Archiv ‘Schweiz’

Donnerstag, 3. April 2008

Der Ostfeldzug beginnt am 30. April 2008

SVP startet Ostfeldzug gegen sture (Stein-)Böcke

Die Schlumpf-hat-uns-Verraten-Partei will ihre Bundesrätin, die eigentlich gar nicht mehr die ihre ist, nun komplett aus der Partei verbannen. […]

Quelle: SVP startet Ostfeldzug gegen sture (Stein-)Böcke

Und im Kommentar auch treffend:

Wozu bräuchte es einen Beschluss des Fussvolkes, wo doch die Parteielite genau weiss, was das Volk will?

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Donnerstag, 3. April 2008

SVP Schweiz schaltet einen Gang höher

Die SVP war schon immer eine besondere, nonkonformistische Partei. Welcher Zeitgenosse hat schon jemals ein solches Puff erlebt mit fraktionslosen Bundesräten, Ausschluss- und Morddrohungen? Schöne neue Welt!

die SVP Graubünden [muss] Widmer-Schlumpf bis zum 30. April aus der Partei ausschliessen. Kommen die Bündner dieser Aufforderung nicht nach, werde ein Verfahren zum Ausschluss der Kantonalpartei aus der SVP Schweiz eingeleitet.

Quelle: SVP stellt Widmer-Schlumpf Ultimatum

Langsam aber sicher nähern wir uns dem dritten Akt des Dramas. Mit solch klaren, öffentlich geäusserten Forderungen wird es für beide Akteure schwer, vom eingeschlagenen Kurs abzurücken (man könnte meinen, dass wir in einem Regierungs-Oppositionssystem leben – dabei geht es in der Schweiz doch um Konkordanz und Konsens. Verräter!).

Die Frage ist momentan noch, wer tiefer in der Sch im Schlamassel steckt: Die SVP Schweiz oder Bundesrätin Widmer-Schlumpf? Am 30. April wissen wir hoffentlich mehr.

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Donnerstag, 3. April 2008

Autarke Privatspitäler?

Auch im Gesundheitswesen gilt anscheinen „Privatize profits, socialize risks“:

Die Ideen und Konzepte der Hirslanden-Gruppe greifen nur dann im wirtschaftlichen Sinn, wenn die Privatspitalgruppe in ihrem Hinterland ein staatlich subventioniertes Gesundheitswesen weiss, das ihr die unrentablen Fälle abnimmt. […]

Wenn die Leistungsstatistik der HIrslanden jedoch repräsentativ wäre für die gesundheitlichen Probleme der Schweizer Bevölkerung, so leidern wir offenbar in erster Linie an operationswürdigen orthopädischen Erkrankungen, gefolgt von Problemen der inneren Medizin (nicht näher definiert im Bericht), der Kardiologie und Gynäkologie (S. 8). Wo sind Geriaterie, Rehabilitation, Rheumatologie, d.h. die häufigen Probleme der hausärztlichen Praxis, zu finden? […]

Nur verschweigen alle diese Berichte, dass die Hirslanden-Ärzte ihr Rüstzeug und ihre grosse Erfahrung zunächst an öffentlichen Spitälern gewinnen konnten und erst nach jahrelanger abgeschlossener Weiterbildung ihre Arbeit in der Hirslanden-Gruppe aufnahmen […] In diesem Lichte betrachtet, ist die Behauptung, die „private Medizin [würde] den Staat massiv entlasten“ (S. 10), wohl nicht so einfach zu belegen, wie dies im Bericht den Anschein hat. Wer nur reife Spitzenkräfte für seinen Betrieb rekrutiert, aber nichts oder wenig in den jahrelangen und streckenweise unrentablen Bildungsweg vom jungen Medizinstudenten zum erfahrenen Träger eines spezialärztlichen Facharzttitels investiert, macht sich die Sache denn doch zu einfach.

Quelle: Martin F. Fey: „Privatklinikgruppe Hirslanden Jahresbericht 2006 – ein paar kritische Kommentare“, in: Schweizerische Ärztezeitung, 2007;88: 31/32, S. 1310.

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Mittwoch, 2. April 2008

Bebbis am Pranger

«Die (Migros) Bank wird durch Harald Nedwed umsichtig geführt, und dies obwohl er auch Basler ist.»

Quelle: Migros-Gewinn sinkt auf 800 Millionen

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Montag, 31. März 2008

SVP Schweiz gebärdet sich wie Brüssel

Ein Lebenszeichen von Smythe aus dem fernen Bremen – yupi! Natürlich darf mein Kommentar zum Artikel Lasst sie doch einfach weiter schlumpfen! nicht fehlen:

[…] Als SVP-Kritiker sei zudem gefragt, ob sich im Verhalten der SVP Schweiz gegenüber der SVP Graubünden nicht das Spiel der EU gegenüber der Schweiz – derzeit exemplarisch aufgezeigt im „Steuerstreit“ – wiederholt? Und dies just gerade in derjenigen Partei, die diese fremden Richter aus Brüssel am vehementesten bekämpft …

Deshalb sei auch der SVP Graubünden (völlig uneigennützig, selbstverständlich) gesagt: „Ihr wollt doch keine fremden Richter haben, oder?“

Quelle: Kommentar zu Lasst sie doch einfach weiter schlumpfen!.

