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Donnerstag, 16. Dezember 2021

g.fast SFP in Turris Omnia debuggen (leider erfolglos)

Heute um 16:34 Uhr fiel bei uns das Internet aus: Copper7 über g.fast (meine vom 1. Oktober bis heute, dem 15. Dezember 2021, verwendeten Komponenten sind hier beschrieben).

Zuerst war ich der Meinung, dass es sich um einen Ausfall von Swisscom oder Copper7 handelt, doch als die Internetverbindung auch nach einer Stunde und einem Reboot des Turris Omnia immer noch getrennt war, machte ich mich ans Debugging.

Leider habe ich die Internetverbindung mit dem g.fast SFP im Turris Omnia bis jetzt nicht mehr zum Laufen gebracht. Wie im oben verlinkten Artikel beschrieben hatte ich die von Init7 gelieferte AVM Fritz!Box 7582 noch im Lager, und diese hat nun (leider) den Turris Omnia ersetzt. Ich hoffe nur temporär …

Derzeit sehe ich zwei Möglichkeiten:

  • Swisscom hindert diesen spezifischen SFP seit heute an der Verbindungsaufnahme
  • Der SFP hat nach 75 Tagen Dauerbetrieb (teilweise) den Geist aufgegeben

Um den Fehler einzugrenzen habe ich die letzten Stunden noch etwas rumgepröbelt, nachdem unsere Wohnung wieder ans Netz kam.

