Donnerstag, 28. Juni 2007

Herstellungskosten eines 30GB iPods

The retail value of the 30-gigabyte video iPod that the authors examined was $299. The most expensive component in it was the hard drive, which was manufactured by Toshiba and costs about $73. The next most costly components were the display module (about $20), the video/multimedia processor chip ($8) and the controller chip ($5). They estimated that the final assembly, done in China, cost only about $4 a unit.

Quelle: An iPod Has Global Value. Ask the (Many) Countries That Make It.

China – die „Werkbank“ westlicher Unternehmen. Wenn man dann noch in Betracht zieht, wieviel ein einzelner chinesischer Arbeiter erhält, dreht sich einem Gewerkschafter der Magen um. Fakt ist aber: Anscheinend lebt man als Chinese besser/verdient mehr, als wenn man irgendwo in der Pampa der Volksrepublik seinen Acker bebauen würde …

Was in der Untersuchung hingegen nur schwer zu beziffern sind, sind die Ausgaben für R&D. Diese werden wohl selbst für Apple schwer zu schätzen sein. Selbst wenn andere Unternehmen (Sony, anyone?) dieselben Grundmaterialen auf ihrem Erfindertischchen rumliegen hätten – etwas wie ein iPod würde garantiert nie herauskommen. Apple ist derzeit wohl das führende Unternehmen, das formvollendetes Design wie auch Benutzerfreundlichkeit in ein wirtschaftlich äusserst rentables Produkt einen Goldesel verwandeln kann.

Tags:
Labels: Wirtschaft

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Donnerstag, 28. Juni 2007

Die CO2-Abgabe lässt uns kalt

Aus diesem Grund wird ab Januar 2008 eine CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe (Heizöl, Erdgas) von 12 Franken pro Tonne CO2-Emissionen erhoben.

Bei der Abgabe handle es sich nicht um eine Steuer, sondern um einen Anreizmechanismus, hält das Bundesamt für Umwelt (Bafu) fest. Die Abgabeerträge werden den Bürgerinnen und Bürgern über die Krankenkassen […] zurückverteilt. Die Einnahmen aus dem Jahr 2008 – schätzungsweise 220 Millionen Franken – werden 2010 rückverteilt.

Quelle: Kritik an Beschluss zu CO2-Abgabe

Der HEV-Präsident rechnet mit jährlichen Mehrausgaben pro Haushalt von rund 100 Franken.

Quelle: Kritik an Beschluss zu CO2-Abgabe

Das Hause Aeby – Erdölfrei, seit 1986*.

*) Selbstverständlich kommt auch unser bescheidenes Heim nicht ohne „billige“ Energie aus. In diesem Fall ist es Strom – aus AKWs und Stauseen. Nicht nur, dass wir damit von lästigen Umwelt-Abgaben verschont bleiben, nein, der Strompreis ist weder derart volatil1 wie Heizölpreise, noch fliesst unser Geld in den Nahen Osten.

Wir danken bereits jetzt allen Heizöl-Konsumenten für die jährliche Spende von 100 Stutz. Was sollen wir damit tun? Mit Easyjet an die französische Riviera? Oder machen wir doch besser eine Autotour auf den Gurnigel?

Tags:
Labels: Politik, Schweiz

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Mittwoch, 27. Juni 2007

Caballo de la torta del miel bloggt!

Willkommen, Honigkuchenpferd (ab sofort nur noch: „Caballo de la torta del miel“), in der Blogosphäre:

HKP in der Ferne

Die Blogosphäre ist auf einen Schlag viel Süsser geworden. Viel Spass in Sevilla – und bring uns keinen Toro nach Hause!

Labels: Blogosphäre

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Mittwoch, 27. Juni 2007

Weibliche Abfuhren erklärt

  1. I think of you as a brother (You remind me of that inbred banjo-playing geek in „Deliverance“ [?])
  2. There’s a slight difference in our ages (I don’t want to do my Dad)
  3. I’m not attracted to you in ‚that‘ way (You are the ugliest dork I’ve ever laid eyes upon)
  4. My life is too complicated right now (I don’t want you spending the whole night or else you may hear phone calls from all the other guys I’m seeing)
  5. I’ve got a boyfriend (I prefer my male cat and a half gallon of Ben and Jerry’s [Glacé])
  6. I don’t date men where I work (I wouldn’t date you if you were in the same solar system, much less the same building)
  7. It’s not you, it’s me (It’s you)
  8. I’m concentrating on my career (Even something as boring and unfulfilling as my job is better than dating you)
  9. I’m celibate (I’ve sworn off only the men like you)
  10. Let’s be friends (I want you to stay around so I can tell you in excruciating detail about all the other men I meet and have sex with. It’s that male perspective thing)

Quelle: Rejection lines

Im selben Artikel finden sich auch dieselben Abfuhren, aber aus Sicht der sie aufsagenden Männer gedeutet. Und immer haben sie dieselbe Bedeutung: You’re ugly!

Guet Nacht!

Labels: Funny

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Mittwoch, 27. Juni 2007

Amerika drängt es zum billigen Oel

The bitterest irony is of course that the invasion has created conditions that guarantee Iraqi oil production will remain hobbled for years to come, bringing the global oil peak that much closer. So if that was plan A, what on earth is plan B?

Quelle: The real casus belli: peak oil

Die These des Autors: Bush und Blair waren sich vor Beginn der Invasion im Irak im Klaren darüber, was auf die Welt zukommen wird, wenn wir Peak Oil erreichen (einige Sachverständige sind der Meinung, dass wir das Plateau bereits erreicht haben). Im Irak liegen angeblich noch einige unerschlossene Erdölquellen – also erfand man die WMD und schickte das Heer in den Nahen Osten (das selbst enorme Mengen an Erdöl frisst). Mit der strategisch richting Positionierung, hofften die „(Anti-)Achsenmächte“, sollte der Zugang zu billigem Öl verlängert werden, um … nun ja, hoffen wir es … in den beiden Länder den Übergang zu anderen Energiequellen abzufedern. Ob es klappt, werden wir bald sehen. Die Prognosen von Peak Oil reichen von Mai 2005 über 2015 bis zu 2030.

Tags: ,
Labels: Energie, USA

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Mittwoch, 27. Juni 2007

Insider-Handel im internationalen Vergleich

Der Zuspruch, den der Genfer Fonds findet, ist aussergewöhnlich, selbst für eine Branche, die Superlative gewohnt ist. […] In Genf wird der Erfolg als Zeichen gewertet, dass der Finanzplatz attraktiv ist. Das sehen nicht alle so. Jabre habe die Aktivitäten von London nach Genf verlegt, um sich der FSA, der Finanzmarktaufsicht, zu entziehen, sagen Banker. Die FSA hat den Geldmanager letztes Jahr wegen Insiderhandels gebüsst […] „Ich bin schockiert, dass so viele bei Jabre investieren“ sagt ein Hedge-Fund-Profi, der ein grosses Familienvermögen verwaltet: „In den USA riskiert man für Insidervergehen eine Gefängnisstrafe. In London wird man verbannt. In Genf sind sie Helden.“ […] Investoren verzeihen Hedge-Fund-Managern vieles, wenn die Rendite stimmt.

Quelle: SonntagsZeitung, 3. Juni 2007, „Ein gefallener Star sammelt Milliarden ein“, S. 74.

Attraktiv ja – aber anscheinend vor allem für Gesetzesbrecher …

Tags:
Labels: Wirtschaft

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Mittwoch, 27. Juni 2007

Futureshock – The End of Oil

Eine im Internet frei verfügbare TV-Doku über Peak Oil und die Konsequenzen für Irland:

Ireland has grown increasingly dependent on oil to fuel its economic growth – with consumption per capita rising by more than 50% in the past 15 years. Some of this higher level of dependence is inevitable given the island nature of our economy. Some, however, is a matter of choice, and generally Ireland has chosen to adopt patterns of energy usage that are oil intensive, such as transportation and electricity production.

Nevertheless, oil consumption is not confined to transportation in Ireland. Electricity production also relies on oil for a significant share of generation, and again Ireland is comparatively more dependent on oil for electricity generation than most other EU economies.

Quelle: Ireland’s Oil Dependence: Trends, Prospects & Options

Tags:
Labels: Energie

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Dienstag, 26. Juni 2007

Mehr Speed!

Broadband speed is a function of network capacity: The more capacity you have, the more speed you can deliver. Speed, in turn, allows more and better Internet applications, such as photo sharing and video streaming. Superfast speeds are imperative for critical applications such as telemedicine.

Quelle: U.S. Net access not all that speedy

Mhmmm … Würde die Bandbreite nicht doch eher für Bittorrent-Downloads von urheberrechtlich geschütztem Material verwendet werden?

Tags:
Labels: Allgemein

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Dienstag, 26. Juni 2007

Repräsentiert die SVP 30% der Schweiz?

Während ich dem Ton aus dem Fernseh-Zimmer lausche („Der Club“ über das Rütli; u.a. mit SVP-Präsident und Ständeratskandidaten Ueli Maurer), höre ich es wieder:

[…] Freiheit bla bla Unabhängigkeit bla bla Dies sind Werte, die wir SVPler mit 30 Prozent der Bevölkerung teilen.

Ueli Maurer: Das Rütli bedeutet für viele Schweizer … das ist kein physischer Ort am Vierwaldstättersee … sondern das Rütli ist das Symbol für … wir wollen frei sein … wir wollen unabhängig sein … wir wollen keine fremden Richter … es wurde zum Symbol für den Widerstand im Zweiten Weltkrieg von General Guisan … das alles verkörpert das Rütli für sehr viele Schweizer […] Ich versuche zu schildern, was die Leute in diesem Land bewegt.

Adolf Muschg: […] Nein, nur was ihre Partei bewegt!

Ueli Maurer: Unsere Partei wählen immerhin 30% der Schweizer!

Quelle: Das Rütli-Theater: Ende gut – alles gut?

(Sinngemäss wiedergegeben; sobald morgen die Aufzeichnung verfügbar ist, werde ich das Zitat wortwörtlich niederschreiben)

Falsch! Muss ich meine Berechnung vom 5. Juni 2007 wieder hervorholen? Dort steht akribisch aufgelistet:

Nationalratswahlen

Total Stimmbevölkerung 4’565’7151 Pers.
Gewählt haben 45,4%
2’072’834 Pers.
Die SVP gewählt haben 26,7%
553’446 Pers.

Quelle: Weniger Staat, aber nur solange die anderen das Sagen haben

Ich finde es nicht gut, wenn eine Partei suggeriert, 2.47 Millionen Schweizer im Rücken zu haben (30% von 7.5 Millionen), wenn es tatsächlich nur gerade eine halbe Million ist (entspricht weniger als 10% der Einwohner unseres Landes). Würden Kinder und immigrierte Deutsche SVP wählen, geschweige denn so denken wie es die Parteiführung (Gell, Smythe? *zwinker*) vorsieht?

Mythos Rütli

Für mich bedeutet das Rütli nicht primär Unabhängigkeit und Freiheit, sondern Eidgenossenschaft (dem Gebilde, dem die SVP so nachzutrauern scheint). Wir leben aber in einem föderalen Bundesstaat, der massgebend von liberalen Geistern des 19. Jahrhunderts (und vielleicht auch ein wenig von den Sozialdemokraten des 20. Jahrhunderts) geprägt worden ist. Wäre es nach den altbackenen Eidgenossen nach Vorstellung der SVP gegangen, würde ich heute noch im Staate Bern und nicht in der Schweiz leben.

Labels: Gesellschaft, Politik

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Dienstag, 26. Juni 2007

Peak Oil!

(Eigenständiger Nachtrag auf meinen Artikel Der Tag, an dem das Erdöl unbezahlbar wurde)

The latest statistical work by Dallas geologist Jeffrey Brown over at The Oil Drum.com, suggests that something else is happening, something that was not anticipated: an imminent oil export crisis. This Export Land Theory states that exporting nations will have far less oil available for export than was previously assumed under older models. The theory states that export rates will drop by a far greater percentage than net production decline rates in any given exporting country. For example, The UK’s portion of the North Sea oil fields may be showing a nine percent annual decline for the past couple of years. But it’s export capacity has declined 60 percent. Something similar is in store for Saudi Arabia, Russia, Mexico, Venezuela — in short, the whole cast of characters in the export world. They are all producing less and they are all using more of their own oil, and have less to send elsewhere.

Quelle: Peak Suburbia

Die nächsten fünf Jahre werden spannender, als ich angenommen habe. Malen wir uns einmal überspitzt aus, was (auch in der Schweiz?) passieren könnte:

  • Ein Halbtax-Abo oder ein GA werden äusserst wertvoll, wie auch alle Infrastrukturbesitztümer der SBB (Schienen, Fahrzeuge, Bahnhöfe), die nicht von Erdöl abhängen
  • Die dritte Spur auf der A1 nach Zürich erübrigt sich, weil alle, die wirklich noch zwischen den Städten reisen müssen, dies mit dem Zug tun
  • Die SBB können die Nachfrage nach mehr Kursen und Wagen nicht befriedigen, da sie selber in eine Energiekrise schlittern (kommt davon, wenn man im Anflug des Liberalisierungswahnsinns möglichst viele Beteiligungen an Kraftwerken „verschuttet“ hat)
  • SUV-Fahrer demonstrieren für Sozialhilfe, um die horrenden Benzinkosten bezahlen zu können
  • Je näher man an Landwirtschaftsbetrieben wohnt, desto besser ist die Ernährung sichergestellt
  • Ferien im Ausland? Easyjet-Flüge als Schnäppchen? Das war einmal.
  • Media Markt? Ikea? Lyssach wird eine gigantische Ruine.
  • Das Sterben der Autogaragen, zeitgleich ein grosser Bedarf an Hilfskräften in der Landwirtschaft
  • … (to be continued)

Etwas später: Unter diesem Umständen könnte die NEAT ja sogar noch rentieren!

Nachtrag

Die Mainstream-Medien springen auf den Peak Oil-is-here-Zug auf:

Oil output has stalled, and it’s not clear the capacity exists to raise production. […]

There are many things we in the U.S. can do (and should have been doing) other than the present policy of crossing our fingers. If an oil tax makes sense from a climate change perspective, it seems doubly worthy if it extends supplies.

Even if the peakists are wrong, we would still be better off taking these actions. And if they’re right, major efforts right now may be the only way to avert a new Dark Age in an overheated world.

„It reminds me of the way no one would listen for years to scientists warning about global warming,“ he says. „We were predicting things pretty much exactly as they have played out. Then as now we were wondering what it would take to get people to listen.“

Quelle: From Peak Oil To Dark Age?

Lassen wir den Blick näher zu unseren Gefilden schweifen; auch auf der Insel ist etwas am Tun:

However, scientists led by the London-based Oil Depletion Analysis Centre, say that global production of oil is set to peak in the next four years before entering a steepening decline which will have massive consequences for the world economy and the way that we live our lives.

Colin Campbell, the head of the depletion centre, said: „It’s quite a simple theory and one that any beer drinker understands. The glass starts full and ends empty and the faster you drink it the quicker it’s gone.“

Quelle: World oil supplies are set to run out faster than expected, warn scientists

Tags:
Labels: Energie, Gesellschaft

1 Kommentar | neuen Kommentar verfassen