Archiv ‘Uncategorized’

Donnerstag, 14. Juli 2005

Gurten, ich komme – jetzt auch am SA/SO!

In wenigen Stunden öffnen sich die Tore auf dem Hausberg und 10’000 werden sich bei dem hoffentlich konstant bleibenden schönen Wetter Hitzschläge, Sonnenbrände, Leberschäden und Hochgefühle (nicht durch die Lage, sondern mit Tetrahydrocanabinol) holen.

Heute war mein Glückstag. Als ich gegen 17 Uhr aus Neugier auf Starticket zugriff, um das trostlose Bild ausverkaufter Tagespässe auf mich einwirken zu lassen, geschah es: Plötzlich waren wieder _alle_ Tickets verfügbar. Ausnahmslos. Nun galt es, keine Zeit zu verlieren. Kreditkarte gezückt, Zweitagespass SA/SO ausgewählt, Login mit meinen bereits erfassten Zugangsdaten, Eingabe der Kreditkarten-Nummer. Erst als ich das PDF auf meinem heimischen Desktop vorfand, war ich wirklich sicher, dank eines Zufalls nun doch noch alle 4 Tage auf dem Gurten verbringen zu können. C’est fantastique.

Um etwa 18.00 Uhr war der Spuk vorbei, es zeigte sich wieder das gewohnte Bild – SA/SO hoffnungslos ausverkauft.

Was genau dieses komische Verhalten verursacht hat, konnte ich (noch) nicht eruieren. Ich werde bei Zeiten wohl mal unseren ehemaligen Obermieter Röfe anfragen, der nun bei Apalooza sein täglich Brot verdient. Zwei Vermutungen:

  • Computerpanne?
  • Rückgabe grösserer Mengen an Tickets? Stornierungen? Restbestände aus Ticketlokalen?

Hauptsache, ich muss mir nun nicht überlegen, wo ich am Samstag-Abend hinsoll. Dort wo alle sind, heisst es jetzt :-) Los geht’s

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Mittwoch, 13. Juli 2005

Virales Marketing – wenn Ahnungslose Begriffe verwenden

Als angehender Historiker tut man etwas sehr oft: Geschichte(n) aufarbeiten. Auch hier will ich nun ein erstes Mal beginnen, meinen Leidens-, eh, Berufsweg zu zerpflücken und dem Publikum etwas näher zu bringen. Zwei Web-Agenturen, ein humanitäres Hilfswerk und die Bank des Schweizerischen Brieflieferanten waren schon Absender meiner Gehaltschecks. Zurzeit bin ich sozusagen schon fast Beamter, da Angestellter der Universität Bern.

Obwohl alle vier ihre Highlights hatten, waren insbesondere die zwei Web-Agenturen prädestiniert, guten Stoff für ein zeitkritisches, lesenswertes und interessantes Blog zu liefern. Wieso? Startups, wie man sie heute wegen dem negativ anhaftenden Image nicht mehr nennt (DVD-Empfehlung: Startup.com), hatten eins gemein: Flache Hierarchien, die Verinnerlichung der „Alles-ist-möglich“-Mentalität und nicht zuletzt auch das Ausgefallen-, das Anders-Sein, durfte nicht vernachlässigt werden. Ohne Regeln, aber eben auch ohne Ziel. Schwerer wog aber ein gewisses Amateurentum bezüglich der leitenden Angestellten. Diese kamen (und kommen?) aus dem kreativen oder technischen Bereich und können kaum Führungserfahrung aufweisen. Nicht, dass dies immer ein Manko sein muss, aber sehr oft geht eben schief, was schieflaufen kann (Kollega Murphy).

Vorneweg: Dies soll nicht heissen, dass ich über all dem stehe. Ich war jung und brauchte das Geld … Ich habe viele Dinge getan, die ich heute so nicht mehr machen würde. Selbst möchte ich das nun jetzt aber wirklich nicht aufarbeiten, aus gewissem Selbstschutz. Ich hoffe aber schwer, dass sich ein Blog-Schreiber meiner dunklen Vergangenheit annimmt und alles ans Licht bringt, das das Publikum wissen sollte. Freiwillige?

Doch alles der Reihe nach, dies ist erst der Anfang. In Zukunft werde ich versuchen, noch näher aus dem Nähkästchen zu plaudern. Bis mich einer der beiden Arbeitgeber verklagt und den Server meines Hosters konfisziert, mich vor Gericht bringt und ich eine grosse Summe bezahlen muss, um den entstandenen Schaden wieder gut zu machen (Rufschädigung trifft den Nagel wohl auf den Kopf).

Dies ist übrigens aber gerade ein sehr guter Test um zu überprüfen, ob meine Ex-Arbeitgeber auch mein Blog konsultieren. Ich bin gespannt!

Kapitel 1 – Modebegriffe

Gleich auf der Homepage meines ersten Arbeitgebers (Arbeitsbeginn: 10. Juli 2000, kurz nach meiner Matur vom 23. Juni 2000) finden wir ihn, den Satz, der diese ganze Story ins Rollen gebracht hat:

Virales Marketing: Konzepte & Tools für erfolgreiche Booster-Effekte

Komische (fremdsprachige) Wörter:

  • Virales Marketing
  • Tools
  • Booster

Naja. Nicht schlecht, werden mir die Leser beipflichten. Doch es gibt genau eine Frage, die man sich nach der Erfassung dieses Satzes stellen sollte:

Was zum Teufel will man mir damit sagen?

