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Donnerstag, 19. Juli 2018

SRF Einstein: Das Grossbauprojekt Bahnhof Bern 2025

Eindrücklich! Nun weiss ich auch, was der Lärm auf sich hat, den wir an der Schlösslistrasse jeweils nachts bei voll geöffnetem Fenster hören …

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Dienstag, 6. Januar 2015

Kurzer Besuch von Dubai während eines Anschlussflugs („Layover“)

Am 31. Dezember 2014 landeten wir mit Emirates EK367 kurz nach 5 Uhr morgens von Taipei herkommend in Dubai. Unser Anschlussflug Emirates EK85 nach Zürich sollte gemäss Flugplan um 16:15 Uhr Ortszeit, das heisst 11 Stunden nach unserer Ankunft in Dubai, abheben.

Wir hatten diesen sog. „Layover“ in Dubai bewusst gebucht, um einen kurzen Ausflug in die Stadt zu unternehmen und ausgewählte Touristenattraktionen zu besuchen sowie um in einem der nicht ganz billigen Küchen der Stadt ein Mittagessen einzunehmen.

Gerne bestätigen wir, dass dieses Unterfangen – mit einigen Komplikationen – im Grossen und Ganzen gut geklappt hat und empfehlen es all denjenigen Personen weiter, welche Flugreisen und Layovers mit einer gewissen Lässigkeit begegnen können.

Dusche

Nach der Ankunft ging es darum, zuerst einmal eine warme Dusche zu nehmen, sich der neuen Temperatursituation anzupassen und den kulturellen Umständen angemessen umzukleiden. Da wir bereits vor Abflug wussten, dass wir in Terminal 3 ankommen würden, hatte Stephanie den Health Club auf dem 5. Stockwerk ausgemacht.

Dieses hygienische Vorhaben verkomplizierte unseren Kurzausflug nach Dubai ein wenig, denn: Als Passagier mit Anschlussflug muss man hierzu der Signalisation „Transfer“ folgen (und noch nicht Richtung „Baggage Claim“ oder Richtung Flughafen-Ausgang/“Immigration“), geht durch einen der Security Checks und nimmt dann die Rolltreppe oder den Lift auf das 3. Stockwerk für abfliegende Passagiere. Anschliessend nimmt man einen anderen Lift in der Nähe der Information auf den 5. Stock und geht zur Reception des Fitness-Clubs. Obwohl erst ungefähr 5:45 Uhr morgens war die Reception mit einer asiatischen Angestellten bedient, die problemlos Englisch sprach. Wir bezahlten je umgerechnet 15 USD für eine Duschkabine.

Anschliessend wurde zuerst Stephanie zur Toilette begleitet (strikte Geschlechtertrennung!), dann ich. Nachdem wir unsere Notdurft erledigt hatten, führte uns die Dame einzeln zu den ebenfalls strikt nach Geschlechtern getrennten Duschen.

Der Fitnessclub verfügt über geräumige Duschkabinen mit mehreren Duschköpfen, unter anderem zwei auf Bauchhöhe. Für überforderte Zeitgenossen liegen Anleitungen bereit, wie man eine warme Dusche nimmt. Ausserhalb des Nassraums gibt es genügend Stauraum für (angemessenes) Handgepäck (solche Zeitgenossen sind explizit ausgenommen) und eine verschliessbare Plasticbox, in welche man Objekte verstauen kann, die nicht nass werden sollen. Shampoo, Seife, Kamm, Rasurmaterial, Zahnbürste und -pasta werden in Hotelmanier bereitgestellt.

NB: Eine ausführlichere Erläuterung der Duschmöglichkeiten in Dubai findet sich hier: Where can I take a shower at Dubai Airport?

Reverse Security Check

Frisch geduscht standen wir vor einem Problem: Wie komme ich als Transferpassagier aus dem Abflugbereich heraus, um zum „Baggage Claim“ respektive zur „Immigration“ zu gelangen?

Wir fragten an der Information im 3. Stock nach, welche uns zur Information beim Security Check im 2. Stock verwies. Leider war diese nicht besetzt. Wir gingen also wieder in den 3. Stock und wendeten uns mit unserem Anliegen an die nächstbeste Flughafenmitarbeiterin (erkennbar an ihrem gut sichtbar getragenen Ausweis). Diese verwies uns an den Emirates-Schalter für Visas, Städtetouren und Hotelbuchungen gleich um die Ecke. Die dortige Mitarbeiterin teilte uns mit, dass wir einfach entgegen dem Passagierstrom durch den Security-Check gehen sollten.

Wir verschoben also wieder mit dem Lift in den 2. Stock (die Alternative wäre die Treppe gewesen). Und tatsächlich war die umgekehrte Durchquerung des Security Checks kein Problem. Wir hielten sogar unsere Pässe als auch das Flugticket, aber das Sicherheitspersonal interessierte sich keinen Deut dafür. Sie wünschten uns sogar einen schönen Aufenthalt in Dubai. Glücklicherweise hatten wir gerade eine Phase erwischt, in welcher kaum Passagiere den Security Check durchliefen.

