Archiv 2007

Donnerstag, 19. Juli 2007

Angelsächsische Weinbarbaren

Kreativität: 10 Punkte. Respekt gegenüber europäischen Traditionen: 0 Punkte. Bleibt doch bei eurem Fusel-Bier!

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Mittwoch, 18. Juli 2007

Watchblog der Uni Fribourg

Aufmerksam gemacht durch einen Artikel in der SonntagsZeitung vom … nun ja, letzten Sonntag halt, möchte ich die Blogosphäre (und darunter insbesondere die Studenten darunter) auf das FriBlog aufmerksam machen. Dort wird die Uni mit all Ihren Macken und Exponenten gnaden- und hemmungslos „angeprangert“. Der Server steht in den USA, die Macher sind anonym – beste Voraussetzungen, dass man im Elfenbeinturm zu Fribourg sichtlich nervös werden könnte. Spätestens jetzt, da die halbe Schweiz beim Sonntags-Brunch auf die Anekdoten-Sammlung hingewiesen wurde.

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Mittwoch, 18. Juli 2007

Facharbeit über die Blogosphäre: Frage zu Technorati

Ein Studienkollege am IKMB in Bern verfasst gerade eine Facharbeit über die schweizerische Blogosphäre (Ha! Endlich werden „wir“ illustres Helvetiervölchli ordentlich unter die Lupe genommen!) und ist mit einer Frage an mich herangetreten, die ich bei bestem Wissen nicht beantworten kann (und nein, dilettantisch ist sie definitiv nicht):

[…] Nun gut, ich
befasse mich im Moment intensiv mit der Blogosphäre im Rahmen der Medienfacharbeit.
Allerdings merke ich, dass mir zahlreiche, gerade technische Aspekte von Weblogs
nachwievor fremd sind. Ich betrachte darum auch eher inhaltliche Fragen. Hie und da
mischen sich die Kreise jedoch und ob mir bilden sich Fragezeichen. Und wenn wir nun
schon den Blogger im Haus haben, möchte ich mich kurz an Dich richten, mit einer
wahrscheinlich etwas dilletantisch anmutenden Frage.

Kannst Du mir erklären, warum gewisse Weblogs als gesamtes dermassen hohe Links gemäss
Technorati aufweisen, jedoch die einzelnen Beiträge kaum verlinkt werden?
Frappantestes
Beispiel scheint mir dafür der scheidende Blogwiese zu sein. Es scheint mir einfach
unwahrscheinlich, dass jeweils nur mittels Verlinkung der Startseite, solch hohe
Technoratiwerte erscheinen. Denn die Summe der einzelnen Beiträge bleibt jeweils weit
unter dem Wert zurück. Vielleicht direkter gefragt: Was sagen folglich noch
Technorati-Werte für einzelne Beiträge aus?

Diese Frage leite ich an alle Mitleser weiter mit der Bitte, allfällige Antworten bitte gleich hier als Kommentar zu posten.

Danke für die Unterstützung!

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Mittwoch, 18. Juli 2007

Norton Security Scan sucks!

In der „Software XY sucks!“-Serie habe ich die Ehre, meinen Lesern endlich auch einmal ein Produkt der oftmals auch als „gelbe Pest“ verschrienen Firma Symantec näherzubringen.

Heute wurde ich nämlich zu einem PC gerufen, der wohl seit Urzeiten nicht mehr aktualisiert worden war – Windows XP mit Service Pack 1? Lebensmüde? Nun gut … Nachdem ich die Kiste mit Service Pack 2 aktualisiert und danach zusätzliche 150MB WindowsUpdates installiert hatte, ging es an die Säuberung des Systems.

Logitech Desktop Messenger? Wehleidig blickte ich auf die Zeit zurück, als ich mit Windows unterwegs war und sogar für triviale Peripherie wie Computermäuse Treiber installiert werden mussten. Zum Glück ist mit solchem Firlefanz seit 2004 Schluss – mein PowerMac lässt sich mit allen Arten von Mäusen bedienen, ohne durch Treiberpakete zu verfetten und instabil gemacht zu werden. Mit wenigen Klicks wurde die Applikation entfernt.

Dann kam der grosse Brocken: Norton Security Scan. Der Mitarbeiter hatte die (notabene französische!) Gratisversion aus den Programmierwerken des innig geliebten Softwareherstellers Symantec vor einiger Zeit installiert, um neben tagesaktuellen Symantec Antivirus Corporate Edition (SAVCE) zu 101% vor Gefahren der heutigen IT-Welt geschützt zu sein. Gebracht hat es leider nichts – im Eventlog fand ich täglich Fehlermeldungen, die auf parasitären Befall hinwiesen.