Antworten gibt es viele, die naheliegendste ist wohl: Erzwungene Anbiederung an das junge, anglophile Publikum. Wenn da jemand nur keine falsche Vorstellung vom (Ziel-)Publikum hat?
Wo aber kommen wir heute schon noch ohne diese Anglizismen aus? Überall werden sie uns entgegengeworfen, obwohl empirisch belegt die meisten Schweizer absolut keine Ahnung haben, wie englische Marketingsätze zu übersetzen wären, geschweige denn, was sie denn wirklich bedeuten.

Etwas „Off-Topic“ (Ha! Habt ihr meinen gezielten Einsatz eines englischen Ausdrucks soeben bemerkt?): Hat jemand die neue Sony-Plakatwerbung gesehen?

Don’t think. Shoot.

Köstlich, nicht wahr? Das VBS und all die unzähligen Schiessstände in der Schweiz sollten Abzüge von diesem Plakat erhalten … Auch die NRA kommt aus meiner Sicht dafür in Frage.

Zurück zum Thema: Virales Marketing. Nach Guerilla Marketing wohl das kommende Modewort. Für das Verständnis war die reich illustrierte Seite äusserst nützlich. Kenntnisse der Medizin sind selbstverständlich unabdingbar, wenn es um Viren (wenn auch im übertragenen Sinne) geht. Wie und was auch immer geschieht – man erhofft sich mit der Infektion des Wirtes wohl indirekt die (bessere) Erreichung von wirtschaftlichen Zielen. Klappt das denn? Das muss sich wohl noch erweisen. Wenn einem der Patient dadurch um Gottes Willen nur nicht wegstirbt! Aus meiner Sicht ist das Konzept jedenfalls alter Wein in neuen Schläuchen: Wenn ich die farbenfrohen Diagramme deute, macht man genau das, was man schon immer gemacht hat: Den Kunden mit allen möglichen Medien zu erreichen versuchen. Via WWW, via TV, via Handy, via Newsletter. Nun ist in diesen Kommunikationsformen halt einfach der Virus drin (vorher war er wohl noch nicht da, ne?). Super Sache.

Aber wenn man den Marketing-Fuzzis einer Firma etwas verkaufen will, muss man sich halt einfach deren Sprache anpassen. Das wird wohl hier auch eine Rolle gespielt haben.

Von Micro-Sites und Pop-Unders

Obwohl ich das virale Eindringen des Begriffs Virales Marketing in die Räumlichkeiten der Bytix AG um 4 Jahre nicht miterleben durfte, war ich noch gerade dabei, als der Chef 2001 den Begriff „Micro-Site“ aufgeschnappt hatte und fieberhaft daran herumstudierte, wie dieses Wort an den Kunden gebracht werden konnte. (Wird Fieber eigentlich nicht zufälligerweise auch durch einen Virus verursacht?) Das Wort hat sich jedenfalls tapfer gehalten, wie eine spezifische Google-Suche zeigt. Wenn es Kunden bringt, wieso nicht? Mir persönlich läge es eher am Herzen, mit dem Kunden eine allgemein verständliche Sprache zu sprechen. Nicht er sollte sich auf mein Level senken (oder heben? Ansichtssache), sondern es zeugt von gutem Geschäftssinn, wenn man von sich aus versucht, eine verständliche Kommunikation zu fördern. Aber heute redet man ja sowieso andauernd aneinander vorbei. Englische Begriffe sollten auf jeden Fall verbannt werden, was aber heutzutage kein leiches Unterfangen ist.

Fazit

Virales Marketing funktioniert. Glauben Sie’s nicht? Schauen Sie doch nur, wie sich dieser Modebegriff in der Marketing-Branche festgesetzt hat. Zumindest diese Leute glauben wohl durch eine grassierende Viren-Epidemie an das, was sie selber predigen. Knapp am Ziel vorbei – aber so kann zumindest niemand sagen, dass Virales Marketing gar keinen Effekt hätte. Einen hat es sicherlich – aber wohl den falschen.

Was ich im nächsten Kapitel sezieren werde? Warten wir es ab!

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Dienstag, 12. Juli 2005

Der (Mord?)Fall Natalee Holloway

Es würde mich erstaunen, wenn der Fall Holloway hier in der Schweiz, aber auch in Europa, einer grösseren Menge Medienkonsumenten bekannt wäre. Auch ich habe es eher einem Zufall zu verdanken, dass ich überhaupt auf die Story aufmerksam wurde: CNN.com besuche ich eigentlich alle Schaltjahre einmal – Ende Mai/Anfangs Juni war ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort und erfuhr direkt auf der Frontseite des Revolverblattes von dem mysteriösen Fall.

Um was geht’s?

