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Sonntag, 5. Juni 2005

You know the world is coming to an end …

Via den Macnews-Foren von Slashdot rübergereicht:

you know the world is coming to an end when the best golfer is black, the best rapper is white, apple goes to x86 and microsoft goes powerpc.

Quelle: Slashdot.org.

Nachtrag: Dürfen wir morgen an der WWDC also endlich das ominöse Gate A20 begrüssen? Muss das wirklich sein, Steve?!

Der PowerPC-Prozessor wurde übrigens 1993 entwickelt, die x86er-Architektur gibt es seit 1978. Mehr braucht man für die Entscheidfindung definitiv nicht. Oder würde jemand Windows 3.0 Windows XP vorziehen?!

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Sonntag, 5. Juni 2005

Erfolgreiche Kriegsveteranen

Klassischer Fall: Nachdem bspw. in einer der besten Mini-Serien der letzten Jahre, Band Of Brothers, die Handlungen zu Ende gehen, kommt noch der obligatorische Ausblick. Da wird dann häufig vor allem die Frage beantwortet, was aus den verkörperten „Helden“ nach dem Ende des Erzählrahmens geworden ist. Auch bei besagtem Band Of Brothers ist das nicht anders. Soweit ich mich noch erinnern kann, hängt Winters zusammen mit Nixon irgendwo am Brienzersee (musste als Kulisse für einen Ort in der Nähe von Berchtesgaden herhalten) rum – und dann verschwindet die Szenerie, und wir lesen nach und nach, was aus den einzelnen Jungs geworden ist.

Im Anschluss an die zweite und letzte Folge von Speer und Er liessen die Deutschen noch eine Doku über den Äther rauschen, der die Ritchie Boys porträtierte. Diese tapferen Jungs operierten als in die USA eingebürgerte Auslanddeutsche hinter „enemy lines“ und führten dank ihrer Sprachkenntnis auch Verhöre durch, um den gefangenen deutschen Offizieren ihr Geheimnisse zu entlocken. Auch hier sieht man am Schluss kurz den Werdegang der Hauptakteure nachgezeichnet.

Was beide Filme gemeinsam haben? Viele Personen wurden im zivilen Leben sehr erfolgreich – vom Professor zum Unternehmer mit 400 unterstellten Arbeitern usw. usf. finden wir fast alles. Nun, eben dieser besagte Abspann hat eine Frage in mir geweckt: Wieso waren die im zivilen Leben denn eigentlich (auch?) derart erfolgreich? Für mich gibt es primär drei Gründe, die in Frage kommen:

  • Durch die Erfahrungen im Krieg und der Tatsache, dass sie diesen (relativ) unbeschadet überstanden haben, wurden charakterstarke Leute geformt, die verantwortungsvoll Gruppen leiten und an ein Ziel führen können.
  • Der wirtschaftliche Aufschwung in der Mitte der 1950er (Pfister spricht vom 1958er Syndrom) machte es den Akteuren so schwierig wie noch nie, nicht erfolgreich zu sein. Man wurde aufgrund des „Wirtschaftswunders“ (den Begriff sollte man eigentlich nur in Verbindung mit Deutschland verwenden) faktisch dazu verdammt, erfolgreich zu sein …
  • Die Filmschaffenden wählen mit Vorliebe diejenigen Lebensläufe aus, die auch etwas hergeben. Erfolg und Misserfolg sind sehr nah beieinander, und hat der Regisseur die Wahl, lässt er die „normalos“ aus dem Abspann raus.

Leider habe ich keine Ahnung, welcher These den Vorrang gegeben werden sollte … Vielleicht ist es ein ausgewogener Mix aus den drei?

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Freitag, 3. Juni 2005

Die Parolen sind gefasst …

Nur noch einmal schlafen, und dann kommt er, der mit Spannung erwartete Abstimmungssonntag mit Claude und Urs. Hurra!