Der Fall war (für einmal) klar: Kostet’s nichts, taugt’s nicht! (Jedenfalls, wenn es von einem Bloatware-Hersteller stammt). Ha! Ich hatte die Rechnung ohne den Wirt, Peter Norton mit Teufelshörnern und -schwanz, gemacht. Zwar war das Produkt durchaus in der Systemsteuerung unter Software aufgeführt – ein Klick auf Uninstall startete sogar die Uninstallroutine – die aber bei einem Fortschritt von ca. 20 Prozent stehen blieb. Minuten vergingen – nichts passierte. Im Taskmanager torkelte nss.exe in den oberen Rängen umher und auch das Festplattenlicht erinnerte an ein Stroboskop. Nach drei erfolglosen Versuchen gab ich auf – und begann meine Recherchen auf Google.

Nach der Lektüre einiger Resultate war klar: Das Sch***-Ding von Software lässt sich tatsächlich nicht deinstallieren. Defective by design? Wohl schon. Ein kurzer Testlauf mit Filemon zeigte dann das wahre Ausmass der Dinge: Wurde nss.exe über die Uninstall-Routine aufgerufen, spulte die Applikation mysteriöserweise durch unzählige .exe- und .dll-Dateien im Systemverzeichnis von Windows. Es sah fast aus, als wäre gerade ein Scan am Laufen. Kluger Schachzug, Symantec-Entwickler: Selbstverständlich ist es eine optimale Idee, bei einer gewünschten Deinstallation zuerst das System auf eventuellen Virenbefall zu überprüfen. Erst wenn alle Schotten dicht sind, darf der Benutzer die Applikation deinstallieren. Bevormundung pur – aber das ist ja nichts neues bei der Firma.

Schlussendlich wurde ich auf einer Frageseite von Yahoo! fündig:

Uninstalling the program through Add and Remove programs does not work. I applaud your decision for removing this invasive, ineffectual, crapware from your system.

To get rid of the program entirely, you need to download and run the Norton uninstaller directly from Syamantecs web site.
Here is the link you need:

Download and run the Norton Removal Tool

Quelle: How do I get Norton Security Scan off my computer?

Das Removal-Tool entfernte (zumindest die sichtbaren) Spuren der Software und liess mich aufatmen. Wieso einfach, wenn es auch kompliziert geht? Ich verstehe immer weniger, wie sich kommerzielle Softwarehersteller solchen Mist erlauben können – für was bezahle ich denen eigentlich Geld, wenn es mit Opensource transparenter, einfacher und zuverlässiger geht? Stirb, Symantec, stirb!

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Dienstag, 17. Juli 2007

München 2007: Auch Bayern poppen sicher

AIDS? Hier, im Bundesland Gottes? Es scheint so, sonst müsste man entlang der Bahnlinien keine lustigen Plakate aufmachen, die wenn schon nicht für Enthaltsamkeit, dann doch für Sicherheit vor STDs werben:

Quelle: MachsMit.de

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Dienstag, 17. Juli 2007

München 2007: Vermummte


DSCF2455.JPG
Originally uploaded by emeidi

Obiges Bild schoss ich am Karlsplatz (Stachus) in München – für Konservative, Christen und Rechtsnationale könnte der Untertitel wohl lauten: „Europa 2050 – Wehret den Anfängen!“.

Auffälliges

Das erste, was mir in München auffiel, waren in der Tat die vielen, vielen verschleierten Frauen, die sich in der Umgebung der Münchner Altstadt aufhielten. Manche trugen in der Bruthitze völlig schwarze Gewänder, von Kopf bis Fuss – teils nur mit einem kleinen Sehschlitz versehen. Oftmals sah ich keine Männer in deren Nähe, dafür aber mindestens einmal (beim Isartor) eine Mutter mit ihren vier oder fünf Buben um sie herum.

Als politisch interessierter Schweizer sieht man die Fieberkurve unweigerlich steigen – was bei den Aktienmärkten Anleger zu Freudensprüngen anregt, sorgt bezüglich der Zahl in der Schweiz lebeneder Muslimen für pure Xenophobie und Existenzängsten.

Mir doch egal!

