Archiv ‘Uncategorized’

Freitag, 16. September 2005

Fixed-Width Layouts?


Screenshot 19" TFT running Mac OS X Panther
Originally uploaded by emeidi.

Der Ansprechpartner (Kollege Jost) des UHC Flamatt-Sense liegt mir seit Tagen in den Ohren, die einem Redesign unterzogene Web-Site doch so breit wie der Monitor zu machen, sie also mit fachsprachlich einem ‚Fluid/Dynamic-Width‘ -Layout anzuzeigen.

Die Beweggründe sind recht simpel: Der weisse Rand stört, insbesondere, weil er auf einem Widescreen-Notebook herumsurft, das wohl 1400×1050 Pixel anzeigt. Ich habe zwar auch eine höhere Auflösung als (zur Zeit) der Grossteil der Benutzer – 1280x1024px, mal zwei, da ich ja zwei Monitore einsetze. Mein Browser-Fenster erstreckt sich aber nie auf die ganze Breite (eines Schirms, selbstverständlich), sondern nimmt „nur“ 975px Platz ein. Wieso? Die meisten Web-Seiten halten sich an die Vorgaben der Usability-Experten und verwenden ein Layout, dessen Seitenbreite noch gerade ganz knapp auf einem 800x600px-Screen anzuschauen ist.

Doch selbst wenn diese Auflösung im „Real-Life“ kaum mehr irgendwo anzutreffen ist – es geht nicht nur um die tatsächlich verfügbare Bildschirmbreite, sondern viel mehr um die Lesbarkeit. Oder kann sich jemand erinnern, jemals einen Zeitungsartikel über die ganze Seitenbreite gelesen zu haben? Text ist nun mal (technisch) am Leserlichsten, je kürzer die Wege des Auges vom Ende einer Zeile an deren Anfang sind. Die Zeitung ist nicht eine Ausnahme, denn auch Bücher halten sich an diese Regel – man halte einmal eine Buchseite an den Monitor und vergleiche die Breite einer Zeile mit denjenigen von textlastigen Seiten wie bspw. Spiegel ONLINE

Mit meiner Meinung bin ich nicht alleine – es gibt auch bereits einige „uralte“ Blogs (aus dem Jahre 2003, wow!), die sich schon damals dieser Diskussion hingaben (und zu keinem endgültigen Schluss kamen – wie auch heute nicht):

Der letzte Artikel enthält sogar einen Abschnitt, der – ohne dass ich es gewollt hätte, ich schwöre – wieder zu einem kleineren Windows-Bashing ausartet:

Yeah, well that [readibility of fluid-width-layouts] depends on how wide you make your browser window, doesn’t it? I just don’t get why some people are so hell-bent on letting their browser window fill the entire screen. I think that “maximise me”-button thing in every Windows app is to blame for that. It’s just a little bit too convenient. Would you still push it if you had a 30” Apple Cinema Display with a resolution of 2560 by 1600 pixels? Really? Of course not. You’d probably be using that monitor with a Mac, and extremely few Mac users have the maximise bug.

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Donnerstag, 15. September 2005

Baut mehr Strassen!

Der Verkehr kommt garantiert. Dies mussten auch die armen Aargauer feststellen, nachdem sie vor noch nicht allzulanger Zeit die dritte Baregg-Röhre eröffneten.

Und dabei war ich 2000/2001 immer so neidisch, als ich in der Anfahrt zum Tunnel die grosse Ankündigung über die in weite Ferne gerückte Eröffnung sah. Da der Verkehr dort komischerweise auch immer garantiert stockte, hatte man so richtig lange Zeit, sich die Jahrzahl der Eröffnung auf der Zunge zerfliessen zu lassen. Wenn ich mich recht entsinne, fand ich den Zeitpunkt damals völlig in weiter Ferne. Und jetzt haben wir schon 2005.

