Dienstag, 6. Juni 2006

Zur Feier des Tages

Da zeigt 10vor10 all die glücklich verliebten Paare, die sich an dem heutigen denkwürdigen Datum das Wort für’s Leben bis zum nächsten Ehekrach geben (Ehevertrag schon unterschrieben?), dabei ist der 6. Juni doch bereits seit mehr als sechzig Jahren ein denkwürdiger Tag:

D-Day!

Am 6. Juni 1944 rollte die Invasion des europäischen Festlandes über den Ärmelkanal an. Omaha-Beach, Utah-Beach und wie die Landeplätze alle hiessen. Wohl keines der heutige Multiplayer-Games über den Zweiten Weltkrieg kommt nicht ohne eine Map oder ein Szenario aus, die die Abschlachterei an diesen Stränden nachspielen lässt. MOHAA ist diesbezüglich mein Favorit (Subwoofer ist hierzu Pflicht).

Trotz allen Wehmutes darf aber nicht vergessen werden, dass wir unsere Befreiung nicht primär der Operation Overlord zu verdanken haben. GIs starben auf europäischen Schlachtfelder gerade einmal 170’000 – eine lächerliche Zahl im Vergleich zu den knapp 14 Millionen Soldaten der Roten Armee, die ihr Leben lassen mussten. Einige Historiker sind der Meinung, dass die Offensive von den westlichen Alliierten mit Kalkül verzögert wurde. Schlussendlich hat es dann doch nichts gebracht – im Gegenteil: Gerade auch deswegen spielte man den rasch vorrückenden sowjetischen Truppen und dem Oberbefehlshaber Stalin den europäischen Osten in die Hand.

Hätte die Wehrmacht unter dem GröFaZ im Osten freies Spiel gehabt, wäre eine britisch-amerikanische Invasion im Westen zu einem reinen Selbstmordkommando verkommen …

Übrigens: Die Strategen der Alliierten konnten erst nach sechs Monaten aufschnaufen – der Erfolg der Operation war derart lange Zeit ungewiss.

Wer wissen will, wie es nach der Landung weiterging, sei die Mini-Series Band Of Brothers empfohlen.

Mögen sie alle in Frieden ruhen. Amen.

Via: 06 – 06 – 1944

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