Stichwortartig: Amerikanische College-Absolventin fliegt mit ihrem Jahrgang auf die Karibik-Insel Aruba • Nach einer durchzechten letzten Party-Nacht kehrt sie nicht in das Hotel züruck • Natalees Sitz bleibt beim Rückflug leer • Aruba ist eine ehemalige niederländische Kolonie und immer noch stark mit dem Mutterland verbunden, was u.a. auch Einfluss auf Verfassung und Gesetz gehabt hat • Bis heute ist ihre Leiche nicht gefunden worden • Verdächtige gab es bereits eine ganze Menge: zwei (schwarze) Türsteher ihres Hotels Holiday Inn • ein (ebenfalls) schwarzer DJ eines Nacht-Party-Bootes • ein Anwaltssohn (immer noch in Untersuchungshaft) • kurz danach auch sein Vater • seine zwei (schwarzen) jugendlichen Kollegen • Die drei Jugendlichen sind sehrwahrscheinlich die letzten, die das Girl lebend gesehen haben • Der Anwaltssohn soll mit ihr zusammen am Stand herumgelungert sein – was er/sie vorhatten liegt auf der Hand. Wir waren ja (fast) schon alle Mal in Lloret ;-)

Gegenwärtiger Stand der Dinge / bisherige Entwicklungen

Leider haben die Untersuchungen noch nichts schlüssiges ergeben. Mittlerweile kämmen offizielle und private Investigatoren die Insel ab, ohne eine Spur von ihr gefunden zu haben. So ist auch das niederländische Militär daran beteiligt und will mit modernsten F16-Jets die Insel (und die Umgebung) absuchen. Die verzweifelte Mutter will nicht loslassen und hat ein texanisches Spezialunternehmen engagiert, das für ein Vermögen nach ihrer Tochter sucht. U.a. ganz konventionell mit Hunden, andererseits auch mit moderneren Gimmicks (die Amis sind in solchen Fällen ja technikgeil). Der Anwalt habe seinem Sohn anscheinend gesagt: „Ohne Leiche kein Urteil“.

Meine Einschätzung

Es gab irgendein Problem zwischen den beiden Turteltäubchen und das Mädchen kam – mutwillig oder unfreiwillig – zu Tode. Der Sohn hat mit Hilfe des Vaters dafür gesorgt, dass die Leiche auch mit einer aufwändigen Suche nicht gefunden werden kann (anscheinend hatten sie Erfolg). Schliesslich möchte man das junge Leben durch eine solche Dummheit nicht versauen. Entweder hat man das Mädchen irgendwo im Meer versenkt (Party-Boat-DJ?) (obwohl ich hier zu wenig über die Dynamik des Elements bescheid weiss – normalerweise tauchen Wasserleichen doch nach einer Weile an komischen Orten auf, weil sie die Strömung abgetrieben hat – oder hat sie gar Bettonfüsse erhalten?), oder aber sie wurde irgendwo eingemauert, befindet sich also noch auf der Insel …

Zusätzlich haben sich die Medien dankbar auf das Thema unterstützt: Amerikanerin verschwindet in einer Feriendestination, die Behörden dort werden als derart unfähig dargestellt, dass sogar das FBI anrücken muss (obwohl diese Leute erstaunlicherweise auch keine Spur von ihr gefunden haben). Steht etwa gar die Invasion der Insel bevor, um das Mädchen endlich zu finden?

Fragen

Werden Natalees Überreste erst in einigen Jahren zufällig entdeckt und mittels Zahnanalyse identifiziert? Wer sind ihre Mörder? Oder handelt es sich – wie Telepolis findet – um ein aufgebauschtes Medienspektakel? Ist sie vielleicht einfach durchgebrannt? Oder bei einem Unfall ums Leben gekommen, ohne dass die Verdächtigen irgendetwas damit zu tun haben? Fragen über Fragen. Schau’n wir mal!

Nachtrag: Komisch, jetzt (20:04 Uhr) wurde auf SF1 gerade eine Leiche angeschwemmt … Schaurig! :-)

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Montag, 11. Juli 2005

Verzweifelte Suche nach Gurtenfestival-Tickets

Als ich letzten Freitag meine Freundin zum 5-Gänge-Dîner in der Insel-Kantine (Wirtschaftsgebaude) einlud, kriegte ich ein weiteres Mal die Frage zu hören, ob ich mich denn nun um die Gurtentickets gekümmert hätte. Völlig ungewohnt war ich nämlich noch nicht im Besitz des wenige quadratzentimeter grossen Fötzels, der mir das Tor zum Sauf- und Kiff-Festival (ah ja, etwas Musik wird ja auch noch gespielt) geöffnet hätte. Joooa, antwortete ich, ich werde mich nächstens Mal darum kümmern. Die Dringlichkeit des versäumten Vorhabens wurde mir erst bewusst, als sie mit Nachdruck darauf hinwies, dass der Lasterhügel ja bereits kommende Woche zur Invasion freigegeben würde … Schreck lass nach! Dass das Ereignis bereits so nahe war, wurde mir erst innerhalb dieser hundertstel-Sekunde klar.

Kacke! Gereicht hat es mangels ausverkauften Alternativ-Möglichkeiten für ein läppisches DO/FR-Ticket. Was mache ich denn jetzt am Samstag? Freundin mit all ihren Kolleginnen, die Jungs allesamt auf dem Hügel und ich alleine zu Hause?! Mensch … das kann nicht wahr sein.

