Dienstag, 7. November 2006

Cablecom auf Kundenfang und -verarsche

Heute Mittag im Eschenmoser in Bern: Eigentlich will ich ja nur eine xD-Karte für meine neue Digitalkamera kaufen. Das Schicksal will es aber, dass ich von einem Cablecom-Vertreter angehauen und eingelullt werde. Da ich meinen Internet-Anschluss bereits von dieser Firma besitze, versucht er mir cablecom digital phone anzudrehen – mit Erfolg.

Partnerwechsel

Seine „Saat“ fällt auf fruchtbaren Boden – schliesslich habe ich mir bereits seit längerem Gedanken gemacht, wie die Telefon-Kosten unseres Haushaltes gesenkt werden können. Drei Möglichkeiten habe ich in Betracht gezogen und erhalte folgende Zahlen rein für die Infrastruktur (in den Kosten sind keine Gespräche enthalten):

  • sipcall pro – 549.60 SFr.
    Nicht eingerechnet ist der Internet-Anschluss cablecom hispeed, den wir so oder so benötigen.
  • cablecom digital phone – 792.00 SFr.
    Das Produkt, das mir der windige Vertreter angedreht hat
  • Swisscom Fixnet ISDN light – 1032.00 SFr.

(Berechnung in PDF-Form)

Eigentlich hatte ich mich schon fast für sipcall entschieden, aber auf Abraten eines Kollegen verzichtete ich auf eine Vollportierung. Die Kostenstruktur ist ganz deutlich für Analog-User optimiert – für Wünsche von ISDN-Benutzer sind happige Mehrkosten fällig. Schade! Ich beliess deshalb alles beim Status Quo.

Ganz klar ist: Weg von Swisscom, sobald sich eine günstige Gelegenheit bietet. 12 Monate gratis aufs Schweizer Festnetz telefonieren? Das nehmen wir gerne. Der vom Vertreter in Aussicht gestellte 50 SFr.-Gutschein für den nächsten Einkauf bei Eschenmoser tut das übrige.

Vertrauenserweckend

Nun folgt das Debakel:

  • Die Stritenstrasse 47 ist anscheinend nicht in der Cablecom-Datenbank gespeichert. Unser Haus scheint zwischen der Hausnummer 46 und der 49 verschollen gegangen zu sein. WTF? Der auf seine Provision scharfe Verkäufer kümmert das wenig – nun wohnen wir halt neu in der Stritenstrasse 46 … (Steht nun überall, sogar auf dem Vertrag)
  • Der Telefonanschluss läuft seit jeher über meinen Vater. Unbeirrt fährt der Verkäufer mit der Anmeldung fort. Anfänglich vermute ich, dass er mir den Vertrag ausdrucken wird und nach Hause mitnehmen lässt, damit ihn mein Vater unterzeichnen und zurücksenden kann. Denkste – der Verkäufer erkundigt sich für das Geburtsdatum, den Vor- und Nachnamen meines Vaters, und schon liegt ein druckfrischer Vertrag auf dem Verkäufer-Pultli. Ein Kugelschreiber wird mir in die Hand gedrückt, und nun begehe ich also Urkundenfälschung (oder?). Für einen allfälligen Rücktritt vom Vertrag unterzeichne ich gut sichtbar mit „M. Aeby“.
  • Um unsere ISDN-Telefone weiterverwenden zu können, benötigen wir noch einen ISDN-Adapter (ISDN2VoIP?). Gemäss meinen Abklärungen, die ich vor einigen Wochen durchgeführt habe, kann der Adapter nicht gekauft, sondern muss gemietet werden. 3 Franken kostet der Spass – monatlich. Völlig erstaunt bin ich nun, als der Verkäufer mir versichert, dass dieser Adapter mit einmaligen 3 SFr. zu bezahlen sei. Ich weise ihn darauf hin, dass ich mich bereits detailliert über das cablecom digital phone-Angebot schlau gemacht habe und der Adapter damals monatlich 3 SFr. gekostet habe. Er erklärt erneut, dass der Adapter keine monatlichen Kosten mit sich bringt. Als der Vertrag ausgedruckt wird, wird unter „Optionen“ die „ISDN Telefon Adapter Option“ tatsächlich mit 3 SFr. angegeben. Der Kolonnentitel lautet „Preis pro Monat“. Vor der Unterzeichnung des Vertrages weise ich den Cablecom-Vertreter auf den Spaltentitel hin. Das sei ein Druckfehler, sagt er mir, diese Option verursache keine monatlichen Kosten.

