Archiv ‘Energie’

Samstag, 31. Mai 2008

Southwests Ex-CEO hätte seinen Bonus verdient

Im Gegensatz zu all den anderen Verlieren in der Teppichetage:

I was listening to the CEO of Southwest saying they were hedged in the 60s [Barrelpreis von 60USD] through 2011. The guys asking the questions suggested he park those pesky planes and change the company into a hedge fund.

Quelle: Oil and the future – the commuter shift to public transport

Ein anderer Artikel zeigt die Hintergründe dieser weisen Entscheidung auf:

According to The New York Times „Southwest owns long-term contracts to buy most of its fuel through 2009 for what it would cost if oil were $51 a barrel. The value of those hedges soared as oil raced above $90 a barrel, and they are now worth more than $2 billion.“

Quelle: Southwest’s oil hedge could save it $1 billion or more

Schlussendlich findet man auch den ursprünglichen Artikel in der New York Times: An Airline Shrugs at Oil Prices. Da der Artikel im November 2007 geschrieben wurde, hat sich der „Gewinn“ für Southwest angesichts der bis vor kurzem stetig steigenden Barrelpreise vervielfacht.

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Freitag, 30. Mai 2008

Wer versteht den Ölpreis?

The Big Picture in the oil market is one of the most confusing and complex we have ever seen.

Quelle: The Confusing Big Picture in the Oil Market | The Daily Reckoning Australia

100%ige Zustimmung. Auch ich sehe längst nicht mehr durch – anstelle all dieser monolithischen Erklärungen (Peak Oil, BRIC, Spekulanten, Geld druckende Fed etc.) wird es wohl wie üblich ein Bündel an Faktoren sein, das den Ölpreis derart hochgeschraubt hat.

Während die eine Seite uns unaufhörlich weismachen will, dass der Ölpreis ein Produkt einer riesigen Spekulationsblase ist (Motto: Die McMansions sind verspekuliert, nun muss was anderes her?) und der Staat in den USA nun sogar gegen die vermeintlichen Geldscheffler mobil macht, gibt es in letzter Zeit auch vermehrt prominente Stimmen, deren Meinungen eher dem Peak Oil-Lager zuzuschlagen sind:

Who still thinks oil prices are driven by speculation?

Der Economist von heute jedenfalls will das mit Peak Oil immer noch nicht so recht glauben. Aber der Economist hat ja in der Vergangenheit nicht gerade mit akkuraten Voraussagen bezüglich des Themas Öl gepunktet.

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Freitag, 30. Mai 2008

Wer Öl in US-Dollar rechnet, rechnet irreführend

When plotted in a sound currency, one which the government does not have the ability to print at will (Gold), oil prices are basically flat since the 1940s.

Quelle: MyProps.org – Oil prices are flat since the 1940s, when plotted in a sound currency (Chart) – Housing Bubble and Bear Links

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Donnerstag, 29. Mai 2008

1 Liter Bier kostet (viel) mehr als 1 Liter Benzin

Oil is still very cheap. Bottled spring water at $2 per litre works out at $318 per barrel. Oil is fundamental to our lives for transportation and a myriad products ranging from plastic to pesticides. Unlike spring water, oil is finite and costs significantly more to find and produce.

Quelle: The Oil Drum | Why oil costs over $120 per barrel

Dies als „Antwort“ auf den Kommentar von don zu einem vorhergehenden Artikel – wenn sogar The Oil Drum solche Vergleiche anstellt, wieso sollte ich den Erdölpreis nicht mit Bier vergleichen?

was soll jetzt der vergleich?! du kannst nicht äpfel mit birnen vergleichen – bier ist ein getränk, benzin ein kraftstoff.

Quelle: Drei Stutz pro Liter Benzin

Deshalb bin ich weiterhin der Meinung, dass nur törichte (oder ultrareiche) Personen eine solch fundamental falsche Preisgestaltung ignorieren können.

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Donnerstag, 29. Mai 2008

Erdöl-Produzenten am Limit

It has been estimated that the global average decline rate is 4.5% per annum. […] What this means is that every year the global oil industry must bring on stream 3.8 million barrels per day new production just to compensate for decline (4.5% of 85 mmbpd). If less than 3.8 million bpd are commissioned then global oil production will fall and vice versa.

Quelle: The Oil Drum | Why oil costs over $120 per barrel

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Donnerstag, 29. Mai 2008

Der Grosse Milchstreik

Werden wir dereinst unseren Kindern vom „Grossen Milchstreik“ im Jahre 2008 erzählen können?

Die Wut der Bauern ist nachvollziehbar. Zum einen sind die Kosten für Energie und Futter drastisch gestiegen. Zum anderen verstehen die Bauern nicht, warum sie vom immer grösseren Appetit auf Milchprodukte in Asien und anderen aufstrebenden Weltregionen kaum profitieren.

Quelle: Der Milchstreik greift auf Europa über – Wirtschaft – Tages-Anzeiger

Klar kann man diese Aktion als Nebenschauplatz abtun. Doch sie zeigt (leider) auf, dass diejenigen, die deutlich näher am Erdölpreis hängen als „wir“ Konsumenten die Schockwelle auch viel früher zu spüren bekommen.