Ja, ertappt, ich geb’s ja zu – einmal in der Woche nahm ich statt dem Intercity den Pöscho und tuckerte nach Zürich in den Kreis 5 zu Bytix: Wenn wir in Bern solche Autobahnausfahrten hätten wie beim Hardturm, würden wir wohl mitten auf dem Bärenplatz landen *grins*. Aber Zugfahren war schon viel angenehmer: Neben dem Passiv-Kiffen konnte man ohne Angst ein Bierchen stürzen und – wenn man es wirklich frugal haben wollte – auch noch eines dieser feinen Thon-Sandwiches vom Take-Away beim Perron 18 (in der Nähe der Tram-Haltestelle Sihlquai) verschlingen. Radarkästen fanden sich in den Abteilen nirgends, und am Morgen konnte man sich mit einer schön warmen Winterjacke, die als Decke umfunktioniert wurde, ins Reich der Träume begeben.

Die Quelle

Doch was ist eigentlich jetzt am Baregg los? Kollege Feuillet von Ignoranz.ch hat die Quellen und die persönliche Analyse, die ich sofort unterschreiben würde.

Zum Glück hat das Stimmvolk Avanti abgelehnt. Der Gotthard-Tunnel ist ja faktisch der Baregg im Grossformat.

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Mittwoch, 14. September 2005

*LOL*

Poke The Penguin

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Mittwoch, 14. September 2005

Reich, reicher, am Reichsten! (Die Schweiz, natürlich)

Wie Der Bund von heute in seinem Wirtschaftsteil am Rande berichtet, ist die Schweiz das reichste Land der Welt.

Jeder Einwohner (ob Ausländer oder mit Schweizer Pass) verfügt somit rein statistisch und arithmetisch über ein Vermögen von 527’000 Euro.

Herausgefunden hat dies die Weltbank in ihrer Studie Where Is The Wealth of Nations. Während viele Länder – vor allem Drittwelt-Staaten – tatsächlich noch auf der Suche nach „ihrem“ persönlichen Wealth sind, haben wir Schweizer anscheinend weniger Probleme, diesen zu finden.

Persönliche Konsequenzen

Für mich persönlich stellt sich die Frage, wie ich mir die noch ausstehenden 525’000 Euro auszahlen lassen kann?! Wahrscheinlicher ist aber, dass aus statistischen Gründen dieses Geld bei einem meiner Nachbarn zu suchen ist: 1’054’000 Euro geteilt durch zwei gibt so halt dann eben auch 527’000 pro Person.

Naturressourcen (oder: Bauern-Bashing)

Naturressourcen machen in unserem Falle nur gerade 1% des Reichtums aus – ein Grund mehr, die 4 Milliarden Agrarausgaben endlich an die Orte zu transferieren, wo sie auch wirklich etwas bringen: Vornehmlich in die Bildung und Forschung (was sollte ein Student auch anderes behaupten?). Man müsste ja den Boden nicht gerade sich selbst überlassen – für vier Milliarden (Abschnitt „Ausgaben des Bundes für Landwirtschaft und Ernährung stabilisierten sich“) könnte man eine ganze Menge Bauern als Beamte (Berufsbezeichnung: Landschaftsgärtner) anstellen. Zwar nicht alle der knapp 200’000 Beschäftigten – aber doch einige. Man rechne: 2’316’000’000 SFr. Direktzahlungen im Jahre 2000 auf 203’793 Beschäftigte ergibt glatte 11’364 SFr. pro Kopf – direkt vom Staat. Ist doch immer wieder schön, dass hier die Klientel derjenigen Partei absahnt, die ewigs für „mehr Freiheit, weniger Staat“ plädiert. Also los, macht den ersten Schritt!

Wasser?

Nun gut, Wasser hatten wir in den letzten Wochen gar etwas zuviel. Dennoch: Kollege Gerber als sachverständiger Geograph hat aber erst kürzlich gerade wieder darauf hingewiesen, dass unser Land auf enormen Wassermengen sitzt. Diese Vorkommen könnten sich im 21. Jahrhundert in bare Münze verwandeln – oder vom Segen auch zum Fluch werden, wenn die umliegenden Staaten plötzlich allzusehr nach der Kontrolle des Wasserschlosse dürsten sollten … Jemand hat einmal gesagt, dass die Kriege des 21. Jahrhunderts nicht um Land oder Geld, sondern um Wasser geführt werden würden. Na, vielleicht können wir das Reduit ja doch noch mal austesten *grins*

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Mittwoch, 14. September 2005

Redmond, start your photocopiers


Redmond, start your photocopiers
Originally uploaded by emeidi.