Das nachträgliche OK

Wieder zu Hause unterrichte ich meinen alten Herr von der Umstellung. Für Kostensenkungen ist er immer zu haben, zumal heute ja die Fixnet-Telefonie nicht mehr denselben Stellenwert hat, wie vor dem Boom der Mobiltelefonie.

Hotline

Dennoch wollte ich es nicht unversucht lassen – so stinkfrech sollten mir diese Cablecom-W…er nicht davon kommen! Belügt man Neukunden? Das sollte doch in der ersten BWL-Vorlesung als eines der Don’ts gelernt werden. Da hat wohl ein Betriebswirt die Vorlesung geschwänzt …

Ich rief also der Hotline an und beschwerte mich. Frau Jungo entschuldigte sich höflich für die Falschinformation, machen liesse sich da aber leider nichts. Meine Forderung nach einem 12-monatigen Mieterlass konnte sie nicht Folge leisten.

Liebe Cablecom, wahrscheinlich müssen eure Hotline-Angestellten den ganzen Tag lang „Entschuldigung, das tut uns aber leid“ sagen – aber he, schlussendlich zählt ja nur der Jahresabschluss. Die wenigsten Kunden werden sich wegen 36 Stutz im Jahr auf eine Rauferei einlassen. Alles Kalkül? Immerhin gab Frau Jungo zu, dass anscheinend Vertreter falsch instruiert worden seien – Cablecom ist sich also durchaus bewusst, dass da etwas gehörig schief läuft.

Übrigens: Das Rücktrittsrecht vom Vertrag beträgt 7 Tage …

Adé, Swisscom!

Dennoch bin ich froh, der Swisscom zu entfliehen – seit 1999 zahlen wir 43 SFr. für den ISDN-Anschluss, wie wohl alle Early Internet Adopters vor uns. Denn irgendwann einmal Ende der 90er hatten es unsere Eltern satt, dass ihre Jünglinge mit ihren Analog-Modems die Telefonleitung blockierten und enorme Kosten verursachten (Rechnungen um 200-300 SFr. waren keine Seltenheit – und das für 5kB/s). Da bezahlte man gerne die teure Umrüstung des Haushaltes von analog nach ISDN (Einzug neuer Kabel, NTBA, neue Telefone), um dann endlich zwei Leitungen benutzen zu können. Die Mütter freuten sich insbesondere über die Anruferkennung, allen war also gedient.

Irgendwie habe ich nun aber doch das Gefühl, dass die Investitionen der Swisscom in die ISDN-Infrastruktur langsam amortisiert sein sollten. Eine Senkung der ISDN-Gebühren läge doch drin, oder? Aber eben, liebe Swisscom, wenn man zu lange wartet, verliert man plötzlich den ganzen Kunden. Pech gehabt.

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Dienstag, 7. November 2006

Wahlprognose

Heute stehen ja bekanntlich die Kongresswahlen in den „US and A“ (gell, Borat …) an. Zumindest sollte dies kaum mehr jemanden entgangen sein, schliesslich überschlagen sich die Berichte und Meldungen auch in den hiesigen Medien.

Mein Gefühl: Die Demokraten machen’s.

Natürlich ist es müssig, nach der Lektüre aller Expertenmeinung genau das zu verkünden, was auch die Mehrheit der Politprofis und -kenner konstatiert hat. Doch ich stütze mich auf die eigene Empirie:

Als eifriger Nutzer von Digg.com ist mir nämlich aufgefallen, dass in den letzten Wochen die politischen Themen überhand genommen haben. Neben Blog-Artikeln in der Form „USA geht unter“, „Abkehr von den Freiheitsrechten“ (Stichwort: Habeus Corpus) fanden sich auch erstaunlich viele YouTube-Flicks über Comedy-Shows von Jon Stewart und Stephen Colbert.

Die Stimmung in den Kommentaren zu den Themen war gereizt, doch eine auffallende Mehrheit outete sich gegen die derzeitige Regierung.

Natürlich handelt es sich hier um keine repräsentative Stichprobe – Tech-Geeks könnten durchaus ihr Herz eher Mitte-Links schlagen haben. Doch vielleicht sind es auch gerade sie, die politisch stärker aktiv sind? Jedenfalls erachte ich die heutigen Wahlen als kleines Experiment, inwiefern Digg als politischer Gradmesser herangezogen werden kann.