  • Das Turris Omnia OS (TOS) ist 5.3.3
  • Der Turris Omnia SFP-Port heisst eth2 (mysteriös, denn auf den Screenshots vom Oktober habe ich eth1 mit PPPoE konfiguriert)
  • Ohne den SFP eingeschoben zu haben, gibt ethtool folgendes aus (MII = Media Independent Interface?):
    # ethtool eth2
    Settings for eth2:
    	Supported ports: [ MII ]
    	Supported link modes:   10baseT/Half 10baseT/Full
    	                        100baseT/Half 100baseT/Full
    	                        1000baseT/Full
    	Supported pause frame use: Symmetric
    	Supports auto-negotiation: Yes
    	Supported FEC modes: Not reported
    	Advertised link modes:  10baseT/Half 10baseT/Full
    	                        100baseT/Half 100baseT/Full
    	                        1000baseT/Full
    	Advertised pause frame use: Symmetric
    	Advertised auto-negotiation: Yes
    	Advertised FEC modes: Not reported
    	Speed: 10Mb/s
    	Duplex: Half
    	Port: MII
    	PHYAD: 0
    	Transceiver: internal
    	Auto-negotiation: on
    	Supports Wake-on: d
    	Wake-on: d
    	Link detected: no
  • Mit eingeschobenen SFP sieht die Ausgabe folgendermassen aus (TP = Twisted Pair?):
    # ethtool eth2
    Settings for eth2:
    	Supported ports: [ TP ]
    	Supported link modes:   1000baseX/Full
    	Supported pause frame use: Symmetric
    	Supports auto-negotiation: Yes
    	Supported FEC modes: Not reported
    	Advertised link modes:  1000baseX/Full
    	Advertised pause frame use: Symmetric
    	Advertised auto-negotiation: Yes
    	Advertised FEC modes: Not reported
    	Speed: 1000Mb/s
    	Duplex: Full
    	Port: Twisted Pair
    	PHYAD: 0
    	Transceiver: internal
    	Auto-negotiation: on
    	MDI-X: Unknown
    	Supports Wake-on: d
    	Wake-on: d
    	Link detected: no
  • Informationen über das SFP-Modul gibt man folgendermassen aus (werden Informationen angezeigt, bedeutet das gleichzeitig auch, dass der SFP erkannt wurde und funktioniert):
    # ethtool -m eth2
    	Identifier                                : 0x03 (SFP)
    	Extended identifier                       : 0x04 (GBIC/SFP defined by 2-wire interface ID)
    	Connector                                 : 0x22 (RJ45)
    	Transceiver codes                         : 0x00 0x00 0x00 0x01 0x00 0x00 0x00 0x00 0x00
    	Transceiver type                          : Ethernet: 1000BASE-SX
    	Encoding                                  : 0x01 (8B/10B)
    	BR, Nominal                               : 1300MBd
    	Rate identifier                           : 0x00 (unspecified)
    	Length (SMF,km)                           : 0km
    	Length (SMF)                              : 0m
    	Length (50um)                             : 0m
    	Length (62.5um)                           : 0m
    	Length (Copper)                           : 255m
    	Length (OM3)                              : 0m
    	Laser wavelength                          : 0nm
    	Vendor name                               : PROSCEND
    	Vendor OUI                                : 00:00:00
    	Vendor PN                                 : 190-T
    	Vendor rev                                : V7.3
    	Option values                             : 0x08 0x00
    	Option                                    : Retimer or CDR implemented
    	BR margin, max                            : 0%
    	BR margin, min                            : 0%
    	Vendor SN                                 : XXXXXXXXXXXXXXXX
    	Date code                                 : 210528__
  • Wenn kein SFP eingesteckt ist:
    # ethtool -m eth2
    Cannot get Module EEPROM data: No such device or address
  • Wenn es sich um keinen SFP Slot handelt:
    # ethtool -m eth0
    Cannot get module EEPROM information: Not supported
  • Wird der SFP eingesteckt, findet man unter /var/log/messages folgende Mitteilung:
    Dec 15 23:22:36 TURRIS-OMNIA kernel: [  974.802636] sfp sfp: module PROSCEND         190-T            rev V7.3 sn XXXXXXXXXXXXXXXX dc 28-05-21
    Dec 15 23:22:36 TURRIS-OMNIA kernel: [  974.811981] sfp sfp:   unknown connector, encoding 8b10b, nominal bitrate 1.3Gbps +0% -0%
    Dec 15 23:22:36 TURRIS-OMNIA kernel: [  974.820179] sfp sfp:   1000BaseSX+ 1000BaseLX- 1000BaseCX- 1000BaseT- 100BaseTLX- 1000BaseFX- BaseBX10- BasePX-
    Dec 15 23:22:36 TURRIS-OMNIA kernel: [  974.830301] sfp sfp:   10GBaseSR- 10GBaseLR- 10GBaseLRM- 10GBaseER-
    Dec 15 23:22:36 TURRIS-OMNIA kernel: [  974.836590] sfp sfp:   Wavelength 0nm, fiber lengths:
    Dec 15 23:22:36 TURRIS-OMNIA kernel: [  974.841657] sfp sfp:     9µm SM    : unsupported
    Dec 15 23:22:36 TURRIS-OMNIA kernel: [  974.846371] sfp sfp:  62.5µm MM OM1: unsupported/unspecified
    Dec 15 23:22:36 TURRIS-OMNIA kernel: [  974.852135] sfp sfp:    50µm MM OM2: unsupported/unspecified
    Dec 15 23:22:36 TURRIS-OMNIA kernel: [  974.857893] sfp sfp:    50µm MM OM3: unsupported/unspecified
    Dec 15 23:22:36 TURRIS-OMNIA kernel: [  974.863657] sfp sfp:    50µm MM OM4: 2.540km
    Dec 15 23:22:36 TURRIS-OMNIA kernel: [  974.868023] sfp sfp:   Options: retimer
    Dec 15 23:22:36 TURRIS-OMNIA kernel: [  974.871871] sfp sfp:   Diagnostics:
  • Mittels ip a sieht man noch weitere Infos — interessant ist NO-CARRIER (zu dem Zeitpunkt war das ADSL-Kabel nicht eingesteckt):
    ...4: eth2:  mtu 1500 qdisc mq state DOWN group default qlen 532
        link/ether XX:XX:XX:XX:XX:XX brd ff:ff:ff:ff:ff:ff
  • Den SFP kann man über den i2c Bus abfragen. Bei mir ist der SFP unter /dev/i2c-5 ansprechbar. XXX ist die Seriennummer, YYY ist die MAC-Adresse:
    # i2cdump 5 0x50
    No size specified (using byte-data access)
    WARNING! This program can confuse your I2C bus, cause data loss and worse!
    I will probe file /dev/i2c-5, address 0x50, mode byte
    Continue? [Y/n] y
         0  1  2  3  4  5  6  7  8  9  a  b  c  d  e  f    0123456789abcdef
    00: 03 04 22 00 00 00 01 00 00 00 00 01 0d 00 00 00    ??"...?....??...
    10: 00 00 ff 00 50 52 4f 53 43 45 4e 44 20 20 20 20    ....PROSCEND
    20: 20 20 20 20 00 00 00 00 31 39 30 2d 54 20 20 20        ....190-T
    30: 20 20 20 20 20 20 20 20 56 37 2e 33 00 00 00 fe            V7.3...?
    40: 08 00 00 00 31 39 32 30 37 4b 35 38 39 32 31 35    ?... XXXXXXXXXXX
    50: 30 30 34 38 32 31 30 35 32 38 00 00 00 00 00 92    XXXXXXXXXX.....?
    60: 30 30 30 45 41 44 34 41 30 36 41 38 00 00 00 00    YYYYYYYYYYYY....
    70: 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00    ................
    80: ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff    ................
    90: ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff    ................
    a0: ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff    ................
    b0: ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff    ................
    c0: ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff    ................
    d0: ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff    ................
    e0: ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff    ................
    f0: ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff ff    ................
  • Entfernt man den SFP, erscheint folgender Eintrag in /var/log/messages:
    Dec 15 23:21:22 TURRIS-OMNIA kernel: [  901.123920] sfp sfp: module removed

