Freitag, 30. März 2007

Cablecom ist nicht ganz dicht

Mit Bedauern teilen wir Ihnen mit, dass die gewünschte Kontoänderung leider nicht möglich ist. Gemäss den uns vorliegenden Unterlagen haben Sie drei Telefonanschlüssem, zwei Hauptanschlüsse (0317412891 und 0317412873) sowie ein Zusatzanschluss (0317412893). Leider ist es nicht möglich drei Telefonnummern auf einem Modem aufzuschalten, dementsprechend ist in Ihrem Fall ein zweites Modem zwingend nötig.

WIR WOLLTEN NIE EINE DRITTE TELEFONNUMMER!!! WENN SIE SICH ENDLICH DIE MÜHE NEHMEN WÜRDEN, DEN VERTRAG ANZUSCHAUEN, WÜRDEN SIE ERKENNEN, DASS WIR DIE NUMMERN 031 741 28 73 SOWIE 031 741 28 93 PORTIEREN LASSEN MÖCHTEN. NACH ADAM RIESE ERGIBT DAS *ZWEI* NUMMERN. WAS IST AN DIESEM WUNSCH SO SCHWER ZU VERSTEHEN?

ZUM HUNDERTSTEN MAL:

Das Modem mit der MAC-Adresse 00:14:A4:00:00:00 soll folgendermassen konfiguriert werden:

Linie 1: 031 741 28 73
Linie 2: 031 741 28 91

DAS UNS UNGEWÜNSCHT ZUGESANDTE ZWEITE MODEM WIRD HEUTE AN SIE ZURÜCKGESCHICKT.

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Freitag, 30. März 2007

Wenn man besser als der Rest codet …

[…] If Bob really did write almost half of the code, then being responsible for a third or a fourth of the bugs isn’t a sign that he was lazy. It’s a sign that he was at least as disciplined as everyone else.

All of this confirms a theory I have about some companies. If the culture is broken, the fastest way to make enemies is to do more than everyone around you.

Quelle: In software no good deed goes unpunished

Wahrlich eine eindrückliche Anekdote!

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Freitag, 30. März 2007

Japanischer Schaumwein

[…] “What the hell, let’s do it. Might be a funny experience,” we decided, and followed the girls into the basement bar. They waited until we were seated before telling us the deal- 1000 yen for every fifteen minutes, but drinks were free. That’s $10 for a few minutes of mere conversation, so it was was with trepidation that we signed up.
We resolved to take advantage of the cheap booze, and hastily ordered a round of tequila shots. […]

Quelle: My First Hostess Bar

Interessantes Unterhaltungs-Konzept, das vielleicht auch in der Schweiz seine Abnehmer finden würde: In Japan gibt es sog. „Hostess Bars“, wo sich Mann (zunehmend anscheinend auch Frau) hinbegeben kann und für 1000 Yen die Viertelstunde mit einem Mädchen plaudern kann. Und wirklich nur plaudern! Liebesdienste werden keine Angeboten – kein Wunder, denn das ist in Nippon ja auch verboten.

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Freitag, 30. März 2007

Eliten-Bildung

(Lustiges Wortspiel)

Marcel Ospel will aus Sorge ums Vaterland die Eliten fördern. „Gemessen am heutigen Bedarf an bestausgebildeten Fachkräften ist der Ausstoss unseres Hochschulwesens an Spitzentalenten zu gering“, sagt er. Merkwürdig, denn eine Elite fördern zu wollen, ist streng genommen ein Widerspruch in den Begriffen, definiert sich doch eine Elite gerade dadurch, dass sie eben nicht gefördert werden muss. Deshalb drängt sich der Verdacht auf, dass der Ruf nach Eliteschulen auch in der Schweiz wenig mit „bestausgebildeten Fachkräften“ zu tun hat. Er ist die helvetische Variante des neuen Geldadels, die beste Ausbildung für die eigenen Kinder zu monopolisieren.

Quelle: FACTS 13/07, „Eine Elite fördern ist paradox und unsinnig“, S. 49.

Labels: Gesellschaft, Politik

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Freitag, 30. März 2007

Unser Platz in Europa

Andreas Gross (mittlerweise bartlos und etwas stämmiger) im FACTS dieser Woche:

[…] Die Zentralmacht der EU kann zu einfach Normen durchsetzen, ohne die Menschen einzubeziehen. Die Antwort darauf kann nur sein, dass die Schweiz sich daran beteiligt, Europa demokratischer und föderalistischer zu gestalten. Die Nationalstaaten sind zu klein, um in der globalisierten Welt die Demokratie zu verteidigen. So wie Zidane seine fussballerische Kunst in einer Telefonkabine nicht entfalten könnte, kann auch nationale Demokratie heute nur noch wenig bewirken. Die Tragik besteht darin, dass die EU als Teil des Problems betrachtet wird und nicht als Lösung.

