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Mittwoch, 21. November 2007

SP-Häuptling


SP-Häuptling II
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Heute Mittwoch durfte ich am regionalen Parteitag der SP Region Bern teilnehmen. Eingeladen war ein prominenter Redner: Der Präsident der SP Schweiz, Hans-Jürg Fehr. In einer ca. 45-minütigen Rede analysierte er die Wahlniederlage vom 21. Oktober 2007 – und betonte vorgängig, dass es sich dabei nur um einen Analyse-Zwischenstand handle.

Obwohl ich hier gleich nach den Parlamentswahlen seinen Rücktritt gefordert habe – eine so fundierte, gut strukturierte und exzellent vorgetragene Analyse hätte wohl kaum ein anderer Genosse hingekriegt.

Stammtisch oder Philosophie Sternstunde?

In der anschliessenden Diskussion wurde von einem Parteimitglied die Frage in die Runde geworfen, wie die SP wieder näher an den Mann kommen könne. Allzusehr hafte der Partei der intellektuelle Touch an, welcher potentielle Wähler abschrecke und so in die Arme der Populisten treibe.

Hier erkannte ich das Dilemma unsere Partei: Gegen innen war und ist Fehr die optimale Besetzung für den Posten des Präsidenten. Denn hier spricht er die meiste Zeit zu „Intellektuellen“ (ob wir das nun hören wollen oder nicht – ist nun mal so, dass in der SP, wie ich sie seit meinem Beitritt von 2004 kenne, kaum noch Büetzer mit dreckigen Händen sitzen).

Und doch wünscht man sich dann, wenn der Präsident eben nicht zu denjenigen Personen spricht, die er längst für sich gewonnen hat, jemanden von einer einfach gestrickteren Natur, mit einem kleineren Wortschatz – aber mit agitatorischen Fähigkeiten. Rein nur der Show willen. So ein urchiger Bodenmann halt.

Baldrian für die Seele

Mein Eindruck nach Fehrs Rede: Die Probleme sind erkannt und dürfen beim Namen genannt werden. Die Worte des Häuptlings liessen keine Zweifel aufkommen und machten Mut – so schlimm steht es noch nicht.

Ein Abschnitt seiner Rede erinnerte mich an meine eigenen Worte, die ich in einem anderen Zusammenhang hier niederschrieb:

Schaue ich mich in meiner örtlichen Sektion um, finde ich kaum mehr einen Büetzer alter Schule (Industriearbeiter), der momentan in der Dorfpolitik aktiv ist. Ist das so schlimm? Ich finde: Nein. Angehörige anderer Parteien mögen uns daraus einen Strick drehen – doch nur weil wir andere Berufe ausüben als die „Gründerväter“ der Partei im 19. Jahrhundert, die Internationale weder auswendig noch singen können, müssen wir nun wirklich nicht aus der Partei austreten. Wo sollten wir auch hin?

Denn: Öffnet man diesen eingeengten Blickwinkel etwas und betrachtet die Eltern der SP-Politiker, findet man oftmals die verschollen geglaubten Büetzer wieder (so jedenfalls meine These). Unsere „Legitimation“ ist es folglich, in einem Büetzer-Haushalt aufgewachsen zu sein. Wir leben das Gedankengut weiter, das wir von unseren Eltern mitgegeben erhalten haben, ohne uns aber dem Wandel der Zeit zu verschliessen. Viele von uns mögen zwar nicht mehr einer Gewerkschaft angehören, vielen dort gelebten Werten leisten wir immer noch Folge. Nicht zuletzt dank der politischen Vorarbeit und Schufterei unserer Eltern war es uns möglich, Gesellschaftlich aufzusteigen; in den Gymer zu gehen und zu studieren. Hätten Sozialdemokraten im 20. Jahrhundert nicht dafür gekämpft, stünden wir heute nicht hier.