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Montag, 6. November 2006

Reissverschluss klemmt?

Fast wäre meine sauteure Burton-Snowboard-Jacke ein Fall für die Kleidersammlung geworden: Letztes Jahr ging der Reissverschluss nach bravourös erfüllter Dienstzeit in Ruhestand.

Glücklicherweise gibt es für uns verwöhnte Berner ja den Loeb (eine der wenigen Gründe, die mich noch in diesen Laden ziehen – Warenhäuser „are so“ 20. Jahrhundert!). Dort wurde mir freundlicherweise ein neuer Reissverschluss montiert.

Doch leider – meine Kollegen bemerkten es bereits letzten Winter – macht der Reisverschluss immer wieder Probleme. Besonders unangenehm ist es, wenn man sich dringend der Jacke entledigen muss, z.B. in Kopenhagen vor der Garderobe eines angesagten Clubs. Kollege Zgräsch hat mir letzten Winter mehrere Male tatkräftig aus der Patsche geholfen – nur mit grossem Kraftaufwand konnte der Reisverschluss schlussendlich geöffnet werden.

Als ich erneut bei den eifrigen Damen von Loeb vorsprach, erhielt ich den Tipp des … Jahrhunderts? Man nehme den (Vorschlag-)Hammer und haue sanft, aber bestimmt, auf den den Dienst verweigernden Reisverschluss. Und siehe da … nun flutscht das Ding wieder wie geschmiert.

Der Hammer – ein unverzichtbares Utensil, das in jeden Haushalt gehört.

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Montag, 6. November 2006

Krönchen auf dem Arsch

Quelle: Sell.com

Als ich meine Freundin vor sechs Tagen während ihres Wochenaufenthaltes in Colmar besuchte (lustig: das Bild auf Wikipedia zeigt nicht nur das malerische Altstädtchen, sondern auch gleich ihren Wohnort – sie wohnt in einem Gebäude, das an dasjenige am rechten Bildrand direkt anschliesst), stach mir bei unserem Besuch des Europarks in Rust während Allerheiligen (Merke: man vermeide es besser, an katholischen Feiertagen nach Rust zu pilgern … aber wie will man das als Einwohner eines reformierten Kantons schon wissen?) etwas markant ins Auge:

Blickfang

Die Hinterteile einer nicht geringen Zahl an Frauen (resp. Teenager) erheischten meine Aufmerksamkeit (nein, eben nicht nur deswegen, woran der triebgesteuerte Leser gerade denken mag). Zurück zum Thema: Hinterteile erregten (ha, wie zweideutig) die Aufmerksamkeit. Respektive deren Umhüllung. Um genauer zu sein: Jeans. Und zwar Stickereien darauf. Da waren nämlich beidseits auf beiden Backen Krönchen aufgestickt und/oder -gedruckt (so nah ging ich dann nicht auf Tuchfühlung). Lustig – aus der Ferne könnte man verschwommen auch zwei (Männer)hände erkennen …

Was zum Teufel …

Auch Melanie wusste nicht, was es mit diesen Krönchen auf sich hatte. Zurück in der Altstadt Colmar lief uns wieder eine Gekrönte über den Weg – dieses Mal blieb es mir aber freudigerweise erspart, den Allerwertesten aufs Korn zu nehmen: Das Krönchen war auf eine Jeans-Jacke aufgedruckt.

And now … the Conclusion

Die modebewussten Fashion-Victims unter meinen Lesern (Da Golden Curl?) werden des Rätsels Lösung bereits beim Wort „Krönchen“ herausgeschrien haben: Victoria Beckham macht in ihrem Leben auch noch was und kreiert/verkauft anscheinend auch Jeans – supi!

Ich dagegen musste bis zur Auflösung des Mysteriums noch das vergangene Wochenende erdauern. Melä nutzte letzten Samstag die geballte Ladung an Expertenwissen ihrer Kolleginnen aus, um sich über diese ominöse Marke kundig zu machen. Gleich beide anwesende Kolleginnen, wohl in Fachzeitschriften für Frauen derart belesen wie ein Pfarrer in der Bibel, wussten es auf Anhieb: Victoria Beckham! Wie kann man sein Allgemeinwissen nur derart vernachlässigen?