Gerade noch rechtzeitig für die Unentschlossenen hier meine Wahlparolen:

  • Schengen/Dublin: JA!
    Hoffentlich rauben nach der Grenzöffnung die Ukrainischen Mörder- und Räuberhorden dem Christoph seine Villa leer …
  • Partnerschaftsgesetzt: JA!
    Es sollte meiner Meinung nach nicht drauf ankommen, ob sich der eine mit, der andere ohne Schniddel gefunden haben. Hauptsache Liebe, Freude, Eierkuchen und eine legitimierte Partnerschaft. Mal schauen, wieviele Prozent die Erzkonservativen auf ihre Seite ziehen können. Ich hoffe auf 10-15%.
  • Spitalversorgung: JA! (zum Volksvorschlag)
    Was soll ich als kantonalbernischer Staatsbeamter denn sonst stimmen?
  • Bahnhofplatz: JA!
    Weil der Platz für die Fussgänger da sein soll. Ansonsten können wir die Heiliggeistkirche abreissen und eine bolzengerade Strasse hinklepfen. Tempobeschränkung bei 120 km/h. Das wür de Fäge! Das erinnert mich gerade an das SP-Vorhaben der 1960er: Eine Tangente vom Bundeshaus über den Bären- und Waisenhausplatz. Ehrenwort! Verdammt, dann müssten wir heute an der Front ja mitten auf die Strasse sitzen und dürften unser Bierli in all den Nanopartikeln geniessen … *wrrrrooooum*
  • Sonstiges: JA!
    Hauptsache, man lässt wieder mal so ein aufrichtiges JA! aus seiner Kehle erklingen. Gibt es mittlerweile ja selten genug, bei all diesen „Ich-komme-garantiert-immer-zu-kurz“-Neidern …

Amen!

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Dienstag, 31. Mai 2005

eMeidi was there

Dank dem immer vorzüglich zu lektürierenden Blog von Beat Bolli, auf das ich vor 1-2 Jahren gestossen bin, als ich Infos über MRTG gesucht habe, habe ich jetzt auch meine ganz persönliche „eMeidi was here“-Map *froi*:

Mach dir selber eine solche Karte,

textarea

unter dem generierten Bildli beachten, um an die URL des Bildlis zu kommen.

  • Switzerland (liegt auf der Hand)
  • Germany (Europapark, Transit nach Tschechien)
  • France (das erste Mal am Meer im Sommer 1998 in Cap d’Agde – man war die grossen Schlücke salzig! Mutation zum jetzigen Mario, Paris Apple Expo 2004 mit Burgi, 2x Aebersold am Place d’Italie)
  • Italy (total verkorkste Maturreise, in Lipari wären zumindest zwei Frauen dabei gewesen und so richtig unternehmungslustige Jungs)
  • Vatican (s.o.)
  • Greece (Santorini 2004, mit meinem Schatz – wunderbares Ferienziel. Wird es Gomera 2005 toppen?)
  • Spain (Barcelona 2004, mit meinem Schatz, in Bälde Gomera 2005)
  • Turkey (Kurztrip mit Kollege Ritz (Flight Attendant Swiss) – Übernachtung in 5* Swissotel, Sauna und all die anderen Annehmlichkeiten wie Lachs zum z’Morge, vom Schuhputzer um umgerechnet 20 SFr. übers Ohr gehauen, Reiseausgaben damit total 120.– SFr. *nerv*)
  • Egypt (Hurghada 2003, schrecklich. Noch nie vergingen 7 Tage so langsam, Kontakt mit Tee beim Parfumverkäufer, Durchfall, Luxor, Tal der Könige, Karnak-Tempel – „[Gruppe] Ramses hier, Schattenplatz“)
  • Czech Republic (bereits dreimal unter Leitung Reiseführer Sedlaceks, bei jedem Besuch teurer, Alkoholpegel stieg aber konstant mit, komische Neujahrsparty, Bierdiebstahl im Karlovny Lasne, Pöbelei mit der Garderobendame, Solidka mit Weinfleck und Dieter, jetzt CEO Kiener & Wittlin … Karrikatur, oller Quicksilver-Rucksack, Bier für 50 Rp. im Vorort, bestes Billard-Spiel aller Zeiten im Vollsuff)

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Dienstag, 31. Mai 2005

Big Brother

Da es mich auch sehr Wunder nimmt, für wen ich da überhaupt schreibe, habe ich in das Template einen kleinen Web-Bug eingebaut, der auf eMeidi.com linkt. Wer findet ihn im Source-Code? *grins*

Dank den Anfragen an eMeidi.com kann ich dann mit dem hässlichen Webalizer erstellten Auswertungen begutachten. Seid gewarnt!

Dieselbe Technik wird übrigens auch von Spammern eingesetzt (munkelt man jedenfalls), die so die Gültigkeit von E-Mail-Adressen verifizieren und nach „Hause“ funken.