Im Gegensatz zum autofahrenden Arbeitnehmer wirkt sich bei den Landwirten die Einbusse, die durch gestiegene Energie- (Erdöl) und Rohstoffpreise (Dünger, Kraftfutter) entsteht, direkt auf den Geldsäckel aus. Teilweise ist die Einbusse so schlimm, dass man sogar rückwärts macht. Wer will es den Milchbauern da verübeln, dass sie protestieren, wenn sie zuviel zu sterben, zuwenig zum Leben haben?

(Die Rolle der Landwirtschafts-Subventionen lasse ich in diesem Fall aussen vor. Wer dazu etwas Gescheites zu sagen hat, soll dies mit einem Kommentar tun)

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Dienstag, 27. Mai 2008

Die Amis haben ausgefahren

Wenn schon nicht der Schweizer, dann verhält sich immerhin der Yankee als Homo Oeconomicus:

The Department of Transportation said figures from March show the steepest decrease in driving ever recorded.

Quelle: As gas goes up, driving goes down – CNN.com

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Dienstag, 27. Mai 2008

Randal hatte Recht!

Er war der Zeit einfach zwei Jahre voraus. Vor Ostern 2006 gab er zum Besten:

Er prognostizierte bis Ostern einen stark anziehenden Literpreis, mit einer weiteren Steigerung während der Sommerferien (wenn ich mich recht erinnere, fiel gar der Wert von 1.80 SFr./l – das würde sogar mich vom Hocker hauen).

Quelle: think eMeidi: Benzinpreise

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Dienstag, 27. Mai 2008

Vom Erdöl-Regen in die Pellet-Traufe

Bei den Investitionen ist laut Stritz eine Holzpelletheizung rund doppelt so teurer wie eine Öl-/Gasheizung. Und Wärmepumpen sind zwei bis dreimal so teuer. Beim Betrieb siehts dann jedoch ganz anders aus. Gegenüber Öl- und Gasheizungen sind die Kosten für Pelletöfen rund 40 Prozent tiefer. Für Wärmepumpen (Luft/Wasser) betragen die Betriebskosten noch ein Drittel, für Wärmepumpen mit Erdsonde ein Sechstel.

Quelle: Viele wollen nicht mehr Öl und Gas verheizen – Zürich – Tages-Anzeiger

Bevor sich der Mensch den Energieträger Erdöl zu Nutze machte, musste die Kohle dran glauben (die erste Dampfmaschine wurde bemerkenswerterweise entwickelt, um Kohlegruben von Wasser leerzupumpen – dem Erfinder war damals wohl noch nicht ganz so klar, welche Revolution er mit seiner Wundermaschine einläutete).

Doch vor der Kohle gab es während Jahrhunderten einen noch berühmteren Energieträger: Das Holz.

Schön, dass sich auch die Eidgenossen wieder auf alte Werte zurückbesinnen und ihren Energiehunger billiger stillen möchten, als es derzeit mit einer Erdölheizung der Fall ist.

Durchaus löblich – doch meiner Meinung machen die Leute einen Denkfehler, wenn sie einen Energieträger mit einem anderen ersetzen. Wäre es in dieser unsicheren Periode nicht einmal an der Zeit, sich grundlegende Gedanken über den Energiebedarf und die -nutzung zu machen?

Wer jetzt auf Pellets umstellt, sollte zwei Dinge beachten. Tun dies nämlich alle Mitbewohner des Landes auch, dann …

  • … haben wir ein ähnliches Versorgungsproblem wie beim Erdöl: Es gibt mehr Nachfrager als es Angebote gibt. Gerne würde ich mir von einem Energietechniker vorrechnen lassen, wie viele Wälder von der Fläche des gesamten Landes nötig wären, um den Bedarf im Inland zu decken (Annahme: Jede Haushaltung rüstet auf Pellet-Heizungen um).
  • Logische Konsequenz: Der Holz- und Pelletpreis steigt, der Preisvorteil gegenüber dem Erdöl minimiert sich. Auch wenn ich den genauen Produktionsprozess nicht kenne: Müssen in Pellets nicht auch Unmengen an elektrischer Energie gesteckt werden? Soweit ich weiss, ist ein hoher Druck nötig, um die Dinger zu pressen. Auch darf nicht vergessen werden, dass das Holz zum Pellet-Produzenten gekarrt und die Pellets zum Bezüger transportiert werden müssen. Erdöl findet sich in „grauer“ Form also auch in diesem Produkt wieder.

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Montag, 26. Mai 2008

Drei Stutz pro Liter Benzin

Skeptiker halten Ende Jahr drei Franken pro Liter für möglich

[…] Obwohl sich die Autofahrer in der ganzen Schweiz wohl bald schon an Benzinpreise von über 2 Fr. gewöhnen müssen, weniger Auto fahren sie bisher nicht. Widersprüchlich verhalten sie sich beim Neuwagenkauf: Die Schweizer stehen weiter auf immer protzigere, leistungsstärkere und schwerere Fahrzeuge, wie die Absatzzahlen des letzten Jahres zeigen.

Quelle: Der Benzinpreis kennt nur noch eine Richtung

Der Helvetier stammt garantiert nicht vom Homo oeconomicus ab …

Wie dem auch sei: Wo in der Schweiz kriegt man einen Liter Bier für drei Stutz? Dieser einfache Vergleich beweist: Benzin ist immer noch viel zu billig …

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