Anschliessend folgten wir den Schildern zum „Baggage Claim“ und zur „Immigration“.

Immigration

Der Einwanderungsbereich resp. die „Passkontrolle“ ist hochmodern ausgestattet – doch leider versagte die Technik zum automatischen Einlesen der maschinenlesbaren Pässe vollumfänglich – nicht nur bei uns, sondern allen anderen Passagieren auch. Deshalb mussten wir uns in die Reihe anstellen und den manuellen Check durch Bürger in der traditionellen Kleidung der Region über uns ergehen lassen.

Mit einem Schweizerischen resp. US-Amerikanischen Pass hat man die Erlaubnis, visumsfrei in die Vereinigten Arabischen Emirate einzureisen. Insgesamt gilt diese erleichterte Einreise für ungefähr 30 Nationen.

Und nein, ich kann nun endlich persönlich bestätigen: Den israelischen Stempel in meinem Pass störte keine Menschenseele. Es handelt sich somit um Urban Myths, die im Internet kursieren und Leuten wie mir unnötig Angst machen.

Ankunftshalle: Wo bleibt unser Fahrer?

Um 7:30 Uhr kamen wir in der Ankunftshalle an. Ich kontaktierte unseren Ansprechpartner Geimi „Jimmy“ Nahra von Uni Tourism Llc, von welchem ich über Get Your Guide einen Fahrer für 8 Stunden für 200 USD gebucht hatte. Leider erhielten wir keine Antwort. Um 8 Uhr, dem eigentlich vereinbarten Abholungstermin, war von unserem Fahrer nichts zu sehen. In der Annahme, dass man es im arabischen Raum wohl nicht so genau mit der Pünktlichkeit nehme, warteten wir bis 8:15 Uhr.

Dann aber begann ich nervös zu werden: Wir hatten lange vor der Reise Tickets für die Besichtigung des Burj Khalifa, des höchsten Gebäude der Welt, gebucht. Der Eintritt war auf 9 Uhr terminiert. Nach unzähligen unbeantworteten Telefonanrufen, gesendeten iMessages, Facebook- sowie WeChat-Nachrichten erhielt wir kurz vor 8:30 Uhr den lange ersehnten Rückruf: Der Fahrer falle aus; ein Ersatz sei unterwegs, könne aber erst um 9 Uhr am Flughafen sein.

Ich sagte Geimi, dass wir um 9 Uhr im Erdgeschoss des Burj Khalifa sein müssten und wir deshalb ein Taxi nehmen würden. Der Fahrer solle uns später bei der Mall of Dubai unter/neben dem Burj Khalifa aufladen. Geimi war mit dem Vorgehen einverstanden.

Plan B: Taxi

Wir reihten uns in der langen Menschenschlange ein, welche ein Taxis in die Stadt nehmen wollten. Nach wenigen Minuten wurden wir einem luxuriösen schwarzen Taxi zugeteilt – ein Vorteil, wenn man im Gegensatz zu allen anderen Anstehenden nur mit Handgepäck unterwegs ist und kein Grossraumtaxi benötigt …

Burj Khalifa

Die Fahrt verlief reibungslos, und kurz vor 9 Uhr lud uns der Taxi-Fahrer am Haupteingang der Mall of Dubai aus. Entschädigt wurde er mit 80 AED („Dirham“), umgerechnet etwa 22 CHF. Nach weiteren fünf Minuten hatten wir den Einkaufstempel durchquert, nahmen den Lift ins Untergeschoss und kamen am Empfang des Burj Khalifa an. Meine elektronische Ticketbestätigung wurde geprüft und wir erhielten unsere Fast Track-Tickets ausgehändig. Obwohl horrend teuer, lohnte sich dieser Entscheid rückblickend allemal, um unser restliches ambitioniertes Programm durchzuziehen.

Neben dem Empfang gaben wir unser Handgepäck ab und betraten den Weg zu den Liften. Offenbar schienen um 9 Uhr noch kaum Leute das Gebäude besuchen zu wollen; erst kurz vor den Liften stauten sich die Menschenmassen, welche wir dank den Spezialtickets einfach übersprangen.

Die Aussicht über die Stadt war kurz nach 9 Uhr sehr gut. Wir liessen von den angestellten Photographen einige Souvenirphotos schiessen (inkl. Greenscreen-Szenen), verzichteten dann aber darauf, diese zu kaufen, da ein (!) Abzug umgerechnet 70 CHF kostete.

Kurz vor 10 Uhr machten wir uns an den Abstieg und durften dank unseren Tickets wieder die vor dem Lift wartende Menschenschlange überspringen.