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Dienstag, 31. Mai 2005

Sommer auch hier angebrochen

Seit gestern ist auch für mein Auto der Sommer angebrochen. Ich habe mir, wie es sich übrigens für jeden Studenten regelmässig gehörte, die Hände schmutzig gemacht. Zweimal im Jahr Reifen wechseln ist erfrischend für die Seele und fördert das Verständnis für Mechanik und Technik. Und natürlich auch für den Berufsstand der Automechaniker, die dies halbjährlich wiederkehrend über sich ergehen lassen müssen … Mir jedenfalls reicht es jedenfalls wieder für 6 Monate.

Auch wenn Winterpneus ja ein sehr gutes Profil haben und sich bei dem momentan herrschenden schitteren Wetter eigentlich nicht schlecht halten sollten, betont Kollege Darud gelegentlich, dass man auch die Gummi-Mischung beachten sollte. Und die hat es in sich: Bei Winterpneus ist diese für tiefe Temperaturen ausgelegt. Es könnte also sogar gefährlicher sein, im Hochsommer bei Platzregen mit Winterreifen unterwegs zu sein, als mit Sommerreifen. Testen wir es lieber nicht aus …

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Sonntag, 29. Mai 2005

Weckt den Tiger in dir …

Am Donnerstag habe ich meine persönlichen zwei lang ersehnten Lizenzen für Mac OS X 10.4 (umgangssprachlich: Tiger) von meiner Uni erhalten. Hurra. Als erstes musste heute das iBook dranglauben – im Target-Disk-Mode an meinen G5 angeschlossen, obwohl ich jetzt während dem Schreiben gerade bemerken muss, dass das Notebook ja über ein DVD-Laufwerk verfügt, ich Idiot. Egal, so konnten ich mich davon überzeugen, dass man Mac OS X über einen beliebigen Mac installieren kann – das soll mal einer mit Windows nachmachen *zwinker*

Bisher lief alles ohne Probleme, obwohl ich natürlich auch in Zukunft nicht auf das optimal eingerichtete Panther auf dem Powermac verzichten werde. Ein Produktiv-System sollte man behandeln, wie der Name eben verdeutlicht: Ein Ausfall kostet Geld, ein Upgrade sowieso. Vorerst werde ich Tiger also auf dem Laptop auf Herz und Nieren testen. Ein Ausfall tut auf diesem Gerät niemandem weh.

Erster Eindruck

Die Installation ging zügig von statten, meiner Meinung nach sogar schneller als bei Panther. Das könnte aber auch damit zusammenhängen, dass ich – mittlerweile als alter Mac OS X-Fuchs – zum einen nur die HP- und Gimp-Print-Druckertreiber und zum anderen nur das deutsche Language-Pack installiert habe. So liess sich die Installation auf 2.6GB zusammenschrumpfen. Bei einer 10GB-Platte ist man froh um jedes eingesparte GB.

Die Sicherheitseinstellungen sind nach dem 10.4.1-Update auf dem neuesten Stand – Widgets wie auch Downloads über Safari werden mit Warnhinweisen begleitet, was ich als vorbildlich beurteile. Auch die System Settings haben einige nette Funktionen für paranoide Sicherheits-Fetischisten erhalten, die ich auch gleich aktiveren musste.

Die vor einiger Zeit aufgetauchten Sicherheitsbedenken wurden in Cuppertino also Ernst genommen.

Doch um 21.30 Uhr entdeckte ich den folgenschweren ersten Bug, der den endgültigen Umstieg auf Tiger in meinem Hause bis auf weiteres verzögern wird: SMB funktioniert nicht!

smb://192.168.0.101/

Und das Laufband funzelt nach einer knappen halben Stunde immer noch. Ein

smbclient //192.168.0.101/INCOMING/

im Terminal funktioniert schön brav. Wie zum Teufel kann man ernsthaft solche gravierenden SMB-Bugs in den Pre-Releases nicht bemerken? Benutzen die Developer etwa noch AppleTalk? *schauder* Profis sollen ja auf NFS-Volumes schwören, die für mich aber keine Option sind – ich kann und will nicht User-Accounts auf den Server spiegeln. Der Aufwand ist eindeutig zu gross.

Nun gut, ich hoffe jetzt mal auf 10.4.2 und bin froh, den Panther noch auf der „Panther HD“ residieren zu lassen. Bisher unbestritten das beste Mac OS X von Apple.

