Archiv ‘Linux’

Dienstag, 25. November 2014

Ubuntu von einem kleinen USB-Stick installieren

Kürzlich nahm ich mir vor, einen alten Windos-Laptop mit Jahrgang 2008 platt zu machen und stattdessen Ubuntu darauf zu installieren. Da Computer mit DVD/CD-Laufwerken in unserem Haushalt de facto nicht mehr existieren, konnte ich die Installation nicht mittels einer DVD durchführen.

Ich entschied mich deshalb, die Installation über einen USB-Stick zu starten. Leider hatte ich nur einen alten USB-Datenträger mit mickrigen 512 MB zur Hand (auf dem anderen USB-Stick im Haushalt liegt Mac OS X 10.9 Mavericks als Installationsmedium bereit). Doch selbst für diesen exotischen Anwendungsfall hat Ubuntu vorgesorgt:

Ubuntu Minimal

Ich lud mir dafür Version 14.10 herunter, welche wenige 39 MB wiegt.

Anschliessend schloss ich den USB-Stick an meinem Mac mini an und folgte der Anleitung How to install Ubuntu on MacBook using USB Stick, um die Installationsdateien auf den USB-Stick zu bringen. Das MacBook wollte ich dann aber doch nicht mit Linux verschandeln, weshalb ich der Anleitung nur bis Punkt 11 folgte.

Die wichtigsten Befehle lauten (sozusagen als Sicherheitskopie hier in meinem Blog, falls das Ubuntu-Wiki das Zeitliche segnen sollte):

$ hdiutil convert minimal.iso -format UDRW -o minimal.img
# diskutil unmountDisk /dev/diskN
# dd if=minimal.img of=/dev/diskN bs=1m
# diskutil eject /dev/diskN

Da ich in der Vergangenheit meine liebe Mühe mit bootbaren USB-Sticks hatte, war ich überrascht, dass der Toshiba-Laptop beim ersten Anlauf ohne zu zicken in den Ubuntu-Installationsmodus bootete …

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Sonntag, 2. November 2014

SNMP-Proxy einrichten

Seit Jahren zeichne ich minütlich Vitalwerte meiner IT-Infrastruktur auf. Dafür verwende ich das quelloffene cacti, dessen Entwicklung zwar seit mehr als einem Jahr stillsteht, meine Bedürfnisse aber immer noch abdeckt. An der Code-Qualität hege ich meine Zweifel, habe mich bisher aber damit arrangiert, insbesondere weil aus meiner Sicht derzeit keine Alternative zur Verfügung steht. Item!

Seit einigen Monaten habe ich das Netzwerk hier in unserer gemeinsamen Wohnung in Bern mittels OpenVPN mit dem Netzwerk im Elternhaus verbunden. Zum Einsatz kommen zwei Router, welche mit DD-WRT geflasht sind (die Konfiguration von OpenVPN auf diesen Kisten ist eine weitere Pendenz in der Liste der geplanten Blog-Artikel).

Der Linux-Server, auf welchem cacti installiert ist und der Poller läuft, befindet sich im Elternhaus. Meine OpenVPN-Konfiguration hat es nun an sich, dass ich den Router in meiner Wohnung nicht per SNMP abfragen kann, weil dessen interne IP aus dem entfernten Netzwerk nicht ansprechbar ist.

Vor einer Woche hatte ich deshalb die zündende Idee, mich auf die Suche nach einem SNMP-Proxy zu machen, welchen ich auf einem Client im LAN unserer Wohnung aufsetze und mittels cacti via SNMP darüber die SNMP-Werte des Routers abfragen kann. Die Wahl fiel auf meinen Mac mini, auf dem SNMP bereits aktiviert ist und bereits von cacti abgefragt wird.

Nach einigen Recherchen mit Google war rasch klar, dass net-snmp die Funktionalität mit sich bringt, einzelne OIDs oder einen ganzen OID-Baum von einem SNMP-fähigen Drittsystem einzubinden und so als Proxy zu wirken.

