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Dienstag, 6. September 2005

Wie lautet meine IP?


133, Avenue d’Italie, Paris, France
Originally uploaded by emeidi.

Als ich und Kollege Burgdorfer anlässlich der letztjährigen Apple-Expo in Paris bei Kollege Aebersold (sorry, hat keine zu verlinkende Homepage *grins*) in der Nähe des Place d’Italie unterkamen, durften wir erstaunt feststellen, dass WLAN auch in Paris angekommen ist.

Von unserem Appartment aus, das sich im 10. (oder so) Stockwerk eines elendlich hohen Beton-Silos in der Nähe des asiatischen Viertels befand, erreichten wir je nach Zeitpunkt drei bis zehn Access-Points, von denen tatsächlich auch einige offen waren und uns so geradezu förmlich zur Gratis-Benutzung einluden.

Irgendwie war es im Laufe des Abends nötig, auch meine öffentliche Internet-IP-Adresse in Erfahrung zu bringen. Mangels grossen Übungen entschied ich mich darauf, einfach mal eine URL in den Browser zu hacken (nein, für einmal nicht Google):

WhatIsMyIP.com

Mir field das iBook fast aus den Händen, als sich tatsächlich eine Web-Site öffnete und mir schön brav die Antwort auf meine Frage lieferte!

PS: Den besten Empfang hatten wir übrigens im sehr engen Treppenhaus, das zusätzlich auch unterbelichtet war – nach ein oder zwei Minuten schaltete sich die Beleuchtung nämlich immer aus. Was das wohl für einen Anblick geboten hätte? Zwei jugendliche Geeks, mit Laptops auf den Oberschenkeln (Achtung, Gefahr!), ihre Gesichter knapp beleuchtet von den TFTs und friedlich-froh in die Tastatur hackend und E-Mails abrufend …

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Dienstag, 6. September 2005

The Sexual Revolution 2.0

Soeben lag es in der Post – das Päckchen von Amazon.de mit dem vielverheissenden Druckwerk namens The Sexual Revolution 2.0 der Wired-Kolumnistin Regina Lynn.

Gleich auf Seite 3 finde ich die wundervolle Aussage von Robert Henlein:

Progress doesn’t come from early risers – progress is made by lazy peoply looking for easier ways to do things.

Wunderbar! Nicht zuletzt ich als semi-professioneller PHP-Entwickler kann dem nur zustimmen. Beat Bolli hat diesen Aspekt erst gerade in seinem Blog im Beitrag Good programmers are lazy and dumb erwähnt und auf einen Blog-Eintrag der Site Google Blogoscoped verwiesen.

Doch nun weiter zur Lektüre des besagten Buches – ich logge mich aus …

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Montag, 5. September 2005

Schweizer verstehen

Kurz nachdem ich mein Blog-Abenteuer begann, stiess ich auf die Seite einer Kanadierin, die sich ausgerechnet unser Land als Thema ihres Blogs ausgesucht hat. Selbstverständlich wurde der Feed umgehend in die damals noch spärliche Liste meines NetNewsWir-Feed-Readers eingefügt, weshalb ich fortan auf jeden neuen Beitrag aufmerksam gemacht wurde.

Schliesslich ist es ja im Grunde sehr oft interessanter, über die eigene Kultur zu lesen, die aus einem völlig fremden, angelsächsischen Blickwinkel betrachtet und charakterisiert wird, als über irgendwelche weit entfernte Bus(c)hvölker. Erst kürzlich gerade erschien ja eine von mir brennend erwartete Ausgabe des Magazins, das den vollmundigen Besprechungen (aus meiner Sicht) nicht gerecht wurde. Da wurde vorerst nur etwas an der Oberfläche unseres Berglertums gekratzt – der harte Kern blieb aber dem neugierigen Leser verschlossen.

Kurz vor den Unwettern Ende August war die Unbekannte ’sie‘ denn auch in Begleitung ihres Freundes im Schweizer Ländle zugegen und hat gebloggt, was das Zeugs hält. Es war doch sehr amüsant, wie die Dame die typischen Klischee-Locations allesamt abgegrast hat – aber wer will ihr das verzeihen? Sie fand sogar Zeit, unsere supertolle Sprache zu verhunzen (ganz unten, 21. August):

Or at least understand what people are talking about when they say something like „Merci“ for thankyou and „velo“ the French equivalent for bike instead of Farrhad.