Quelle: Hetze gegen Staatsangestellte

Fehr drückte es ähnlich aus: Die Arbeiter hätten sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in die bürgerliche Gesellschaft integriert und diese von innen heraus umgeformt. Gäbe es beispielsweise das Frauenstimmrecht oder das Partnerschaftsgesetz, wenn es nicht von offenen Geistern aus der SP vorangetrieben worden wäre?

Verdienter Applaus

Der Applaus, der fast in Standing Ovations auszuarten drohte, gab dem Präsidenten die Gewissheit, im parteipolitischen „Mittelstand“ der SP gut verankert zu sein und für seine Arbeit im Wahlkampf honoriert zu werden.

Oder doch zu früh Friede, Freude, Eierkuchen?

Einzig Peter Vollmer liess in seinem Votum durchblicken, dass er noch nicht ganz an die Selbstheilungskräfte der Partei glaubt.

Die Zukunft wird den Weg weisen

Ich bin gespannt, wie das Wahlresultat von 2011 aussehen wird. Mit einer Wirtschaft, die nicht mehr so ganz rund läuft, und krawallfreien Wochen vor den Wahlen sollte die SP problemlos fähig sein, Ränge gutzumachen.

Wichtig: Das nächste Mal erwähnen wir Herrn Blocher mit keinem Sterbenswörtchen – wer weiss, ob die SVP zu diesem Zeitpunkt nicht gar längst in den „Erbfolgekriegen“ stecken wird …

Nachtrag

Am 28. Oktober, eine Woche nach der Wahlniederlage, fuhr Peter Rothenbühler gegen Hans-Jürg Fehr schweres Geschütz auf:

Eine Partei, die einen wie Sie zum Präsidenten macht, ist einfach selber schuld. Womit wirklich nichts nachteiliges über sie gesagt sein soll. Sie sind ja der Inbegriff einer gewissen aufgeschlossenen Hochanständigkeit. Aber einfach kein Parteipräsident. […]

[…] Was sagt man Ihnen nach? Fairness und ausgleichendes Wirken. Das heisst doch so viel wie Langweiligkeit und mangelndes Charisma. […]

Aber eben, in ihrer Partei gibts zu viele Leute, die echt froh sind, dass es in der SP keine überragenden Leadertypen mehr gibt wie einst Helmut Hubacher oder Peter Bodenmann. All jene, die jetzt Ihre Meriten über den grünen Klee loben, wollten doch nie, dass da einer herausragt.

Quelle: SonntagsZeitung, 28. Oktober 2007, „Lieber Hans-Jürg Fehr“, S. 15.

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Mittwoch, 21. November 2007

Gemüsebaukurse 1916

Dass zu Ende der Kurse zirka 100 Teilnehmer weniger waren als zu Anfang, erklärt sich ohne weiteres durch den Militärdienst vieler Kursteilnehmer. Daneben gibt es ja immer Einzelne, die nicht aus eigentlichem Interesse Kurse besuchen, sondern etwa „weils Mode ist“. Diese Elemente harren gewöhnlich nicht bis zum Ende aus, was meistens auch nicht Schade ist …

Die Klage, dass immer noch zu junge Teilnehmer zu den Kursen zugelassen werden, will nicht verstummen. So die „belebteste“ Zeit der schönen Flegeljahre sollte man hinter sich haben, bevor man sich zur Teilnahme an einem Kurse meldet. Es gibt sonst leicht zuviel „Betrieb“.

Quelle: Tätigkeitsbericht der Oekonomischen und gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Bern 1917. Bern: Buchdruckerei R. J. Wyss & Erben, 1918, S. 17f.

Zwar mangelte es damals noch garantiert an „Schülern“ mit „Migrationshintergrund“ – der Radau im „Klassenzimmer“ schien aber damals nicht weniger geherrscht zu haben als heute

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Dienstag, 20. November 2007

AKWs: Profite privatisieren …

… das Risiko aber tragen alle Steuerzahler:

Zurzeit müssten Atomkraftwerk-Betreiber Schäden nur bis zu 1 Milliarde Franken bezahlen. Bei einer potenziellen Schadenssumme von rund 4300 Milliarden Franken sei dies nur ein Tropfen auf den heissen Stein […]

Quelle: «Stopp Atom» kritisiert Haftpflichtregelung

Freie Marktwirtschaft – jetzt!

