Hobella!
[…] der Bund habe der SBB-Pensionskasse bereits bei ihrer Gründunung 1999 über zwölf Milliarden Franken mitgegeben.
Sonntag, 20. April 2008
Hobella!
[…] der Bund habe der SBB-Pensionskasse bereits bei ihrer Gründunung 1999 über zwölf Milliarden Franken mitgegeben.
Tags: Bund, SBB, Sozialversicherungen
Labels: Politik, Schweiz, Wirtschaft
Donnerstag, 17. April 2008
Der Druck auf Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und auf die Graubündner Sektion durch die SVP folgt einer Logik, die zu einer Neuordnung im bürgerlichen Lager führen dürfte. Es kommt zu einer Ausdifferenzierung zwischen einem gemässigten und einem national-konservativen bürgerlichen Lager. Das gemässigte Lager wird durch FDP/Liberale und teilweise die CVP vertreten, das national-konservative durch die SVP, beziehungsweise dessen gegenwärtig tonangebenden Flügel.
Quelle: Die politischen Karten werden neu gemischt
Genau diese Entwicklung habe ich schon vor einem halben Jahr postuliert: Neuaufteilung der Parteienlandschaft
Mal schauen, ob diese Entwicklung wahrscheinlicher wird, wenn sie nun sogar von waschechten Politologen prophezeit wird …
Mittwoch, 16. April 2008
Neu im SBB Ticket Shop.
Jetzt Zugreisen nach Deutschland, Frankreich und Italien bequem und einfach online buchen.
Quelle: SBB: Ticket Shop
Bravo, wurde auch Zeit. Zehn Jahre nachdem Easyjet das erste Flugticket über das Internet verkauft hat, schaffen es nun auch die SBB, Billette für den Fernverkehr in die drei grossen Nachbarn der Schweiz online zum Kauf anzubieten. Hell froze over!
Bis vor kurzem musste ich schon nur für eine simple Preisauskunft nach Bern (oder Flamatt) an den SBB-Schalter (Telefonauskunft für 1 Stutz/Minute? Nicht mit mir!)- mit ein Grund, weshalb ich den umweltschädlicheren Flugverkehr lange der Eisenbahn vorgezogen habe. Drei Klicks, und Easyjet sagte mir ganz konkret, wann ich für welchen Preis von A nach B gelange. Schön, dass die SBB nun mit bedächtigen Schritten in das Internet-Zeitalter eintreten …
Tags: Deutschland, Flug, Frankreich, Italien, SBB, Verkehr
Labels: Schweiz
Mittwoch, 16. April 2008
Mit Blocher im Bundesrat war die Volkspartei eine halbe Regierungspartei – an der Macht und dennoch permanent am Opponieren. Heute ist sie eine halbe Oppositionspartei – trotz Anti-Classe-politique-Radau und Widmer-Schlumpf-Abstrafung behält sie einen Vertreter in der Machtzentrale. […]
[…] die Konkordanz ist nur dann das Beste aller Systeme, wenn alle Mitspieler an gemeinsamen Lösungen arbeiten. Sie ist das schlechteste aller Systeme, wenn die Regierungsparteien die kollektive Zuständigkeit lediglich missbrauchen, um sich aus der Verantwortung zu stehlen und die Politik, die sie mitgestalten müssten, narrenfrei zu sabotieren.
Dienstag, 15. April 2008
Liebe lernende UBS-Kauffrau, lieber lernender UBS-Kaufmann: Es gibt halt einfach Web-Sites, die du auf der Arbeit nicht ansurfen sollst! Vor allem, wenn deine Bank derart in den Miesen steckt …
Vergesst nicht: Hätte es zu Marcel Ospels Stifti-Zeiten das Internet und Party-Portale gegeben, hätte er es garantiert nur zum Back-Office-Mitarbeiter dritten Ranges geschafft. Euer aller Idol wäre nicht dort, wo es heute ist – steinreich, arbeitslos, wohnhaft in einer angemessenen Villa in einem typisch schweizerischen Steuerparadies.