Quelle: FACTS 13/07, „Der EU fehlt die Demut“, S. 26f.

Labels: Politik

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Freitag, 30. März 2007

APC Smart-UPS SUA750I mit cacti aufzeichnen


APC Smart-UPS SUA750I
Originally uploaded by emeidi.

Gestern ist sie eingetroffen, meine neue, übergrosse Batterie (APC Smart-UPS SUA750I), die meinen Server sowie die sich am gleichen Ort befindlichen Breitband-Geräte in Zukunft vor kurzen Stromausfällen oder Sicherungen beschützen soll.

Vor diesem Neugerät hatte ich einige Monate lang eine APC Smart-UPS 1400 in Betrieb, doch bei mehreren Ernstfällen verweigerte die Batterie ihren Dienst. Entweder hätte ich für mindestens 200 Stutz die Batterie wechseln oder aber für etwas mehr Geld ein Neugerät mit allem Drum und Dran, inklusive Garantie, anschaffen können. Ich entschied mich für letzteres.

Erste Tests liefen völlig zufriedenstellend – das Stromkabel ausziehen: Der Server surrt weiter vor sich hin, die LEDs des Router und des Kabelmodems blinken weiter unablässig. Ziel erreicht. In den letzten Wochen war das nicht mehr so gewiss – wurde die USV vom Stromnetz getrennt, verstummten alle Geräte blitzartig.

Kontrolle muss sein

Damit auch das Herz des Kontrollfreaks höher schlägt, werden zwei – aus meiner Sicht – wichtige Parameter der USV von meinem Linux-Server aufgezeichnet: Temperatur sowie die „Load Percentage“. Dank apcupsd, einem OSS-Ersatz für die offizielle PowerChute-Software, und dem darin enthaltenen Tool apcaccess ist das alles kein Problem.

Folgendes Script liefert die zwei Zahlen zur einfachen Integration in cacti:

#!/bin/sh

ITEMP=`apcaccess | grep ITEMP | cut -d ":" -f 2 | cut -d " " -f 2`
LOADPCT=`apcaccess | grep LOADPCT | cut -d ":" -f 2 | cut -d " " -f 3`
LINEV=`apcaccess | grep "^LINEV" | cut -d ":" -f 2 | cut -d " " -f 2`

echo ITEMP:$ITEMP LOADPCT:$LOADPCT LINEV:$LINEV >> /var/log/apcupsd.temp

exit 0

Labels: Linux

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Mittwoch, 28. März 2007

Selbstjustiz en vogue?

„In vielen Fällen verfolgt die Privatwirtschaft selbst Rechtsverstöße“, sagte Ute Decker von der deutschen IFPI-Sektion, seit kurzem Mitglied in der GNSO. Chuck Gomes von der .com-Registry VeriSign sagte, es gebe eine Menge „Self-Enforcement“ durch private Gruppen. Den Zugang und damit die Verfolgung in erster Linie den Strafverfolgern zu überlassen sei nicht sinnvoll, da letztere in der Regel nicht schnell genug seien.

Quelle: Strafverfolger sollen am Whois-Zugangsmodell mitarbeiten

Lustigerweise scheint dieser Passus kaum jemand im Heise-Forum zu stören … Ticke ich langsam falsch, oder ist das der Abgesang auf den Rechtsstaat?

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Mittwoch, 28. März 2007

Schreinernde Psychopathen

„Wenn man einen Psychopathen eine Schreinerlehre machen lässt, hat man nachher nicht einen Psychopathen weniger, sondern einen Psychopathen mit Schreinerlehre.“

Quelle: Täter resozialisieren ist falsch

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Mittwoch, 28. März 2007

Klimaerwärmung? Alles Schwindel!

Urs Paul Engeler und die Weltwoche tarnen sich mit einem (fast) perfekten englischen Akzent und widerlegen, was uns eine Verschwörung von tausenden (diese Zahl wird im Video übrigens auch demontiert) Klimawissenschaftlern weismachen will:

Channel 4: The Great Global Warming Swindle
Offizielle Web-Site

Wobei ich zugeben muss, dass Klimaforschung wirklich eine „Industrie“ geworden ist. Doch um milliardenschwere Öl-Konzerne und deren Marionetten mit ihrem Spin (könnte das Video nicht von Esso & Co. finanziert worden sein?) zu bekämpfen, muss man das halt werden. Besonders amüsant, dass die zitierten Wissenschaftler gegen Zensur innerhalb Forscherkreisen wettern – während dies die Multis doch seit Jahrzehnten machen .