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Montag, 19. November 2007

Der direkteste Weg


Der direkteste Weg
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Der direkteste Weg (Google Maps)
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Unterwegs mit einer Paketsendung

Vor einigen Woche gab ich auf der Post hier in Neuenegg ein Paket auf, das in das 43 Kilometer entfernte Kiesen geliefert werden sollte.

Dank der heute standardmässig vergebenen Track & Trace-Nummer konnte ich den Weg des zwei Kilogramm schweren Päcklis sofort nach der Aufgabe über das Internet verfolgen.

Und so bekam ich unmittelbar das Perfide von optimierten Transportprozessen zu gesicht:

  • 3176 Neuenegg (BE)
  • 1306 Daillens (VD) – 108km
  • 4624 Härkingen (SO) – 152km
  • 3629 Kiesen (BE) – 77km

Total: 338km. Damit hätte das Paket fast acht Mal von Neuenegg nach Kiesen transportiert werden können.

Aber äbe: Das funktioniert nur, solange sich der Treibstoff für die LKWs des Gelben Riesen in erschwinglichen Regionen bewegt. Und der Strompreis und die Kapazität für den Eisenbahntransport ebenfalls günstig zu haben sind.

Wenn die Energie im nächsten Jahrzehnt um ein Vielfaches teurer wird, dürfen die BWLer der Post wieder ran – und auf den Rappen genau optimieren. Wetten, dass die Route dann näher bei 43 Kilometer als bei 338 Kilometer liegt?

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Montag, 19. November 2007

Party-Sites auf dem Weg zur eierlegenden Wollmilchsau


Lautundspitz und jobs.ch
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Ab sofort bieten wir Dir einen neuen Service.
In Zusammenarbeit mit jobs.ch haben wir auf unserer Website einen Stellenmarkt integriert. Somit hast Du neu die Möglichkeit, im grössten Schweizer Online – Stellenmarkt, täglich von über 25000 Jobs, den Richtigen zu finden.
Oder noch attraktiver, lass Dich finden! Hinterlege jetzt anonym Deine Karrieredaten auf der führenden Job-Plattform. Über 5200 angeschlossene Firmen und Headhunter nutzen den Pool laufend für die Besetzung von Top-Positionen.

Wann kann ich wohl meine Kaffee-Maschine über Partyguide & Co. fernsteuern?

Mir wäre als Arbeitgeber schleierhaft, weshalb ich ausgerechnet Personal rekrutieren soll, deren Freizeit- (und Arbeitsbeschäftigung) das Surfen auf Party-Sites ist …

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Montag, 19. November 2007

MIGROS hat meine volle Unterstützung

Die Migros will an zentraler Lage in den Städten Verpflegung anbieten und Bildschirme aufstellen – Zielgruppe sind Familien. Die Uefa spricht von «Ambush-Marketing», also Guerilla-Werbung. «Das Ziel der Migros scheint zu sein, eine möglichst grosse Konfusion herzustellen zwischen den offiziellen Euro-08-Aktivitäten und den inoffiziellen der Migros», sagt Philippe Margraff, Marketing-Chef der Uefa gegenüber der «SonntagsZeitung».

Die Uefa will alles unternehmen, um Ambush-Marketing zu verhindern. Auch im Fall der Migros. «Wir prüfen alle rechtlichen Möglichkeiten», sagt Margraff. «Die Migros masst sich einen Status an, den sie gar nicht hat. Sie macht glauben, sie gehöre zur Euro 08. Das ist aber nicht der Fall.»

Quelle: Uefa droht Migros

Es wurde mal Zeit, dass dem Söihäfeli-Söidecheli-Vetternwirtschafts-Saustall Uefa dieses dubiose Marketing-Monopol entzogen wird. Ein Wunder, dass die Uefa sich die Spiele nicht nur durch unsere Steuergelder finanzieren lässt, sondern nicht auch gleich noch einen prozentualen Anspruch an die während der Spiele erwirtschafteten Umsätze unserer gesamten Wirtschaft erhebt

Im Gegensatz zur Uefa bezahlt die MIGROS hierzulande anständig Steuern, beschäftigt tausende Bürger und verfolgt ein soziales Engagement. Korruption und Vetternwirtschaft scheinen diesem urschweizerischen Betrieb ein Fremdwort zu sein -während Onkel Seppi alle paar Monate wieder von der Realität seines Grümscheler-Clubs eingeholt wird.

Die Euro08 sind nicht die Spiele der Uefa, dies sind die Spiele der Nationalmanschaften, der Gastgeberländer und deren Einwohnern. Irgendwie hat dies die Uefa ab all dem Geld-Scheffeln noch nicht realisiert.

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Sonntag, 18. November 2007

Swisscom mit einer Weltneuheit


Swisscom mit einer Weltneuheit
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Das kommt mir vor, als hätte VW vor fünf Jahren entschieden, die Beifahrertüre ihrer Personenwagen ab Werk zu verschweissen, um heute stolz anzukündigen, dass diese Türen als Weltneuheit inskünftig geöffnet werden können …

Taxcard-Anekdote

Wie habe ich mich vor drei Jahren aufgeregt, als ich am Samstag ans Gurtenfestival auf den Berner Hausberg stieg und dummerweise mein Handy bei meiner Freundin in Wabern liegen gelassen hatte. Bevor ich sie über ein öffentliches Telefon kontaktieren konnte, musste ich im Gurten-Restaurant zuerst für fünf Franken eine Taxcard kaufen. Mittlerweile ist der Restbetrag von ca. zwei Franken verfallen.

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Sonntag, 18. November 2007

Tücken billiger Energie

«Ich habe keine Ahnung, wie die Welt in 20 Jahren aussieht, doch es kann sehr schnell gehen, dass die Energie plötzlich zehnmal so teuer ist. Dann würden wir das Garn nicht mehr aus Indien und Usbekistan importieren, sondern wieder hier in Linthal spinnen.»

Quelle: DIE SPINNEN NICHT MEHR, DIE GLARNER

Doch in 20 Jahren wird es in der Schweiz kaum mehr Industriebetriebe geben. Dafür werden wir aber mit Horden von Juristen, Volks- und Betriebswirtschaftlern und IT-Fachkräften gesegnet sein, die keine Ahnung haben, wie man Kleider von Hand wischt und im Gärtchen der Villa im Nobelviertel Gemüse anpflanzt.

Aus diesem Dilemma wird uns kein Geld der Welt (da wertlos) und auch keine noch zu erfindende Technologie (da nur mit billiger Energie einsetzbar) retten.

Wird bald wieder in die Hände gespuckt?

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Mittwoch, 14. November 2007

Widersprüchliche SVP

Dieser Leserbrief im gestrigen Bund war so gut, dass ich ihn hier in seiner Gänze wiedergeben möchte:

Die Versuche einzelner SVP-Exponenten, insbesondere von Nationalrat Mörgeli, Samuel Schmid als «halben» Bundesrat der SVP oder als «dritten» der FDP hinzustellen, bieten Anlass zum Nachdenken. Es stellt sich die Frage, welche (charakterlichen) Eigenschaften einen Repräsentanten der SVP im BR auch zu einem anerkannten SVP-Vertreter machen.

Was kennzeichnet Bundesrat Samuel Schmid? Er ist ein Patriot und hat eine klare bürgerliche Position; er ist durchdrungen von einer liberalen Haltung; er ist in seinen politischen Positionen dezidiert, respektiert aber auch die politischen Positionen der anderen; er verzichtet auf Beschimpfungen seiner politischen Gegner; er behandelt politische Gegner nicht als politische Feinde; er anerkennt, dass das Gemeinwohl, der Ausgleich und die Gerechtigkeit Grundlagen unserer Schweiz sind – passt er deshalb nicht mehr zu der Schweizerischen Volkspartei?