Ich habe mir einen Spass daraus gemacht, Zugriffe von Proxy-Servern schweizerischer Unternehmen auf mein Blog speziell hervorzuheben (natürlich nur zum internen Gebrauch).
Unter anderem fand ich heute obigen Eintrag in meinem proprietären Analyse-Tool vor. Der Besucher hinter dem UBS-Proxy wurde mit einer Google-Suche „kann vom büro nicht auf partyguide“ (gekennzeichnet mit „[G]“ im Referer) auf mein Blog aufmerksam …
Tags: Finanzen, Partyguide, UBS
Labels: Funny, Schweiz, Wirtschaft
Sonntag, 13. April 2008
Experten gehen davon aus, dass bis ins Jahr 2012 die Umstellung auf Digitalfernsehen abgeschlossen ist. Sie müssen dann alle die Set-Top-Box von Cablecom kaufen oder mieten, welche das digitale Signal für den Fernseher verständlich macht. Sie können weder eine andere Set-Top-Box im Fachhandel erwerben noch auf die Set-Top-Box verzichten, wenn Sie einen modernen Fernseher haben. Cablecom hat sein System (Verschlüsselung, Boxen und Steckkarte) bewusst so programmiert!
Quelle: Petition Grundverschlüsselung
Auch ich sehe nicht ein, wieso Cablecom das digitale Grundangebot, das analog ohne Verschlüsselung empfangbar ist, nur mit seiner eigenen Set-Top-Box zugänglich macht. DVB-C ist ein anerkannter Standard, für den es eigentlich unzählige Empfangsgeräte von Drittherstellern gibt. Sind die Nutzdaten aber verschlüsselt, können o.g. Boxen nichts mit dem Signal anfangen. Einzig SF info ist unverschlüsselt empfangbar.
(Selbstverständlich sehe ich ein, dass beim „Bezahl-Fernsehen“ – komischer Name, angesichts der Cablecom-Gebühren, die wir jeden Monat abdrücken müssen – nur zertifizierte Boxen verwendet werden dürfen, um den Schwarzsehern das Handwerk zu erschweren)
Samstag, 12. April 2008
Da nach Smythe nun auch Arlesheim reloaded die Werbetrommel für den Herrn Hummler rührt, ist es wohl an der Zeit, sich ein wenig mit dieser Person auseinanderzusetzen … Wie könnte das besser geschehen als mit einem völlig unbedenklichen WOZ-Artikel?
«Sehen Sie», sagte Hummler dazu, «die Schweizer Elite ist zwiebelförmig, instinktiv pro Status quo, für die eigene Macht, in unendlich komplexen Netzwerken organisiert. Indirekt herrscht eine Subventionswirtschaft, in der Konzerne, Banken, Vereine, Gewerbe profitieren … ich frage mich nur, wer ist der Nettozahler bei diesem Umzug? Ich fürchte: der Mittelstand und die Start-up-Unternehmer. Das ist Glanz und Elend der Konkordanzdemokratie. Nie wird jemand ernsthaft infrage gestellt.»
Quelle: Der Bankieranarchist
Was uns Smythe aber bisher verschwiegen hat:
„Ich habe mich gegen Blocher im Bundesrat ausgesprochen. Seine Wahl hat nur die Konkordanz endgültig zementiert.“
Unwissentlich schlägt Hummler in einem NZZ-Kommentar dann aber in die Kerbe der Peak Oil-Verfechter, die längst schon die Rückbesinnung auf die lokale Gemeinschaft postulieren:
[…] Man könnte sich einen Gegenentwurf der Welt mit unendlich vielen, nicht einmal zwingend territorial definierten, kleinen Organisationseinheiten vorstellen. Sie würden zwar manches in Schnapsmatrizenqualität herstellen, dafür aber in hoher Eigenverantwortlichkeit. Durch die enorme Vielfalt von subsidiär entscheidenden Milizkommissionen und, warum auch nicht, Taschenformat-Napoleonen würden vielleicht weniger grosse Würfe, vor allem aber auch weniger Super-GAUs produziert. Die Welt als ein Meer von kleinen Schweizen.
