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Mittwoch, 25. Mai 2005

Kaufberatung mal anders …

Vor Kurzem irgendwo im Web aufgeschnappt:

There is hardly anything in the world that some man cannot make a little worse and sell a little cheaper. It’s unwise to pay too much, but it’s worse to pay too little. When you pay too much, you lose a little money – that’s all. When you pay too little, you sometimes loose everyting, because the thing you bought was incapable of doing the thing it was bought to do.

Besser hätte es wohl niemanden auf digitales Papier bringen können!

Ich kann mich gut an früher erinnern, als das Geld bei mir noch Mangelware war. Was habe ich mir da immer Cyrix-CPUs und FIC-Boards geleistet und dauernd Probleme damit gehabt? Abgesehen vom kleineren Preis gab es kaum Vorteile – die Intel-CPUs rannten davon, Windows benötigte keine zusätzlichen Chipsatz-Treiber usw. usf.

Heute ist meine Einstellung etwas anders. Zwar habe ich immer noch? nicht Geld wie Heu, doch wenigstens habe ich durch ein mickriges Barvermögen einen gewissen Spielraum erlangt.

Kollegen fassen sich immer noch an die Stirn, wenn sie erfahren, wieviel ich für meinen Powermac G5 ausgegeben habe:

3500 CHF?! Ohne Monitor? Spinnst du? Im Mediamarkt gäbe es Geräte für 2000 CHF, die alles beinhalten, was das Herz begehrt. Intel Pentium IV mit 3GHz, genügend RAM,

Nun, diese Kisten haben eben doch nicht alles, was mein Herz begehrt:

  • Hässliches Design
  • Pentium IV – aka. „der Ofen für kalte Tage“, Modell Düsentriebwerk
  • Windows XP (und all seine Probleme …)
  • Noname Monitor (qualitativ schitter)

Der Powermac dagegen

  • Umwerfendes Design inkl. Staun-Faktor
  • Doppelprozessor
  • Intelligentes Lüfterkonzept
  • 2x DVI-Ausgänge
  • bis 8GB RAM (wer’s nötig hat …)
  • Mac OS X

Die Liste könnte noch ellenlang fortgesetzt werden, dafür reicht mir jetzt aber die Zeit nicht. Mit dem Powermac muss man ja die Produktivitätsvorteile dann auch ausnutzen.

Ich jedenfalls habe vor, dieses Geräte bis zum Ende meines Studiums einzusetzen – also sicherlich noch 2 bis 3 Jahre! Welche heute gekaufte Windows-Kiste wird 2008 noch mit Longhorn anständig laufen können? Keine.

Dagegen habe ich vor einigen Wochen auf einem der damals ersten iMacs (G3, 233MHz) Mac OS X Panther installiert. Und es funktioniert. Ich warte immer noch darauf, dass mir jemand Windows XP zeigt, das auf einem PC vom Oktober 1998 läuft … und damit dann auch noch produktiv arbeitet. Dies ist der Grund, wieso man für Uralt-Macs auf eBay immer noch ein Vermögen hinblättert, während man die PC-Pendants nur wegkriegt, wenn man dem Käufer noch was drauflegt *smile*

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Montag, 23. Mai 2005

Rentabilität von Apple

Obwohl Software ein grosser Posten in Apples Bilanzen darstellt, sind die Hardware-Zahlen immer noch das Hauptstandbein von Apple (36% des Umsatzes, Software nur 6%).

Merke: Wenn man Mac OS X will, kommt man um den Kauf eines Macintosh nicht herum. So macht Apple Geld und querfinanziert seine Software-Sparte. Wenn Apple nur noch lizenzieren würde, hätte die Raubkopiererei einen sehr grossen Einfluss auf die Profitabilität des Unternehmens. Heutzutage kann man Apples Software zwar schon raubkopieren, benötigt aber auch noch die Hardware dazu – und die kommt zwingend von Apple (oder indirekt über eBay). So kommt man nicht umhin, Apple auf einem der beiden Wege Geld zu zahlen. Nur so kann sich ein derart kleiner Marktanteil profitabel auswirken.

Microsoft dagegen ist ein reines Software-Unternehmen. Windows ist zwar stark verbreitet, hat aber auch einen hohen Raubkopier-Anteil. Deshalb sahen wir in den letzten Jahren immer restriktivere Versuche, die User zum Kauf von Lizenzen zu bewegen. Unter anderem weil Microsoft eben kein Hardware-Standbein hat …

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Sonntag, 22. Mai 2005

Star Trek Enterprise – endlich abgesetzt!

