Archiv 2007

Freitag, 27. Juli 2007

Datei aus tar-Archiv wiederherstellen

Von Zeit zu Zeit erstelle ich von meinem Linux-Server hier zu Hause ein Backup mit mkcdrec. Das daraus resultierende iso-Image wird dann auf CD gebrannt und in mein Bankschliessfach nach Bern transferiert. Damit ich bei einem Notfall nicht bei meiner Bank vorsprechen muss, belasse ich das iso auf dem Server.

Leider muss ich hie und da auf die Backups zurückgreifen – wie heute. Mit einer blöden Aktion habe ich mir meine named.conf überschrieben. Was nun?

Als erstes habe ich das Image auf meine Workstation (Mac OS X) kopiert und danach gemountet (das Mounten ginge selbstverständlich auch ohne Transfer über das Netzlaufwerk). Danach habe ich die entsprechende Partition gesucht und das Datei-basierte, komprimierte Backup auf den Desktop verschoben.

Als nächstes musste die gz-Datei entpackt werden:

$ gunzip sda7._.tar.gz

Nun haben wir eine tar-Datei rumliegen. Im Normalfall möchte man einige wenige Dateien wiederherstellen, weshalb es sich nicht lohnt, gleich den ganzen Inhalt des „Tape Archives“ zurückzuschreiben. Deshalb sucht man den exakten Pfadnamen der Datei, in meinem Fall named.conf:

$ tar --list --file=sda7._.tar | grep named.conf
./etc/bind/named.conf

Mit der obigen Angabe können wir nun die Datei aus dem Archiv herausholen:

$ tar --extract --file=sda7._.tar ./etc/bind/named.conf

Fertig.

Labels: Linux

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Donnerstag, 26. Juli 2007

Unechte Marktwirtschaft?

Da mein Bewegungsradius auf Grund von Problemen mit meinen Bändern momentan arg eingeschränkt ist, lief heute den ganzen Tag wahlweise CNBC oder Bloomsberg TV. Und ich sage euch, da ging ein Feuerwerk nach dem anderen los. Ein Korrespondent summierte es richtig: „Heute mussten die Anleger starke Nerven zeigen!“.

Erst jetzt merke ich aber, dass in den USA gar jemand die Notbremse gezogen hat (und gleichzeitig realisiere ich, dass es überhaupt so etwas wie eine Notbremse gibt!).

The New York Stock Exchange said on Tuesday [sic!] it instituted downside trading curbs at 11:06 a.m. (1506 GMT) as U.S. stocks fell sharply on concerns about deterioration in the credit markets.

Quelle: US STOCKS-NYSE imposes trading curbs as stocks tumble

Noch nie gehört – was zum Teufel ist das? Wikipedia erklärt:

A trading curb, also known as a circuit breaker, is a point at which a stock market will stop trading for a period of time in response to substantial drops in value.

Quelle: Trading curb

Aber mal ehrlich, Jungs – wenn die Marktwirtschaft die Kurse in den Keller schickt, sollte man das doch akzeptieren. Ich deute diese „curbs“ als unerlaubter Eingriff in den Markt, der auf’s Ärgste zu verteufeln ist!

Wenn sogar der Özel weiss …

… das drüben in den Staaten etwas ganz faul ist, sollte den heutigen Absturz eigentlichen niemanden mehr überraschen:

Und wenn wir gerade dabei sind – aus untenstehender Grafik wurde ich zuerst nicht ganz schlau, doch Kollege Zgraggen hat sie mir dann verständlich gedeutet:

(Übrigens: Hat jemand die Helvetica bemerkt?)

Des Alten Rat: „Investiere nicht in Märkte mit schwächelnder Währung!“ (= US Dollar).

Schadenfreude

Ich habe bereits früher keinen Hehl daraus gemacht: Mir gefällt es, wenn es die Börse sprichwörtlich „vögelt“. Dabei sollte ich doch heulen, auch wenn ich gar keine Aktien besitze. Schliesslich ist eine aufstrebende Börse ein Zeichen für eine starke Wirtschaft – und davon profitieren nicht nur Superreiche, sondern auch ich! (Ausnahme: Das Ding hat sich dank „Blutverdünner“ in Form von zuviel in der Weltgeschichte herumlauernder Liquidität verselbständigt und sich von der realen Wirtschaft entkoppelt). Und nicht zuletzt sind meine Vorsorgegelder zu einem nicht unbedeutenden Anteil in Aktien investiert.