Das mit dem Deutsch lassen wir vorerst lieber mal *grins*

Mittlerweile wieder in den Staaten Kanada zurück, gab’s heute einen netten Hinweis auf eine Multimedia-Produktion von BBC. In der Hoffnung, etwas über mich und „unsere“ (?) Kultur zu erfahren, habe ich es mir selbstverständlich gemütlich gemacht, die Popcorn und Bier geholt und mich vor den TV zweiten (rechten) meiner 19″-TFTs geschmissen.

Obwohl ich den Audio-Beitrag noch gar nicht erschallen lassen habe, liess mich folgende Bemerkung der Abenteuer-Reisenden schmunzeln:

He [the journalist] gets some comments from such figures as Bertrand Piccard, Adolf Ogi, Jean Ziegler, Antonella Notari (the ICRC spokesperson in Geneva) and Christoph Blocher (the only interviewee who chose to answer in German).

Jaja, der Chrigel! Immer dasselbe mit ihm – einfach nicht anpassungsfähig und immer provokativ mit seinem perfekten Hochdeutsch prahlend. Ob die Kanadierin weiss, um wen es sich hier handelt? Blocher wird wohl derart versucht haben, all die potentiellen Einwanderer, (Schein-)Asylanten und Wirtschaftsflüchtlingen einzuschüchtern …

Nachtrag

Irgendwie höre ich nicht genau das, was ich eigentlich möchte. Bis heute habe ich meine Englisch-Kenntnisse als weit fortgeschritten eingestuft – aber ich kann bei Gott in diesem Clip kein Sterbenswörtchen über die Schweiz hören.

Weiter habe ich bemerkt, dass die gute Frau Expat Traveler den halben Blog-Eintrag mehr oder weniger geklaut hat. Da er aus dem Juni datiert, vermute ich gar, dass die gute Frau gar nicht erst reingehört hat – denn der Download liefert wohl bereits seit der auf den 18. Juni folgenden Woche einen anderen Beitrag. Pfui!

If I understand correctly, this will only be online until next Friday.

Judge Jonathan hat’s ja selber noch geschrieben, du Dumpfbacke!

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Sonntag, 4. September 2005

Ur-Excel

Was heute dem Computer-Anwender unter Microsoft Excel geläufig ist, wurde 1979 als Visicalc erfunden. Die erste sog. Spreadsheet-Applikation (dt. „Tabellenkalkulation“) wurde von Dan Bricklin ersonnen und Bob Frankston programmiert.

Dan Bricklin erläutert auf seiner Homepage die Geschichte von Visicalc und fügt dem Text viel wertvolles Bildmaterial bei. Für alle Geeks und Nerds da draussen ein muss, einmal vorbeizuschauen und sich die Geschichte zu Gemüte zu führen.

Der interessierte Leser kommt im Laufe der Lektüre an folgender Aussage vorbei, die einem wieder einmal vor Augen führt, was nur aus der Computerindustrie geworden ist:

That version of VisiCalc was only 27K bytes in size.

Das von Bricklin erfundene Ur-Konzept der Tabellenkalkulation besteht bis heute und wurde in seinen Grundlagen kaum verändert. Manche Kenner der Geschichte sagen, dass erst diese Applikation den Computer für den Unternehmenseinsatz im Büro hoffähig machte und das Gerät den Fängen der Hinterhof-Bastler entriss.

Die Grösse der Applikation dagegen hat sich verhundertfacht – (nicht nur) Microsoft sei dank (Stichwort: Lotus 1-2-3). Ob die Leute heutzutage mit den typisch microsoftschen überladenen und mit sinnlosen Icons verzierten Menus aber produktiver sind, steht in den Sternen geschrieben … 27KB! Man lasse sich diese Zahl auf der Zunge zergehen.

PS: Die beiden Programmierer haben nur einen Fehler, aber rückblickend den grösstmöglichen Fehler gemacht – sie haben ihre Idee nicht patentiert (u.a. auch, weil zum damaligen Zeitpunkt Software auch noch gar nicht als patentierbar angesehen wurde). Bald kamen neue Programme auf den Markt und nach nur wenigen Jahren war der Name Visicalc auch schon Geschichte. Die Entwickler gerieten nicht über Nacht zu Multimilliardären, die von Lizenzzahlungen der Kopisten genährt wurden – völlig im Gegensatz bspw. zu den Google-Gründern, die auf Papier jedenfalls ein Milliardenvermögen besitzen.