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Sonntag, 10. Oktober 2021

Init7 Copper7 mit g.fast SFP

Am 15. Dezember 2021 um 16:34 starb unsere Internetverbindung, und bis jetzt konnte ich den g.fast SFP im Turris Omnia nicht mehr zum Laufen bringen. Momentan surfen wir über die AVM Fritz!Box 7582, welche ich für genau solche Fälle glücklicherweise im Archiv abgelegt hatte. Siehe den eigenständingen Blog-Artikel g.fast SFP in Turris Omnia debuggen (leider erfolglos)

Unser Umzug von der Stadt Bern in die Agglo (oder ist das hier schon „Land“?) hat sich gelohnt.

Der einzige Wermutstropfen aus IT-Sicht war, Fiber7 (1 Gbit/s symmetrisch; wenige Tage vor dem Umzug wurde der POP zudem fit gemacht für sagenhafte 25 GBit/s symmetrisch) hinter sich zu lassen und sich neu mit Copper7 g.fast (500 Mbit/s down, 100 Mbit/s up) begnügen zu müssen.

Bei der Umzugsmeldung an Init7 habe ich mir eine Fritz!Box 7582 mitbestellt, welche xDSL und g.fast kann.

Mein Plan war aber von vornherein, meinen Turris Omnia Router wenn irgendwie möglich auch hier weiterzubetreiben. Die Fritz!Box sollte nur für den Parallelbetrieb verwendet werden, und notfalls als Testgerät, falls ich mit dem Copper7-Support zu tun hätte und ich hätte sicherstellen müssen, dass ich mit einem offiziell unterstützen Gerät eine Verbindung aufbauen könnte.

Den Turris Omnia wollte ich aus folgenden Gründen weiterbetreiben: Nicht nur, weil der Router einfach besser geeignet für Nerds ist, sondern weil ich zu faul war, die voll funktionsfähige, jahrelang erprobte Konfiguration auf die Fritz!Box zu portieren.

Die einfachste Art, dies zu bewerkstelligen, den Fiber7-SFP (FlexOptix, ich habe darüber gebloggt) im Turris Omnia mit einem g.fast SFP zu ersetzen. Und dies gibt es auf dem Markt tatsächlich, es handelt sich aber um ein Nischenprodukt.

Hoffnung gab der Blog-Artikel Migrated to G.fast 500 Mbit DSL with Turris Omnia and SFP von Daniel Pocock, welcher genau das beschrieb, was ich vor hatte. Daniel gab mir freundlicherweise per Email noch Auskunft auf meine spezifischen Fragen. Top, und Danke!

Leider reagierte der von Daniel empfohlene Hersteller MVMTel auf mehrere meiner Anfragen (sowohl über das Web-Formular, als auch direkt per Email) nicht.