Mit grosser Vorfreude ging es im September 2001 los – eine neue Star Trek-Serie hatte ihre Premiere und ersetzte so ‚Star Trek – Voyager‘ (im deutschen verunstaltet zu ‚Star Trek – Raumschiff Voyager‘).

ST:VOY … der ich eigentlich nie grosse Beachtung schenkte. Einige Leute im meinem Umfeld sind zwar der Meinung, dass die Folgen nach der schwachen Anfangsphase noch richtig gut wurden, doch da hatte es mir schon gereicht und ich wandte mich davon ab. Als letzte wirklich gute Serie empfand ich ‚Star Trek – Deep Space Nine‘, die (leider auch erst) gegen Ende so eine richtig durchgehende Story-Arc erhielt und die Folgen miteinander vernetzte.

IMHO die Anforderung, die an alle heutige Serien gestellt werden sollten; niemand will mehr in sich abgeschlossene Folgen!

24 hat’s vorgemacht, auch wenn die faszinierende Idee mit Staffel 4 langsam ausgewaschen erscheint. Stereotyp geht man alle möglichen exogenen Bedrohungen durch – dabei gäbe es auch in den Staaten selber genügend militante Splittergruppen, die Jack Bauer auf Trab halten könnten (Plot: Christliche Fanatiker übernehmen in einer Verschwörung mit der Wirtschaft die Regierung und infiltrieren das ganze Land, zwingen der Bevölkerung ihre Intoleranz auf und erlauben ihrer unterbeschäftigten Armee, in entfernten Kriegsschauplätzen die Sau rauszulassen).

Item, zurück zu Star Trek. Im Grunde finde ich es unglaublich, wie Paramount solche Idioten (man verzeihe mir die Wortwahl) ans Werk lassen konnte. Wieso wiederholt man bei jeder, aber wirklich jeder Serie dieselben Fehler? Auch wenn die Herstellung einer Folge mittlerweile 1 Million kostet, scheint man wie immer an den Schreiberlingen zu sparen. Nur, mit Visual Effects zieht man kaum jemanden mehr in den Bann … Gute Stories können so aber sehr gut ergänzt werden, wie bspw. C.S.I. Die Nazi-Auftritte Ende der 3. Staffel waren so etwas von lächerlich, und auch die Idee mit dem Temporal Cold War schien mir immer eine Notlösung. Doch die Probleme waren grundlegender – das Schiff funktionierte immer wie es sollte, kriegte oft ein paar Schrammen ab, die aber in der nächsten Folge wieder geheilt worden waren. Mir hätte hier der „russische“ Ansatz, wie ich ihn mal nennen möchte, besser gefallen. Da hätte ruhig mal das Wasser ausgehen oder Trip einen Stromkreis halt eben nicht reparieren können, weil das Material nicht mehr vorhanden war. Aber alles funktionierte immer wie am Schnürchen und erinnerte an TNG. Das empfand ich auch immer als zu sauber.

Battlestar Galactica oder auch Star Wars dagegen ist sprichwörtlich „dreckig“. Die Dinge sehen gebraucht – oder besser – benutzt aus, sind manchmal auch nur notdürftig geflickt und zweckentfremdet. Das hätte ich eigentlich auch bei einer Serie über die interstellare Raumfahrt nach der Überwindung der „Lichtmauer“ (Chuck Yeager lässt grüssen) erwartet. Hätte ja auch mal sein können, dass man völlig an einem anderen Ort rauskommt, als man eigentlich hinwollte. Ideen gäbe es zu Hauf, doch man konzentrierte sich anscheinend lieber darauf, in ethische Diskussionen zu verfallen und unzählige Folgen totzureden.

Battlestar Galactica dagegen faszinierte mich mit 13 Folgen der Mini-Series deutlich mehr, als Enterprise mit seinen knapp 100 Folgen zusammen. So hat Science Fiction auszusehen! Action, aber dennoch eine glaubwürdige Story mit guten Schauspieler vermischt. Und nicht zu vergessen der Soundtrack, der das verzweifelte Gefühl der Akteure ins unheimliche verstärkt. BSG, alle Hoffnung ruht nun auf dir. Möge die zweite Season genauso spannend werden wie der Vorgänger.

Das lustigste an der ganzen Geschichte: Chefproduzent Ronald D. Moore verdiente sich bei Star Trek seine Sporen ab. Zum Glück hat er das sinkende Schiff rechtzeitig verlassen und seine eigenen Ideen in einer eigenen Serie gekonnt umgesetzt. Weg von den Dogmatikern Berman & Braga.

Dennoch: Enterprise war die erste Serie, deren Folgen ich regelmässig über P2P-Netzwerke heruntergeladen habe. Wieso? Seht selbst:

  • 1-2 Tage nach der Ausstrahlung in den Staaten auch schon in Europa auf meinem Bildschirm
  • nicht von Werbung verunstaltet
  • englische Originalfassung
  • HDTV

Nachtrag: Im Anschluss an meinen literarischen Erguss stolperte ich noch über Top 10 Things I Hate About Star Trek.

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Samstag, 21. Mai 2005

Star Wars – The Return of the Sith

Lustigerweise kam mir in der Nacht auf den Samstag die Idee, doch mal nach Screenern von der dritten Episode der „Krieg der Sterne“ zu suchen. Dank Bittorrent ist das ja kein Problem mehr – nicht wie früher mit eMule/eDonkey, das innert nützlicher Frist wohl gerade nur die ersten 5 Minuten hingekriegt hätte. Gesagt, getan – dank den zuverlässigen Freunden von Piratebay hatte ich das .torrent-File mit einem Klick gefunden. Der Download zog sich etwas hin, was sich auch an meinem MRTG-Graphen nachweisen lässt …

Nichtdestotrotz hatte ich das .iso am Samstag-Mittag, als ich mich endlich aus dem Bett bemühte, endlich heruntergeladen.

Die Überraschung war doch relativ gross, als das DVD-.iso nicht etwa ein verwackelter Screener mit Umrissen von Leuten vor der Linse war, sondern wohl von einem Lucasschen Mitarbeiter angefertigte superbe Kopie des Films war. Leider gaben die 1.3GB nicht viel her, bei der Grösse auch nicht verwunderlich. Ein erster Eindruck war aber unvermeidlich.

Per Zufall erfuhr meine Schwester davon und anerbot mir gleich, sie und ihren Freund doch am Samstag-Nachmittag ins Kino zu begleiten – gratis. Da die beiden selbst bei der Kitag arbeiten, verfügten sie über Frei-Eintritte.

Nun, den Film habe ich hinter mir. Doch irgendwie kam die Stimmung nicht auf – obwohl um mich herum der faszinierte Fan-Mob wütete: Korken-Knallen bei jeder zweiten Szene, Klatschen zu Beginn und Ende des Streifens, herumfliegende Trollis und Korken, lachende Furien …

Rückblende in die jungen, unbeschwerten Jahre: Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie wir uns während den Besuchen bei der Tante mütterlicherseits immer eine der drei alten Episoden reinzogen, nonstopp, über all die jungen Jahre hinweg. Faszinierend! Schon nur die Sat.1-Ansagerin (ja, das gab’s zum Zeitpunkt der Video-Aufzeichnung noch), die in schitterem, blaugrauen ossimässigen Dekor ihre Sprachrolle übernahm.

Die neuen Filme sind zwar tricktechnisch perfekt, aber die Story konnte mich in Episode I gar nicht, in II etwas und in III mittelmässig begeistern.

Wenigstens weiss ich nun, dass der böse Darth hier in der Schweiz eine komplette IV erhalten hätte ;-)

Was solls – zieht euch den Film rein, die Anfangsschlacht ist auf der Höhe der Zeit (erinnerte mich an BSG, neue Version). Auch hier unzählige Schüsse und Raketen mit schönen Kondensstreifen am Hintern …

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Dienstag, 10. Mai 2005

iTMS Schweiz und DRM allgemein

Hurra! Lange hat es gedauert, nun ist er da.

Und das Beste: Ich kann mich nicht einloggen! Himmelarsch – immer krieg ich diesen 502er-Fehler, von dem nur Apple weiss, was er zu bedeuten hat. Naja, hoffentlich kriegen’s die Ingenieure bis nächstens hin – ein passendes Album hätte ich nämlich bereits gefunden:

The Ultimate Vocal Trance Collection – Summer Beach Classics

Obwohl ich noch nie in Ibiza war und mir erst diese leidige DVD bei Amazon.com leisten konnte, kann das Schwelgen in alten Hammertracks der ausgehenden 90er ja nie schaden.

Trotzdem werde ich diesen und all die anderen Music Stores im Netz auch zukünftig meiden – ich finde es einfach besser, einen physischen Datenträger in Händen zu halten, in Delicious Library zu erfassen und ihn anschliessend in meiner Mediothek abzulegen. In der Hinsicht bin ich stockkonservativ, und darüber hinweg noch stolz darauf. Beim nächsten Festplatten-GAU werdet ihr an mich denken … *zwinker*

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Montag, 9. Mai 2005

Reparatur oder Neukauf?

Ich arbeite an der Uni in einem Departement und betreue mit einem 20%-Pensum 250 Computer, davon etwa 75% Windows-Kisten.

Heute wurde ich in ein Labor gerufen, weil sich ein Computer partout nicht mehr starten liess. Tatsächlich … das LED auf dem Motherboard leuchtet zwar noch, doch nach dem Druck auf die Power-Taste funktionierte gar nichts mehr – kein Pieps, Totenstille! Auch das Kurzschliessen der Powerswitch-Pins direkt auf dem Board half nichts mehr (alter Elektriker-Trick: Schraubenzieher benutzen – Dank an Oli B.). Erst vor kurzem hatte ich einen ähnlichen mysteriösen Fall: Nachdem man die brandneue 3com-Netzwerkkarte aus dem Slot gezogen und wieder eingesteckt hatte, liess sich das ältere System (PII oder PIII) anstandslos wieder starten. Leider war dies hier nicht der Fall. Darauf habe ich ein zweites Netzteil organisiert, doch der Fehler scheint nicht hieran zu liegen. Ich tippe auf einen Fehler am Board selber, kann das aber aus Zeitgründen und Mangels austauschbarer Hardware nicht überprüfen – in unserem rudimentär ausgerüsteten Lager finde ich zwischen zig-CRTs noch einen kompletten PII – doch ein Downgrade von einem Asus CUSL2 mit PIII auf ein Noname-Board kann ich wirklich nicht verantworten.

Der Computer wurde – wie sich erahnen lässt – im Dezember 2000 gekauft. Ich habe mich deshalb nach einigen Abwägungen entschieden, eine neue Kiste zu ordern, um die alte damit zu ersetzen.

Doch ich frage mich nun, wie das eigentlich in „professionelleren“ Buden (mehr Zeit, mehr Geld, mehr Know-How) gehandhabt wird. Gehen die PC-Supporter mit Messgeräten (stundenlang) auf die Suche nach defekten Schaltstellen, geplatzten Elkos, oder schleppt man da aus dem Lager ein baugleiches Gerät heran und schmeisst das defekte Teil auf den Müll (nachdem man es ausgeschlachtet hat *grins*)?

Nachtrag: Auf meine Anfrage im Spotlight-Forum habe ich einige interessante Antworten erhalten:

wir kaufen die Kisten mit 3 Jahren Onsite Support. Wenn was kaputt geht wird aus unserem „Reparaturlager“ die Kiste beim User getauscht damit er sofort weiter arbeiten kann. Wird es im Rep.lager langsam knapp, kommt der Support vom Hersteller vorbei und tauscht seinerseits die Hardware aus bzw. repariert sie. Wie er es macht ist uns egal. Es kostet ja nichts und er muss es selber wissen. Meist wird nur getauscht. Ist die Kiste älter als 3 Jahre wird sie generell nicht mehr repariert. Sie wird durch eine neue ersetzt und der Schrott einer Lehrlingswerkstatt überlassen die zu Lernzwecken die Kisten wieder flott machen (aus zwei mach eins), diese dann günstig verhökern und damit etwas Geld für die Werstatt verdienen.

Wenn du den Neupreis eines PC mit dem Stundensatz des Supporters sowie dem Benutzer der einige Zeit nicht mehr arbeiten kann vergleichst, wirst du sehen, dass nicht lange gebastelt werden muss und der neue PC sich schnell mal lohnt.

Also hier (im Daimler Chrysler Konzern) werden defekte PC`s ausgemustert!
Anhand der Hardwarepreise 8was bei den Mengen eh noch geinger ist) lohnt sich das Prüfen etc nicht!
Zumal ja auch die anderen PC – Teile „schon“ ein paar Jahre auf dem Buckel haben!
Rechenbeispiel: Techniker kostet mind. 80 € – bis der alles geprüft hat, bestellt, ins Lager bucht, einbaut, Bericht schreibt, Pc wieder am Platz installiert ….. – das gibt nen schönen neuen!

wir schauen kurz welches teil defekt ist (durch austauschen und erfahrungswerte)

wenn was kaputt ist wird es innerhalb der garantie mit vorabaustausch geregelt sprich wir bekommen ein neues teil und schicken dann das defekte zurück.
ausserhalb der garantie wird halt neu bestellt

alte geräte werden dann wenn zeit ist zusammengeflickt und an schulen oder ähnliches abgegeben.

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