Doch im digitalen Zeitalter muss man ja noch nicht gleich verzweifeln. Neeein, nicht das, was jetzt alle denken: Das Fälschen von Tickets wäre wirklich die allerletzte Option, und den Nervenkitzel wäre es sowieso nicht wert. Nein, nein … folgende drei Anlaufstellen entdeckte ich auf der Suche nach ausverkauften Tickets:

  • Ricardo.ch
    Grosses Angebot, irre Verkäufer. Ist es einigen mit 260.– SFr. für den 4-Tages-Pass wirklich ernst? Die können mich mal – da bleibe ich lieber zu Hause, als diesen Grosskapitalisten (eher: Wucherern) das Geld in den A**** zu schieben.
  • eBay.ch
    Hier kein besseres Bild – Angebote zu Hauf, aber anscheinend steckt auch hier die Wucherer-Mafia dahinter. 260.– SFr., Sofort-Kaufen für den Vier-Tagespass. Nene.
  • I-get-it-for-you.ch
    Die Wucherer-Zentrale schlechthin. Immerhin kommuniziert man offen und ehrlich, welche Marge man im Auge hat. 4-Tages-Pass Ankauf: 208.–, 4-Tages-Pass Verkauf: 268.–. Nicht schlecht, 60 Franken. Selbst mit grosszügig geschätztem Aufwand kommt da noch eine stattliche Gewinnsumme zustande.

Selbstverständlich habe ich die Torschlusspanik mir selbst anzurechnen. Selber schuld, wer nicht früh genug reservieren kann (was hätte den wirklich dagegen gesprochen?!) muss es danach halt im Geldsäcke „fühlen“. Das wird mir eine Lehre sein. Merke:

Tickets wird man immer los, sie zu ergattern ist aber unleicht schwieriger.

Strategische Überlegungen

Ich werde mir den Donnerstag und Freitag nicht vermiesen lassen und versuchen, zwei möglichst spassige Nächte auf dem Güschen zu verbringen. Am Samstag bereits bei Geländeöffnung vor der Gurtenbahn herumzulungern und dem Treiben der organisierten Wucherer-Banden zuzuschauen (Schilder mit „kaufe Tickets“, 100m weiter oben „verkaufe Tickets“), erachte ich als sinnlos. Besser ist es, gegen Abend vorbeizuschauen, wenn weniger Leute vorbeiströmen und einige Acts schon durch sind. Eigentlich müssten die Preise gemäss der freien Marktwirtschaft dann etwas sinken … Andererseits steht ja der Sonntag noch bevor, die Ticket-Preise für die zwei Tage werden sich also höchstwahrscheinlich im Laufe des Abends denjenigen des Sonntags annähern. Leider ist dieser auch ausverkauft, was meine Situation nicht gerade erleichtert.

Kopf hoch, seien wir frohen Mutes. Irgendwie wird es ja wohl klappen … !

Nachtrag: Wer es bis hierhin geschafft hat – lustig ist auch die Pinwand auf der offiziellen Homepage zu lesen. Unglaublich, mit wie vielen Idioten ich dasselbe Schicksal teile. Daneben gibt es aber auch noch andere Idioten – nämlich diejenigen Inserenten, die zu ihren Ticket-Angeboten die Handy-Nr. notiert haben. Ich helfe wetten, dass bei denen bis Sonntag die Telefone noch eine Weile sturmläuten werden *hehe*

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Montag, 11. Juli 2005

Ein-Tasten-Mäuse in freier Wildbahn

Auf Slashdot gab’s in einem Longhorn-Thread wieder mal ein kleines Scharmützel mit Mac-Jüngern (O-Ton: „Microsoft hat wieder mal alles von Mac OS X kopiert“). Egal, wer jetzt recht hat („Redmond, start your photocopiers“), genau das treffende Intro dank zweier Kommentare:

Don’t joke with the Mac boys. They can’t handle it. ;)

Oh yes we can handle it. With just one button too.

Dass ich kein alteingesessener Mac-Aficianado bin, sieht man schon von weitem: Auf meinem Desk steht kein 23″ Apple Cinema Display HD (obwohl es finanziell knapp noch gereicht hätte), sondern ein Eizo Flexscan L768 als Primär- und ein Hyunday L90D+ als Sekundärmonitor. 2x 19″ TFT DVI statt 1x 23″ – irgendwie konnte ich mich von der Spalte zwischen den Desktops einfach nicht trennen … *zwinker*

Neben dem mittlerweile grauen (ursprünglich weissen, jetzt mit Kopfhaaren von der Stirn gefüllten) original Apple-Keyboard (aber anscheinend nicht das Beste, das sie je gebaut haben) steht sie – der grösste Frevel, den ein Mac-Fanatiker begehen kann: Eine Mehrtastenmaus. Alles andere, vorher genannte hätte man mir noch knapp verzeihen können. Bei Mehrtasten-Mäusen, und insbesondere solchen die auch schon an Windows-PCs hingen, vergeht der Spass – jetzt wird’s ernst.

Obwohl ich in den 1 1/2 Jahren Mac OS X ein richtiger Keyboard-Shortcut-Kenner geworden bin, konnte ich den Vorsatz „reduce to the min“ und somit die Kastrierung meiner Maus nicht über’s Herz bringen.

Die Rettung in Form von Exposé

Dank Panther und Exposé bin ich nun aber fein raus – während die rechte Taste ja noch „häb-chläb“ durch Ctrl-Klick hätte ersetzt werden können, macht es Exposé unausweichlich, noch ein „paar Tasten mehr“ an der Handauflage anzubieten. Nebenbei bemerkt: Mir kommt ja gerade in den Sinn, dass Mac-Mäusen nicht nur die Tasten, sondern auch das Scroll-Wheel fehlen. Spätestens bei dieser tiefgehenden Entscheidung, dieses doch so nützliche Wheel nicht in eine neue Apple-Maus zu integrieren, haben wohl die Praktikanten (oder McKinsey-Consultants) das Ruder übernommen. Egal, zurück zu Exposé. Die Tastenbelegung meines Logitech Cordless MouseMan Optical (*uff*) sieht folgendermassen aus:

  • linke Taste – da gibt’s nichts zu ändern
  • rechte Taste – hier auch nicht. Kontext-Menus sind doch herrlich!
  • Scroll-Wheel: drehen – ditto. Auch Mac-User lesen mehrere Bildschirme hohe Texte.
  • Scroll Wheel: drücken – viele mögen es schon vergessen haben, einige Windows-User mögen sich aber noch erinnern: Beim Druck auf die Scroll-Taste erscheint dieses ultrablöde Navigationskreuz. Unter Mac OS X glücklicherweise nicht. Hiermit werden alle Fenster verkleinert und ein Überblick über alle geöffneten Applikationen geboten.
  • Daumentaste – ab zum Desktop, weg mit allen Fenstern. Aus meiner Sicht auch sehr gut als „Achtung Boss“-Taste zu verwenden. Will der gute Herr aber dann etwas präsentiert bekommen, sitzt man dann doch vor einem kleineren Problem. Dann doch lieber einer der seltenen Kernel Panics.

Die Power von Exposé ist aus meiner Sicht eines der unerkannten Verkaufsargumente für Mac OS X. Produziert nicht nur den gewohnten Aha-Effekt bei den Windows-Masochisten, sondern ist auch extrem nützlich. Trotz 2360x1024px Desktop-Fläche …

Nachtrag: Es soll ja wirklich Leute geben, die wie unter Windows für alles und jedes das Treiberpaket installieren. So auch bei Logitech-Produkten. Und was haben sie davon? Nichts als Ärger. Mac OS X kommt glücklicherweise bereits „out of the box“ mit nativer/interner Unterstützung für Peripherie daher, dass man sich solche Herstellertreiber nun wirklich sparen kann …

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Montag, 4. Juli 2005

Kubbspel …

… oder wie ich lernte, die Freude an nicht-elektronischen Spielen wiederzuentdecken.

„Ja, ich will!“

Letzten Samstag war mächtig viel los – eine Klassenkameradin aus dem Gymer (Andrea Bühlmann) und ihr langjähriger Freund Manuel Stadelmann gaben sich das Ja-Wort und feierten den Freudentag entsprechend. Ich war liebenswerterweise auch eingeladen und durfte die erste kirchliche Trauung von gleichaltrigen Bekannten miterleben. Das anschliessende Buffet war auch nicht ohne.

Alte Bekannte

Das Highlight des Tages war aber unbestritten das Zusammentreffen mit alten Bekannten – Kilu, Yves, Cyrille, seine Freundin Marina, Lea und Martina – allesamt Leidensgenossen am Gymnasium Bern-Kirchenfeld. Als der Tross Richtung Festmahl auf dem Gurten davonfuhr (und einige: davonritten und -kutschierten, s. Fotos), lud uns Cyrille prompt zum Abendessen in sein frischbezogenes Heim ein. Auch ich wollte da nicht fehlen, schliesslich hatten wir angenehme Stunden im Vorgarten der reformierten Kirche in Kirchdorf (da ist Name wohl Programm *grins*) verbracht und uns noch lange nicht alles erzählt, was in den vergangenen fünf Jahren so alles passiert war (naja, selbstverständlich habe ich den einen oder anderen bereits zwischendurch mal gesehen – doch die man ist ja bekanntlich immer auf dem Weg von A nach B und hat dementsprechend kaum Zeit, sich ausführlich auszutauschen).

Mit einem Zwischenhalt in Wabern (Raub des holden Burgfrauleins zwecks Begleitungsservices) kamen wir um 7 Uhr Abends also an der Lorystrasse an und wurden zuerst einmal von den Kochkünsten der drei (unter fachmännischer Leitung des weiblichen Parts) verwöhnt – Apfel- und Aprikosen-Wähen *mjammmi*.

Zuhause beim Spiele-Liebhaber

Da Cyrille der in der regionalen Presse erwähnte „Chemiker“ im Drachennest ist, verfügt er über dementsprechend ausgefallen Spiele. Die warmen Abendstunden verbrachten wir auf dem nahegelegenen Rasenplatz, kamen aber kaum dazu, das Verspiesene zu verdauen. Durch seinen Job hat er Zugang zu unbekannten, aber ausserordentlich spassigen Spielen. Sein Schrank enthielt jedenfalls unzählige Brett-, Karten- und sonstige Spiele, von denen ich noch nie im Leben gehört hatte. Zur Feier das Tages standen dann zwei Partien

Kubbspel
Produke-Websiten: www.kubbspel.nl | www.kubb-spiel.de

auf dem Programm.