Schön brav nimmt Microsoft Apples Aufforderung von der WWDC im Juni 2005 ernst und startet tatsächlich seine Kopiergeräte.

Was Mac OS X 10.4 Tiger einem breiten Publikum näherbrachte, wird auch Windows Vista, falls es denn mal kommen sollte, versuchen: Nicht mit Widgets, sondern mit kleinen Helferlein, die jetzt Gadgets heissen. Microsoft Gadgets, um genau zu sein. Wie sagt man so schön: „Der König ist tot, es lebe der König!“

Abgesehen vom Einsatz von normalem, hoffentlich standardkompatiblen HTML-Code, kommt proprietärer Mist wie ActiveX (heutzutage verantwortlich für Sex-Dialer- und Toolbar-Installationen) und .Net-Programmierung hinzu.

Quelle: Technoskop.de

Apple ist bezüglich der Widgets aber kein Unschuldsengel – die Original-Idee stammt ursprünglich von Konfabulator.

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Dienstag, 13. September 2005

Teure Mobiltelefonie – der Beweis!

Ha! Ich komme gerade richtig, um mich im zur Zeit aktuellen Geheul über teuere Mobiltelefonie einzustimmen. Wie ich per Zufall in einem Foren-Beitrag auf heise online lese, sind die Tarife der Telcos tatsächlich massiv überteuert. Der Poster mit dem Pseudonym ‚Pierre‘ hatte nämlich kurzerhand zum Rechner gegriffen und konnte uns mit monströsen Zahlenbergen aufschrecken:

GPRS ist einfach zu teuer: 20’000 Euro pro GB Datentransfer bei Eplus • Nur SMS ist noch teurer: ca. 1’200’000 Euro pro GB Daten)

Es wird deshalb angeraten, sich auf solche Datendienste erst dann einzulassen, wenn man in der Lotterie gewonnen hat.

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Dienstag, 13. September 2005

20 Minuten ist einfach schrott

Aber der meistgelesenste Schrott in der Schweiz. Ein Blog-Artikel auf Ignoranz.ch zeigt mit unzähligen Links auf ein sog. Watchblog (= ein Blog, das Presse-Erzeugnisse und deren Aussagen kritisch hinterfragend unter die Lupe nimmt) namens Pendlerblog, welch ein Schmarren wir tagtäglich serviert kriegen.

Diejenigen, die das Zeitungslesen noch nicht aufgegeben haben, am Morgen in ihrem Briefkasten aber keine BZ oder Den Bund vorfinden und deshalb am Bahnhof zum 20 Minuten greifen müssen, sollten ein wachsames Auge auf das Pendlerblog haben. Es empfiehlt sich, gleich nach der Lektüre unredigierten, 1:1 abgedruckten Agenturmeldungen das Blog auf dem Arbeitsplatzrechner zu öffnen, um den „Schnitzer des Tages“ zu finden. Die Frage lautet hier nicht, ob es ihn gibt, sondern wo er sich in der heutigen Ausgabe versteckt hält. Hmmm, wenn ich so überlege, könnte man daraus ein ganz lustiges Ratespielchen machen. Programmiert jemand ein Pendler-Wettbüro für den schittersten Artikel des Tages?

A propos: Die dringend nötige Rubrik „In eigener Sache“ wurde wohl dem höchstbietenden Anzeigenkunden verkauft … Oder hat jemals jemand einen Entschuldigungs-Text der Redaktion unter einer Anzeige hervorlugen sehen?

Übrigens: Watchblogs fanden (wie zur Zeit alles bzgl. der Blogosphäre) von ennet dem Teich zu uns und sind mittlerweile in unzähligen Geschmäckern vorhanden. Es gibt wohl langsam aber sicher keine renommierte Zeitschrift (naja … oder sagen wir: auflagenstarke, da dies ja anscheinend nicht miteinander einher geht), die nicht regelmässig auseinandergepflückt wird.