Nun, ich fühlte mich in meinen Freiheiten nicht wirklich eingeschränkt und durch die Anwesenheit „vermummter“ Frauen, wie ich es während dem Aufenthalt mehrmals zu sagen pflegte, auch nicht belästigt. Selbstverständlich genoss ich es, Händchen haltend mit meiner (sommerlich gekleideten) Freundin auf Stadtbesichtigung zu gehen. Wäre das zur Schau stellen der weiblichen Formen und Haare wirklich so schändlich, müsste meine Freundin (und ich wohl gleich mit dazu) längst vom Blitz getroffen worden sein.

Ob uns die Musliminnen gesehen haben? Wurden wir beachtet? Was haben sie über uns gedacht? Wir wissen es nicht. Aber solange unsere Kulturen an solchen Orten friedlich aneinander vorbeileben, möchte ich keiner Frau vorschreiben, was sie zu tragen hat – auch wenn ich hier selbst auch eher die Unterdrückung der Frau als ein religiöses Zeichen zu erkennen vermag (wohlwissend, das eine solche Interpretation immer sehr stark vom kulturellen Hintergrund des Interpreten geprägt ist).

Eine Bavarin klärt auf

Wie ich mir am Freitag-Abend im Biergarten auf dem Viktualienmarkt von einer waschechten Münchnerin (Jahrgang 1931) und ihrem Partner (Jahrgang 1927 – Münchner Bier scheint jung zu halten!) erklären liess, sei dies überhaupt nichts Besonderes; die Münchner hätten sich längst an dieses Bild gewöhnt. Im Sommer sei München eine Top-Destination für reiche Muslime, wurde mir von dem rüstigen Rentner-Liebespaar beschieden. Den Gesichtern der beiden konnte ich keine Begeisterung für die weitgereisten Gäste ablesen.

Da ich mich mitten in stockkonservativen CSU-Landen befand, liess ich meine scharfen Worte für einmal ihre Wirkung in meinem Hirn entfalten – zu gern hätte ich ihr entgegnet, dass jeder Kilometer, den wir mit unseren Autos zurücklegen, die Luxusgüter finanzieren, die sich die ausgabefreudigen Touristen während ihres Aufenthaltes in der bayrischen Landeshauptstadt leisteten. Schlussendlich rang ich mich dazu durch, dem Ganzen doch etwas Positives abzugewinnen: Wir sollten doch froh sein, solange die auffälligen Gäste freiwillig zu uns kämen und wir nicht zu ihnen müssten. Die Dame schien mir zögernd zuzustimmen.

Rundumschlag

Mein Bier war noch halbvoll und ihre Apfelschorle wollte den Weg durch den Gaumen auch noch nicht finden, als das Thema auf den in der Türkei angeklagten deutschen Teenager fiel, der sich sexuell an einer jungen Britin vergangen haben soll. Meine Meinung konnte ich nicht pointiert abgeben, doch finde ich es legitim, dass ein Rechtsstaat, der die Türkei ja sein will (und muss, wenn er in die EU aufgenommen werden will), die nötigen Schritte unternimmt, um die Anschuldigungen zu überprüfen und allfällig illegales Handeln mit den dort geltenden Gesetzen bestraft.

Zweiklassengesellschaft

Nach diesem Gespräch achtete ich mich noch deutlicher auf die fremd wirkenden Gestalten und vermochte, zwei Klassen auszumachen. Einerseits waren hier die von Kopf bis Fuss vermummten Touristinnen aus islamischen Ländern, andererseits gab es auch zu Hauf kopftuchtragende Frauen gehobenen Alters – wohl Migrantinnen aus der Türkei, die seit Jahren in Deutschland leben.

Die Amis stehen an unserer Seite

In einer skurrilen Reportage über eine Kreuzfahrt organisiert von der National Review, dem neokonservativem Kampfblatt aus den Staaten, bringt ein Undercover-Journalist haarsträubende Aussagen ans Tageslicht:

The idea that Europe is being „taken over“ by Muslims is the unifying theme of this cruise. Some people go on singles cruises. Some go on ballroom dancing cruises. This is the „The Muslims Are Coming“ cruise – drinks included. Because everyone thinks it. Everyone knows it. Everyone dreams it. And the man responsible is sitting only a few tables down: Mark Steyn. […]

Steyn’s thesis in his new book, America Alone, is simple: The „European races“ i.e., white people – „are too self-absorbed to breed,“ but the Muslims are multiplying quickly. The inevitable result will be “ large-scale evacuation operations circa 2015″ as Europe is ceded to al Qaeda and „Greater France remorselessly evolve[s] into Greater Bosnia.“

He offers a light smearing of dubious demographic figures – he needs to turn 20 million European Muslims into more than 150 million in nine years, which is a lot of humping.

