„[…] This election will be decided by the voters, not by the candidates.“
Quelle: Franken’s deficit: 238 votes
Samstag, 8. November 2008
„[…] This election will be decided by the voters, not by the candidates.“
Quelle: Franken’s deficit: 238 votes
Freitag, 7. November 2008
Der neu gewählte Präsident der USA wird vermutlich heute seine Kabinettsliste bekannt geben. Es spricht einiges dafür, dass Barack Obama den Republikaner Arnold Schwarzenegger an Bord holt.
Quelle: Terminator auf dem Weg in Obamas Kabinett – News Ausland: Amerika – tagesanzeiger.ch
… offenbar als persönlicher Fitness-Trainer:
Schwarzenegger (im Wahlkampf in Ohio): „He needs to do something about those skinny legs“
Dienstag, 4. November 2008
„Ploderi“ Manfred Messmer schwingt in einem sonntäglichen Blog-Artikel mal wieder seine Keule:
Erstaunlich ist, dass es Herrn Obama trotz einem inzwischen einjährigen Wahlkampf und 600 Mio. USD(!) an Wahlkampfgeldern und trotz halbstündigem Infomercial (mit amerikanischem Sniff-Thrill) nicht gelingt, die 50%-Marke solide zu überspringen, dass er die offensichtlichen Schwächen in McCains Wahlkampf nicht in eine gefestigte Mehrheit umsetzen kann.
Quelle: Arlesheim Reloaded. Mäuse schultern Elefanten. – Kontrapunkt
Zuerst war ich ob dieser Aussage doch gar erstaunt – unter 50%, und doch Präsident der Vereinigten Staaten?
Dank dem im Netz gesammelten Wissen war es relativ leicht, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen und zu schauen, mit welchem Stimmenanteil frühere Kandidaten Präsident der Vereinigten Bankrotten Staaten von Amerika geworden ist:
| 2004 | George W. Bush | 50.7% | John Kerry | 48.3% |
| 2000 | George W. Bush | 47.9% | Al Gore | 48.4% |
| 1996 | Bob Dole | 40.7% | Bill Clinton | 49.2% |
| 1992 | George H. W. Bush | 37.7% | Bill Clinton | 43.0% |
| 1988 | George H. W. Bush | 53.4% | Michael Dukakis | 45.6% |
| 1984 | Ronald Reagan | 58.8% | Walter Mondale | 40.6% |
| 1980 | Ronald Reagan | 50.7% | Jimmy Carter | 41.0% |
| 1976 | Gerald Ford | 48.0% | Jimmy Carter | 50.1% |
| 1972 | Richard Nixon | 60.7% | George McGovern | 37.5% |
| 1968 | Richard Nixon | 43.4% | Hubert Humphrey | 42.7% |
Fazit: Seit 1992 erreichte jeder Präsident einen Stimmenanteil von maximal 50.7%. Auffällige Ausnahmen sind (allesamt Republikaner) Ronald Reagan 1988 (58.8%) und Richard Nixon 1972 (60.7%)
Ebenso wichtig sind die Anzahl Wahlmänner, die heute die Kandidaten erreichen werden. Gelingt es Obama, über 300 der 270 Wahlmänner hinter sich zu scharen, so wäre dies gemäss meinem Korrespondenten in Venice, CA, bereits ein Achtungserfolg.
Nicht auszudenken, wenn Obama gar deren 311, 353, 364 oder 338 Wahlmänner machen würde, die von FiveThirtyEight.com in Tausenden von Simulationen als wahrscheinlichstes Resultat berechnet worden sind (leider muss ich erwähnen, dass an fünfter Stelle noch 291 Wahlmänner kommen – aber das blenden wir jetzt mal schön aus!).
Ich wünsche mir, dass Obama (mindestens) 310 Wahlmänner holt und George H. W. Bushs 53.4% Stimmenanteil von 1988 egalisiert.
Mario „Claude Longchamp“ Aeby Amen.
Donnerstag, 30. Oktober 2008
Wer gedacht hätte, dass mit den Bankenpleiten in diesem Jahr die zügellose Gier der Banker und ihrer Komplizen verschwunden sei, irrt:
Das milliardenschwere Rettungspaket der US-Regierung soll den Geschäftsbanken das Überleben sichern – doch das hindert große US-Banken nicht daran, einen Teil der Kapitalhilfe gleich wieder auszuschütten: als Dividenden an die Aktionäre.
Quelle: USA: Banken zahlen Steuergeld als Dividende – manager-magazin.de
Profiteur Nummer 1: Der Aktienbesitzer (neu-deutsch: Shareholder) (auch wenn die armen Casino-Besucher viel, viel Geld mit Aktien verloren haben, geht es nicht an, diese nun mit Steuergeldern zu alimentieren)
Financial workers at Wall Street’s top banks are to receive pay deals worth more than $70bn (£40bn), a substantial proportion of which is expected to be paid in discretionary bonuses, for their work so far this year – despite plunging the global financial system into its worst crisis since the 1929 stock market crash, the Guardian has learned.