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Sonntag, 4. September 2005

Trance

Um die Jahrtausendwende war ich ein erklärter Trance-Hörer und hielt mich mit P2P-Tauschbörsen (Napster, später Soulseek) auf dem Laufenden – insbesondere mit diesen vielen Remixen, die im Handel sonst nur auf Vinyls zu erstehen waren und mir so (damals jedenfalls noch) nichts brachten. Techno-Parties mied ich u.a. wegen der dort anzutreffenden Klientel und besuchte diese nur in Ausnahmesituationen, weshalb ich die Musikstücke des melodiösesten Techno-Genres vorzüglicherweise auf dem heimischen Computer anhörte – oder auf Audio-CD gebrannt im damals frisch erworbenen Auto.

Heute, fünf Jahre später, gebe ich mich mit dem Kauf von vergriffenen „Trance-Brettern“ zufrieden – was sich ansonsten gerade aktuell in den Charts tummelt, nehme ich kaum mehr zur Kenntnis. Es ist halt leider so – Trance ist tot, oder auf jeden Fall nicht mehr das, was es mal war.

Um anno dazumal auf noch unentdeckte Tracks und deren Remixe zu stossen, nahm ich auch das WWW in Anspruch. Heute ist es nun soweit – eine meiner hochgeachtesten Seiten hat den Weg zurück in meine Bookmarks gefunden:

Global Trance

Das Design immer noch spartanisch und wohl noch immer ohne Datenbank im Backend, sind die Reviews Gold wert und wegweisend im Vinyl-Dschungel auf eBay. Eine gelegentliche Konsultation dieser Liste bringt einige Klassiker zu Tage, die leider mittlerweile doch zu stark in Vergessenheit geraten sind.

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Sonntag, 4. September 2005

Delicious über das Debakel in New Orleans

Delicious Library ist die Vorzeige-Applikation für die Macintosh-Plattform – ich bin überzeugt, dass die zahlenmässig stark überlegenen Windows-Entwickler niemals so etwas zu Stande bringen würden. Die Ästhetik der Oberfläche, die Bedienbarkeit, das Ausnutzen einer Webcam, um Barcodes von Produkten einzulesen – all dies zeugt von solch grosser Kreativität, die kaum je eine Windows-Applikation mit sich bringt. Solche Programme machen mich als Mac-User glücklich und bestätigen mir, dass ich auf die richtige Plattform gesetzt habe.

Als Leser des Blogs von Wil Shipley, des CEOs und Chef-Entwicklers dieser Bude namens Delicious Monster (und ehemaligen Mitarbeiters der OminGroup), hat es mich gefreut, folgende kritischen Worte aus dem Munde eines richtigen Amis zu lesen:

Today, I complain about something that I really wanted to like, but cannot any more. My Palm Treo 650 phone. It is a cautionary tale, one from which we can all learn a lesson. Maybe not a lesson on the level of „don’t stuff the government with your idiot cronies and then be surprised when it doesn’t function when disaster strikes,“ but those kinds of lessons apparently need to be learned the hard way, again and again. (While I’m on the subject, Delicious Monster is donating our 2005 Q1 Amazon revenue to disaster relief, since, you know, the richest federal government in the world is congenitally incapable of doing anything that might be mistaken as „good,“ since all our money is busy being spent toppling nations.)

Mehr muss man da wohl auch nicht mehr beifügen … Shipley produziert nicht nur geniale Software, sondern hat auch eine pointierte Meinung zu den aktuellen Vorgängen in den Staaten.

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Sonntag, 4. September 2005

Maxtor DiamondMax Plus 10

Die Seagate-Festplatte, die mich mit komischen Geräuschen nervte, dämmert jetzt im Hardware-Schrank in meinem Computer-Zimmer vor sich hin. Ersetzt wurde sie am Freitag durch eine Maxtor DiamondMax Plus 10 mit der Typenbezeichnung 6L160M0. Die Platte bietet 160GB Speicherplatz und ist glücklicherweise bisher überhaupt nicht durch komische Geräusche aufgefallen. Der Kauf hat sich also durchaus gelohnt.