Das grosse Vorbild bezüglich Qualität wird für 20 Minuten ja wohl die deutsche Bild sein – und hier folgt auch noch gleich der Link auf das dazugehörige Watchblog.

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Dienstag, 13. September 2005

Computerspiele für den Mac

Neben dem Evangelisieren für die Macintosh-Plattform sollte auch dann und wann Zeit für ein kleines Spässchen bleiben. Insbesondere für einen zur Zeit in Zürich weilenden Windows-Liebhaber und Mercedes-Fahrer deshalb folgendes Schmankerl, das ich gestern irgendwo im weltweiten Spinnennetz gefunden habe:

I’m A Switcher

Bemerkung: Sorry, ohne Apple-Software kommt man dann doch nicht aus. Zum Abspielen wird Quicktime benötigt.

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Sonntag, 11. September 2005

Der Osten

Der Osten. Unendliche Weiten … dies sind die Abenteuer – ach egal. Zur Zeit aufgrund der nahenden Abstimmung an meinem Geburtstag hoch im Kurs, wegen der befürchteten Einwandrerschar, die unser Land und unsere Arbeitsplätze unsicher machen soll, glaubt man der rechten Propaganda. „Scheinselbständige“ wird nach den „Scheininvaliden“ zu einem neuen Modewort, schaden aber unserem Staat angeblich aber genauso wie die letztgenannten.

Maschi

Osten bedeutet auch Tschechien. Und von dort kommt Kollege Sedlacek (sorry, keine Homepage – sedlacek.ch wäre übrigens noch frei!), den wir heute mit einem mehr oder wenigen rauschenden Fest verabschiedet haben. Er verlässt uns nämlich für einige Monate gen Madrid, und dies musste gebührend gefeiert werden. Die Party stieg bei Kollege Zgraggen, zu Essen gab’s vom Jubilaren selbst gefertigte Sushis. Wer lieber auf „gekochtes steht“ (Zitat Kollege Wittwer), konnte sich auch am (Tisch-)Grill vergnügen oder schöpfte mit grosser Kelle vom Kartoffelsalat (made by Kollege Zgraggen – mein Zimmer kann zur Zeit nur mit Gasmaske betreten werden, wohl aufgrund der reichlichen Beigabe von Zwiebeln und Knoblauch). Nun gut, wünschen wir ihm also auch hier noch ein beschauliches, abwechslungsreiches Jahr im fernen Madrid. Dass du uns wieder ganz zurück kommst! Ein Ausflug des Expeditionary Corps ist auf jeden Fall schon fast gebucht. Nur über das Datum muss man sich noch einigen. Und dann: Chacare

138km: Bern – Zürich

Der Osten war aber auch Thema auf meiner samstäglichen Fahrt an die Abschiedsparty von Kollege Röthlisberger in Zürich. Der Peugeot war dann nämlich auch Taxi für eine alte Gymer-Kollegin und einen alten Gymer-Kollegen. Sie halbe Slowenin (Scheinslowenin? *hihi*), er ganzer Rumän. Und alle drei zeigen, dass der Osten nicht nur billige Handwerker, sondern auch Hochschul-kompatible Hirnis hervorbringt; das Schweizer Schulsystem also auch gegenüber „Fremden“ durchlässig ist.

Spannend wurde es, als die beiden Mitfahrenden sich über ihre Heimat zu unterhalten begannen und mir doch einige Eigenheiten näherbrachten, die mich staunen liessen. Denn der (europäische) Osten ist hierzulande ja nicht gerade als Tummelfeld für besonders fortschrittliche Staaten berühmt. Doch ich musste mich eines anderen belehren lassen:

My home is my castle

Ein eigenes „Haus“ zu besitzen scheint dort nicht erst seit gestern hoch im Trend zu liegen. Erklärtes Ziel ist es, Wohnungen nicht zu mieten, sondern zu besitzen. „Haus“ ist insofern irreführend, als dass man sich normalerweise eine Blockwohnung kauft und nicht irgendwo ein Häuschen hinpflanzt. Laut Aussage der beiden hat der Grossteil der Bevölkerung ein Haus – in der Mieternation Schweiz unvorstellbar, auch wenn sich die Mentalität auch hierzulande langsam ändert. Hypotheken kennt man in Richtung Sonnenuntergang weniger – wenn man sich ein Häuschen kauft, dann wird bar auf die Hand bezahlt. Das „Haus“ ist nicht nur eine Investition in die Gegenwart, sondern auch in die Zukunft: Ziel ist es nicht zuletzt, den Nachfahren eine Bleibe zu hinterlassen und so den „Reichtum“ in der Familie zu behalten. Damit es Familie gibt, braucht es auch Kinder, womit wir schon bei der nächsten Erkenntnis sind:

Nachwuchs

Erst kürzlich haben wir, das Schweizer Stimmvolk, uns endlich, nach Jahrzehnten von Kuhhandeln, dazu durchringen können, den Mutterschaftsurlaub im Gesetz zu verankern. Seit dem 1. Juli des laufenden Jahres ist die Mutterschaftsversicherung in Kraft getreten. Etwas peinlich kommt dieser Umstand einem dann schon vor, wenn man hört, wie grosszügig solche Regelungen in Slowenien wie auch in Rumänien seit Jahren bekannt sind. Mutterschaftsurlaub in Slowenien: Ein volles Jahr – richtiggehend lächerlich sind da unsere 14 Wochen, denen wir der frischgewordenen Mutter gönnen. Zusätzlich ist es sogar möglich, dass der Vater die Hälfte der Zeit diesen „Urlaub“ in Anspruch nehmen kann und sich so sechs Monate lang um seinen Zögling kümmern kann. Nachtrag: Gemäss der informativen Web-Site (URL siehe im Fazit) ist es so, dass man in Slowenien 6 Wochen vor der Niederkunft frei kriegt und danach sogar bis zu drei Jahren nicht mehr arbeiten gehen muss (?). Ob so lange jemand bezahlt, ist eine andere Frage.

In Rumänien kriegen Mütter mit einer Risikoschwangerschaft weitere zusätzliche Entlastung. Und wenn das Kind denn erst einmal geboren ist, fliesst das Geld erst so richtig: 20 SFr. gibt es pro Monat und Kind.

Einig waren sich die beiden „Ostler“, dass diese Nachwuchsförderung stark von der Sowjetunion beeinflusst war. Doch hier wird wohl kaum jemand eine pöse Absicht vermuten. Manchmal hatten die alten Kommies eben doch ein Löffel Weisheit gefressen.

Netto-Lohn

Das Highlight aber hatte sich Kollege Petrascu für den Schluss aufgehoben: Eine Idee, die mir seit längerem vorschwebt, ist in Rumänien längstens Gang und Gäbe. Den Netto-Lohn, den man Ende Monat auf das Konto überwiesen bekommt, gehört einem. Voll und ganz. Kann in Spielcasinos verjubelt, in Puff-Häusern verb*** oder auch einfach in sinnvolleres wie Ernährung und Kleidung investiert werden. Da die meisten Arbeitnehmer wie gesagt keine Miete zahlen müssen, da ihnen die eigenen vier Wände gehören, darf man auch diesen Posten getrost vom Monatsbudget streichen. Das Non-Plus-Ultra allerdings ist der vorgängige Abzug von Steuern und Versicherungen vom Lohn. Auch darum muss man sich keine Sorgen machen, der Arbeitgeber schaut, dass das Geld an die richtige Stelle gelangt. – Ende Jahr wird man also nicht mit einer doppelt so hohen Steuerrechnung überrascht wie hierzulande dann und wann üblich (auch mich hat’s schon so verseckelt – zugegegebenermassen bin ich nicht unbedingt der Inbegriff des vorbildlichen Sparers).