Wer in der Diskussion auch immer Recht hat: Ob CO2 nun gut oder schlecht ist – soviel wie heute wurde von dem Gas noch nie künstlich ausgestossen. Das muss geändert werden. Ob wir in 50 Jahren das ganze Jahr hindurch mit Flip-Flops und Bermudas durch die Gegend watscheln, oder wie ein Eskimo daherkommen.

Nachtrag

(Ich habe das Video nun ganz durchgeschaut – in ein paar Jahren können wir ja auf diesen Artikel hier wieder zurückkommen. Entweder ist es mir dann äusserst peinlich, daran erinnert zu werden, oder aber es gibt niemanden mehr, den ein Blog im Internet interessiert … *smile*)

Nachtrag II

Als Quellenkritik muss nach dem Schauen des Videos folgender Artikel gelesen werden (Danke, Anonymous):

Swindled – oder warum nicht jedes Propagandafilmchen Aufmerksamkeit verdient

Kurz zusammengefasst die Vorwürfe an die Produzenten des Streifens (gekürzte Wiedergabe des oben genannten Blog Artikels):

  • Der Regisseur ist kein unbeschriebenes Blatt und für seinen Thesen-Journalismus bekannt (und wurde auch schon deswegen gerügt)
  • Professor Carl Wunsch distanziert sich von der Art, wie er im Dokumentarfilm zu Worte kommt:

    What we now have is an out-and-out propaganda piece, in which there is not even a gesture toward balance or explanation of why many of the extended inferences drawn in the film are not widely accepted by the scientific community. There are so many examples, it’s hard to know where to begin, so I will cite only one: a speaker asserts, as is true, that carbon dioxide is only a small fraction of the atmospheric mass. The viewer is left to infer that means it couldn’t really matter. But even a beginning meteorology student could tell you that the relative masses of gases are irrelevant to their effects on radiative balance. A director not intending to produce pure propaganda would have tried to eliminate that piece of disinformation.

    Quelle: Partial Response to the London Channel 4 Film „The Great Global Warming Swindle“

  • Die Grafiken enthalten bewusste und unbewusste Fehler; der Produzent hatte Kenntnis davon.
  • Die Forscher hinter der Sonnenflecken-Theorie haben gravierende Fehler in ihren Berechnungen gemacht (Hockeyschläger-Kurve gibt es bei den Solar-Aktivitäten nicht!)
  • Der 75-jährige Herausgeber von New Scientist hatte das Amt im Alter von 31 bis 35 Jahre inne – also vor vierzig Jahren!

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Dienstag, 27. März 2007

Wenn Sex zur Vergewaltigung wird …

Wer heute Mittwoch nichts zu tun und zu viel Zeit zum Nachdenken hat, kann sich ja mal überlegen, ob es sich bei dem geschilderten Fall wirklich um eine Vergewaltigung handelt:

Kurz zusammengefasst: Ein Weiblein verabredet sich mit einem Männlein, beide besaufen sich, sie lädt ihn im Vollsuff auf einen Kaffee zu sich ein (oder er will ihr seine Briefmarkensammlung zeigen) und schon landen sie in der Falle. Mitten im feucht-fröhlichen Geschehen kommt die gute Dame wieder zu sich (und ja, jetzt passiert irgendwie ganz lange nichts) … Als die Sonne aufgeht, verklagt das fesche Mädel den Hengst wegen Vergewaltigung. Hmmm!

Einige Kommentare:

Also, what happens when both parties are drunk? Do they rape eachother? How about if just the man is drunk? If that’s the case, I had couple of women rape the shit out of me back in college. And I loved every minute of it.

Can a guy claim rape if he was drunk? I’ve definitely woken up a few times with chicks that I wouldn’t have gone home with if I was sober.

Sounds like a woman got hammered and woke up with a nasty man. Where the guy usually just makes an escape, I guess the woman considers it rape.

How far will this ‚I have no responsibility because I was drunk‘ thing go. I may have killed him but I was drunk so hence have no responsibility.

Quelle: It’s not always rape if a woman is drunk, says judge

Auf die Gefahr hin, von Frauenrechtlerinnen niedergeknüppelt zu werden: Auch mit Vergewaltigungsvorwürfen kann heute Schabernack getrieben werden – zum Leidwesen all jener, die wirklich vergewaltigt wurden.

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