Quelle: Neocons on a Cruise: What Conservatives Say When They Think We Aren’t Listening

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Montag, 16. Juli 2007

Wann meterln und literln die Amerikaner endlich?

Mark Grubb, the first to arrive, ordered a 16.9-ounce Carlsberg beer.

Quelle: State orders flak jackets in Baghdad’s Green Zone

Ich glaube innigst daran, das die Vereinigten Staaten den Weltfrieden schon nur deshalb retten könnten, indem sie auf das metrische System umsteigen würden. Dann könnte man nämlich schreiben:

Mark Grubb, the first to arrive, ordered a 0.5 litre Carlsberg beer.

(Umrechnung mit Google)

Himmel, sogar die Briten haben es in der Zwischenzeit geschafft:

What do the US, Liberia and Burma have in common? They are the only non-metric countries in the world!

Immerhin scheint sich in der Zwischenzeit eine Lobby gebildet zu haben, um die USA aus der Achse der bösen Nicht-Metriker hinauszulösen.

Aber eben – die Amis glauben wohl auch in dieser Angelegenheit, dass sie dem Rest der Welt kilometermeilenweit voraus sind. Jungs, wacht endlich auf – es ist nicht mehr 1776! (Aber vielleicht bald wieder 1933? Brennt bald der Reichstag das Kapitol?)

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Sonntag, 15. Juli 2007

Die USA machen sich öltechnisch Mut

A significant increase in the gas tax can work because we are not, in fact, a nation of addicts, as President Bush famously suggested in his 2006 State of the Union address. We are a nation of consumers with far more potential for adaptability than is usually acknowledged. We are a nation of innovators, whose creative efforts to address the real energy challenges of the 21st century are effectively mobilized when nonrenewable energy prices are reliably high, not when they are unpredictable or low. And we are a nation of citizens, ready to respond to leaders with long-term vision, if given the opportunity.

Quelle: Old oil fears don’t match 2007 reality

Iuuu, alles klar! bin etwas skeptisch, ob man Probleme erst dann anpacken sollte, wenn sie sich wirklich mit voller Wirkung äussern … Dass man in den Staaten mittlerweile den verbrauchsarmen Smart entdeckt hat (als Occasion aus Übersee eingeführt), ist doch nicht einmal einen Tropfen auf den heissen Stein. Dies wird klar, wenn man untenstehende Grafik einmal ganz genau anschaut:

Quelle: Hands to the pump

Bemerkenswert ist weiter, dass ich ohne Kenntnis von Bushs Rede vor einigen Tagen denselben Vergleich benutzt habe, um unsere Abhängigkeit von Öl zu verdeutlichen.

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Sonntag, 15. Juli 2007

Effektive Kriegsführung

Lopezromo said a procedure called „dead-checking“ was routine. If Marines entered a house where a man was wounded, instead of checking to see whether he needed medical aid, they shot him to make sure he was dead, he testified.

„If somebody is worth shooting once, they’re worth shooting twice,“ he said.

Quelle: Marine says officers ordered to ‚crank up‘ violence in Iraq

Doch ganz so kaltblütig bleibt man als Soldat im Irak doch nicht – besonders dann, wenn man das zweite Mal eingezogen und erneut in das dem Bürgerkrieg nahe Land verfrachtet wird. Da ein Ende des Krieges nicht in Sicht ist, macht sich mittlerweile selbst bei George W. Bush’s eifrigsten Anhänger Skepsis breit:

“There was no pride left in his voice, just this robotic sense of despair,” she said, describing a telephone conversation with her son, Skyler, 24, an infantryman on his second tour of duty in Iraq. “Mom, we killed women on the street today. We killed kids on bikes. We had no choice,” she recounted his saying.

The same week, she said, her son told her he thought he had seen the worst when he had to pick up the body parts of his dead buddy, but then he saw an Iraqi boy picking up what was left of his dead father.

Quelle: Even as Loved Ones Fight On, War Doubts Arise

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich Mühe mit Menschen haben, die Bush gleich zwei Male gewählt haben und nun von seiner Aussenpolitik familiär auf’s Schwerste getroffen werden.

Weiterführendes

Photo Essay: Why I hate Bush but love Americans

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Freitag, 13. Juli 2007

Definiere WebSphere

„A company like IBM doesn’t want to make hardware and software easy because it will impact their services business,“ Jarvis said. „That’s why WebSphere is 200 different products with the same name.

Quelle: Dell promises ‚radical,‘ two-year metamorphosis

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