Ein weiteres Puzzle-Stück kommt hinzu …

Gestern genoss ich mit dem nimmersatten Rändel (Bald mein neuer Untermieter?) und dem „Autä“ aka. Hardcore-blogging-Zgräsch eine grandiose Filmproduktion aus den kasachischen Steppen.

Und wie es der Zufall wollte, war unter dem Publikum eine ausgesprochen individuell gekleidete Frau anwesend, die ein (oder sollen’s gleich zwei sein?) Krönchen auf sich trug. Ich übrigens auch – aber nur eines aus Karton, das die Aufschrift „Burger King“ trug. Bei Borat ist alles erlaubt. Rändel ergänzte mich perfekt mit seinem Borat-Pin, den er sich auf die Brust gepinnt hatte.

Als ich Zgräsch fragte, ob er denn diese Marke kennen würde, verneinte er dies zu meiner Beruhigung. Auf meine „Auflösung“ hin wusste er aber dennoch etwas zu berichten: Die Dinger seien sauteuer! Ich wollte ihm das nicht so recht glauben, bis ich auf der Suche nach einem stehlenswerten Bild auf folgende Web-Site gelangte und der Wahrheit gnadenlos ins Auge blickte:

THESE JEANS ARE HOT AND HARD TO FIND. THEY RETAIL FOR $308!!!! GET THEM HERE CHEAP.

Quelle: ROCK & REPUBLIC VICTORIA BECKHAM CROWN CRYSTAL JEANS

Weitere Hinterteile Crown-Jeans gibt es über Google Bilder

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Sonntag, 5. November 2006

Freevo automatisch starten und herunterfahren

Obwohl ich genügend zu tun hätte, konnte ich auch heute nicht von dem Optiplex GX150 lassen, der momentan unter meinem Bürotisch steht und auf seinen Produktiveinsatz wartet …

Heute ging es darum, Freevo den letzten Schliff zu verpassen. Ich band neben meinem digitalen Film-Archiv nun auch mein Musik-Archiv sowie mein Bilder-Archiv ein. Auch diese Mediengattungen lasen sich unter Freevo bequem am TV-Bildschirm anzeigen resp. abspielen.

Auf der technischen Seite des Feinschliffs lernte ich nebenbei auch noch das mit Ubuntu 6.10 (Edgy) eingeführte upstart kennen (ein Ersatz für den init daemon – ha, tönt das klug!), ohne es aber auch nur ansatzweise zu durchblicken.

Ziel

Wird das Mediacenter eingeschaltet, soll das System booten und danach gleich direkt in die Freevo-Oberfläche wechseln. Der Benutzer muss sich also nicht mehr – wie bis anhin – zuerst einloggen und dann über das Terminal Freevo starten; das sollte jetzt vollautomatisch passieren.

Beendet der Benutzer Freevo, soll auch gleich der PC ausgeschaltet werden.

Auto-Login unter Linux

Was Windows-Benutzer in den Consumer-Versionen der 90er-Jahre standardmässig vorfanden, ist bei Linux natürlich aus Sicherheitsgründen verpönt: Das Auto-Login.

Für einen Mediacenter-PC ist aber gerade dieses Feature sehr wünschenswert – einerseits, weil man den Multimedia-PC am liebsten mit einer Infrarot-Fernbedienung steuern möchte (sprich: kein Keyboard zur Stelle, das die Eingabe von Benutzernamen und Passwort erlauben würde), andererseits, weil man das Ding ja evtl. auch den Eltern in die gute Stube stellen will. Und die sind sich nun mal gewöhnt, dass man die Video-Kassette in den Rekorder schiebt und auf Play drückt – und dabei nicht erst nach Benutzernamen und Passwort gefragt wird.

Der (auch für die restliche Konfiguration sehr hilfreiche) Wiki-Artikel Freevo Media Center enthielt die nötigen Schritte, um sich eine Auto-Login Linux-Kiste zu zimmern. Da man nie weiss, wie lange solche How-Tos im Netz bleiben, „drucke“ ich hier die Anleitung zusätzlich zur Original-Quelle ab:

Auto Start

We will disable the Gnome GDM login manager, and instead start a bare xsession with only freevo using the entire fullscreen display. Rungetty will autologin freevo on TTY1 and then start X Windows.

first create the freevo user

adduser freevo
adduser freevo cdrom
adduser freevo video 
adduser freevo audio

Then edit some dot files in freevo’s home directory.

add to the end of /home/freevo/.bash_profile:

export SDL_AUDIODRIVER=alsa

if [ "$TERM" = "linux" -a `tty` = "/dev/tty1" ]; then
       startx -- :1 -br ; exit
fi

create /home/freevo/.xsession:

# turn off screen blanking
/usr/bin/X11/xset s off
/usr/bin/X11/xset -dpms

# allow local user access to windows
/usr/bin/X11/xhost +local:

# make blue bars black
/usr/bin/xvattr -a XV_COLORKEY -v 0

# showtime
/usr/bin/X11/xsetroot -solid "#000000" &
/usr/bin/unclutter -idle 1 &
#xterm -font 9x15
/usr/bin/freevo

make sure the .xsession is executable

chmod +x /home/freevo/.xsession

edit /etc/inittab to start rungetty autologin of the freevo user:

#1:2345:respawn:/sbin/getty 38400 tty1
2:23:respawn:/sbin/getty 38400 tty2
3:23:respawn:/sbin/getty 38400 tty3
4:23:respawn:/sbin/getty 38400 tty4
5:23:respawn:/sbin/getty 38400 tty5
6:23:respawn:/sbin/getty 38400 tty6
1:345:respawn:/sbin/getty 38400 tty1
7:2:respawn:/sbin/rungetty tty1 --autologin freevo

disable GDM

mv /etc/rc2.d/S13gdm /etc/rc2.d/O13gdm
/etc/init.d/gdm stop
init q

That’s it. Not for the faint of heart. Now reboot and enjoy all your snail mail flix and bittorrent downloads!

Quelle: Freevo Media Center

Hilfreich war für Detailfragen die Anleitung Xfce Autologin (die sich auf Ubuntu <6.10, also auf init und nicht auf upstart bezieht) sowie einen Forenbeitrag, der den entscheidenden Hinweis für Edgy enthielt: Autologin ohne GDM mit Edgy.

Wichtig war hierbei die Installation des Paketes rungetty:

apt-get install rungetty

Bootet man den Rechner neu, landet man – ehe man sich versieht – in der schönen Freevo-Oberfläche. Auf zum nächsten Schritt!

Nicht nur Freevo, sondern gleich das ganze System herunterfahren

Hier kämpfen wir (wieder) mit Sicherheitsaspekten – Linux kann man normalerweise ja nur als root-User herunterfahren:

shutdown -h now

Drücke ich aber in Freevo auf den ‚Shutdown‘-Befehl, sollte die Kiste wider dieser Sicherheitsmassnahme vollständig heruntergefahren und danach ausgeschaltet werden.

Als erstes durchsuchen wir – natürlich – das Web nach geeigneten Anleitungen. Gefunden habe ich Herunterfahren für Non-Root-Benutzer. Klar doch – sudo ist mein Freund. Doch bei Freevo hat der User keine Shell, wo er mit Eingabe seines Passwortes Super-User-Rechte erlangen könnte. Hier kommt die Anleitung ins Spiel: Es gibt die Möglichkeit, Nicht-Root-Benutzer Befehle als root ausführen zu lassen, ohne dass sie ein Passwort eingeben müssen (Aber Achtung, tönt ganz gefährlich – hier muss man Vorsicht walten lassen).

Wichtig ist dazu der Eintrag in die /etc/sudoers-Datei, den man mit visudo vornehmen sollte:

freevo ALL=(ALL) NOPASSWD: /sbin/shutdown

Der Benutzer freevo wird mit dieser Konfigurationszeile authorisiert, den folgenden Befehl ohne Passworteingabe auszuführen:

sudo /sbin/shutdown -r now

Danach basteln wir noch am Freevo-Quellcode herum – wie der Vorredner bereits gesagt hat: „Not for the faint of heart“. Hierzu öffnen wir die Datei /usr/lib/python2.4/site-packages/freevo/plugins/shutdown.py im Editor unserer Wahl.

Zeile 96 ändern wir wie folgt:

os.system('sudo /sbin/shutdown -r now')

Und schwupp – bestätigt man den Druck auf den ‚Shutdown‘-Knopf, schaltet sich die Kiste nach einigen Sekunden (oder Minuten) selbständig aus.

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Samstag, 4. November 2006

Freevo und mplayer unter Ubuntu 6.10

Seit ich von Benno zwei Dell Optiplex GX150 ersteigert habe, ist bei mir (mit deutlicher Verspätung) das Mediacenter-Fieber ausgebrochen.

