Archiv 2007

Mittwoch, 25. Juli 2007

Partyguide und der pädophile Partyfotograf

Momentan recherchiert Gaudenz Looser von 20 Minuten erneut in der Sache um den pädophilen Partyguide-Fotografen Matthias Gemperle. Die Aufdeckungen machen den Anschein, dass der Fotograf auch nach der viermonatigen Untersuchungshaft bei Partyguide ein- und aus ging – als ehemaliger „Regionalmanager“ kannte und kennt Gemperle den Geschäftsführer, Jason Fellmann, persönlich.

Gestern hatte ich die Gelegenheit, mit einem Insider aus den Reihen von Partyguide zu sprechen. Er behauptet, dass viele (leitende) Leute bei Partyguide lange vor der Strafuntersuchung über die „Vorlieben“ und Tätigkeiten Gemperles wussten. Niemand schien dies aber anstössig zu finden, noch befürchtete man Auswirkungen auf das Partyportal. Jason selbst scheint Bedenken zerstreut zu haben, indem er immer wieder darauf verwies, wie viel Gemperle für das Portal getan hätte. Wurde der Fotograf primär aus Dankbarkeit geschont?

Und noch auf etwas anderes macht dem Insider Sorgen: Viele der männlichen Partyfotografen seien erstaunlich alt – 30ig bis 40ig-jährig. Ob diese wirklich nur der Fotografie willen dabei sind, fragt der anonym bleibende Kenner von Partyguide? Da ich leider keinen Überblick über das Alter der Fotografen habe, bin ich auf Partyguide angewiesen, diese Behauptung zu widerlegen.

Fazit

Von mir aufgedeckte Sicherheitslücken, der hemdsärmlige Brief an meinen Arbeitgeber, immer wieder anstössigen Bilder (Rechtsradikale, Autobrand von Frauenfeld) und Kommentare, ein pädophiler Partyfotograf, hunderte Gratis-Arbeit verrichtende Helfer, während Werbeeinnahmen fast vollständig dem Inhaber zufliessen (von Transparenz keine Spur!) – irgendetwas ist einfach enorm Faul im Staate Partyguide. Würde man noch viel stärker im Mist herumstochern, kämen wohl noch viele, viele andere schmutzige Dinge hervor. Wer macht den ersten Schritt?

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Dienstag, 24. Juli 2007

Jason nimmt nicht an der Gerichtsverhandlung teil

Danke an Chris für den Link auf nachstehende Meldung:

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der ehemalige Inhaber einer St. Galler Modelagentur mindestens drei minderjährige Mädchen vergewaltigt und fünf sexuell genötigt hat. Die Mädchen waren alle zwischen 12 und 16 Jahre alt.

[…] Der Pädophile, auf dessen Computer grosse Mengen härtester Kinderpornografie gefunden wurden, hatte bis gestern nicht nur zahlreiche Partyguide-Staff-Leute auf der Friends-List, er posierte auch wacker mit ihnen an der Partyguide-Jubiläumsparty vom Wochenende. Für eine Stellungnahme waren gestern weder er noch die Verantwortlichen von Partyguide erreichbar.

Quelle: Pädophiler Fotograf verhöhnt seine Opfer

Partyguide scheint ein Unternehmen zu sein, dass nicht aus eigenen Fehlern zu lernen fähig ist. Das ist bei Sicherheitslücken so – und wohl auch im zwischenmenschlichen Bereich.

Nachtrag: Mittlerweile haben die Verantwortlichen von Partyguide reagiert und lassen verlauten:

«Dieser Fotograf ist und wird nicht mehr für uns tätig sein.» Sein Profil sei gesperrt worden, als die Geschäftsleitung davon erfahren habe, schreibt das telefonisch nicht erreichbare Management. Und: Es bestehe kein Bezug mehr zwischen ihm und Partyguide.ch.

Quelle: Pädophiler Fotograf: Partyguide.ch windet sich

Dann ist ja gut … Dank: Dominic

Abwesend wegen Ferienaufenthalt

Noch etwas anderes machte mich stutzig: „Nicht erreichbar“? Da war doch was … Ah, genau. Als ich gestern Abend Jasons Profil auf Partyguide angeschaut habe, fiel mir auf, dass als „Ort“ „Kalifornien / Florida (jason.ch) (ZG)“ angegeben war. Er scheint sich – wie in seinem Partyguide-Profil bereits vollmundig angekündigt – demnächst in Kalifornien und Florida herumzutreiben (wahrscheinlich wandelt er in Kalifornien auf think eMeidis Spuren: Kalifornien 2007).

