Posts Tagged ‘Strom’

Montag, 24. August 2009

Zutreffende Prophezeiung über die Stromzukunft

„Wir sehen die Zeit kommen, da die elektrischen Kraftleitungen unseren Erdboden durchziehen werden, wie jetzt die Telegraphendrähte die Luft, die Gas- und Wasserleitungen den Untergrund der Städte, da jedem Handwerker, Gewerbetreibenden und Fabrikanten die Möglichkeit geboten ist, mittels Druck auf den elektrischen Knopf die ihm nothwendige und nützliche Kraftleistung zu erhalten, Lasten zu heben, Maschinen in Bewegung zu setzen, Vehikel mit elektromotrischer Triebkraft zu versehen.“

Quelle: Initiativtext von 1892, zitiert nach Gugerli: „Redeströme. Zur Elektrifizierung der Schweiz 1880-1914“, Zürich 1996, S. 249.

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Sonntag, 7. Dezember 2008

Kein Wunder, brauchen auch wir bald neue AKWs

Damals, 2006, hatte Cox nur 75.000 Birnchen verbaut. Im Jahr 2008 sind es 200.000, verbunden mit neun Kilometern Kabel und angereichert mit „etwa 27“ aufblasbaren Weihachtsdekorationsstücken, wie die Familie auf ihrer Web-Seite mitteilt, „die abschließende Zählung steht noch aus“.

Quelle: Festbeleuchtung: Weihnachts-Apokalypse in Pittsburgh – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt

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Sonntag, 14. September 2008

Wieder ein unechter Liberaler – diesmal beim Strom

Bührer forderte die Versorger zum Masshalten bei der Preisgestaltung auf. «Ich appelliere an sie, dass sie noch einmal über die Bücher gehen und nicht auf sämtliche Erhöhungen pochen, die ihnen das Gesetz ermöglicht», sagte der Verbandspräsident.

Quelle: Economiesuisse-Präsident fordert Stromanbieter zur Bescheidenheit auf – Wirtschaft – Tagesanzeiger

Aber Herr Bührer – gerade Sie als waschechter FDPler sollten doch Fan sein all dieser Profit-Optimierer in der Stromwirtschaft? Wenn der Markt spielt, werden Halsabschneider unter den Stromunternehmen doch schnurstracks vom Markt verschwinden …

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Donnerstag, 22. Mai 2008

Überlegungen zur Standortwahl der Firma Wander

Vor einigen Wochen eröffnete die Wander AG hier in Neuenegg ihre neuen Produktionsanlagen (die Medien berichteten). Damit ist sichergestellt, dass auch in den nächsten Jahren Ovomaltine, Caotina und Isostar aus meiner Wohngemeinde nach ganz Europa versandt werden.

Wie der Chef der Wander AG und der Produktionsleiter des Werks Neuenegg in ihrer Podiumsansprache darlegten, stand der Standort auf der Kippe. In Asien hätte man mit deutlich geringeren Kosten Ovo produzieren können. Doch schlussendlich fiel die Wahl dann doch zu Gunsten Neueneggs aus.

Begründet wurde dieser Entscheid in beiden Referaten eher schwammig; man verwies auf die „Swissness“ des Produktes, welche tief in den Konsumenten verankert sei: Von Schweizern für Schweizer gemacht. Dafür war sowohl Wander als auch die Mutterfirma, Associated British Food, mit ihrem äusserst jugendlich wirkenden und astreines British English sprechenden CEO, bereit, eine zweistellige Millionensumme in die Modernisierung des Werkes zu stecken.

Um dem Preisdruck aus Asien standhalten zu können, mussten die ganzen Arbeitsschritte deutlich automatisiert werden, was einen Stellenabbau zur Folge hatte (glücklicherweise abgefedert durch natürliche Abgänge).

Nun gut, ich lasse den Erklärungsversuch für die Standortwahl mit Swissness gelten. Doch in Überlegungen, die ich in den folgenden Tagen anstellte, kamen zwei andere wichtige Punkte zum Vorschein. Es bleibt fraglich, ob sie den damaligen Entscheidern tatsächlich bekannt waren oder nicht:

  • Kürzere Transportwege Klar kann man die Ovo-Dosen aus einem Werk in Südchina mit Frachtern in die Bestimmungshäfen um die halbe Welt herumschicken. Das ist aber zeitaufwändig und wird auf Grund steigender Erdölpreise auch immer ein teureres Unterfangen.
  • Energieversorgung Wer den Automatisierungsgrad des Werkes demonstriert erhalten hat, muss einsehen, dass der Ersatz von menschlicher Arbeitskraft durch Roboter einen erhöhten Energiebedarf zur Folge hat. Auch ist die Herstellung der Ovomaltine (Erhitzung, Trocknung, Verpackung) seit jeher energieintensiv (mit Strom Wärme zu produzieren – man schaue nur den Stromverbrauch von Waschmaschinen und Co. an). Könnte die Beibehaltung des Standorts Neuenegg nicht auch Ausdruck dafür sein, dass das Unternehmen eine seit Jahrzehnten zuverlässige und vergleichsweise billige Stromversorgung den Kohlekraftwerken asiatischer Länder vorzieht? Immerhin kann die Schweiz mit ihren Stauseen Strom erzeugen, ohne auf ausländische Importe angewiesen zu sein.

Nun, wir werden sehen … Auf jeden Fall kann ich also weiterin meine morgendliche „swiss made“ Ovi geniessen. Danke, Firma Wander!

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