In der Schweiz machte ich zum Glück dann folgende zwei Anbieter von g.fast SFPs aus:

Ich bestellte die Ware bei Engitech, und am 1. Oktober 2021 war es so weit: Ich nahm den Fiber7-SFP aus dem Router raus, steckte den g.fast SFP rein, schloss das ADSL-Kabel an. Anschliessend musste ich das Protokoll des WAN-Interfaces (eth1, da SFP) noch von DHCP auf PPPoE umschalten und die von Copper7 per Email gesendeten Zugangsdaten eingeben (PAP/CHAP Username: INIT7.%benutzername%@downstream.ch, PAP/CHAP Password: siehe Datenblatt). Fertig. Nach wenigen Sekunden war der Router online.

Vorher:

image-10462

Nachher:

image-10463

Zwecks Troubleshooting noch dies: Der SFP verfügt über zwei LEDs, je auf einer Seite des SFPs. Wenn die Klemme des ADSL-Kabels nach unten zeigt, muss die rechte LED grün blinken („SGMII activity LED“), während die linke LED stetig orange (gelb?) leuchtet („MT5321 G.fast SFP link status“). Quelle

Sollte ich dereinst noch Zugriff auf ein Netzqualitäts- und Debug-Interface des Proscend SFPs finden, werde ich es hier posten. Hier ist die Fritz!Box meilenweit voraus:

image-10464

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Sonntag, 28. März 2021

Auf einem UniFi Switch die Vitaldaten eines SFPs auslesen

Dieses Anliegen ist zum Glück deutlich besser dokumentiert als bei einem EdgeRouter ER-X-SFP, generell aber etwas komplizierter umgesetzt:

Nachdem man sich per SSH auf den UniFi Switch mit SFP-Modul eingeloggt hat, gibt man folgende Befehle ein:

# telnet localhost
(UBNT) >show fiber-ports optics all

                                    Output    Input
Port      Temp  Voltage  Current     Power    Power   TX     LOS
           [C]   [Volt]     [mA]     [dBm]    [dBm]   Fault
--------  ----  -------  -------   -------  -------   -----  ---
0/9       42.9    3.284     34.3    -5.983   -8.520   No     No

Quelle: SFP/SFP+ info on UniFi switches

Nachtrag

Um anzuzeigen, was genau für SFPs im Switch verbaut sind, verwendet man folgenden Befehl (Achtung, es handelt sich um einen anderen Switch als den obigen):

# swctrl sfp show
Port  Vendor Name      Serial Number    Part Number      Rev  Compliance
----  ---------------- ---------------- ---------------- ---- ----------------
   9  UBNT             X20061111111     UF-RJ45-1G       1.0  1000T           
  10  UBNT             X20061111112     UF-RJ45-1G       1.0  1000T

Quelle: Ubiquiti US-16-XG 10GbE switch command line

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Sonntag, 28. März 2021

Auf einem ER-X-SFP die Vitaldaten eines SFPs auslesen

Nirgends sauber dokumentiert, habe ich es nach einigen Stunden Recherche geschafft, die Temperatur, die Spannung, den Strom sowie die Sende- und Empfangsstärke eines in einem ER-X-SFP verbauten Fiber7-SFPs auszulesen:

/usr/sbin/ubnt-hal getSfp eth5
connector=LC
vendor=FLEXOPTIX       
oui=38-86-02
part=S.B1312.10.XDL  
rev=A   
serial=1234567
date=170110  
temp=67.601 C
voltage=3.23 V
current=17.03 mA
tx_power=0.15 mW
rx_power=0.23 mW
tx_fault=no
rx_los=no

Diesen goldenen Tipp erhielt ich von diesem Kommentar im Community-Thread Support for g.fast SPF. Was /usr/sbin/ubnt-hal sonst noch kann, ist im (leider seit 2013 nicht mehr aktualisierten) Artikel Undocumented EdgeOS commands beschrieben.

Wieso ich wusste, dass das geht? Im Router GUI werden diese Daten angezeigt, wenn man mit der Maus über den im Header graphisch dargestellten SFP-Port fährt. Das GUI holt diese Daten über die Websockets-Schnittstelle /ws/stats, welche von lighthttpd auf den Socket /tmp/ubnt.socket.statsd zeigt. Leider habe ich nicht herausgefunden, wie ich diesen Socket von der Kommandozeile aus ansprechen kann.

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Dienstag, 11. Oktober 2016

SFP-Informationen unter Linux anzeigen

Weil ich meinen Fiber7 SFP-Transceiver im Turris Omnia (noch) nicht zum Laufen bringen konnte, habe ich mich schlau gemacht, wie man Informationen über diesen Hardwarebaustein mit Linux-Bordmitteln abfrägt.

Ein Knowledgebase-Artikel bei Cumulus Networks lotste mich zu ethtool.

Konkret (von der Cumulus Web-Site kopiert):

$ ethtool swp1
Settings for swp1:
        Supported ports: [ FIBRE ]
        Supported link modes:   1000baseT/Full
                                10000baseT/Full
        Supported pause frame use: No
        Supports auto-negotiation: No
        Advertised link modes:  1000baseT/Full
        Advertised pause frame use: No
        Advertised auto-negotiation: No
        Speed: 10000Mb/s
        Duplex: Full
        Port: FIBRE
        PHYAD: 0
        Transceiver: external
        Auto-negotiation: off
        Current message level: 0x00000000 (0)

        Link detected: yes

sowie noch viel spannender folgende SFP-spezifischen Informationen:

# ethtool -m swp1
swp1: SFP detected
    Connector : CopperPigtail
        EncodingCodes : Unspecified
    ExtIdentOfTypeOfTransceiver : GBIC/SFP defined by twowire interface ID
        LengthCable(UnitsOfm) : 1
    NominalSignallingRate(UnitsOf100Mbd) : 103
        RateIdentifier : Unspecified
    ReceivedPowerMeasurementType : OMA
        TransceiverCodes :
                SFP+CableTechnology : Passive Cable
    TypeOfTransceiver : SFP or SFP Plus
        VendorDataCode(yymmdd) : 110830
    VendorName : Amphenol
        VendorOUI : Amp
    VendorPN : 571540001
        VendorRev : M
    VendorSN : APF11350017C4V

Leider scheint ethtool auf dem Turris Omnia nicht standardmässig installiert zu sein:

root@TURRIS-OMNIA:~# which ethtool
root@TURRIS-OMNIA:~# 

Nachinstallieren kann man dieses, indem man unter System > Software das Paket ethtool herunterladen und installieren lässt:

turris-omnia-ethtool
image-7008

Leider klappt es nicht wirklich, mittels dem Argument -m Informationen über Ethernet-Schnittstellen abzufragen:

# ethtool -m eth0
Cannot get module EEPROM information: Not supported

Links

Einige Hintergrundinformationen hier unter Phylink & SFP support

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Dienstag, 11. Oktober 2016

Turris Omnia: Erste Erfahrungen

Am Freitag, 7. Oktober 2016, wurde mir mein über Indiegogo ge-crowdfundeter Turris Omnia-Router ins Büro geliefert.

Am Sonntag-Abend ging ich mit dem Gerät online. Zeit für ein erstes Fazit:

Fiber7 SFP funktioniert (noch) nicht

Der Router wird mit einem SFP-Slot ausgeliefert. Optimal, dachte ich mir, so kann ich meinen Gerätedschungel lichten und den im Januar gekauften Fiber Media Converter TP-LINK MC220L auf’s Altenteil schicken.

Zu früh gefreut! Wie von mir im offiziellen Forum beschrieben und von Michael Stapelberg bestätigt funktioniert der flexOptix BIDI LX SFP Transceiver aktuell nicht im Router.

Zuerst ging ich (fälschlicherweise) davon aus, dass das Problem bei Turris zu suchen ist, doch ein Tweet von Fiber7 von heute Dienstag, 11. Oktober 2016, legt nahe, dass auf Seite ISP resp. auf Seiten des SFP-Herstellers noch etwas geändert werden muss:

Performance

Eigentlich hätte ich erwartet, dass der neue Router näher an die Schallgrenze (d.h. 1 GBit/s Down- und Upstream) herankommt. Doch mein stündlich laufendes Script, welches die Geschwindigkeit zu Init7s Ookla Geschwindigkeitsserver (Ookla Server ID 3026) misst, sagt etwas anderes aus:

ookla-init7-asus-rt-ac66u-turris-omnia
image-6997

Links sieht man die Werte, die ich mit einem Asus RT-AC66U (Merlin-Firmware und mit deaktivierter Firewall) erzielt habe; rechts (nach dem Unterbruch) die Werte von Turris Omnia (mit aktivierter Firewall).

