Donnerstag, 2. Oktober 2008

Finanzinnovationen: Hauptsache niemand schnallts mehr!

Wie seine Investmentgesellschaft Olivant, deren 1,5 Milliarden Franken schweres UBS-Aktienpaket unauffindbar ist, fahnden Hunderte von Hedge-Fonds nach den Wertschriften, die sie bei der Pleitebank Lehman Brothers eingelagert haben.

[…] Problem: Ihre Wertschriften sitzen fest. Womöglich haben sie mit deren Transfer zu Lehman sogar ihre Eigentumsrechte verwirkt, schreibt die Konkursverwalterin PWC.

Quelle: Lehman-Pleite: Bis zu 70 Milliarden Dollar verschollen – News Wirtschaft: Unternehmen & Konjunktur – Tagesanzeiger

Äusserst komplex, die Sache. Wie können sich Aktien „in Luft auflösen“? Das soll ein Normalsterblicher mal verstehen …

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Mittwoch, 1. Oktober 2008

Die 1002. Meinung gegen den US-Bailout

Schön, dass sich nun auch Ron Paul, erfolgloser Präsidentschaftskandidat der Republikaner, zu Wort meldet:

If there are too many houses and the prices are too high, the sooner we get the prices down to the market level, as soon as we quit trying to encourage more housing — this is what we’re doing. They’re trying to stimulate houses and keep prices high. It’s exactly opposite of what we should do.

Quelle: Ron Paul: Buying bad debt is the wrong solution – CNN.com

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Mittwoch, 1. Oktober 2008

Von Frau Palin das Nicht-Antworten lernen

Zwei Fragen, vor/nach dem sich der Leser das Video angeschaut hat:

  • Welche Zeitungen liest die Frau?! (ab 3:00)
  • Soll es illegal sein, wenn eine von ihrem vergewaltigte 15-Jährige ihr Kind abtreibt?! (ab 4:45)

Der TV-Konsument ist nach der Sendung so schlau wie vorher.

Ich bin gespannt, ob sich Biden am Freitag die Zähne an ihr ausbeisst. Ein Politiker, der verschiedene Podiumsdiskussionen mit Palin absolviert hat, rät Biden: Sich und seine Meinung gut verkaufen und so tun, als wäre Palin gar nicht anwesend. Nur so könne man gegen sie gewinnen.

Via: Patrick Hediger

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Mittwoch, 1. Oktober 2008

Kreditkrise: Lasst uns mal wieder lachen

Abgesehen vom wirklich äusserst erheiternden Inhalt der Comedy-Show möchte ich auch noch auf den Akzent Craig Fergusons hinweisen – I’m loving it! So sexy! Ist er Ire?

Taxpayers bailing out people on Wallstreet. Let me think about it for a second … I hate this!!! Biggest robbery in american history [or at least … American Idol …] But I won’t editorialize here. I stay neutral. Here are the facts. […] Basically what happens: Wallstreet are evil. They got really stupid and they got drunk on greed. What happened: They crashed their ferrari, now they’re crying like little bitches and they want their Uncle Sam to buy them a new one. No! No! No! That’s not how it works here. Uncle Sam will be better off to use this money to build them a nice prison.

Quelle: The Late Late Show with Craig Ferguson

Via: Memi

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Dienstag, 30. September 2008

Die 1001. Meinung gegen den US-Bailout

This is precisely what the government rescue package prevents from happening. The government package is not going to rescue the economy, but it will rescue activities that the economy cannot afford and that consumers do not want. It will sustain waste and promote inefficiency, draining resources from growth and efficiency. Remember: government is not a wealth generator; it can only take resources from A and give them to B.

Quelle: The Rescue Package Will Delay Recovery – Frank Shostak – Mises Institute

Aber er hat Recht. Let it happen! Manchmal sollten Politiker einfach loslassen können …

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Dienstag, 30. September 2008

Hauptproblem der Banken: Überbewertete Anlagen

But none of that solves the problem at the heart of the financial system: a tremendous amount of borrowed money has been invested in assets that are falling in value. The inevitable result is a credit deflation. There is no way of improving the quality of the assets.

Quelle: Credit Markets Threaten Retail Banking, Bank Runs Next?

Ergänzungen eines Harvard-Professors:

[…] The administration’s claim is that many mortgage assets are merely illiquid, not truly worthless, implying taxpayers will recoup much of their $700 billion.

If these assets are worth something, however, private parties should want to buy them, and they would do so if the owners would accept fair market value.

Quelle: Commentary: Bankruptcy, not bailout, is the right answer – CNN.com

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Dienstag, 30. September 2008

Weshalb es in Bern keine Nachtzüge wie in Zürich gibt

Das ÖV-Angebot im ganzen Kanton Bern wird aus der Kantonskasse finanziert. Die Fahrzeiten sind in der sogenannten Angebotsverordnung geregelt. Damit Bernmobil länger fahren darf, muss diese Verordnung geändert werden.

Quelle: Bern: Bernmobil will bis um 1 Uhr fahren – News Region: Bern & Region – Bernerzeitung.ch

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Dienstag, 30. September 2008

Roger Federer – grösster Tennisspieler aller Zeiten

Wieso? Deshalb:

[…] given Agassi’s position and world-class quickness, Federer had to send that ball down a two-inch pipe of space in order to pass him, which he did, moving backwards, with no setup time and none of his weight behind the shot. It was impossible. It was like something out of “The Matrix.”

Quelle: Roger Federer as Religious Experience – Tennis – New York Times

Zugegebenermassen kenne ich mich mit Tennis zu wenig aus und schaue Federers Matches selten bis nie, um mich an die im verlinkten Artikel beschriebene Szene zu erinnern. Es tönt aber fantastisch.

(Notabene: Der Autor dieses Artikels, David Foster Wallace, hat sich kürzlich das Leben genommen)

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Dienstag, 30. September 2008

Traumjob Konjunkturforscher

Die Ökonomen der Grossbank widersprechen den Konjunkturforschern der ETH: Im nächsten Jahr bleibt die Schweiz von einer Rezession verschont.

Quelle: CS-Prognose: Schweiz rutscht nicht in Rezession – Wirtschaft – Bernerzeitung.ch

Ist schon jemals eine Prognose dieser Gilde eingetroffen?

Mein Vorschlag: Lasst diese Konjunktur-Deppen (zu Zeiten Christus‘ nannte man den Berufsstand noch Propheten, Wahrsager und Kaffeesatzleser) mit ihrem Lohn haften: Treffen die Zusagen nicht ein, haben die Blöterli-Giele halt für einige Monate umsonst gearbeitet.

(Langsam werde ich so radikal wie mousseman)

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Dienstag, 30. September 2008

Handy-TV im künstlichen Koma

Aber die gute alte Swisscom muss ihre durch die Monopolrente erzielten übermässigen Gewinne ja irgendwie loswerden, deshalb wird alles ins Handy-TV gebuttert:

Swisscom will ab dem 1. Oktober ihr TV-Angebot fürs Mobiltelefon erweitern.

Quelle: ICT News – Swisscom mit erweitertem TV-Angebot fürs Handy

Motto: „Und auch weiterhin schaut niemand zu!“

Selbst Kollege Randal, der sich vor ca. einem Jahr auf dem Heimweg vom Europapark Star Wars auf einem 8cm2 Bildschirm angetan hat (bis der Akku leer war), hat mit solchen Macken aufgehört. Mitgeholfen hat sicherlich, dass er die eierlegende Wollmilchsau von Sony Ericsson irgendwann einmal verloren hat und jetzt Fäbis Handy austrägt, das – für die Mitmenschen erfreulich- kein Handy-TV mitbringt.

Kennt da draussen jemand jemanden, der sich regelmässig Handy-TV antut? Ich jedenfalls nicht.

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