Quelle: Wall Street bankers in line for $70bn payout | Business | The Guardian
Weder in den USA, noch in der Schweiz denken die Banker daran, auf ihre Boni zu verzichten. Diese werden anscheinend mittlerweile als integraler Lohnbestandteil betrachtet wie hierzulande der 13. Monatslohn. Motto: „Boni? Hat’s schon immer gegeben, wird’s auch immer geben!“.
Profiteur Nummer 2: Der Kadermitarbeiter und der Bankmanager (als Anerkennung seiner Leistung in den vergangenen 10 Monaten?)
Langsam aber sicher komme ich mir irgendwie verarscht vor …
Tags: Banken, Betrug, Finanzkrise, Staat
Labels: Politik
Mittwoch, 29. Oktober 2008
Wenn einem die Argumente in einer politischen Diskussion ausgehen: Es gibt ja immer noch den Nothalt, indem man den Gegner einen Sozialisten schimpft:
Back when the polls were nip and tuck and the leaves had not yet begun to turn, Barack Obama had already been accused of betraying the troops, wanting to teach kindergartners all about sex, favoring infanticide, and being a friend of terrorists and terrorism. What was left? The anticlimactic answer came as the long Presidential march of 2008 staggered toward its final week: Senator Obama is a socialist.
Sonntag, 26. Oktober 2008
„Also, she is playing for her own future and sees herself as the next leader of the party. Remember: Divas trust only unto themselves, as they see themselves as the beginning and end of all wisdom.“
Labels: Politik
Sonntag, 26. Oktober 2008
when the world seems to be falling apart, you don’t turn to a guy you’d like to have a beer with, you turn to someone who might actually know how to fix the situation.
Quelle: Op-Ed Columnist – Desperately Seeking Seriousness – NYTimes.com
Bereits im August habe ich in einem Blog-Artikel klar gesagt, dass die „Fundamentals“ für Obama sprechen. Daran hat sich nichts geändert, nur spuren die meisten nun auf meine Prophezeiung ein.
Sonntag, 26. Oktober 2008
Für mich wäre ganz klar Letztere die bessere politische Partnerin:
Schneider-Ammann fordert im «SonntagsBlick», der Bund müsse zur Bonus-Rückforderung Notrecht anwenden, wie er es bei den Stützungsgeldern von 66 Milliarden Franken für die UBS getan habe: «Wenn man die Riesensumme für das Rettungspaket in kurzer Zeit beschliessen konnte, dann kann man auch mit der gleichen Kraft die Boni-Geschichte auf einen neuen, besseren Weg bringen.»
Quelle: «UBS-Boni mit Notrecht zurückholen» – News Wirtschaft: Unternehmen & Konjunktur – bernerzeitung.ch
Bravo, Herr Schneider-Ammann! Wäre ich nicht der SP verpflichtet, hätten Sie garantiert meine Stimme.
Aber selbstverständlich ist unser Bundesrat und die Nationalbank viel zu sehr mit den Interessen der Finanzwirtschaft verbandelt. Würden wir auch bei dieser Boni-Geschichte mit Notrecht handeln, wäre Schaden für den Bankensektor klar. Doch die Schweiz müsste in einer solchen Krisensituation alles unternehmen, um in Zukunft nicht mehr auf einen gesunden Bankensektor angewiesen zu sein. Wenn wir mit dem bisherigen Modus operandi weiterfahren, haben wir a) nichts aus der Krise gelernt und b) erhalten ein nicht lebensfähiges System im künstlichen Koma.
Tags: Banken, FDP, Finanzkrise, UBS
Labels: Politik, Schweiz
Sonntag, 26. Oktober 2008
… ist gegen uns! Gutes Druckmittel welches beispielsweise die Regierung Bush beim Waffengang im Irak auch angewendet hat:
Die CVP stehe hinter dem Rettungspaket. Die SP nehme mit ihrem Populismus die Destabilisierung des Systems und somit schweren Schaden in Kauf.
Quelle: Parteien im Bann von Finanzkrise und Lohnexzessen (Schweiz, NZZ Online)
Politik, die unter Zeitdruck und solchen Drohungen gemacht werden soll, hat den Namen definitiv nicht verdient! Wenn abweichende Meinungen nicht mehr erlaubt sind, können wir ja gleich den Einparteienstaat ausrufen …
Tags: CVP, Finanzkrise, SP
Labels: Politik, Schweiz
Freitag, 24. Oktober 2008
Selbst die Politiker der bürgerlichen Parteien sprechen plötzlich wie Linke: Er habe eine „Wut im Bauch“, sagte Johann Schneider-Ammann
Würde Matthias von Rohr vom SPIEGEL das Blog Smythestyle lesen, wüsste er, dass Bürgerliche Schneider-Ammann nicht als einen der ihren betrachten. Ein Linker in liberaler Filzkleidung, sozusagen.
Tags: FDP
Labels: Blogosphäre, Funny, Medien, Politik, Schweiz, Wirtschaft