Der 54-jährige sagte, er habe die Leber eines 20-jährigen Mannes erhalten,
Quelle: Apple-Chef Steve Jobs nach sechs Monaten wieder im Rampenlicht (Panorama, NZZ Online)
Falsch, liebe NZZ, Steve sagte „… mid-twenties“ …
Donnerstag, 10. September 2009
Der 54-jährige sagte, er habe die Leber eines 20-jährigen Mannes erhalten,
Quelle: Apple-Chef Steve Jobs nach sechs Monaten wieder im Rampenlicht (Panorama, NZZ Online)
Falsch, liebe NZZ, Steve sagte „… mid-twenties“ …
Dienstag, 8. September 2009
Vier Tage nach der angeblichen Schlägerei in der Matte hat das mutmassliche Opfer immer noch keine Anzeige gemacht.
Soll heissen: Die Journalisten bitten das Opfer insbrünstig, doch verdammi siech nonemal die Anzeige zu machen, damit die Zeitung gopferdelli endlich mit wichtigen und ausführlichen Reportagen gefüllt werden kann. Huere siech.
Tags: Journalismus
Labels: Bern, Medien
Mittwoch, 2. September 2009
Sie unterliegen dem fundamentalen Irrtum, dass die technische Revolution, die sie in den letzten Jahren durchlebt haben, aus ihnen Newsleute gemacht habe, die sich auf der Höhe der Entwicklung bewegen. Doch ihre Arbeitsmethoden und Arbeitsabläufe sind immer noch dieselben wie vor zwanzig Jahren, […]
Quelle: Arlesheim Reloaded. Mäuse schultern Elefanten. – Frühstück mit Zeitung
Tags: Journalismus, Kritik
Labels: Medien, Schweiz
Freitag, 28. August 2009
Dann waren es nur noch zwei: Die FDP will mit … und … den Bundesratssitz verteidigen.
Quelle: Die FDP steigt mit Burkhalter und Lüscher ins Rennen (Schweiz, NZZ Online)
Hätte man da die Platzhalter nicht mit den richtigen Namen ersetzen sollen? Oder schnall‘ ich den Wortwitz einfach nicht?
Tags: NZZ, Online-Medien
Labels: Medien
Donnerstag, 27. August 2009
Wem dient die Geheimniskrämerei? Den Geiseln oder Merz?
Quelle: Wem dient die Geheimniskrämerei? Den Geiseln oder Merz? – Schweiz: Standard – bernerzeitung.ch
Egal, wem’s wirklich nützt – ich jedenfalls weiss, wer sich tödlich darüber aufregt: Die ganze Online Journalisten-Bande, die mangels Informationen alte Artikel rezyklieren und sich Vermutungen und Hypothesen aus den Fingern saugen müssen. Ach ihr armen, armen Newsnetzschreiberlinge … *tätschel*
Seit zwei Tagen steht das Flugzeug des Bundes auf dem Militärflughafen in Tripolis. Schweizer Politikern reisst langsam der Geduldsfaden.
Den Journalisten von Newsnetz übrigens auch …
Freitag, 31. Juli 2009
Unser heiliger Bahnhof kommt im heutigen Magazin voll und ganz auf seine Kosten:
Hier in Neuenegg (BE) ist die Schweiz noch nicht totgeputzt, hier riecht es nach Fremde und nach Pisse.
Quelle: Das Magazin » Warten auf Vase
Donnerstag, 30. Juli 2009
Virologin Karin Mölling entwickelt ein neues Mittel gegen Schweinegrippe. Obwohl sie sagt, dass die Todesrate viel geringer sei als bei normaler Grippe.
Quelle: «Das Virus ist extrem fit» – Wissen: Dossier – bernerzeitung.ch
Randal, du kannst wieder aus deiner Steinzeithöhle rauskommen …
Wichtig ist zudem, das Grundschulwissen wieder aufzufrischen („Einmaleins der Virologie“):
Wer die Schweinegrippe überstanden hat, ist immun.
Tags: Gesundheit, Hype, Schweinegrippe
Labels: Medien
Dienstag, 28. Juli 2009
Bei der Schweinegrippe haben wir die unheilige Allianz zwischen Pharmaziefirmen (Die Schweinegrippe macht ihn mit jedem Tag reicher – noch Fragen?) und Angestellten, die die Berufsbezeichnung „Journalisten“ längst abgesprochen erhalten sollen – und nun haben sich die Postillenschreiber ausgerechnet mit der Waschmittel- und Waschmaschinenindustrie verbündet, um uns vor neuen äusserst gefährlichen Gesundheitsschäden zu warnen:
Erkrankt eine Person, zum Beispiel an einer Grippe oder einem Fußpilz, sollten ihre Kleidungsstücke jedoch gesondert mit einem Vollwaschmittel bei 60 Grad in die Trommel gegeben werden.