Die Anleitungen, die man im Netz findet, sind leider etwas holprig, weshalb ich hier für die Nachwelt festhalten möchte, wie ich das Setup schlussendlich zum Laufen gekriegt habe — im Grunde ist es äusserst simpel:

/etc/snmp/snmpd.conf

(Auf dem Rechner, welcher im selben Subnetz wie der abzufragende Router steht)

...
# Proxy to let remote cacti retrieve local router SNMP information

# Define a simple view 'systemview', which includes everthing under .1.3.6.1
view    systemview     included      .1.3

# Map 'public' community to the 'notConfigUser'
com2sec notConfigUser  default       public

# Map 'notConfigUser' to 'notConfigGroup'
group   notConfigGroup v1            notConfigUser
group   notConfigGroup v2c           notConfigUser

# Give 'notConfigGroup' read access to objects in the view 'systemview'
access  notConfigGroup ""            any       noauth    exact  systemview none none

# v1/v2c community string for each proxied host
com2sec -Cn my_router_int notConfigUser  default       my_router

# Allow the 'notConfigUser' (a member of 'notConfigGroup') access for these contexts
access  notConfigGroup my_router_int        any     noauth  prefix  systemview none none

# Proxy configuration
proxy -Cn my_router_int -v 1 -c public 192.168.168.168 .1.3

Via: [HOWTO] Graph multiple servers using an SNMP proxy

Diese Konfiguration kann problemlos in die eigene Konfiguration eingepflegt werden, anzupassen sind einzig die IP des Routers (hier: 192.168.168.168), der über den Proxy abgefragt werden können soll, sowie dessen Community-Namen (hier fahrlässigerweise public).

Aus ästhetischen und verständlichen Gründen anzupassen sind zudem die Bezeichnungen my_router_int sowie my_router. my_router ist der Community-Name, mit welchem die SNMP-Daten des Drittsystems abgefragt werden können. my_router_int wiederum scheint eine Rolle bei der internen Zugriffsverwaltung zu spielen.

Unter Mac OS X verwende ich das von mir auf Github geteilten Restart-Script, um den SNMP-Server neu zu starten.

Test

Mittels des Tools snmpwalk prüfen wir in einer Shell direkt auf dem Proxy, ob net-snmp den OID-Baum tatsächlich einbindet:

$ snmpwalk -v 1 -c my_router localhost
SNMPv2-MIB::sysDescr.0 = STRING: Linux DD-WRT 3.X.X #110 Sun Mar 24 15:46:47 CET 2013 mips
SNMPv2-MIB::sysObjectID.0 = OID: NET-SNMP-MIB::netSnmpAgentOIDs.10
DISMAN-EVENT-MIB::sysUpTimeInstance = Timeticks: (12623972) 1 day, 11:03:59.72
SNMPv2-MIB::sysContact.0 = STRING: user@domain.tld
...

Klappt!

cacti

Schlussendlich muss das neue Gerät noch in cacti erfasst werden. Das stellt den erfahrenen cacti-Benutzer vor keine Probleme, einzig muss darauf geachtet werden, dass man nicht die IP des Routers, sondern diejenige des Proxys und der in snmpd.conf definierte Community-String (im obigen Beispiel -c my_router, also my_router) angibt. Belässt man den Community-Wert auf public frägt man stattdessen die Werte des Proxys selber ab — und nicht diejenigen des zu überwachenden Routers.

Weiterführende Links

Ein ETH-Mitarbeiter hat aufgeschrieben, wie man so etwas via SSH-Tunnel hinkriegt, wenn man keinen VPN-Tunnel hat.

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Dienstag, 16. September 2014

udevd meldet „invalid rule“

In /etc/udev/rules.d/10-local.rules stand bei mir Folgendes:

BUS=="usb", KERNEL=="sd?1", ATTR{manufacturer}=="LaCie*", NAME="%k", SYMLINK+="usbhdd1"

Mit einem der udev-Updates der letzten Jahre scheint sich die Notation solcher Regel etwas geändert zu haben, weshalb beim Boot-Prozess meines Linux-Servers kurzzeitig eine Fehlermeldung aufflackerte:

udevd[xxx]: invalid rule '/lib/udev/rules.d/10-local.rules:1'

Das Debugging solcher Fehlermeldungen und Regeln ist ganz einfach — wenn man weiss wie.

Auf der Kommandozeile führt man folgenden Befehl aus:

# udevadm test /etc/udev/rules.d/10-local.rules
load module index
read rules file: /etc/udev/rules.d/10-local.rules
unknown key 'BUS' in /etc/udev/rules.d/10-local.rules:1
invalid rule '/etc/udev/rules.d/10-local.rules:1'
...

Quelle: Debugging udev rules

Und siehe da, heute scheint das neu folgendermassen zu heissen:

SUBSYSTEM=="usb"

Nach der Änderung prüft man die Syntax erneut:

# udevadm test /etc/udev/rules.d/10-local.rules
load module index
read rules file: /etc/udev/rules.d/10-local.rules
unknown key 'SYSFS{manufacturer}' in /etc/udev/rules.d/10-local.rules:1
invalid rule '/etc/udev/rules.d/10-local.rules:1'
...

Aha, heute heisst das offenbar:

ATTR{manufacturer}

… und ab sofort motzt udevd nicht mehr rum:

# udevadm test /etc/udev/rules.d/10-local.rules
load module index
read rules file: /etc/udev/rules.d/10-local.rules
read rules file: /lib/udev/rules.d/42-usb-hid-pm.rules
...

Der Abend ist gerettet.

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Sonntag, 31. August 2014

Unter Linux einen Kommandozeilenbefehl regelmässig in Sekundenabständen ausführen (ohne cron)

Kürzlich spielte ich wieder einmal eine Sicherung des Inhaltes der 2 GB SD-Card, welche in meinem uralten TomTom ONE Europe steckt, zurück auf das Gerät. Da das Navigationsgerät nur über einen USB1-Anschluss verfügt, handelt es sich um eine entsprechend langwierige Angelegenheit.

Da ich die Sicherung auf der Kommandozeile unter Verwendung von rsync und ohne irgendwelche aussergewöhnlichen Kommandozeilenoptionen durchführte (-av reicht mir in solchen Fällen), musste ich mir einen anderen Weg überlegen, um den Fortschritt zu visualisieren.

Ich öffnete mir dazu ein zweites Kommandozeilenfenster. Damit ich den Computer kurzzeitig verlassen und mich bei der Rückkehr jeweils vom Fortschritt überzeugen konnte, startete ich folgenden Befehl:

$ watch -n 1 "df -k | grep INTERNAL | awk '{print \$4} {print \$5}'"

Mit Hilfe des Unix-Tools watch kann ein Befehl alle definierten n Sekunden wieder ausgeführt werden (hier: n -1, sprich jede Sekunde). Den Befehl fügte ich in Anführungszeichen bei, weil dieser Sonderzeichen und Pipes enthielt.

Konkret wird das Tool df aufgerufen, welches Grösseninformationen über gemountete Volumes ausgibt. Mittels grep filtere ich den Datenträger heraus, welcher mich interessiert. Und mittels awk isoliere ich dann die Grössenangaben über den noch verfügbaren Speicher (-k, das heisst in Kilobytes). Diese Zahl sollte im beschriebenen Anwendungsfall stetig nach unten zählen, bis der Kopiervorgang zu Ende ist.

WICHTIG: Damit awk in einem solchen Konstrukt funktioniert, müssen die Dollarzeichen escaped werden.

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Donnerstag, 10. Juli 2014

MySQL meldet „Using unique option prefix X instead of Y is deprecated“

Warning: Using unique option prefix database instead of databases is deprecated and will be removed in a future release.
Please use the full name instead.

MySQL reklamiert dies, weil die Namen einiger Argumente und Konfigurationsparameter in den kommenden Releases umbenannt werden.

Im Script zur Sicherung meiner Datenbanken war die Anpassung simpel:

...
$MYSQLDUMP --user=$USER --password=$PW --database $DATABASE > "$DUMPFILE"
...

… wurde zu …

...
$MYSQLDUMP --user=$USER --password=$PW --databases $DATABASE > "$DUMPFILE"
...

Man beachte, dass in der ursprünglichen Version der Parameter databases noch im Singular (database) aufgeführt war.

Denkanstoss: Thread: Using unique option prefix pass instead of password is deprecated

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Samstag, 5. Juli 2014

E-Mail bei Verwendung von sudo

Auch das ist dank Google und dem Internet ein äusserst simples Unterfangen:

# visudo

In der Konfigurationsdatei fügt man unterhalb der bestehenden Default-Einträge folgende Zeilen ein:

...
Defaults mail_always
Defaults mailerpath=/usr/sbin/sendmail
Defaults mailto="logger@domain.tld"
Defaults mailsub="*** Command run via sudo on %h ***"
Defaults mailerflags="-t"
...

Quelle: Email notification everytime users run “sudo” on Linux

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Samstag, 5. Juli 2014

E-Mail bei (erfolgreichem) SSH-Login

Dank Google und dem Internet war dieses unterfangen in einer Minute erledigt:

/etc/pam.d/sshd

Am Ende der Datei (die ich weder kannte und deren Inhalt ich nicht verstehe) fügte ich folgende Zeile ein:

...
session optional pam_exec.so seteuid /usr/local/bin/ssh-login-notify.sh

/usr/local/bin/ssh-login-notify.sh

Auch mailx kannte ich nicht, bisher habe ich immer mail verwendet (Erläuterungen zum Unterschied) — diese Ubuntu-Benutzer sind am „bleeding edge“ unterwegs!

#!/bin/sh
EMAILTO="logger@domain.tld"

if [ "$PAM_TYPE" != "close_session" ]; then
HOST="`hostname`"
SUBJECT="SSH Login: $PAM_USER from $PAM_RHOST on $HOST"
MESSAGE="`env`"

echo "$MESSAGE" | mailx -s "$SUBJECT" "$EMAILTO" &
fi

Quelle: How do I set up an email alert when a ssh login is successful?

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Montag, 2. Juni 2014

MySQL will nach dem Upgrade auf Version 5.5 unter Debian nicht mehr starten

Aus irgendeinem Grund setze ich auf meinem Entwicklungsserver seit Jahren MySQL 5.0 ein. Heute sah ich den Tag gekommen, die Datenbank auf Version 5.5 zu „lüpfen“.

Leider lief dieses Unterfangen nicht ohne Komplikationen ab:

# /etc/init.d/mysql start
Starting MySQL database server: mysqld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . failed!

Konfigurationsdatei anpassen

Na toll, sehr aussagekräftig das Ganze! Doch wenn man anstelle des Debian Startup-Scripts mysqld direkt aufruft, wird man von Fehlermeldungen nur so erschlagen:

# /usr/sbin/mysqld 
140602 21:39:51 [Warning] Using unique option prefix key_buffer instead of key_buffer_size is deprecated and will be removed in a future release. Please use the full name instead.
140602 21:39:51 [Warning] The syntax '--log-slow-queries' is deprecated and will be removed in a future release. Please use '--slow-query-log'/'--slow-query-log-file' instead.
140602 21:39:51 [ERROR] An old style --language value with language specific part detected: /usr/share/mysql/english/
140602 21:39:51 [ERROR] Use --lc-messages-dir without language specific part instead.
140602 21:39:51 [Warning] Using unique option prefix myisam-recover instead of myisam-recover-options is deprecated and will be removed in a future release. Please use the full name instead.
140602 21:39:51 [Note] Plugin 'FEDERATED' is disabled.
/usr/sbin/mysqld: Table 'mysql.plugin' doesn't exist
140602 21:39:51 [ERROR] Can't open the mysql.plugin table. Please run mysql_upgrade to create it.
140602 21:39:51 InnoDB: The InnoDB memory heap is disabled
140602 21:39:51 InnoDB: Mutexes and rw_locks use GCC atomic builtins
140602 21:39:51 InnoDB: Compressed tables use zlib 1.2.8
140602 21:39:51 InnoDB: Using Linux native AIO
140602 21:39:51 InnoDB: Initializing buffer pool, size = 128.0M
140602 21:39:51 InnoDB: Completed initialization of buffer pool
140602 21:39:51 InnoDB: highest supported file format is Barracuda.
140602 21:39:51  InnoDB: Waiting for the background threads to start
140602 21:39:52 InnoDB: 5.5.37 started; log sequence number 3243771
140602 21:39:52 [ERROR] /usr/sbin/mysqld: unknown option '--skip-bdb'
140602 21:39:52 [ERROR] Aborting

140602 21:39:52  InnoDB: Starting shutdown...
140602 21:39:53  InnoDB: Shutdown completed; log sequence number 3243771
140602 21:39:53 [Note] /usr/sbin/mysqld: Shutdown complete

Soso. Zuerst einmal musste ich die Konfigurationsdatei /etc/mysql/my.cnf säubern — auch wenn obige Fehlermeldungen aussehen als würden sie von Kommandozeilenoptionen stammen, waren sie bei mir alle in der my.cnf spezifiziert.

  • key_buffer muss in key_buffer_size umbenannt werden
  • log_slow_queries muss in slow-query-log-file umbenannt werden
  • language = /usr/share/mysql/english muss vollständig auskommentiert werden
  • myisam-recover muss in myisam-recover-options umbenannt werden
  • skip-bdb muss vollständig auskommentiert werden

Tabellenstruktur aktualisieren

Nach dieser Aktion kam MySQL zwar nicht mehr hoch, aber spuckte immerhin nur noch eine Fehlermeldung aus:

...
mysqld: Table 'mysql.plugin' doesn't exist
140602 21:52:02 [ERROR] Can't open the mysql.plugin table. Please run mysql_upgrade to create it.
...

Wenn ich diesen Befehl aber auf der Kommandozeile ausführte, erhielt ich folgendes zu Gesicht:

# mysql_upgrade
Looking for 'mysql' as: mysql
Looking for 'mysqlcheck' as: mysqlcheck
FATAL ERROR: Upgrade failed

Eine Antwort auf Serverfault half mir dann aber auf die Sprünge: Bevor man diesen Befehl ausführt, muss mysql im Hintergrund laufen. Doch wie starte ich MySQL, wenn es zuerst die Ausführung von mysql_upgrade verlangt? Mit folgendem Befehl ignoriert MySQL Probleme mit fehlenden Tabellen:

# mysqld --skip-grant-tables

Anschliessend lässt man mysql_upgrade in einem anderen Terminal laufen. Und voila, nach dieser Aktion kommt MySQL nun auch wieder mit dem Debian-Startscript hoch:

# # /etc/init.d/mysql start
Starting MySQL database server: mysqld ..
Checking for tables which need an upgrade, are corrupt or were 
not closed cleanly..

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Mittwoch, 28. Mai 2014

AirPrint mit einem HP LaserJet 1300 auf einem Linux-Server aktivieren

Heute habe ich den Linux-Server in meinem Heimnetzwerk so konfiguriert, dass der dort per USB angeschlossene HP LaserJet 1300 auch von iOS-Geräten (iPhone und iPad) mittels AirPrint angesteuert werden kann.