Datenblatt

Externe Testberichte

Dennoch hat mich interessiert, ob meine Wahl aus Performance-Gründen ebenso gut war. Gefunden habe ich auf die schnelle einen Testbericht:

Techreport.com

Das Fazit der Tester ist erfreulich:

Apart from its consistently amicable relationship with command queuing, the DiamondMax 10’s strengths clearly lie with common desktop applications and streaming transfers. Despite its 7,200-RPM spindle speed, the drive’s transfer rates are very impressive and generally faster than the Barracuda 7200.7’s, particularly in FC-Test.

Oh, welch ein Zufall – die Maxtor-Platte ersetzt eben gerade eine Seagate Barracuda.

At the end of the day, the DiamondMax 10 is best suited for single-user desktops where its fast transfer rates should keep performance-hungry enthusiasts happy.

Einzig die einjährige Garantiezeit wird bemängelt – andere Hersteller bieten da normalerweise 3 Jahre.

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Samstag, 3. September 2005

Adobe Acrobat Reader sucks [Nachtrag]

Auch heute wieder einmal einen Beitrag zum Thema „xy sucks“. Dieses Mal nehme ich aus gebotenem Anlass ein Adobe-Produkt unter die Lupe, das wohl jederman auf seinem Computer installiert hat: Den Adobe Acrobat Reader.

Letzten Freitag wurde ich zu einer Mitarbeiterin gerufen, deren Browser partout keine PDFs mehr anzeigen wollte. Wie man im Task Manager aber ohne weiteres erkennen konnte, existierte der Prozess acrord32.exe – das Programm war also gestartet.

Da das System anderweitig stark vermüllt war, entschied ich mich, zuerst einmal alle installierten Adobe Acrobat-Produkte zu deinstallieren. Neben Version 5 des Readers fand sich auch Version 6 sowie auch noch den Adobe Acrobat 6, mit dem sich PDF-Dateien nicht nur anzeigen, sondern auch produzieren und verändern lassen.

Doch bereits hier stand ich vor einem fast unlösbaren Problem, wie es schien: Egal, welches Programm ich deinstallieren wollte, der Windows Installer meldete sich mit

Error 1324. The path My Documents or the volume is invalid.

Als Windows-Supporter ist man sich solchen Schmarren ja mehr als gewohnt, weshalb ich aus gebotenem Anlass vermerken möchte, dass man unter Mac OS X (fast) keine Installationsprogramme mehr kennt. Programme installiert man hier, indem man das Programm-Icon von der CD in den „Applications“- bzw. (deutsch) „Programme“-Ordner zieht. Fertig. Die Deinstallation erfolgt analog: Man zieht das Icon in den Papierkorb, ferti isses. Obwohl auch hier „Müll“ übrig bleiben kann (man schaue sich die „Library“- bzw. (deutsch) „Bibliothek“-Ordner an), kratzt dies niemanden. Zum Glück wurde auf die eierlegende Wollmilchsau namens „Registry“ verzichtet – in der Windows-Welt die Ursache allen Übels.

Dennoch – was denn nun? Zum Glück fand ich mit Hilfe des treuen und auskunftsfreudigen Gefährten Google einen Benutzer-Kommentar auf Download.com. Die Lösung war recht simpel: In einen anderen, am besten frisch erstellten, Account wechseln und die Deinstallation dort vornehmen. Und siehe da: Es funktionierte! Aber als Windows-User ist man hier kaum mehr erstaunt – solches Verhalten ist dort ja an der Tagesordnung.

Doch auch hier hatten wir es vorerst einmal mit Symptom-Bekämpfung zu tun. Denn schliesslich wollte ich nicht immer auf einen Ersatz-Account ausweichen, um Programme zu installieren (jawohl, das funktionierte genauso wenig) oder zu entfernen. Das Übel musste an seiner Wurzel gepackt werden. Auch hier kam mir wieder Kollege Google zu Hilfe, indem es mir einen Link auf eines dieser so hilfreichen Foren empfahl. Dort las ich:

HKEY_CURRENT_USER\
Software\
Microsoft\
Windows\
CurrentVersion\
Explorer\
User Shell Folders

Change the value of „Personal“ to point to your ‚My Documents‘.