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Montag, 31. März 2008

Die SBB spinnen …

Sind die jetzt vollends übergeschnappt?!

Als noch stossender stuft er indes das Geschäft mit dem Haus ein, das Meyer vor der Wahl zum SBB-Chef in der Nähe von Frankfurt gebaut hat. Die SBB haben es ihm abgekauft, um ihm einen raschen und reibungslosen Wechsel in die Schweiz zu ermöglichen, wie Konzernsprecher Roland Binz gestern bestätigte. Pikant ist: Die Bahn hat das Haus nicht zum Marktpreis, sondern zum Preis erstanden, den Meyer für den Bau bezahlt hat.

Quelle: Harsche Kritik an Meyers Entschädigungspaket

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Sonntag, 30. März 2008

Sonntagsliberale

Natürlich existiert auch die Schweiz der geschützten Werkstätten. Die Schweiz der Sonntagsliberalen, die morgens, mittags und abends Kostenwahrheit und Marktwirtschaft predigen, die sich aber für nichts zu schade sind, wenn es darum geht, die eigenen Pfründe zu schützen – diese Schweiz wird tatsächlich unter Druck geraten. Ob das wirklich schadet?

Quelle: BINSWANGER: ACHTUNG APOKALYPSE

In dieser Hinsicht begrüsse ich die wohl bald startende Initiative zur Zulassung von Parallelimporten.

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Sonntag, 30. März 2008

Importierte SVP-Elite

Bis heute bestreitet namentlich die SVP die Offensichtlichkeit, dass die Schweiz seit fünfhundert Jahren auch ein Einwanderungsland war. […]

Zwischen 1848 und dem Ersten Weltkrieg herrschten fast schon paradiesische Zustände für die Migranten. Es waren die liberalsten siebzig Jahre in der Geschichte der Eidgenossenschaft. Ihre Grenzen waren offen wie vorher nie und nachher erst recht nicht mehr. Kein Land in Europa gewährte mehr Freizügigkeit als die Schweiz, was abgesichert war durch bilaterale Verträge mit den Nachbarstaaten. Zunächst waren es vor allem Deutsche, die in jenen liberalen Jahrzehnten einwanderten; Leute wie ein gewisser Johann Georg Blocher, Lehrer aus dem Württembergischen; oder der Schreinergeselle Schlüer aus Sachsen-Anhalt. 1880 waren die Hälfte der Ausländer in der Schweiz zugewanderte Deutsche. In den gleichen Jahren wuchs ein grosser Strom aus Italien an, es kamen die Bortoluzzis und Tausende andere Maurer, Mineure und Handlanger. […]

Quelle: UND SIE BEWEGT SICH STETS

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Freitag, 21. März 2008

Kuschelpädagogik

Ein guter Artikel über das schweizerische Schulwesen – was es ist, was es nicht sein will, was es leistet, was es nicht leisten kann:

In der Paukerschule der Vor-68er-Zeit herrschte Ordnung und Disziplin. Es gab eiserne Regeln, Noten ab der ersten Primarklasse und Körperstrafen. Der Lehrer war zwar noch eine Respektperson, oft aber auch eine Angstfigur. Und der Unterricht war meist zum Gähnen. Die Schüler freuten sich auf die grosse Pause, in der sie sich austoben konnten. Ist es das, was die SVP wieder einführen will?

[…] Hoch gehalten wird im SVP-Papier aber auch die Erziehung zur Eigenverantwortung, dem «höchsten sozialen Prinzip». Nun war jedoch gerade dies eine zentrale Leistung der 68er-Pädagogik.

Quelle: Heute gibts keine Kopfnuss mehr

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Dienstag, 18. März 2008

Hebos gesucht

Quelle: Personalwerbung Fernsehclip

US Army

Der heutige Arbeitsmarkt für Sicherungskräfte ist hart umkämpft. Denn nicht nur die Kapo Zürich sucht fähiges Personal, sondern auch ein „Global Player“ mit Filialen rund um den Globus:

Dank: Raffi

PS: Ich finde übrigens, dass die Polizei durchaus gute Leute verdient hat. Bei dem Lohn und den unterdotierten Stellen finde ich es mehr als verständlich, dass man niemanden mehr findet. Nun, vielleicht sind ja bald einige Angestellte aus dem Bankensektor auf Job-Suche. Diese Arbeitnehmer sollten im Grunde ja viel Erfahrung im gesetzlichen Grenzebereich auszuweisen haben …

Royal Marines

Auch die Briten suchen nur die Besten der Besten:

Dank: Kollege Burgdorfer

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