Nachdem ich mir MythTV installiert und angeschaut habe, ist nun Freevo an der Reihe. Ich bin zum Schluss gekommen, dass ich MythTV im Grunde nicht brauche, da ich mir anlässlich der bevorstehenden Digitalisierung des Fernsehangebotes keine schitteren Analog-Aufnahmen des TV-Programms mehr antun möchte.

Dies lasse ich lieber eine dedizierte DVB-Box tun – für was das Rad zweimal erfinden? Ich frage mich nur, ob der Optiplex das Fernsehvergnügen arg strapazieren wird, wenn er in meinem Zimmer in den HiFi-Komponentenstapel integriert wird? Mit der Zeit beginnt der Lüfter des Gerätes doch mit beträchtlicher Lautstärke zu lüften …

Installation unter Ubuntu 6.10

Freevo war unter Ubuntu 6.10 (Edgy) relativ rasch integriert – vorausgesetzt, man findet sich in der Doku zurecht und modifziert /etc/apt/sources.lst:

...
deb http://ubuntu.geole.info/ edgy universe multiverse
...

Zudem sollte man sich noch den Schlüssel für das Repository herunterladen und in die Keychain ablegen:

wget http://www.geole.info/fileadmin/data/misc/geole.info-apt-key.gpg
sudo apt-key add geole.info-apt-key.gpg

Quelle: FreevoAptUbuntu

fstab und smbfs

Das Starten von Freevo klappte danach wunderbar. Damit ich auf mein Film-Archiv zurückgreifen kann, habe ich einen Mount-Point in /etc/fstab eingetragen:

//server/Movies /mnt/Movies smbfs ro,username=user,password=password 0 0

Damit das Mounten danach aber mit

mount /mnt/Movies

dann auch klappt, musste ich noch smbfs nachinstallieren:

apt-get install smbfs

Plugin-Probleme

Doch jetzt kam das grosse Problem: Die Freevo-Programmierer haben (meines Erachtens) fürchterlich geschlampt, als sie die Versionsabfrage für mplayer programmiert haben. Beim Starten von Freevo erhielt ich dauernd die Meldung:

failed to load plugin video.mplayer
start 'freevo plugins -l' to get a list of plugins
Traceback (most recent call last):
  File "/usr/lib/python2.4/site-packages/freevo/plugin.py", line 572, in __load_plugin__
    p = eval(object)()
  File "/usr/lib/python2.4/site-packages/freevo/video/plugins/mplayer.py", line 112, in __init__
    _debug_("MPlayer version set to: %s" % config.MPLAYER_VERSION)
AttributeError: 'module' object has no attribute 'MPLAYER_VERSION'

Der Grund: Die Ubuntu-Maintainer haben ihren eigenen Version-String in das mplayer-Binary einkompiliert, der von mplayer.py aus irgendeinem Grund nicht geparst werden konnte. Da hatte ich nun den Salat.

Zuerst kam eine Neuinstallation von mplayer in Betracht, was ich schlussendlich aber fallen liess. Denn vor dem Eingriff in das System schaute ich mir die Datei /usr/lib/python2.4/site-packages/freevo/video/plugins/mplayer.py genauer an. Dort las ich:

if not config.MPLAYER_VERSION:
            print
            print 'Failed to detect mplayer version. Please set MPLAYER_VERSION in your'
            print 'local_conf.py to 0.9  (for 0.9.x series), 1.0 (for 1.0preX series)'
            print 'or 9999 for cvs.'
            print
            self.reason = 'failed to detect mplayer version'
            return

Quelle: coding: iso-8859-1 …

Toll, dass dieser Hinweis in der local_conf.py gänzlich fehlt. Seit ich dort

MPLAYER_VERSION = 0.9

stehen habe, spielt mir Freevo nun auch meine Spielfilme ab.

Wenn dieser Parameter nicht gefunden wird, klappt das Abspielen von Filmen nicht – es erscheint dann die nichtssagende Fehlermeldung:

No action defined for this choice

Fazit

Mediacenter-PCs mit Linux sind ein derartiges Gebastel, dass ich – trotz aller Freude am sonst so handlichen GNU/Linux – auf die kommerziellen Produkte von Microsoft und (in Bälde) Apple verweisen möchte. Linux ist einfach noch nicht reif für diese Art von Anwendung.

