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Sonntag, 9. Juni 2013

Mit postfix über cyons SMTP E-Mails versenden

Wer wie ich zu Hause einen Linux-Server betreibt, benötigt manchmal auch die Möglichkeit, E-Mails zu versenden.

Mit folgenden Einstellungen versende ich mit Linux E-Mails über meinen schweizerischen Qualitätshoster cyon:

/etc/postfix/main.cf

...
relayhost = [server00.cyon.ch]
smtp_use_tls = yes
smtp_sasl_auth_enable = yes
smtp_sasl_mechanism_filter = login
smtp_sasl_password_maps = hash:/etc/postfix/sasl/outgoing
smtp_sasl_security_options = noanonymous

Damit der Versand aber effektiv klappt, muss ich wie im Attribut smtp_sasl_password_maps angegeben noch die Zugangsdaten eines cyon-Mail-Kontos hinterlegen:

/etc/postfix/sasl/outgoing

[server00.cyon.ch] user@domain.tld:password

Bevor postfix zum ersten Mal gestartet wird, muss diese Datei gehasht werden:

# postmap /etc/postfix/sasl/outgoing

Damit wird eine neue Datei unter /etc/postfix/sasl/outgoing.db angelegt, welche von postfix beim nächsten Start eingelesen wird.

Test

Zu Testzwecken versende ich nun per Kommandozeile eine E-Mail:

$ echo "Bla" | mail -s "Test" user@domain.tld

WICHTIG: Es empfiehlt sich, im cyon-Control Panel eine dediziertes E-Mail-Konto anzulegen, welches nur dem E-Mail-Versand dient. Sollte der Server gehackt werden, kann sich der Angreifer so nicht im privaten E-Mail-Verkehr herumtummeln.

Die beiden Dateien /etc/postfix/sasl/outgoing und /etc/postfix/sasl/outgoing.db sollten zudem nur für den Besitzer lesbar gemacht werden:

# chmod 600 /etc/postfix/sasl/outgoing /etc/postfix/sasl/outgoing.db

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Donnerstag, 27. September 2012

Wenn imapfilter plötzlich mit meinem bei Cyon gehosteten Mail-Server nicht mehr funktioniert

Da verreise ich als auf einen IT-Audit ins „Ländle“, und prompt versagt mein geliebter imapfilter seinen Dienst. Fazit: Meine INBOXes sind plötzlich voller Mails, welche von imapfilter sonst schön brav spätestens 5 Minuten nach deren Ankunft auf meinen Mail-Konti in einen Unterordner verschoben werden. Zuerst dachte ich, dass mein lokaler Linux-Server, auf welchem imapfilter läuft, wegen eines Stromunterbruchs ausgefallen ist.

Doch mittels des äusserst nützlichen SSH-Clients Prompt hatte ich bereits am Dienstag realisiert, dass der Server am Netz hängt und ansprechbar ist.

Ein Blick in das von meinem imapfilter.sh-Script erzeugten Log zeigte, dass das Problem erstmals am Montag um 17 Uhr 15 Minuten aufgetaucht ist (Montag kurz vor Feierabend – dann scheinen die Cyon Sysadmins am liebsten ihre Zertifikate zu erneuern?)

2012-09-24 17:15 - <imapfilter Script> - Error '5' checking mail

Nun gut … letzter Ausweg: Ich versuche mich mittels

imapfilter -d -c <imapfilter Script>

interaktiv anzumelden und Debug-Meldungen abzulegen. Doch zur Analyse dieses Debug-Dumps kommt es nicht, denn auf der Kommandozeile strahlt mich folgender Hinweis an:

Server certificate subject: /OU=Domain Control Validated/CN=*.cyon.ch
Server certificate issuer: /C=BE/O=GlobalSign nv-sa/CN=GlobalSign Domain Validation CA - G2
Server key fingerprint: 39:E9:08:A5:D9:EC:C3:A3:3E:0F:73:7C:14:B7:F2:A5
(R)eject, accept (t)emporarily or accept (p)ermanently? p

Mittels Eingabe von p akzeptiere ich das neue Zertifikat, und gut isses.

Da hat Cyon also einfach nur sein Server-Zertifikat geändert. Wieso nimmt man immer gleich das Schlimmste an?

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