Vom 4. bis 29. August macht Jason (ohne Argonauten?) die Vereinigten Staaten unsicher. Dass dilettantische PHP-Programmierer von den Einwanderungsbehörden besonders strikte unter die Lupe genommen werden, ist hingegen nur ein Gerücht.

Das bedeutet für meine Gerichtsverhandlung: Wir werden Jasons Porsche-Cabrio am 15. August nicht in der Nähe der Hodlerstrasse 7 parkieren sehen, noch aus seinem Mund erfahren, von wem und wie das mitteilungsfreudige PHP-Script seinerzeit programmiert wurde. Hingegen wird wohl Jasons Anwalt zugegen sein – inwiefern dieser aber genügend Ahnung von IT hat, wird sich zeigen. Gemäss einem anonymen Tippgeber, der von Jason wegen dem Aufdecken einer Sicherheitslücke auch mit Post eingedeckt wurde, hiess der Anwalt damals Lorenz Höchli.

Noch was: Was wird Jason auf dem grünen Einwanderungsfötzel ankreuzen, wo nach Straftaten gefragt wird?

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Montag, 23. Juli 2007

München 1972


DSCF2633.JPG
Originally uploaded by emeidi

Diese Gebäude-Komplexe, die ich zuerst aus dem nahe gelegenen Park und später vom Olympia-Turm aus sah, kamen mir auf den ersten Blick bekannt vor. Obwohl die Ereignisse just 35 Jahre zurücklagen, lange vor meiner Geburt, waren mir die Gebäude in TV-Dokumentationen aufgefallen. Und siehe da, ich hatte mich nicht getäuscht:

Der Clip zeigt in der ersten Sequenz den Gebäudekomplex unten links auf meinem Foto. Ein schauriger Zeitzeuge der Geiselnahme von München.

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Montag, 23. Juli 2007

Foto von think eMeidi auf Schmap

Schmap is a leading publisher of digital travel guides for 200 destinations throughout the United States, Europe, Canada, Australia and New Zealand. The innovative technology behind Schmap Guides is also used by clients, partners and bloggers to power schmapplets – a range of fully customizable map mashups and map widgets.

Yamashiro

Geld gibt es für den virtuellen Abdruck des Fotos zwar keines, aber dafür erlange ich ewigen Ruhm … *zwinker*

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Montag, 23. Juli 2007

Wenn Prinzen arbeiten


portada CENSURADA del jueves
Originally uploaded by eckelon

Gezeigt wird auf dem Titelblatt der spanische Kronprinz Prinz Felipe mit seiner Ehefrau Letizia beim Sex. Anlass war die Ankündigung der spanischen Regierung, angesichts der Vergreisung der Gesellschaft, Familien für jedes Neugeborene mit 2.500 Euro zu belohnen, um die Geburtenrate zu steigern. „Es zeigt sich, dass Wahlen kommen“, heißt die Überschrift unter der eine Zeichnung den Prinzen zeigt, der seine Frau vögelt und spricht: „Ist dir das klar? Wenn du schwanger wirst… So nahe bin ich in meinem Leben noch nie ans Arbeiten heran gekommen“. Damit kritisiert die Zeitschrift, dass das Könighaus komplett aus der Staatskasse finanziert wird und per Verfassung sogar von Strafverfolgung ausgeschlossen ist.

Quelle: Zensur für „Ehrverletzung“ des spanischen Königshauses

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Montag, 23. Juli 2007

Nichts als Regen – nasser Juli

Dank dem Zugriff auf in Echtzeit aktualisierte Wetterdaten kann ich vermelden: In diesem Monat Juli (2007) sind im Raum Bern (Station 1, Station 2) bereits 170mm Niederschlag gemessen worden. Der Monatsschnitt der Jahre 1901-1960 betrug hingegen für die Station Bern-Liebefeld nur 116.15 Millimeter. Und noch ist der Monat nicht zu Ende!

Wie sieht der Vergleich zu anderen Jahren seit Beginn der instrumentellen Messung von Wetterparametern aus? In insgesamt 20 Jahren wurden Niederschlagsmengen von 170mm oder mehr gemessen. Wenn es so weitergeht, schlägt das Wetter den „Rekord“ von 2000 – notabene das einzige Jahr seit meiner Geburt 1980, das derart hohe Niederschlagsmengen gesehen hat.

Quelle: Die verlinkte PDF-Datei wurde aus meiner privaten MySQL-Datentabelle generiert, die ich aus den csv-Dateien von Meteoschweiz kompiliert habe: Langjährige homogene Temperatur- und Niederschlagsreihen der Schweiz Aus Rücksicht auf die Nutzungsbedingungen von Meteoschweiz stelle ich den Datenbank-Dump nicht öffentlich ins Netz (private Anfragen sind aber durchaus willkommen).

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Montag, 23. Juli 2007

Phiten Halsketten: Schabernack

Das westliche Wirtschaftssystem baut darauf auf, konstant zu wachsen. Dabei darf auch künstlich Nachfrage generiert werden, die die Leute zum Konsum anregt. Die gelegentliche Absurdität dieses Prozesses lässt sich an Hand eines Produktes vorstellen, das im 19. Jahrhundert wohl von Scharlatanen an Schaumärkten vertrieben worden wäre:

Titan Halsketten des Herstellers Phiten

Selbstverständlich möchte ich niemanden vorschreiben, was er mit seinem hart verdienten Geld kaufen will. Bei mir ist das primär Computer-Hardware (die nach guter, alter kapitalistischer Manier zusätzlichen Umsatz und Gewinn generiert, der wiederum investiert werden kann), drüben bei Smythe kann es auch einmal ein Lifestyle-Accessoire sein.

Was aber sind Phiten Halsketten? Lifestyle-Produkte? Medikamente? Zahlen die Krankenkassen? Gibt es bei PubMed wissenschaftliche Studien über die WIrksamkeit dieses Humbugs?

Feststellungen

  • Elektrische Schaltung/Überbrückung, die (glücklicherweise) nicht in unseren Körper eingebaut, sondern ausserhalb getragen werden kann:

    Der japanische Chiropraktiker Hirata hat ein revolutionäres Verfahren entwickelt (Phild-Processing), mit dem Titan-Nanopartikel und Gold-Nanopartikel so behandelt werden können, dass sie in der Lage sind, die elektrischen Ströme des Körpers zu regulieren und zu harmonisieren.

    Quelle: Wissenswertes

  • Halskettchen für den stolzen Preis von 40 bis 50 SFr. bedeuten primär einmal eine horrende Marge für den Hersteller. Verdient haben sie es durchaus – wer Dummheit der Konsumenten in bare Münze umwandelt, verdient meinen Respekt.
  • Das Tragen des Kettchens scheint insbesondere bei Leuten mit Hochschulbildung weit verbreitet zu sein (nicht-repräsentative Stichprobe in meinem Kollegenkreis). Ich zweifle spätestens jetzt an den Selektionsmechanismen unseres Bildungssystems und frage mich, wie man durch das Studium kommt, ohne mit wissenschaftlichen Grundlagen in Berührung zu kommen. Glauben die Träger etwa gar an den Kreationismus?
  • Wer die Texte auf der Web-Site des Hersteller liest, wird mit mehr Technobabbel konfrontiert als in einer Folge Star Trek:

    Besonders in der Serie Voyager innerhalb des Star-Trek-Universums wurde häufig auf Technobabble zurückgegriffen, indem teils minutenlang durch die Anhäufung technischer Fantasiebegriffe versucht wurde, Schwächen in der Handlung zu kompensieren.

    Quelle: Technobabble

  • Am Gurtenfestival sprach ich mit einer KV-Angestellten, die schwört, seit dem Kauf eines solchen Halskettchens keine Kopfschmerzen mehr zu haben. Für mich spricht das nicht für die Wirkung des Kettelis, als viel eher auf den seit Jahrzehnten bekannten Placebo-Effekt.
  • A propos: Ihren Freund wird’s freuen … Sollte Phiten das Ding nicht eher als Lustförderung für das Schlafzimmer verkaufen? Ab jetzt zählt die Ausrede „Schatz, heute nicht, ich habe Kopfschmerzen!“ der Vergangenheit an.

Die letzten Zweifel räumt diese Grafik des Wirkungsprozesses aus:

Quelle: hiten Rakuwa Neck

Beda gefordert

Es wäre durchaus an der Zeit, dass sich der umtriebige Beda M. Stadler in der NZZaS einmal diesem Hokuspokus annimmt. Wer Homöpathie verteufelt, sollte konsequenterweise auch Phiten in die Wüste schicken.

Parallelen

Wer auf Phiten-Produkte steht, sollte sich schleunigst auch einen SpiritPod zulegen.

Weiterführende Links

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Montag, 23. Juli 2007

Begriff des Monats: "Hie jäsets!"

Anlässlich dem Zusammentreffen von Kollege Torkel mit dem Gurtenfestival und der diesjährigen Schlammschlacht auf Berns Hausberg lernten wir Unterland-Berner einen neuen Begriff kennen, um die widrige Geruchsentwicklung zu bezeichnen:

Hie jäsets!

Torkel vermutete als Quelle der Geruchsentwicklung zuerst meine Wenigkeit: Aus mir unerfindlichen Gründen wird auch heute noch kolportiert, dass ich für gewöhnlich an allen vier Tagen des Festivals dieselbe Kleidung trage, was eindeutig falsch ist: Ausser den Kampfstiefeln, den eingetragenen Socken (Blatern!) und den Hosen aus Restbeständen der US-Army werden bei mir – wie es sich für einen sauberen Burschen gehört – alle potentiellen Stinkquellen bei der Rückkehr in die Waschküche verfrachtet.

Natürlich war nicht ich der Urheber, sondern das sich unter den Bodenplatten ansammelnde Wasser, die naheliegenden Toiletten und besonders ab Samstag der auf Grasflächen lagernde zentimeterhohe Schlamm.

Import aus dem ärmsten Bezirk des Kantons Bern

Zurück zum Wort: Auf Grund der Herkunft der Mutter des Torkels vermuten wir, dass es sich dabei um einen Schwarzenburgischen Insider-Begriff handelt. Kollege Randal, der während Jahren in dieser Region der Tagelöhnerei nachging, konnte dies ebenfalls bestätigen. Zur dreifachen Absicherung werde ich mein aus Wahlern stammendes Grosi beim nächsten Zusammentreffen fragen, ob ihr der Begriff auch geläufig ist.

Stimmt gar nicht – dieser Begriff scheint auch von Stadtbernern benutzt zu werden, wie meine Mutter gerade per SMS meldet. Hintergrundinfos liefert Hene:

jäse = gären

Quelle: Wörterbuch Berndeutsch

Es ist wahrscheinlich, dass jäsen das Gären des Käseleibs bezeichnet – und gären verursacht vermutlich einen unausstehlichen Gestank.

Exzessiver Gebrauch und Auswüchse

In der Folge wurde dieser Begriff wohl mindestens stündlich einmal von einem Gruppenmitglied in den Mund genommen – ob treffend oder weniger, spielte gar keine Rolle. So soll sich Kollege Hebeau dem Vernehmen nach bei der Heimfahrt am Samstag auf dem Rücksitz des Kleinen Weissen eigenhändig „eingejäst“ zu haben –

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Montag, 23. Juli 2007

Moderne Landwirtschaft

Definiere moderne Landwirtschaft:

The modern agriculture is the use of land to convert petroleum into food.

Quelle: Dr. Albert Bartlett: Arithmetic, Population and Energy

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Sonntag, 22. Juli 2007

Gurtenfestival 2007


Gurtenfestival 2007 – Sunday
Originally uploaded by emeidi

Bis auf den sprichwörtlichen „Abgang“ alles Okey. Zum Glück gibt das keine Narben!

Nachtrag

Mittlerweile war ich beim Arzt, der den Fuss geröngt und mich mit Schmerzmitteln und Krücken ausgestattet hat. Gebrochen ist nichts, aber die Bänder scheinen gezerrt (oder gar gerissen, so genau wurde das nicht abgeklärt) zu sein. Für mich bedeutet das primär einmal die Absage meiner Ferien in Nizza und eine Arbeitspause.

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