Zweiter Versuch: Fahrer

In der Zwischenzeit hatte uns ein SMS erreicht, in welchem Jimmy uns die Telefonnummer des Ersatzfahrers bekannt gab und uns versprach, die Kosten für die Taxifahrt zurückzuerstatten. Das grösste Problem war nun, den Fahrer zu finden. Er wollte, dass wir ihn bei der „Al-Majib Bank“ trafen, obwohl wir keine Ahnung hatten, wo sich besagte Bank befand. Schlussendlich gaben wir auf und meldeten dem Fahrer, dass er uns doch bitteschön einfach am Haupteingang des Einkaufszentrums aufgabeln sollte. Doch offenbar hat die Lokalbevölkerung Mühe, den Begriff „Mall of Dubai Main Entrance“ zu deuten. Nach mehreren Telefonaten und der Angabe von Tiffany & Co. schafften wir es dann doch noch, unseren Fahrer zu treffen. Das Auto, eine Toyota Familienkutsche, hatte er im grossen Parking des Einkaufszentrums parkiert.

Spice Souq

Nun ging es zum Spice Souq in Dera Dubai, im ursprünglichen, alten Teil der Stadt. Da zeigte sich eine weitere Schwäche meiner Planung: Stau. Auf der Autobahn durch die Stadt lief noch alles zügig, doch kurz nach der Autobahnausfahrt fuhren wir auf stockenden Kollonnenverkehr auf, was uns sicherlich 30 bis 45 Minuten kostete. Uns blieben nur noch 15 Minuten für den Besuch des Marktes.

Der Souq selber war enttäuschend und erinnerte mehr als alles andere an eine Touristenfalle. Sobald ich mich als Schweizer zu erkennen gab, hörte ich „Chuchichäschtli“, „Adieu“, „Tschüss“ und sonstige Floskeln. Stephanie kaufte „Safran“ aus dem Iran, obwohl ich immer noch das Gefühl habe, dass uns ein Imitat angedreht wurde. Ganz unappetitlich wurde es, als ich während Stephanies Preisverhandlung ein Gefäss mit getrockneten Pfefferkörnern aus dem Regal nahm – und einen Wurm das Gefäss hochkriechen sah …

Indego

Eingedeckt mit Gewürzen riefen wir den Fahrer zurück, stiegen in das Fahrzeug ein und liessen uns nach Dubai Marina chauffieren. Dort hatten wir als Sylvester-Mittagsessen einen Tisch im Indego by Vineet gebucht. Punkt 12:30 Uhr – der Öffnung des Restaurants – waren wir als erste Gäste des Tages vor Ort. Gegen 13:30 Uhr begann sich die Terrasse dann doch noch zu füllen … leider war es auf Grund der Schattenlage und des Meerwindes auf der Terrasse nicht ganz so warm wie vermutet.

Wir spiesen bis wir platzten (inkl. eines Glases Neuseeländischen Pinot Noirs), mussten aber auf Grund der vorgerückten Zeit und auf Grund fehlendem Magenvolumen auf das Dessert verzichten. Wir liessen uns die Reste packen, erhielten diese aber nur gegen die Unterzeichnung eines „Liability Waiver“ ausgehändigt. Und da denkt jemand die Amerikaner seien prozessfreudig …

Zurück an den Flughafen

Um 14:34 Uhr fuhren wir zurück an den Flughafen, wo wir um 15:15 Uhr ankamen. In der Zwischenzeit hatte ich es geschafft, dass mir der Fahrer die versprochenen 80 AED aushändigte.

Nach einem langen Fussmarsch durch die Eingangshalle – vorbei am Check-In, da es ja nichts einzuchecken gab – vorbei an der Dame von der Passkontrolle, dann durch den Security Check. Die Essensreste kamen problemlos durch den Scan, was mich erstaunte.

Schlussendlich schafften wir es noch vor dem ersten Aufruf zum Boarding bis in die Menschenmassen beim Gate. Ich hatte sogar noch genügend Zeit, ein letztes Mal eine Toilette auf dem Erdboden aufzusuchen. Auf Grund Bauarbeiten an einer der Pisten verzögerte sich unser Abflug schlussendlich noch um satte 30 Minuten, doch das war uns zu dem Zeitpunkt egal.

Fazit

Die Wolkenkratzer und die Shoppingmeilen in Dubai sind zwar eindrücklich, nicht aber wirklich mein Ding. Dubai kommt mir vor wie das Las Vegas des Mittleren Osten: Eine herzlose Stadt ohne Charakter, mit Personen, die in klimatisierten Fahrzeugen zwischen klimatisierten Räumen hin- und herpendeln und eigentlich viel lieber an einem anderen Ort der Welt wären.

Nichtsdestotrotz habe ich diesen Ausflug geschätzt, da er die Grenzen des Machbaren ausgereizt hat und ich wieder einmal einiges nützliches Jetset-Wissen aneignen konnte.

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Montag, 12. April 2010

Hochhäuser und Wolkenkratzer funktionieren nur mit billiger Elektrizität

The city exploded vertically in a very few decades when Thomas Edison’s combined engineering-and-business genius made it possible to deliver electricity to every block. We’d spent the period just after the Civil War putting up limestone palaces and brick heaps as grand as the ones in Paris and London (and about the same size), and then from about 1890-on we tore them all down when the elevator made it possible to rent hundreds of apartments or office suites on the same real-estate „footprint“ where there used to be only dozens of rentable units.

Quelle: My Hometown and Its Fate – Clusterfuck Nation

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