Quelle: Im Geruch von Schnapsmatrizen
Als Gegenüberstellung Aussagen der Warner vor dem nahen Ende des Zeitalters der fossilen Energie:
The current economic system (based on high fossil fuel energy use) rewards population concentration and size while punishing smallness and community cooperation. Peak Oil will provide the opportunity for resurgence of small communities. Agraria will be a practical model for this small town renewal, including the revitalization of the many skills and traditions lost in the rush for industrial urbanization.
[…] finally Community implies a way of living together and is also based on the principles of our organization which views a cooperative way of life to be preferable to current competitive ways of living.
Quelle: Food
Labels: Gesellschaft, Politik, Schweiz
Samstag, 12. April 2008
Was dann folgt ist im Minimum die Rückkehr Blochers – das wäre für die anderen Parteien noch das kleinste Übel, wenn auch die Presse den Anfang des Weltuntergangs sehen wird. Doch das ist nur das “kleine” Szenario. Da die Linken die Konkordanz willentlich zerstört haben, wäre auch ein Mitte-Rechts-Regierung denkbar. Theoretisch. Wie auch immer die politische Zukunft der Schweiz aussieht, sie wird unstabil – und das wird uns den Wohlstand kosten. Den Linken sei Dank.
Quelle: Das schweizerische Schisma
Gut gebrüllt, Löwe.
Freitag, 11. April 2008
Spannend, was Leute über unser Land und das Volk sagen (nachfolgend sei nur ein Fazit wiedergegeben – die Konversation sollte unbedingt ganz gelesen werden):
SWITZERLAND, and the SWISS are the most dull and uneventful bunch of people you could ever wish to meet.
[…] in my very humble opinion the Swiss are possibly the most boring race on the planet, and perhaps the galaxy.
Quelle: Switzerland is boring!!!!
Manchmal tut es gut, den Spiegel vorgehalten zu bekommen.
Aber eben, wer vor der Immigration in unser schönes Land Margaret Ortigs Beyond Chocolate: Understanding Swiss Culture nicht gelesen hat und sich mit dem Gesagten auseinandergesetzt hat, wird hierzulande eine äusserst langweilige Zeit verbringen …
Während Ortig versucht, den Kulturshock in eine positive Erfahrung umzuwandeln, tritt Paul Bilton in seinem Buch weiter auf uns Kuhschweizer ein, während unser Völklein längst mit einem Schädelbruch am Boden liegen:
Swiss farmers are tough, independent, hard-working, resilient, well-prepared for every kind of natural disaster and above all staunchly conservative. These characteristics have been passed on to Swiss town-dwellers, who go about their day as if they too were farming a lonely mountain cliff.
Quelle: The Xenophobe’s Guide to the Swiss
Na dann, das sind ja optimale Aussichten für die kommende Euro 08 …
Dank: Melanie
Tags: Ausland
Labels: Gesellschaft, Schweiz
Donnerstag, 10. April 2008
Die SVP Graubünden widersteht dem Druck der SVP Schweiz. Die Kantonalpartei schliesst Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf nicht aus – und will auch in der Mutterpartei bleiben.
Quelle: Bündner SVP will keinen «Bückling machen»
Welcher SVPler würde sich denn schon freiwillig von der Classe politique aus dem fernen Zürich auf die Kappe scheissen lassen? Die Bündner wollen keine fremden Vögte. Ein (völlig uneigennütziges) Bravo an die Steinböcke – Viva La Grischa!
Das sind sie wohl nun, die „Erbfolgekriege“, die ich nach der Abwahl Blochers prophezeit habe … Dass sie derart rasch eintreten würden, habe ich mir aber nicht erträumt:
Wäre Widmer-Schlumpfs Annahme der Wahl Startschuss für die hier bereits angekündigten Erbfolgekriege (obwohl damals noch leicht unter anderen Umständen angedacht) innerhalb der SVP – mit der fantastischen Möglichkeit der Schwächung der SVP von Innen heraus?
Quelle: Bye bye, Bundesrat Blocher