Die politisch nicht korrekte Antwort darauf wäre: „Habt ihr endgültig einen Flick fort?!“
Wenn das so weiter geht, erkläre ich 2009 als Jahr der übergeschnappten JournalistInnen. Frau Donner – Angehörige ihres Geschlechts reagieren erfahrungsgemäss deutlich stärker auf reale und gefühlte Hygienemissstände – hat zwar gründlich recherchiert und unzählige Meinungen eingeholt – doch diejenige Frage, die mich am meisten interessiert, hat sie nicht gestellt: Gehen wir hypothetisch davon aus, dass ich das perfekte Kleiderwaschregime entwickle, dafür für tausende von Franken Investitionen in neue Produkte tätige und schlussendlich keimfreie (!!!) Kleidgung aus der Waschmaschine ziehe. Spätestens wann – und in welcher Menge – treffe ich dann doch auf die pöhsen, pöhsen Keime? An Handgriffen von Türen, in der Strassenbahn, im Kontakt mit anderen Menschen, bei der Dusche im Fitness-Center … Na? Aber solche Fragen entsprechen ja nicht der Auftrag eines professionellen Journalisten im 21. Jahrhundert. Nichts da von Komplexitätsreduktion und Einbettung des Berichts ins grössere Ganze – die Schreiberlinge sind ja nur noch dazu da sind, die Arbeitszeit und die Publikation auszufüllen. Die Qualität des Produkts ist dabei nebensächlich. Hauptsache fette Schlagzeile.
Wer immer noch Angst vor einer Ansteckung über Kleidungsstücke hat, soll sich zuerst überlegen, den Mitbewohner einer richtigen Quarantäne zu unterziehen.
Tags: Deutschland, Gesundheit, Kritik
Labels: Medien
Dienstag, 21. Juli 2009
[…] Doch in dieser Verachtung steckt ein rechtes Stück Angst. Dieses Angstgefühl äusserst sich sehr deutlich in einer 1923 veröffentlichten antisozialistischen Broschüre. Sie stammt von E. Steinmann, Sekretär der Freisinnigen Partei, und W. Bretscher, Chefredaktor der „Neuen Zürcher Zeitung“. Die Autoren verweisen auf wissenschaftliche Experten und erklären, dass eine Frau, die sich an einer Revolte beteilige, im Gegensatz zum Mann, absolut jedes moralische Gefühl verloren habe. Wenn die Frau aus ihrer natürlichen Umwelt, d.h. der Familie heraustrete, um sich öffentlichen Angelegenheiten zuzuwenden, gehe sie jeglicher Bezeihung zu moralischen Werten und Bindungen verlustig; sie sei daher, und insbesondere auf Seiten der Sozialisten, ein äusserst gefährliches Wesen.
Quelle: Jost, „Die reaktionäre Avantgarde“, 1992, S. 100.
So schlimm ist es dann glücklicherweise doch nicht herausgekommen … oder?
Meine Lieblingsberufgsruppe, die Rechtsverdreher, haben im Kampf gegen die Emanzipation – analog zur FDP und der NZZ – den Vogel abgeschossen:
Die Advokaten hinwiederum sprechen an ihrem Jahreskongress von 1910 in Genf den Frauen schlicht die Befähigung ab, diesen Beruf korrekt ausüben zu können. Der den Frauen angeborene Geist der Subjektivität, so die Herren Advokaten, erlaube es ihnen nicht, gerecht zu urteilen.
Quelle: Jost, „Die reaktionäre Avantgarde“, 1992, S. 104.
Tags: FDP, Geschichte, Geschlechter, Journalismus, NZZ, Presse
Labels: Medien, Politik
Dienstag, 21. Juli 2009
Old-school news companies aren’t like that — the editorial staff makes up only a fraction of the total head count at major newspaper and magazine companies. The question these companies should be asking is, “How do we keep reporting and publishing good content?” Instead, though, they’re asking “How do we keep making enough money to support our existing management and advertising divisions?” It’s dinosaurs and mammals.
Quelle: Daring Fireball: Charging for Access to News Sites
Sprich: Schlussendlich kämpfen die managenden Manager, Hausjuristen und Marketing-Fuzzis um ihr Überleben – nur logisch, dass die Journalisten (die „gemanagten“ Sklaven) als erstes über die Klippe springen müssen, während man gleichzeitig Bullshit wie die espace.card auf den Markt drückt, der mit dem Kerngeschäft absolut nichts zu tun hat. Und am Ende werden sich die BWLer am Sitzungstisch verdutzt fragen, wo die Inhalte geblieben sind …
Tags: Presse, Wirtschaftskrise
Labels: Medien, Web