Das Spielprinzip jetzt genau zu erläutern, würde den Umfang des Blogs jetzt doch gar etwas sprengen. Nur soviel sei gesagt (kurz und bündig): Zwei Gruppen versuchen mittels Hölzli-Weitwurf die „Türme“ der Gegner „flachzulegen“. Erschwerend/erleichternd kommen weitere spitzfindige Regeln dazu, damit das Spielgeschehen bis zum Schluss unerwartete Wendungen erfahren kann.

Fazit

Unbedingt kaufen! Der Spassfaktor ist garantiert und dank der hohen Teilnehmerzahl durchlebt man ein kurzweiliges, gelungenes Spiel im Freien.

Und selbstverständlich habe ich mir vorgenommen, den Kontakt zu den Klassenkameraden wieder etwas mehr aufleben zu lassen. Schau’n mer mal, ob ich wieder bis zur nächsten Hochzeit brauche, um die Jungs und Mädels wiederzusehen.

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Donnerstag, 30. Juni 2005

Paarungsverhalten

Ich büffle wieder einmal den Stoff für die morgige Prüfung Empirische Sozialforschung bei Prof. Abraham. Die Lektüre des Buches von Diekmann ist gar nicht so trocken, wie das die Reaktion der BWLer vermuten liess. Aber diese Studenten-Spezies war ja eigentlich auch noch nie massgebend *zwinker* Die Lektüre ist sehr spannend und der konstante Miteinbezug von bahnbrechenden Forschungserkenntnissen bringt die nötige Würze. Hier ein Auszug über Eigenheiten, die meiner Meinung nach in einer globalisierten Welt vermehrt beachtet werden sollten:

„Beziehungskonflikte“ zwischen Amerikanern und Engländerinnen
Unter den während des Krieges in England stationierten amerikanischen Soldaten war die Ansicht weit verbreitet, die englischen Mädchen seien sexuell überaus leicht zugänglich. Merkwürdigerweise behaupteten die Mädchen ihrerseits, die amerikanischen Soldaten seien übertrieben stürmisch. Eine Untersuchung, an der u. a. Margaret Mead teilnahm, führte zu einer interessanten Lösung dieses Widerspruchs. Es stellte sich heraus, daß das Paarungsverhalten (courtship pattern) – vom Kennenlernen der Partner bis zum Geschlechtsverkehr – in England wie in Amerika ungefähr dreißig verschiedene Verhaltensformen durchläuft, daß aber die Reihenfolge dieser Verhaltensformen in den bei den Kulturbereichen verschieden ist. Während z. B. das Küssen in Amerika relativ früh kommt, etwa auf Stufe 5, tritt es im typischen Paarungsverhalten der Engländer relativ spät auf, etwa auf Stufe 25. Praktisch bedeutet dies, daß eine Engländerin, die von ihrem Soldaten geküßt wurde, sich nicht nur um einen Großteil des für sie intuitiv richtigen Paarungsverhaltens (Stufe 5-24) betrogen fühlte, sondern zu entscheiden hatte, ob sie die Beziehung an diesem Punkt abbrechen oder sich dem Partner sexuell hingeben sollte. Entschied sie sich für die letztere Alternative, so fand sich der Amerikaner einem Verhalten gegenüber, das für ihn durchaus nicht in dieses Frühstadium der Beziehung paßte und nur als schamlos zu bezeichnen war. Die Lösung eines solchen Beziehungskonflikts durch die bei den Partner selbst ist natürlich deswegen praktisch unmöglich, weil derartige kulturbedingte Verhaltensformen und -abläufe meist völlig außerbewußt sind. Ins Bewußtsein dringt nur das undeutliche Gefühl: Der andere benimmt sich falsch.

Originalquelle: Watzlawick, Beavin und Jackson 1969
Gefunden in: Diekmann 2005, S. ?

Wieder etwas gelernt in der Lebensschule! Bei den Brasilianern scheint Knutschen auch eher auf Stufe 1 zu liegen, was meine Chatpartnerin Rebecca bestätigt hat, wogegen es hier in der Schweiz (wie ich bereits unter Kollegen angemerkt habe) eher auf Stufe 29.99999 anzutreffen ist. Ich bin aber sicherlich nicht repräsentativ, wie auch das Jagdgebiet Bern – ich kann mir vorstellen, dass es in Zürich wie auch in anderen, weltoffeneren Städten schneller zur „Sache“ geht. Aber man soll nicht meckern, schliesslich bin ich seit 3 Jahren glücklich in festen Händen und muss mich mit solchen Problemen glücklicherweise nicht wirklich auseinandersetzen.

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Mittwoch, 29. Juni 2005

Prüfung / Klausur Mediaplanung Steinmann – Fragen

Kaum aus Bern zurück, bereits eine Liste (fast) aller Fragen, die Steinmann heute in seiner Prüfung bzw. Klausur (< damit es auch die Suchmaschinen finden *zwinker*) zu ‚Mediaplanung‘ gebracht hat. Für diese Prüfung habe ich sowenig gelernt wie wohl noch nie in meiner Karriere und habe schon fest damit gerechnet, hochkant durchzufliegen. Glücklicherweise bestand die Prüfung ausschliesslich aus Multiple-Choice (wohl nicht zuletzt aus Eigennutz der Korrigierenden, arme Schweine!), die mit einem kleinen Aufsätzlein abgerundet wurden.