Vielleicht werde ich einmal über meine Aussage lachen (hoffentlich!), doch ich glaube nicht, dass sich 2045 irgendein Mensch um seine Pensionskassenbeiträge scheren wird (Stichworte: Erhöhung des Rentenalters, Peak Oil, Klimaveränderung).

Immerhin ein Tanker auf Kurs

Apple machte der Wirbelsturm nichts aus und steigerte heute ihren Aktienwert (nach glänzenden Quartalszahlen) um fast 7%. Bravo!

Labels: Wirtschaft

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Donnerstag, 26. Juli 2007

Team Stelzbock


Team Stelzbock
Originally uploaded by emeidi

… in München gesichtet!

Labels: Blogosphäre, Funny

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Donnerstag, 26. Juli 2007

Tingeltangel Bob in Zürich gesichtet


Sideshow Bob
Originally uploaded by emeidi

Beim heutigen Start des Simpsons-Film wurde Tingeltangel Bob (in der US-Fassung: Sideshow Bob) beim Verlassen eines Zürcher Kinos gesichtet.

Quelle: Tingeltangel-Bob

Labels: Funny

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Donnerstag, 26. Juli 2007

Arial, Helveticas hässliche Schwester

The situation today is that Arial has displaced Helvetica as the standard font in practically everything done by nonprofessionals in print, on television, and on the Web, where it’s become a standard font, mostly because of Microsoft bundling it with everything […]

True to its heritage, Arial gets chosen because it’s cheap, not because it’s a great typeface.

Quelle: The Scourge of Arial

Eine nett geschriebener Artikel, wieso Arial unverdienterweise zu dem Ruhm gelangt ist, dem eigentlich Helvetica (eine Schweizer Schrift, notabene, gestaltet von Max Miedinger!) gebührt. Merke: Wahre MännerDesigner benutzen Helvetica. Deshalb steht in meinem Stylesheet für eMeidi.com auch geschrieben:

body {
font-family:Helvetica,Arial,Verdana,sans serif;
font-size:100%;
line-height:1.45;
}

Mac-User profitieren davon, dass Steve Jobs bei der Erschaffung des ersten Macintosh-Computers einige professionell gestaltete Schriften lizenzierte – darunter war auch besagte Helvetica. Seit jeher ist diese Schrift bei Mac OS-Installationen dabei.

Tags:
Labels: Allgemein

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Mittwoch, 25. Juli 2007

Waffengang für nichts und wieder nichts

Today, the House passed H.R. 2929, Banning Permanent U.S. Bases in Iraq. This bill states that it is the policy of the United States not to establish any military installation or base for the purpose of providing a permanent stationing of United States Armed Forces in Iraq. It also states that it is the policy of the United States not to exercise U.S. control of the oil resources of Iraq.

Quelle: House Votes to Ban Permanent Bases in Iraq

Da verpulvert die letzte verbliebene Supermacht für ihren Waffengang im Irak hunderte Milliarden US-Dollars – und dann so was. Das ist, als würde ich nach Mekka pilgern, es dann aber nicht als nötig erachten, um die Kaaba herumzulaufen. Der einzig wahre Grund, wieso ein Land dieser Welt in Zeiten des drohenden Peak Oils derartige Summen aufwirft, sind die brachliegenden Ölfelder im Dreistromland.

Wie wollen die Amis in den nächsten Jahren nur ihren Hunger nach Öl stillen?

Tags: , ,
Labels: USA

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Mittwoch, 25. Juli 2007

Milton Friedman: "Liberalisiert den Drogenmarkt!"

Interviewer: How do you see the proper role of government in its dealings with the individual?