Nachtrag: Der nächste Bug lässt nicht lange auf sich warten. Auch snmpd läuft anscheinend überhaupt nicht unter Tiger. Eine Lösung ist bisher nicht im Netz aufgetaucht – Darwin neu kompilieren? Dabei wollte ich doch das iBook auch gleich in mein Cacti-NOC integrieren …

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Samstag, 28. Mai 2005

Aare-Saison inoffiziell eröffnet!

Jawohl, man hat richtig gelesen: Ich war heute Samstag, 28. Mai 2005, bei sagenhaft kalten 15° C in der Aare. Ok, manche munkeln auch, dass bereits die 16°-Marke übersprungen wurde. Egal.

Es war bitterkalt, maximal 5cm würde ich sagen *zwinker* Die Luft hat es mir zu Beginn regelrecht abgeschnitten. Vergesst nie, euch genügend lange anzuwärmen abzukühlen!

Gereicht hat es von Höhe Mohnstrasse 72 bis Eichholz. Man soll ja zu Beginn der Saison nicht übertreiben, sonst kann man sich gar nicht mehr steigern. Die bisher kältesten 10 Minuten in diesem Jahr ;-) Der Rückweg durch das zum Glück noch nicht von Eichholz-Verkehr terrorisiertem Quartier war sehr erfrischend, zumal die Sonnen mit der gesamten Oberfläche feuerte und sich die Wolken wunderbar zurückhielten.

Der Sommer ist also doch noch nicht ganz verloren, wie bereits in der Presse befürchtet! Hoffen wir also auf gleichbleibendes, anhaltendes Wetter, dann steht einer ausgiebigen Marzili-Jahreszeit nichts, aber auch wirklich nichts mehr im Weg (ausser vielleicht die überzähligen Kilos, aber da stehen wir drüber).

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Donnerstag, 26. Mai 2005

Star Wars im Blickwinkel der WSU


Rohstoffe
Originally uploaded by emeidi.

Als Student, der unter anderem auch mit der Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte in Kontakt gekommen ist, fiel mir bei der Vision von Star Wars III – The Return of the Sith etwas augenfälliges auf:

Seht euch diese gigantischen Städte, diese gigantischen Bauten und diese gigantischen Raumschiffe an. Wahnsinn!

Was ich mich aber Frage: Von wo haben die Jungs all die Rohstoffe her, um solche gigantische Städte zu bauen? Beton, Stahl … da reicht ein einzelnes Sonnensystem nicht aus. Da muss man ganze Welten leerplündern, um solche Mengen an Baumaterial heranzuschaffen. Abgesehen davon – selbst wenn man unzählige Sonnensysteme leerfegt, müssen die Materialen an besagten Ort transportiert werden. Und dafür benötigt man Energie … sehr viel Energie, wenn man bedenkt, dass die Jungs mit Überlichtgeschwindigkeit reisen.

Jemand da draussen, der mir eine Antwort geben kann?

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Mittwoch, 25. Mai 2005

Wann kommt der "Volkswagen"?

Blöde Frage. Den gibt’s ja seit Jahrzehnten. Nun, das stimmt nicht ganz! Auch wenn das Wort seinen Ursprung in den dunkelsten Jahre der Geschichte unseres Kontinents erfuhr, so ist der innerste Kern doch auch heute noch aktuell: Ein Auto, dass sich jeder leisten kann, ein Auto für’s Volk.

Die Schweiz hat eine hohe Autodichte, sehr hoch sogar im internationalen Schnitt, und der Trend geht nicht mehr unbedingt zum Zweit-, sondern mittlerweile wohl schon zum Dritt-Auto (wie ich schon nur mit Blick auf mein Umfeld feststellen kann). Auch die Hubräume sollen meines Wissens stetig am steigen sein. Dennoch … ich persönlich bin überhaupt kein Autofanatiker, sehe das Gefährt als notwendiges Übel, das ab und zu klare Vorteile gegenüber dem ÖV bietet.

Ich bin Besitzer eines Streckenabonnements unserer Region und fahre unter der Woche eigentlich ausschliesslich Zug, wenn es mich an die Universität oder allgemein in die Stadt zieht. An Wochenenden, wenn es gilt, die Freundin, Bekannte oder Hundsverlochete zu besuchen, steige ich allerdings auf das hierzu flexiblere Gefährt um.

