. Nein. Weiss nicht.“ im NZZ Folio 01/2006. Bei einer Umfrage, die wunderbar zum Folio-Thema „Statistik“ passte, gaben doch tatsächlich 139 Befragte an, dass ihnen das NZZ Folio „Katastrophen“ gut gefallen hatte. Der Clou dabei: Diese Ausgabe ist gar nie erschienen!

Wer eine ernsthafte Umfrage durchführt, hat natürlich kein Interesse daran, die Teilnehmer in die Irre zu führen. Trotzdem sind unsere Testfragen kein Gag, sie rütteln auch an der Aussagekraft seriöser Befragungen. […] Wenn 139 Leute ein Heft, das sie nie gesehen haben, zu ihrem Lieblings-Folio erklären, haben dann nicht noch viel mehr Leute Nummern, die ungeöffnet bei ihnen zu Hause liegen, zu ihren Favoriten erkoren – ohne auch nur eine Zeile darin gelesen zu haben? Nagen die 139 Leser des „Katastrophen“-Hefts nicht auch an der Glaubwürdigkeit der 317 Leser, die angaben, das Heft „Krankenkassen“ sei besonders toll gewesen?

Nun, lieber hätte ich nicht über diese Einfältigkeit der Untersuchungsteilnehmer gelacht. Denn bekanntlich lacht ausschliesslich derjenige am Besten, der dies zuletzt tun kann. Ich gehöre nicht dazu.

Als ich nämlich gestern den Evaluationsbogen über das Kolloquium Virtuelle Welten? Die Realität des Internets des Collegium Generales der Universität Bern ausfüllte und die einzelnen Veranstaltungen zu bewerten hatte (ja, die Uni ist das Zentrum der bekannten Welt, wenn es um Evaluationitis geht), flunkerte ich auch. Ganz am Ende der Veranstaltungsliste gab es da noch dieses ominöse Referat von Dr. Philomen Schönhagen (seht, wie mir dieser Name geblieben ist! *grins*). Ich konnte mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern, was eigentlich in diesem Referat gesagt worden war. „Hmmm, nun gut, wenn du dich nicht daran erinnern kannst, wird es wohl kein bombastisches Stell-Dich-Ein gewesen sein, das die werte Frau Schönhagen an den Tag gelegt hat …“ und gab ihr prompt die schlechteste Note.

Ins Schwitzen brachte mich aber ganz am Schluss der gestrigen Sitzung der Hinweis des Veranstaltungsleiters Myrach, der uns auf das letzte Referat hinwies, das in der nächsten Woche stattfinden sollte:

8.2.2006

Massenkommunikation und Internet. Theoretische und kommunikationshistorische Überlegungen zur computervermittelten Kommunikation.

Prof. Dr. Philomen Schönhagen

Schande über mich! Immerhin strich ich die Note durch und kreuzte nun „Enthaltung“ an. Das Gesicht blieb so halbwegs gewahrt.

Merke: Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten!

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Donnerstag, 2. Februar 2006

Von Lochkarten und Terminals


GLTerminal
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GLTerminal (Fullscreen)
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Selten hatte ich an einer so auf den ersten Blick so belanglosen kleinen Applikation derart Freude. Oder wie jemand in den Kommentaren auf ldopa.net es ausdrückte:

App of the year, for sure!

Unglaublich, wie realitätsnah es den Entwicklern dieses Old-School-Terminals gelungen ist, das Feeling von anno dazumal herüberzubringen.

Jedenfalls vermute ich, dass sich Bildschirmarbeit in den späten 70ern genau so anfühlte, denn die Zeit, als 1GB Festplatten-Speicher noch unglaublich schwer war (121kg, um sich präzise auszudrücken), kenne ich leider nur vom Hörensagen.

Via: GLTerminal for OS X

Nachtrag

Der Fullscreen-Mode bläst mich weg. Mit Apfel-Return schaltet man ihn ein. Für den Screenshot habe ich die Farbe des Terminals übrigens auf Amber gewechselt (Session > Preferences > Renderer) – genau einen solchen Bildschirm brachte mir mein Vater Anfangs der Neunziger von der Arbeit nach Hause. Leider nur, um einen IBM XT mit DOS 5.0? und Geoworks Ensemble 1.x damit zu betreiben, und kein schickes Unix.

Nachtrag II

Mal schauen, wie schnell sich die Neuigkeit nun in der Blogosphäre verbreitet:

Posts that contain Glterminal per day for the last 30 days.
Technorati Chart
Get your own chart!