  • Was bedeutet AIDA?
  • Was bedeutet GRP?
  • Was bezeichnet der ‚Tausenderpreis‘?
    fix oder nach Zielgruppe variabel?
  • Was ist der K1-Wert?
    gewichtetes Mittel / subjektiv
  • Welche der genannten Punkte sind Elemente der ‚Marketing-Säule‘?
  • Welche Wörter sind in der Definition zu ‚Mediaplanung‘ enthalten?
  • Umfang in Fr. des klassischen Werbemarktes Schweiz 2003?
  • MA Strategy
    Mit welchen Werbemitteln/Mediengattungen lässt sich das Zielpublikum erreichen?
  • Eigenschaften der Radiowerbung
    Kosten im Vergleich zu anderen Mediengattungen / Reichweite / Flüchtigkeit
  • Publisuisse
  • Radiotele
    Publisuisse der privaten Radios? / Werbevermittler für alle (privaten?) Radios?
  • Publica Data
    u.a. Gründungsjahr (1993 wg. Werbefenster der ausländischen Konkurrenz)

In der überaus originellen Schlussfrage hatte man anhand der 5 Schritte der Mediaplanung aufzuzeigen, wie man eine Bar im Selve-Areal promoten würde. Insbesondere war gefragt, für welchen Medien-Mix man sich entscheiden würde. Keine Ahnung, aber den Korrigierenden wollte ich es nicht zu einfach machen und habe eine halbe Litanei aufgeschrieben *smile*

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Mittwoch, 29. Juni 2005

Jetzt auch mit Icon!

Nach der Durchsicht der Logfiles der vergangenen Tagen bin ich (wieder einmal) über das leidige Thema mit den Favicons gestossen. Typisch einer Microsoftschen proprietären Erfindung hat sich dieses Gefunzel seither im Web etabliert, weshalb auch eMeidi.com, nach Jahren der Abstinenz, nicht mehr hintenan stehen möchte. Ab heute präsentiert sich also die Homepage von eMeidi.com mit einem spezifischen, individuellen, selbstdesignten (die Inder spammen mich ja mit Logo-Angeboten voll) Favicon.ico – seht es euch an:

Mittlerweile sollten das Format ja alle gängigen Browser verstehen.

Kurzanleitung „Favicons basteln“

Willste auch? Guckst du hier:

  • How to add a Favicon to your website
    Die Grundlagen werden hier kurz und bündig erläutert. Da ich diese eigentlich bereits seit längerem kannte, bin ich gleich weitergesprungen zum Photoshop-Plugin:
  • ICO (Windows Icon) Format
    Mit diesem OSS-Plugin speichert der Photoshop nach erfolgreicher Installation (Mac: Applications > Adobe Photoshop > Plug-Ins > File-Formats) auch das gängige Icon-Format, ohne dass man mit Paletten und ähnlichem komplizierten Zeugs hantieren muss. Ein Nachteil hat es aber: Man kann IMHO die transparente Farbe nicht setzen.

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Montag, 27. Juni 2005

Steven Spielberg Presents Taken

Zur Zeit läuft auf SF2 wie auch Pro Sieben die Serie Steven Spielberg Presents Taken. In die erste Folge habe ich vor etwa zwei Wochen zufälligerweise hineingezappt, viel zu spät versteht sich und ausserdem lief gleichzeitig noch eine SS-Dokumentation auf einem öffentlich-rechtlichen Kanal, was mir den Genuss dieser Mini-Serie weiter erschwerte.

Heutzutage, wo man in den Genuss der digital vernetzten Welt kommt, hat man sich aber glücklicherweise nicht mehr an die Sendezeiten der Anstalten zu halten. Auch auf die Verbraucherunterbrechungen kann ich getrost verzichten, und nicht zuletzt möchte man sich als anglophil veranlagte Person auch dem Originalton hingeben. Schliesslich bringen Synchronisationen oft nicht nur den Wort-Witz schlecht an den Mann, sondern unterschlagen auch die natürliche, mit Hintergrund- und Umweltgeräuschen verzierte Kulisse.

Die Lösung all dieser Probleme heisst Bittorrent, ein P2P-Netzwerk, das sich nach dem nie wirklich gerechtfertigten Hype um eDonkey (viel zu langsam und ressourcenintensiv) unter Kennern etabliert hat.

Nach einigen Fehlschlägen – normalerweise ist Bittorrent die Quelle für Shows und Filme aller Art – stiess ich dann doch auf ein .torrent, das gleich alle 10 Folgen in einem einzigen Download vereint. Der Ordner benötigt dazu aber auch sagenhafte 6.9GB Festplattenplatz, was zu einer vorausgehenden grossen Säuberung meiner Incoming-Festplatte führte (Fassungsvermögen: 160GB, zur Sicherheit gespiegelt mit RAID1). Der Download ging mit manchmal 5KB/s ungewohnt langsam von statten – letzten Freitag war es dann aber soweit: ‚download succeeded‘.