Als ich den Registry-Schlüssel sah, wusste ich sofort, wieso der Installer derart motzte – „My Pictures“ zeigte auf das nicht existierende Laufwerk F:\. Als ich den Schlüsselwert schlicht und einfach löschte, kehrte auf einen Schlag Ruhe ein. Wunderbar.

Die Frage bleibt aber: Wieso kriegt Microsoft keinen Installer hin, der diese Pfade anpasst, sollten sie sich als fehlerhaft oder gar als nicht-existent erweisen – oder wieso ignoriert er diese nicht zumindest. Und sowieso: Was zum Teufel hat der Reader in diesen Ordnern zu suchen?!

Das ursprüngliche Problem aber, dass PDF-Dateien weder in Microsoft Internet Explorer noch Mozilla Firefox angezeigt wurden, obwohl ich nun mittlerweile nur noch Adobe Acrobat Reader 7.0.3 auf der Platte hatte, brachte mich zur Verzweiflung.

Der Prozess war definitiv da – er lief, aber die Browser waren im Task Manager als „Not Responding“ gekennzeichnet. Sie konnten nur noch mit „End Process“ beendet werden. Google, ich kohooomme! In der Tat fand es auch hier erneut wieder User, die von exakt denselben Problemen klagten.

Das Problem:

Im Ordner C:\Documents and Settings\<User>\Local Settings\Temp fanden sich über 65’000 Stück 0-Byte grosse acrXXXX.tmp-Dateien, die das Programm am korrekten Aufstarten hinderten (wohl, weil alle zur Verfügung stehenden Dateinamen schon vergeben waren). Sobald man diese 65’000 Files gelöscht hatte (am Besten im Shell mit del *.tmp*, der Explorer benötigt zum Anzeigen des Ordners etwa 2-3 Minuten), funktionierte alles wieder wie gewünscht.

Fazit: Microsoft zeigt wieder einmal auf, welch einen Müll es produziert – aber auch Adobe gibt sich alle Mühe, zum Blauen Giganten aus Redmond aufzuholen. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass der Download der Installationsdateien für den Acrobat Reader satte 20MB in Anspruch nimmt und diese Netopsystems Fead-Technologie zur Extraktion der Installationsdateien auf etwas betagteren CPUs Wartezeiten von fünf und mehr Minuten produziert. Schämt euch!

Nachtrag

Acrobat kennt das Problem mit den temporären Dateien und hat es in seine Knowledge-Base aufgenommen. Anscheinend ist nur Version 6 des Produkts buggy und löscht die temporären Dateien nicht – ist der TEMP-Ordner aber voll, kann man auch Version 7 nicht mehr starten.

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Donnerstag, 1. September 2005

Israelische Nationalelf und ihre 200kg Poulet

Wie ich heute aus verlässlicher Quelle erfahren habe, gab es bei der Einreise der Israelischen Nationalelf zum Spiel gegen die Schweiz von kommendem Wochenende einen Zwischenfall: 200kg Poulet durften mangels gültiger Papiere nicht eingeführt werden. Ob das (koschere?) Fleisch bis zum Samstag noch an die Spieler verfüttert werden kann, entzieht sich meiner Kenntnis – der Papierkrieg scheint auf jeden Fall vorprogrammiert (gewesen) zu sein.

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Donnerstag, 1. September 2005

Zweifacher Abschied


Flight AF 5103 ZRH-CDG
Originally uploaded by emeidi.

Wie dieses Foto unwiderlegbar beweist, ist sie weg. Jawohl, SIE. Melanie. Meine Freundin. Für mindestens sechs Monate wird sie nun ihr Unwesen in Ouagadougou (Hauptstadt von Burkina Faso in Westafrika) treiben und vor Ort als Praktikantin in einem Kooperations-Büro der DEZA ihre tägliche (administrative) Arbeit verrichten.