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Mittwoch, 1. Februar 2006

Windows XP und NTP

Da bauen die Programmierer in Redmond ein äusserst praktisches Feature in Windows XP ein, und dann kastrieren sie es gleich wieder:

Der Zeitdienst hat festgestellt, dass die Systemzeit um +59494 Sekunden
geändert werden muss. Die Systemzeit kann durch den Zeitdienst um maximal
+54000 Sekunden geändert werden. Stellen Sie sicher, dass die Uhrzeit und
Zeitzone korrekt sind und dass die Zeitquelle time.ethz.ch
(ntp.m|0x1|130.92.38.95:123->129.132.97.15:123) funktionsfähig ist.

Weitere Informationen über die Hilfe- und Supportdienste erhalten Sie unter
http://go.microsoft.com/fwlink/events.asp.

MCSEs, was ist der Gedanke dahinter?

Übrigens: ntp.metas.ch – sozusagen der hochoffizielle Zeitserver der Schweiz, betrieben vom Bundesamt für Metrologie und Akkreditierung. Dasjenige Bundesamt, das – so Chrigu B. – Autofahrer „kriminalisiert“, weil es die Toleranzwerte der Radarmessgeräte auf 3km/h gesenkt hat.

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Mittwoch, 1. Februar 2006

MS: ‚Terrible Engineering‘

Unfortunately, some years ago Microsoft made a terrible engineering decision …

Quelle: On trying to test IE7

Ben, ich glaube nicht, dass man ‚decision‘ im Singular verwenden sollte.

Wie dem auch sei – um den besten, sichersten und innovativsten Browser aus dem Hause Microsoft zu testen, benötigt man Microsoft Windows. Gibt es in meinem Gerätepark nicht mehr. Diese Teufels-Kisten habe ich nämlich innerhalb der Familie „verschenkt“.

Aber eigentlich möchte ich diesen Browser gar nicht testen. Mit Safari und Firefox bin ich vollends zufrieden.

Browser-Tests

Unfortunately, some years ago Microsoft made a terrible engineering decision that means you can’t run two different versions of Internet Explorer alongside each other in the same Windows installation.

Bis heute leiden viele Web-Entwickler darunter, dass man nicht mehrere Versionen von Internet Explorer nebeneinander installiert haben kann. Schade eigentlich, denn wäre dies möglich, würde mein ehemaliger Arbeitgeber nothing wohl auch heute noch seine Sites auf Kompatibilität mit MSIE 3.0 testen …

Wenn mich meine Erinnerung nicht ganz trügt, hatte man sich auf einer ausgesuchten Box einen unberührten und damals in freier Wildbahn kaum mehr anzutreffenden MSIE 5.0 gehalten. Rein nur aus Testzwecken! Oder hatten sie es gar fertiggebracht, das Mistding mit 5.5 parallel laufen zu lassen? Ben, ruf mal ins medialab an!

Netscape 4.x war 2001 – berechtigterweise – ein wichtiger Teil der Qualitätssicherung. Ich könnte aber viel Geld wetten, dass vor nicht all zu langer Zeit Projekte auch noch in diesem Browser eine „Fresse“ machen mussten.

Ich dagegen, Amateur der ich bin *höhö*, benutze eigentlich nur noch Safari und Firefox, um meinen HTML/CSS2-Code zu testen. Erst ganz am Schluss eines Projektes, kurz vor dem „Going-Public“, raffe ich mich dann zusammen, schlürfe in das Zimmer meines Vaters und schaue mir die Web-Site im Microsoft Internet Explorer an. Sehr oft bereue ich dies aber innert Sekunden, da sicher mindestens einer der schönen MSIE-Bugs (Liebling: Peek-a-boo IE 6 Bug) beim gerade aktuellen Projekt zum Tragen kommt.

MSIE – fix verbaut

Wieso ist der MSIE also nicht wie (fast) jede andere Applikation in mehreren Versionen gleichzeitig zu installieren? Leider hat Microsoft Mitte der Neunziger entschieden, dass ein Browser elementarer Bestandteil des Betriebssystems sein muss. So sind auch heute noch Teile des Windows Explorers HTML-Seiten, die mit proprietärem Microsoft-Script-Code versehen sind. Der generiert dann so ansehliche Sachen wie Kuchendiagramme des verfügbaren Festplattenplatzes.