Genug des Technogebabbels, hier folgt ein kurzes Review meinerseits:

Gesamturteil

Gerade vorweg: Die Spannung kann sich leider kaum über die ersten paar Episoden hinausretten. Die letzten Folgen, die ich mir gestern und heute zu Gemüte geführt habe, waren eher eine Strapaze als Filmgenuss. Der Beginn der Serie ist aber wirklich vielversprechend und greift die von mir so geliebten „Was-wäre-wenn“-Szenarien auf. Als angehender Historiker sollte man sich solche Überlegungen eher verkneifen, doch sind sie eben oftmals das Salz in der Suppe. Was also wäre wenn der vermeintliche UFO-Absturz in Roswell 1947 wirklich Realität war? Und noch viel schlimmer (storytechnisch: besser) nur der Auftakt zu einer unglaublichen, ein halbes Jahrhundert dauernden (Leidens-)Geschichte ist?

Die goldenen 50er

Der Glanz und die Spannung der Serie beruht auf den ersten Folgen. Wortwörtlich verfällt man in einen suchtähnlichen Zustand und schaut sich die Folgen nacheinander an (bei mir führte das zu einer fast schlaflosen Freitag-Nacht, in der ich um 5 Uhr morgens ins Bett kam). Sowohl Story als die Regie sind vorbildlich und man kann sich sehr schnell in die Situation der Akteure versetzen.

Das aus meiner Sicht unübertroffene Highlight ist die Operation an Russel Keys, die eine völlig unerwartete Wendung nimmt. Unweigerlich kam mir dabei das ominöse Roswell-Video in den Sinn – der 50er-Trash wird in beiden Videos perfekt herübergebracht. Dieses Schmankerl sollte man garantiert nicht verpassen! Scary, um es auf Englisch zu sagen.

Chaos

Ein konstantes Problem stellen die vielen verschiedenen Familienmitglieder dar, da wir ja gegen Schluss schon die Geschichte der dritten Generation präsentiert bekommen – bei drei Familien. 3×3 = 9 Ebenen, die man immer präsent haben sollte. Für mich war dies doch gar etwas zu viel, weshalb CBC mir mit Beyond Taken-Feature sehr effizient weitergeholfen hat.

Das schreckliche Ende

Während der Beginn der Serie recht rabiat zu und her geht (hat man in den 1940er wirklich derart gefühllos und kalt misbeliebige Leute um die Ecke gebracht?), sind die letzten drei Folgen sowas von herzzerreissend und Zu-Tode-Redend, dass ich mehrere Male vorwärts spulen musste. Aus meiner Sicht ist den Drehbuchautoren gegen Ende des Scripts der Schnauf ausgegangen und man schwenkte um auf eine Erzählweise, die wohl eher das weibliche Publikum (GZSZ-Liebhaber) anspricht. Auch finde ich einige Ereignisse schlicht weit hergeholt und unlogisch, ohne diese hier jetzt (in der Breite) ausführen zu wollen.

Die ewige Flüchterei kommt einem bei der zehnten Wiederholung (und bei den immerselben Fehlern) gar etwas bekannt vor, und auch die Diskussionen zwischen den Akteuren nehmen gefährliches Star Trek: Enterprise-Niveau an. Da kommt es vor, dass einer der Hauptakteure einen Bauchschuss abkriegt und am Ende der Folge dem Attentäter freundlich auf die Schulter klopft und dazu meint „He, alles halb so wild – mir geht’s ja wieder gut.“ John (das Forscher-Alien, das sich gerne in irdischen Betten mit irdischen Weibern vergnügt) dagegen kriegt Charlie Keys volle Wut zu spüren – aus meiner Sicht wäre eine etwas mehr einfühlsame, diplomatische Vorgehensweise logischer erschienen – schliesslich sind die Jungs aus Sicht der noch halb animalischen Spezies Mensch gar etwas zu allmächtig, um sie wutentbrannt durchzuschütteln. Er könnte ja wirklich noch von grossem Nutzen sein.

Special Effects

Kollega Dickreuter (zur Zeit „an der Front“ in den USA, genauer L.A., noch genauer Hollywood) könnte hier wohl viel kompetenter Auskunft geben – doch ich versuche es jetzt einmal, als sozusagen unwissender, dummer Zuschauer: Da hätte man mehr drausmachen können.

Obwohl die Serie 2002 produziert wurde und sich in den mittlerweile vergangenen drei Jahren wiederum etliche Fortschritte ergeben haben (Star Wars III, bspw.), sind die Animationen teilweise gar etwas zu dumb ausgefallen. Die Animation der – zugegebenermassen schwierig zu animierenden – Aliens ist grauenhaft, was wieder einmal beweist, dass realistische Körperbewegungen immer noch die Messlatte für alle seriösen SFX-Produzenten darstellt. Klar hatte Spielberg kein anständiges Filmbudget zur Hand (wobei 40 Millionen dann doch wieder verdammt viel Geld sind), doch der Vergleich zu anderen aktuellen Serien zeigt doch einige Mankos auf. Der Absturz des UFOs in North Dakota andererseits ist sehr gelungen, und auch das Recording-Device (Artefakt) ist realistisch – um nicht zu sagen – atemberaubend animiert. Die Lichtkugeln am Himmel gehorchen wohl absichtlich nicht den physikalischen Gesetzmässigkeiten, sehen aber doch allzu künstlich aus.

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