Beim Client handelt es sich um einen Intel NUC DC3217IYE, welcher mit einem Cat 5e-Kabel über einen 16-Port TP-LINK TL-SG1016D über ein 20m Cat 6 STP-Flachband-Kabel auf einen ZyXEL GS1100-8HP PoE Switch via ein Cat 5e-Kabel am Turris angeschlossen ist.

Ich gehe davon aus, dass die Performance höher wäre, wenn ich einen nicht so schmalbrüstigen Client verwenden würde. Und ja, die Firewall des Turris könnte ich ja eigentlich der Performance wegen auch deaktivieren. Doch mich reizt es, die Crowd-Firewall eingeschaltet zu belassen, um mich und mein Netzwerk besser vor Gefahren aus dem Internet zu schützen.

Doch das spielt hier keine Rolle, weil im Setup einzig der Router selber ausgewechselt wurde, der Rest blieb gleich.

Michael hingegen kommt der Schallmauer gefährlich nahe — 927 MBit/s:

Führe ich speedtest-cli (ein Python-Script) direkt auf dem Turris Omnia aus, erhalte ich folgende Werte:

# ./speedtest-cli --simple --server 3026
Ping: 4.704 ms
Download: 684.35 Mbit/s
Upload: 208.04 Mbit/s

CPU-Auslastung

Dank der Aufzeichnung der Vitalparameter des Routers mittels Cacti musste ich soeben feststellen, dass die beiden CPUs des Gerätes seit heute Mitternacht (sprich seit meinem zweiten, fehlgeschlagenen Test mit dem SFP-Transceiver) 100% beträgt. Auf beiden Cores:

turris-omnia-cpu-0-usage
image-6998

turris-omnia-cpu-1-usage
image-6999

Ein Login auf dem Router und htop zeigen, welche Prozesse die Last verursachen:

turris-omnia-socat-cpu-usage
image-7000

Die Prozesse habe ich direkt in htop mittels F9 und SIGKILL abgeschossen (ein Neustart von socat im LuCI-Interface unter System > Software hat nichts gebracht). Jetzt ist die CPU-Auslastung im einstelligen Prozentbereich und die Load Average bereits bei 0.40.

LEDs

Natürlich dürfen frei konfigurierbare LED-Farben nicht den Ausschlag geben, ein Produkt zu kaufen. Dennoch möchte ich dies nicht mehr missen. Nun sehe ich nämlich von der Eingangstüre unserer Wohnung aus, ob der Router läuft (grünes LED für Power) und ob er mit dem Internet verbunden ist (rotes LED für WAN). Hinzu kommen weiss blinkende LEDs, die mir zeigen, dass im LAN Pakete herumgeschickt werden.

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IPv6

Das Ding würde auch IPv6 unterstützen, doch mental, fähigkeitstechnisch und auf Grund meiner leicht komplexeren Netzwerk-Infrastruktur im LAN sehe ich mich derzeit nicht imstande, diesen Schritt bereits zu wagen. Gut zu wissen, dass Turris auf jeden Fall bereit wäre:

Usability

Verwirrend (und unschön) ist es, dass der Router über zwei Web-Oberflächen verfügt: Einerseits das von Turris Omnia selbst entwickelte Foris, welches einen Wizard, aber kaum Einstellungsmöglichkeiten bietet, andererseits das OpenWRT-LuCI-Interface, über welches man jedes hinterste Bit des Routers konfigurieren kann (oder so).

Das letztere Interface kannte ich so bereits von meinem TP-LINK TL-MR3020 Travel-Router, der mich auf Reisen überall hin begleitet. Ganz interessant ist hier der Paket-Manager des Turris, obwohl ich abgesehen von snmpd und ethtool noch kein Paket installiert habe. Die Bedienbarkeit dieses Interfaces ist aber nicht so simpel gehalten wie bei einem Consumer-Router und benötigt deshalb eine gewisse Einarbeitungszeit.

Nachtrag: Unboxing-Photos

Turris vom Flickr-Benutzer Doommeer

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