Durch diese sinnlose und unnötige Verzahnung hat sich Microsoft selbst ins Aus manövriert. Ich warte auf den Tag, an dem man den Browser wieder vom Betriebssystem trennt. Das wird eine schmerzhafte Angelegenheit …

Neben Parallelinstallationen gibt es aber noch ganz andere Probleme mit Microsofts Web-Strategie:

WindowsUpdate

Heute gab es auf der Arbeit endlich wieder mal einen Desktop-Rechner (von der Ausstattung her eher eine Workstation – wer braucht für Office, Web und E-Mail schon einen Pentium IV mit 3.0GHz und Hyperthreading?) einzurichten.

Obwohl man WindowsUpdates auch über das in der Systemsteuerung sitzende Automatische Updates herunterladen sollte, war es bisher immer nötig, via Internet Explorer über WindowsUpdate Updates von WinHTTP etc. zu laden. Erst nachdem diese drei Kern-Komponenten aktualisiert waren, begann Automatische Updates im Hintergrund zu werkeln.

I tried installing the IE7 beta. To install, it requires something called a Windows Genuine Advantage validation check.

Und auch das von Ben verfluchte GenuineAdvantage wird nach dem Neustart nötig. Finde ich aber gut – so werden Microsoft-Kunden endlich erzogen, für den Müll auch zu bezahlen, den sie täglich einsetzen.

Zurück zu WindowsUpdate: Jedes Mal frage ich mich: Wieso macht man das bei Microsoft so? Wieso geht das nicht wie bei Apple mit einer spartanischen Cocoa-Applikation? Ich kann mich nicht erinnern, jemals Probleme mit Apples Software Update gehabt zu haben. Doch ich kann mich an unzählige Probleme mit WindowsUpdate erinnern. Dieser Level an Komplexität und ActiveX-Komponenten ist für diese Aufgabe, dem (raschen) Herstellen von Sicherheit einfach nicht zuträglich. Wenn ein Patch draussen ist, sollte dieser so schnell wie möglich und ohne Umwege auf mein System kommen. Und nicht wegen einer dieser hunderten 0x8-Fehler, die WindowsUpdate kennt, auf Microsofts Servern liegen bleiben. Auch Proxy-Server (bei uns an der Uni kommt man nur so ins WWW ‚raus) bereiten WindowsUpdate erhebliche Probleme.

proxycfg -p proxy.unibe.ch:80

hilft zwar weiter, aber wieso ist WindowsUpdate nicht derart klug, dass es diesen Wert direkt aus den Browser-Einstellungen ausliest? Wieso wird für WindowsUpdate ein anderer Registry-Schlüssel verwendet? Vielleicht weiss ein MCSE da draussen Bescheid?

Mit apt-get und anderen Linux-Patch-Management-Lösungen fange ich gar nicht erst an … Abgesehen von einem Verschlüsselungsproblem habe ich damit noch nie in die Röhre geschaut.

Fazit: Ist aus einem unerfindlichen Grund der MSIE am A***, klappt’s mit den WindowsUpdates nur noch auf gut Glück. Wirklich nicht gerade vertrauenserweckend für Otto Normalverbraucher.

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Dienstag, 31. Januar 2006

Ch.ch’s grosser Bruder

Harald Lemke, Chief Information Officer beziehungsweise Staatssekretär für E-Government und Informationstechnik der hessischen Landesregierung, hat die E-Government-Strategie des Bundes als völlig ineffektiv kritisiert. „Deutschland-Online ist ein einziger Reinfall und sein Geld nicht wert“ […]

Ch.ch ist ein einziger Reinfall und sein Geld nicht wert!

Mit der Einführung von SAP-Software seien zudem alle Ministerien komplett auf kaufmännische Buchführung umgestellt worden.

SAP ist das digitale Gold. Diese Software ist wohl noch ein lukrativerer und zukunftsicherer „Arbeitgeber“ als Microsoft …

„Wir werden unter SAP erstickt“

Ist doch egal, Hauptsache, man benötigt Unmengen an teuren Beratern. Irgendwie wollen deren Mercedes‘Audi/Volvo/BMW/Saab-Gefährte (vgl. Torquensteins Kommentar) ja auch finanziert sein.