In der Schweiz ist so etwas schlicht unmöglich. Zu gross das Misstrauen dem Arbeitnehmer gegenüber, dass dieser mit dem Geld irgendwas anstellt, aber nur nicht das, was er eigentlich von Gesetzes wegen sollte. Und noch schlimmer – der jährliche Versuch, die Steuern zu „optimieren“, bliebe dann aus. Wobei ich mich frage, ob wir Jungen mit unseren Milliardenvermögen wirklich etwas rausholen können. Doch der Glaube erwacht bei jeder Steuererklärung neu …

Fazit

Für mich stellt sich hier doch schon die Frage, welcher Ostblockler sich die Schweiz nach dem 25. September wirklich dauerhaft antun und danach von den Sozialwerken „schmarotzen“ will – irgendwie haben die’s dort drüben ja gar nicht so schlecht. Wer weiss, vielleicht könnte man von den lange Zeit abgeschirmten Mitbewohnern unseres Kontinents gar etwas lernen?

Wer es genauer (und juristischer) will, schaut sich auf der Web-Site mit dem Thema „Soziale Sicherheit in der EU“ um.

Hinweis: Rumänien ist (noch) nicht in der EU und also von der Personenfreizügigkeit vorerst ausgeschlossen.

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Sonntag, 11. September 2005

Windows Vista: 7 times hell and back [Nachtrag]

Windows XP erschien 2001 in zwei Versionen: Das kastrierte Windows XP Home sowie das eher für den Unternehmens-Einsatz prädestinierte Windows XP Professional.

„Das sind doch viel zu wenig Versionen“, dacht sich Microsoft hinblicklich der wohl niemals rechtzeitig erscheinenden Nachfolger-Version Windows Vista (Einführung geplant: Herbst 2006). Dieses Mal werden es sage und schreibe sieben unterschiedliche Versionen sein, die auf den Kauf der Kunden hoffen werden.

Ein Schreiberling des heise-Forums fand Parallelen in der Bibel, die meinen Lesern nicht vorenthalten werden sollten:

Und ich sah ein andres Zeichen am Himmel, das war groß und wunderbar: asieben Engel, die hatten die letzten sieben Plagen; denn mit ihnen ist vollendet der Zorn Gottes.

Johannes, Kap 15,1

Arstechnica analüsiert diese Entscheidung und warnt auch noch vor einem bisher wenigen entdeckten Problem:

One final note worth mentioning is that this strategy does remove the „corporate Windows XP“ option from the hands of pirates. Volume licensing for Pro, SBE, and EE may still mean that there will be copies of Windows Vista out there that don’t „call home“ for Windows Product Activation, but as you can see, Microsoft has removed most of the features that most pirates would want from those OSes. You won’t see corporate licensing versions of Ultimate Edition.

Sehr gut. Endlich werden all diese Tauschbörsen-Idioten Geld ausgeben, um sich den Müll auf ihrem Computer installieren zu dürfen. Ich denke zwar, dass es findigen Hackern gelingen wird, die sieben Versionen wieder zu einem einzigen zusammenzubauen, die schlussendlich wohl doch wie Corporate Licensing funktionieren wird. Dennoch: Windows ist zwar stark verbreitet – Microsofts Geldkuh ist es aber bei weitem nicht, weil einfach zu stark raubkopiert. Office trägt deutlich mehr zum Umsatz bei:

… analysts say 46 percent of the company’s revenue comes from desktop applications, primarily various versions of the Office suite

Diese Aussage stammt aus dem Jahre 2000, sollte aber auch heute noch Gültigkeit haben.

Ob die Patcherei nun einen siebenfachen Aufwand verursacht? Wohl schon – schliesslich müssen neue Security Updates dann auf ganzen sieben Systemen getestet werden. Selber schuld.

Nachtrag

Dvorak hat das Thema entdeckt und dementsprechend ausgeschlachtet und findet, dass die achte Version Windows Vista Porn Edition heissen sollte.

Drüben bei Slashdot geht’s noch wüster zu und her:

  • Perhaps they could have a Microsoft Vista „n00b“ edition with a one-click link to AOL and a special „me too!“ button on the keyboard.
  • Then there would be the Microsoft Vista „Infect Me“ edition with a special version of Outlook that automatically opens all attachments.
  • Add to that the „Miriam Abacha“ edition which sends all your banking info to Nigeria.
  • My favorite would be the Vista „Office Gamer“ edition which includes 25 variations on Solitaire.

Quelle: Other Versiona

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