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Samstag, 4. November 2006

Natel Easy (Pre-Paid) Restguthaben

(Als langjähriger Orange-Kunde bewege ich mich hier auf fremden Terrain, doch meinem alten Herren wollte es partout nicht mehr in den Sinn kommen, wie er sich das Restguthaben anzeigen lassen konnte)

Das Restguthaben eines Pre-Paid-Abonnements von Swisscom lässt sich mittels der Tastenkombination *130# abfragen …

PS: Die PCTipp-Meldung enthält (mittlerweile?) falsche Informationen.

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Samstag, 4. November 2006

Swisscom und das Konkurrenzverbot

Himmelheiland, was waren das für News! Zuerst tritt am 20. Januar 2006 Jens Alder zurück und angelt sich einige Monate später den ebenbürtigen Job bei TDC. Den darf er aber erst am 1. November 2006 antreten, weil für ihn das Konkurrenzverbot gilt.

Nun können wir den nächsten Swisscom-Überläufer bejubeln: Youngster Christoph Brand zieht es ebenfalls zu den Dänen, resp. zu einem Subunternehmen dieser (neu nur noch unter „Finanzinvestition“ gehandelt), die TDC Sunrise. Mangels Konkurrenzverbot kann er gleich durchstarten.

Bleibt abzuwarten, ob diese gefeierten Manager den „Schalter umlegen“ können von Monopolbetrieb zu beinhartem Konkurrenzkampf mit einem Monopolbetrieb. Ich hoffe auf eine Schlammschlacht, in der nicht zuletzt das Insider-Wissen ausgeschlachtet und effektiv eingesetzt wird. Wäre es nicht die Ironie des Schicksals, wenn ausgerechnet gerade ehemalige Swisscom-Angestellte die heilige Kuh zur Schlachtbank führen würden?

Etwas bin ich aber doch erstaunt ob der Swisscomschen Personalregelung – wieso für hohe Swisscom-Angestellte kein Konkurrenzverbot gilt, ist mir völlig schleierhaft. Ob es wirklich an den zu vermeidenden Abgangsentschädigungen liegt, wie die Netzwoche vermutet? Oder schlicht und einfach um Nachlässigkeit der (vorausblickenden) Verantwortlichen?

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Freitag, 3. November 2006

Tipps zur Berufswahl

Gleich weiter geht es mit einem nächsten Artikel von brandeins.de:

[…] Beobachte, was dir einfach von der Hand geht. Dort hast du deine Stärken. Dort musst du dich anstrengen. Das wirst du gut tun, weil es dir leicht fällt. Das Bittere: Vielen Menschen fallen ihre Fähigkeiten überhaupt nicht auf, eben weil sie ihnen leicht fallen. Sie achten nicht darauf.

[…] An Schwächen zu arbeiten ist falsch, insbesondere im Management. […] Aber man wird nicht gut dadurch, dass man Fehler beseitigt. Man wird gut, wenn man seine eigenen Stärken erkennt.

Quelle: brand eins 7/2005, „Schluss mit lustig“

Maliks Verdikt: Der Beruf sollte nicht Spass machen (eine Erwartung, die der heutige Nachwuchs vielleicht zu ausgeprägt in sich trägt) – man sollte denjenigen Beruf wählen, in dem man seine Fähigkeiten optimal einsetzen kann.

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Freitag, 3. November 2006

Ich: Wissensarbeiter

„Innerhalb der Wissensarbeiter entsteht eine neue Klasse: die kreative Klasse. Menschen mit großer Expertise und beträchtlichem Selbstinszenierungspotenzial. Sie verdienen ihr Geld mit Erfinden, Gestalten, Coachen, Entwerfen, Beraten. Es geht ihnen erst um Herausforderung, dann um Bezahlung. Sie arbeiten eigenständig, kreativ, auch wenn sie in ,festen‘ Beschäftigungsverhältnissen sind. Vor allem verstehen sie sich nicht als Weisungsempfänger, sondern als Partner bei Problemlösungen. Die kreative Klasse gestaltet Arbeitsort, Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen weitgehend selbst nach ihren hohen Ansprüchen.“

Imke Keicher, Zukunftsinstitut, Kelkheim

Quelle: brand eins 7/2005, „Die kreative Klasse“

Wenn ich es nicht schon bin, dann ist es zumindest das, was ich beruflich anstrebe – die Mitgliedschaft in der „kreativen Klasse“.

Dank: An den anonymen Tippgeber, der mich bezüglich meines Grundeinkommen-Artikels auf brandeins.de aufmerksam gemacht hat.

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