Quelle: Hessens CIO: „Deutschland-Online ist ein einziger Reinfall“

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Sonntag, 29. Januar 2006

Too many open files unter Mac OS X

Anstelle mit dem trägen Finder habe ich heute versucht, Dateien via das Terminal/Shell auf ein per SMB gemountetes Netzwerk-Volume zu kopieren. Beim ersten Anlauf wurde der Kopiervorgang abgebrochen:

beta:~/Pictures/<source> mario$ cp -n * /Volumes/WEB/<target>
cp: 76583.jpg: Too many open files
...

Google war wie immer sehr hilfreich, wenn auch nur mit etwas Ausdauer:

ulimit -n 2000

Quelle: [Plucene] Problem with too many open files

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Freitag, 27. Januar 2006

Gymnasium Bern-Kirchenfeld im TV!


Gymnasium Bern-Kirchenfeld
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Zwar lief der Beitrag bereits Anfangs Woche in Schweiz Aktuell, doch es gibt sicherlich viele, die zu diesem Zeitpunkt noch kein TV schauen resp. SF1 sowieso auf die „hinteren Plätze“ des Programmspeichers verbannt haben:

Null Bock auf Gymi

Heute besuchen zahlenmässig viel mehr Schüler das Gymnasium als noch vor zwanzig Jahren. Aber immer weniger von ihnen sind Jungs. Die Mädchen haben die einstige Männerbastion gestürmt und die Buben klar verdrängt. Wieso das, fragen sich immer mehr Pädagogen? Sind Jungs etwa dümmer als Mädchen? Lisa Röösli hat recherchiert.

Quelle/Beitrag: Null Bock auf Gymi

Ich frage mich einfach, ob es repräsentativ ist, gerade das (ehemalige) Literaturgymnasium als Stichprobenraum zu selektieren. Aussagekräftiger wäre es gewesen, hätte man vom Ost- in den Westflügel des Gebäudes gewechselt, in die Nerd-Zone. Wo auch ich übrigens meine Schulzeit verbracht habe. In das (ehemalige) Realgymnasium! In meiner Klasse gab es schlussendlich (noch) etwa sechs Frauen, und damit hatte es sich. Männer etwa so … 12? (Kure, korrigiere mich bitte, wenn ich komplett falsch liege).

Spannend fand ich die Klassenföttelis aus den 40er-Jahren. Grandios, wie man damals noch in Anzügen herumlief. „If brain needs oxygen, why wear a tie?“ werfe ich da nur in den Raum … Hat jemand den Revoluzzer vorne rechts entdeckt, der sich partout kein Halsband umlegen wollte? Der erinnert mich übrigens an Kollegen Tanic! Was der jetzt wohl gerade macht?

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Freitag, 27. Januar 2006

IT-Bundesbeamte machen Ernst

Wie von mir bereits befürchtet und prognostiziert, rollt eine gigantische Werbeschlacht an, um das von Beginn an gescheiterte Internet-Portal des Bundes (Kostenpunkt: Über 20 Millionen Schweizer Franken bisher) den informationshungrigen Bürgern schmackhaft zu machen.

www.ch.ch als Vorspann in den Kinosälen

Seit dieser Woche läuft in den Schweizer Kinos ein Hinweis auf www.ch.ch. Gezeigt wird der Werbespot in rund 50 grösseren Kinos in allen Landesteilen in jeder Vorstellung jeweils vor Filmbeginn. Die Aktion dauert bis Anfang März.

Quelle: ch.ch Newsletter 01/06, 27. Januar 2006, S. 2.

Adam Riese

50 Kinos x 2 (vorsichtige Schätzung täglicher Vorstellungen) x 36 Tage (23.01.2006-28.02.2006) = 3600 Spots.

Auf Cinecom findet sich die Tarifübersicht, aus der ich aber nicht schlau werde. Kostet es mich also nur 2’278 SFr., um in allen Kinos der Schweiz eine Woche lang meinen 1-Minütigen Spot flimmern zu lassen? Dann könnte ich den werbenden Bundesbeamten kaum ein Vergehen am Steuerfranken vorwerfen …

Dossier

Zum leidigen Thema sind auf think eMeidi bereits erschienen:

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Freitag, 27. Januar 2006

Spannender als Tetris

Noch ein einfacheres Spielkonzept, aber zehn Mal die Spannung von Tetris:

Fastr

Via: Digg

Für nicht-computerversierte Personen: Dies ist ein exzellentes Beispiel von AJAX resp. dem noch simpleren AHAH (auch auf eMeidi.com im Einsatz)

Nebenbei: Roslin (über)lebt! Insider für alle Battlestar Galactica-Schauenden …

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