Wohnen wird sie bei einem ausgewanderten Schweizer Architekten, der hin und wieder Aufträge für die DEZA ausführt und sich dort eine Einheimische zur Frau genommen hat. Melanie darf es sich im Gästezimmer in seinem Haus etwas ausserhalb von Ougadougou (10 Minuten Autofahrt bis zum Büro) gemütlich machen und wird mit dem Ehepaar, dessen jungen Sohn und den Bediensteten sicherlich unvergessliche Stunden in dem exotischen Land verbringen dürfen. Und sollte es in nächster Zeit etwas heisser werden, sorgt der hauseigene Pool für eine willkommene Abkühlung.

Heute hatte ich also den traurigen Abschied zu überstehen – Melanie wurde von ihren Eltern und meiner Wenigkeit an den Flughafen Zürich begleitet, wo sie einen Transitflug von Air France (AF 5103) nach Paris Charles-de-Gaulle besteigen und dort danach in die Maschine nach Ougadougou erwischen sollte. Die erste Etappe sollte sie auf jeden Fall geschafft haben – für Morgen erwarte ich eine Bestätigung per Mail, dass sie auch die längere Reise auf den Schwarzen Kontinent erfolgreich hinter sich gebracht hat.

Heute war also das erste Mal, wo ich von einem geliebten Menschen für eine derart lange Zeit Abschied nehmen musste – nicht für immer, aber halt doch für sechs Monate. Ihr zerriss es wie mir das Herz, obwohl ich befürchte, dass mich die Realität erst in den nächsten Tagen wirklich einholen wird. Für sie war der Abschied heute Nachmittag sicherlich härter, weil sie ja nicht nur mich, sondern im Grunde alle geliebten Menschen hinter sich lassen muss. Ich werde wohl erst in den kommenden Wochen merken, wie sehr sie (und ihre Familie) mir fehlen wird – spätestens an den Wochenenden, an denen wir uns normalerweise von Freitag-Abend bis Sonntag-Abend gesehen und unzählige Stunden miteinander verbracht haben. Ich habe mir schon jetzt vorgenommen, die Leere mit Training und Arbeiten zu meinem Studium auszufüllen und in Mitleidenschaft gezogene Kontakte zu einigen Kollegen wieder aufzufrischen. Dennoch bin ich mir sicher, dass auch so das Gefühl des „Etwas-fehlt!“ nicht vollumfänglich erstickt werden kann – was ja aber auch ein gutes Zeichen sein soll. Wie solche physische Trennungen auf eine Beziehung wirken, auf unsere im Besonderen, kann ich leider noch nicht sagen. Ich hoffe aber schwer, dass sie eher befruchtet als abtötet …

Ein zweifacher Abschied deshalb, weil ich auch meine beiden „Schwiegereltern“ nun weniger und nur noch zu besonderen Anlässen treffen werde. Schliesslich verbringt man in unserem Alter und unseren Wohnverhältnissen ja nicht nur Zeit mit der Partnerin, sondern auch mit dem Rest der Familie. Wie ich meine Jass-Fähigkeiten auf dem jetzigen Stand bewahren kann, ist mir (noch) schleierhaft … Melanie hat jedenfalls Karten mitgenommen und wird so hoffentlich einen gewissen zweiseitigen Kulturaustausch zu Stande bringen. Gespannt bin ich auch, ob sich die Trennung von der „nährenden Nabelschnur“, wie ich Lisis Kocherei mal nennen möchte, auf mein Gewicht auswirken wird. Fotos vom Anfang meiner Liaison zeigen deutlich, dass ich in den letzten dreieinhalb Jahren hart an meinem Wohlstandsbäuchlein gearbeitet habe – oder besser: habe arbeiten lassen.

Was mich insbesondere freut ist ihr Vorhaben, die Zurückgebliebenen mittels dem Internet und einer seiner Technologien, dem Blog (dt. Online-Tagebuch), auf dem Laufenden zu halten.

Burkina Faso. Melanies Blog zu ihrem Praktikum von September 2005 bis 2006.

Ich bin gespannt, ob sie es mit den dortigen Hilfsmitteln hinkriegt, uns die afrikanische Kultur im Allgemeinen und die obervoltaische Kultur im Speziellen näher zu bringen. Bewaffnet mit Tastatur und einer Digitalkamera ist sie auf jeden Fall – und das Büro ist auch mit dem weltweiten Netz verbunden (ich befürchte allerdings mit 14400 bps wie zu meinen längst vergangenen BBS-Zeiten *grins*).

Nun möchte ich aber Melanie das Wort überlassen.

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