Worum geht’s also? Um ein Auto für Leute wie mich:

  • minimalster Benzinverbrauch
  • minimalste Unterhaltskosten
  • geringe Versicherungsprämien (wenn man selbst keine Dummheiten macht)
  • kompakte Grösse

Kollege Darud hat meine Forderung bereits mehrere Male vernommen. Er verweist dann immer auf den (bei seinem Arbeitgeber zum Verkauf stehenden) Suzuki Alto mit einem Neupreis von 13’000 SFr.

Der Smart verfügt zwar über einen bedeutend höheren Publicity-Wert, hat aber dennoch Nachteile. Erwähnt seien die zwei Plätze, aber auch der Turbolader, der erfahrungsgemäss nach 160’000km den Geist aufgäbe. Das ursprüngliche Konzept von Smart fand ich seit jeher überzeugend – schade nur, was Mercedes dann daraus gemacht hat. Das Auto für den „coolen“ Stadtmenschen, liiert, keine Kinder, Workaholic, gut verdienend und kultiviert. Leider passt der Preisrahmen dann auch zu diesen Anforderungen.

13’000 SFr. für den Alto sind zuviel! Es sollte doch möglich sein, ein Auto für 5- bis 10’000 SFr. herzustellen? Stripped to the bone. Keine elektrischen Fensterheber, von mir aus braucht es auch nicht einmal eine Hupe. 4 oder 5 Gänge wären dennoch wünschenswert. Durch die Reduktion auf das Einfache (Mein Wahlspruch, wieder einmal: „Keep it simple“(tm)) wird das Auto leicht, benötigt so einen kleineren Motor mit geringerem Verbrauch. Reparaturen gestalten sich als zeitsparend, da ein intelligentes Ersatzteilkonzept das Auswechseln eines fast jeden Bauteils innert kürzester Zeit ermöglicht. Durch den Verzicht auf Elektronik bleiben mir unliebsame überraschungen erspart. Anekdoten hierzu: Bei Kollege A ging einmal die Heizelektronik kaputt. Mitten im Hochsommer herrschten so im vollklimatisierten Ami-Schlitten sagenhafte 50° C (Anekdoten-Spielraum mit einberechnet). Oder Kollege B: Blieb – glücklicherweise in der Früh – mitten auf der Kreuzung unserer Kirche stehen. Elektronikpanne, etwas mit dem Amaturenbrett. Die Scheiben würden bei meinem Volkswagen im Winter zwar in den ersten Minuten anlaufen, und auch die Klimaanlage wäre im Sommer gern gesehen – doch ich lebe ja nicht, um den Grossteil meiner Zeit im Auto zu verbringen! Je schneller ich aus dem Gefährt wieder raus bin, umso besser.

Klar, dieses Fahrzeug wird nicht jedermanns Sache sein. Leute, die Probleme mit ihrem Selbstbewusstsein haben, werden immer noch auf die Preismaximierungsvariante tendieren. Doch mir macht es nichts aus, wenn man mich schräg anschaut und mit dem Finger auf mich zeigt. Denn Ende jedes Monats habe ich dank meiner ökonomischen Wahl keine Ebbe im Portemonnaie … Dank Leasing-Angeboten ist es heute ja ein leichtes, in die anscheinend nur bei den älteren Generationen befürchtete Schuldenfalle zu geraten (Vorsatz: „Das leist‘ ich mir, Abstriche gehören nicht zum guten Ton der Zeit!“).

Na denn, gute Nacht.

Nachtrag: Ein Gedanke muss ich noch loswerden. In der Diskussion um den „Volkswagen“ wird sicherlich innert kürzester Zeit die Frage auftauchen, ob dies denn den Schadstoffausstoss nicht in neue Höhen bugsieren würde. Leider muss ich zugeben, dass ich aus fachlicher Sicht keine Ahnung habe, wie eine solche Frage beantwortet werden soll. Es gibt aber tatsächlich ein Szenario, das den finanziell positiven Effekt auf den Besitzer eines solchen Gefährts zunichte machen würde – und zwar wenn dies dazu führen würde, dass der Fahrzeugpark nicht erneuert/ersetzt, sondern mit dem VW ergänzt würde. Dies ist ein sehr wichtiger Punkt. Denn je mehr Leute unter dem Strich dann tatsächlich zu „Neulenkern“ werden würden, desto schitterer sähe es um die Umweltbelastung aus. Dennoch … Ich habe die leise Hoffnung, dass die Benzin-Frage in den nächsten Jahren derart zu einem bestimmenden Faktor wird, dass die Autofahrer anfangen werden umzudenken. Und dann wäre einem solchen Gefährt Tür und Tor geöffnet.

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