Die Frage ist, ob Patriotismus, liberales Denken, Respekt vor anderen Meinungen, Verzicht auf Beschimpfungen und die Einsicht, dass die Schweiz ihre Kraft gerade aus dem Ausgleich aller Interessen schöpft, mit einer Mitgliedschaft in der SVP unvereinbar sind.

Ich habe mich wiederholt gefragt, wie sich wohl aufrechte SVP-Sympathisanten fühlen, wenn die Parteileitung den politischen Gegnern mit Begriffen wie «gierige Hintergedanken, Hinterhältigkeiten zum Machterhalt, perfide und erlogene Komplottvorwürfe, Kampf um eigene Pfründen, Kriminellenverhätschelung, Missbrauch und budgetäre Sorglosigkeit» eindeckt. (SVP-«Klartext», Ausgabe 10/2007, Editorial Nationalrat Ueli Maurer, Parteipräsident). Er bezichtigt damit den politischen Gegner mit anderen Worten als gierig, hinterhältig, perfide, verlogen, selbstsüchtig, sorglos und naiv – mithin alles Eigenschaften eines äusserst schlechten, wenn nicht kriminellen Charakters.

Der Nationalrat Ueli Maurer verunglimpft und diskreditiert den politischen Gegner; ist solches die Voraussetzung, dass man zur SVP passt?

Patrioten – als solche verstehen sich ganz speziell die Sympathisanten der SVP – identifizieren sich mit dem eigenen Land und dem Volk. Zum Volk gehört aber gerade auch der politische Gegner! Ihn auszugrenzen, zu beschimpfen, zu diskreditieren und als quasi kriminell hinzustellen, weil er eine andere als die eigene politische Meinung vertritt, ist höchst unpatriotisch.

Ich hoffe, dass die vielen aufrechten SVP-Mitglieder, die ich auch aus meinem Arbeitsumfeld kenne, den Mut und die Kraft aufbringen werden, sich gegen den momentanen Strom der schweizerischen Parteileitung zu stellen und die liberalen Werte innerhalb dieser Volkspartei hochzuhalten, wie es BR Schmid tut.

Ich glaube, dass sich dieser Mut lohnt, denn ich bin der festen Überzeugung, dass die grosse Mehrheit der SVP-Wähler und viele Vertreter dieser Partei in den Parlamenten Menschen mit anderer politischer Ausrichtung respektieren und deren Beitrag zum gemeinsamen Ganzen wertschätzen.

Stefan Bleuer, Niederwangen

Quelle: Der Bund, 13. November 2007, „Gegen RGM- und Schmid Bashing“, S. 9.

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Mittwoch, 14. November 2007

Das Volk auswechseln

„[…] Vielleicht wird mittlerweile auf den Verleger- und den Chefredaktorensesseln in den Archiven gewühlt, um Rat zu finden. Da fänden sich im „Berner Tagblatt“ von damals zuhauf Artikel, in denen den Stalinisten in der DDR der Rat gegeben wurde, das Volk auszuwechseln, wenn es nicht nach ihrer Geige tanzen wollte.“ –– Peter Sigerist, Bern

Quelle: Der Bund, 13. November 2007, „Gegen RGM- und Schmid Bashing“, S. 9.

Übrigens: Das Volk sollte man wohl langsam auch in Möhlin auswechseln – „richtig sturi Gringe si das“:

Die Gemeindeversammlung von Möhlin muss ein drittes Mal über die Einbürgerung einer Familie aus Mazedonien entscheiden. Das Bundesgericht hat den ablehnenden Entscheid der Gemeinde vom letzten Dezember wegen eines Formfehlers als verfassungswidrig aufgehoben.

Quelle: Möhlin muss zum dritten Mal über Einbürgerung befinden

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