Dies stellt sich heutzutage, anno 2014, als ein äusserst simples Unterfangen heraus:

CUPS installieren

Zuerst installiert man auf dem Server CUPS, das Common UNIX Printing System, welches von Apple gehegt und gepflegt wird. In meinem Fall hat dieses Drucksystem lprng ersetzt, welches automatisch deinstalliert wird:

# apt-get install cups

cups Web-Oberfläche freigeben

In /etc/cups/cupsd.conf sind in allen Location-Elementen (merke: CUPS verwendet Apache als Web-Frontend) die IPs des lokalen Netzwerks für erlaubte Zugriffe freizugeben:

...
Listen *:631
...
DefaultAuthType BasicDigest
...
<Location />
  Order allow,deny
  Allow From 10.0.10.0/24
</Location>
...
<Location /admin>
  Order allow,deny
  Allow From 10.0.10.0/24
</Location>
...

DefaultAuthType BasicDigest habe ich von Basic auf Digest umgestellt, damit ich das Passwort meines sudo-befähigten Benutzers nicht im Klartext über das Netzwerk gesendet wird. Damit man sich nach dieser Konfigurationsanpassung einloggen kann, muss man zuerst noch einen entsprechenden Benutzer erstellen:

# lppasswd -a <username>
Enter password: ********
Enter password again: ********

Eigener Benutzer der Gruppe lpadmin hinzufügen

Damit ich CUPS über die Web-Oberfläche administrieren kann, habe ich meinen persönlichen Benutzernamen zusätzlich der lokalen Gruppe lpadmin zugewiesen:

# usermod -aG lpadmin <username>

CUPS LPD-Druckserver einrichten

Obwohl heute IPP das Mass aller (Druck)dinge ist, verwende ich für Mac OS X- und Windows-Clients weiterhin das LPR/LPD-Druckprotokoll, weil es so simpel gestrickt und kaum fehleranfällig ist. Da CUPS aber lprng deinstalliert hat, muss in /etc/inetd.conf folgende Zeile eingefügt werden, welche den CUPS-eigenen LPD-Server aktiviert:

...
printer stream tcp nowait lp /usr/lib/cups/daemon/cups-lpd cups-lpd -o document-format=application/octet-stream

inetd startet man unter Debian folgendermassen neu:

# /etc/init.d/openbsd-inetd restart

Drucker einrichten und konfigurieren

Über die Web-Oberfläche, welche man unter http://localhost:631 erreicht (respektive über http://10.0.10.10:631) richtet man sich mit dem Installationsassistenten den USB-Drucker ein. Bei mir wurde das Gerät an der USB-Schnittstelle problemlos erkannt und auch entsprechende HP-Treiber angeboten.

WICHTIG: Ich hatte erhebliche Probleme mit dem Postscript-Druckertreiber (der HP LaserJet 1300 kann Postscript 2 emulieren): Jeder zweite Druckauftrag — egal ob von Mac oder vom iPad — blockierte den Drucker entweder oder liess ihn eine fast leere Seite mit der Fehlermeldung „Offending Command“ ausdrucken. Doch sobald ich den Drucker auf den Sample monochrome PCL XL/PCL 6 driver umgestellt hatte, funktionierte die Druckerei tadellos. In diesem Fall ist aber darauf zu achten, dass man unter Mac OS X ebenfalls mit dem PCL-Druckertreiber druckt, damit man dem CUPS-Druckserver die Umwandlung von PostScript zu PCL erspart.

Fertig!

Obwohl ältere AirPrint-Installationsanleitungen im Internet die Sysadmins nun auch noch auffordern, Avahi zu installieren (war bei mir schon vor dieser Neukonfiguration des Drucksystems auf dem Server aktiv) und mittels des Scripts airprint-generate.py einen Bonjour-Service anzukündigen, funktionierte die Anpreisung mit CUPS 1.7.2-3 ohne irgendwelche Konfigurationsanpassungen.

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Sonntag, 25. Mai 2014

lftp mit Zertifikatsproblemen

Wenn lftp auf Grund von Zertifikatsproblemen bockt …

Certificate verification: subjectAltName does not match »domain.tld«

… wechselt man folgendermassen auf unsichere FTP-Verbindungen:

$ lftp -e 'set ftp:ssl-allow off; cd public_html; put index.php; bye' www.domain.tld

Via: Lftp Fatal Error: Certificate Verification: Not Trusted

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