Milton Friedman: The proper role of government is exactly what John Stuart Mills said in the middle of the 19th century: […] „The proper role of government … is to prevent other people from harming another individual. Government“, he said „never has any right to interfere with an individual for that individuals own good.“

If its in principle okey for the government to say „You must not consume drugs because they do you harm!“ – Why isn’t it alright to say don’t eat to much because it … can do harms. Why isn’t it alright to say you must not try to going for skydiving because you’re likely to die? Why isn’t it alright to say „Oh, skiing, that’s no good, that’s a very dangerous sport. You’ll hurt yourself!“ Where do you draw the line?

Dies als Gegenpunkt zum heutigen Vorschlag des BAG für ein Verkausfverbot von Alkoholika zwischen 21 und 7 Uhr.

Auch wenn der gute, alte Milt das Herz aller Liberalen höher schlagen lässt: Solange die Allgemenheit die externalisierten Kosten von Missbräuchen jeglicher Art tragen muss, steht eine Liberalisierung wohl kaum zur Diskussion.

Labels: Schweiz

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Mittwoch, 25. Juli 2007

Nun deckt auch die Rundschau den Klima-Schwindel auf

Das Schweizer Fernsehen ist langsam. Das Schweizer Fernsehen nimmt The Great Global Warming Swindle ernst, obwohl im Netz seit langem genügend Artikel gibt, die kritische Fakten über die Thesen-Doku auftischen. Die Journalisten des Schweizer Fernsehens haben nicht gründlich recherchiert, denn von dieser Kritik taucht kein Spürchen in der Rundschau auf.

Zum Glück hat Thomas Stocker (Wissenschaftler der Uni Bern, heute auf dem „heissen Stuhl“ der Rundschau) den Film gesehen sowie auch die Kritiken gelesen und kann Reto Brennwald entgegen halten:

Stuhl: Thomas Stocker

Mein Senf

Aus meiner Sicht ist zu der Doku bereits alles gesagt:

Tags: ,
Labels: Schweiz

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Mittwoch, 25. Juli 2007

Die machen kurzen Prozess

Via: GIRLS with ASSULT RIFLES buying ice cream in ISREAL (PIC)

(Immer wieder erstaunlich, was für Orthographie-Deppen sich auf Digg tummeln – Assult? Isreal?)

Ausgewählte Kommentare auf Digg:

Wow. I wish that girls in America had asses like that. Our women are all flab.

And somewhere in Japan, a new fetish is born…

Wer sich darunter nichts vorstellen kann:

Quelle: Earthquake Sets Japan Back To 2147

Labels: Funny

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Mittwoch, 25. Juli 2007

Bundesverwaltungsgericht gegen Open Source

Der Entscheid des BVGer, sich von der Informatik des Bundesgerichtes zu trennen, hatte für einigen Wirbel gesorgt, da eine Informatik aus einem Guss gefordert worden war. Das BVGer war vor allem mit den Eigenentwicklungen des Bundesgerichtes wie dem Dossierverwaltungsprogramm DossPlus sowie der Archiv-Software Archiweb, aber auch mit StarOffice, Evolution sowie dem Nautilus-Dateimanager unzufrieden und wollte statt diesen Programmen lieber Microsoft-Produkte einsetzen.

Quelle: Bundesverwaltungsgericht darf eigene IT-Umgebung evaluieren

Für mich gibt es drei plausible Gründe, was der Grund für die „Trennung“ der IT resp. der geplante Umstieg auf Microsoft-Produkte sein könnte:

  • (gekaufte?) Microsoft-Lobbyisten innerhalb den Reihen des BVGer
  • Unkenntnis der Entscheider. Bauchentscheid des Chefs, der kein Informatik-Hintergrund mit sich bringt und nicht auf seinen CIO hört (oder noch schlimmer: Der CIO selbst empfiehlt Microsoft *schauder*).
  • Benutzerunfreundlichkeit der bisherigen Lösungen. Das ist leider sehr schnell möglich, wenn OSS-Geeks etwas zusammenbauen.

Für mich ist ganz klar, dass das Bundesgericht mit ihren bisherigen Lösungen (Archiweb tönt nach Web-Applikation – die Zukunft schlechthin) sicherlich deutlich fortschrittlicher und plattformunabhängiger hantiert, als Microsoft-Sklaven in der Bundesverwaltung.

Tags: ,
Labels: Schweiz

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen