Archiv 2007

Mittwoch, 18. April 2007

Nationalratswahlen vom 26. Oktober 1919


Nationalratswahlen vom
26. Oktober 1919

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Das waren noch Zeiten, als die „grosse Partei“ hier in Neuenegg noch wirklich unglaublich gross war und 76% Stimmenanteil holte.


Partei Stimmen Prozent
Grütlianer 505 3.11
Sozialdemokraten 2’580 15.87
Fortschrittspartei 746 4.59
Bauern- und Gewerbepartei 12’397 76.28
Evangelische Volkspartei 9 0.06
Katholische Volkspartei 1 0.01
Pari libéral pop jurassien 14 0.09
16’252 100.00

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Dienstag, 17. April 2007

Das dreckigste Geheimnis unserer Banken

Zins

Entgelt für das zur Verfügung gestellte Kapital. Bei der Zinsberechnung sind drei Usanzen der Zählung der Tage zu unterscheiden: Deutsche Usanz: 1 Jahr = 360 Tage, 1 Monat = 30 Tage; Englische Usanz: 1 Jahr = 365 Tage, Monat nach Kalender; Französische Usanz: 1 Jahr = 360 Tage, Monat nach Kalender. In der Schweiz ist die deutsche Usanz üblich.

Quelle: Banken- und Börsenlexikon

Liebe Jungs mit dem gegelten Haar, den Lederschüeli und den Anzügen: Hallo? Jemand zu Hause? Was soll der Scheiss? Realitätsverweigerung der Sonderklasse. Anscheinend planen die Banken in einer der grössten Verschwörung der Weltgeschichte die Abkehr vom 365 Tage zählenden Jahr. Nur haben sie vergessen, davon jemandem zu erzählen.

Ein Vorteil hat das ganze: Wenn ich mit meinem Kontostand ein Jahr lang im Minus bin, kriege ich fünf Tage geschenkt. Immerhin!

Dank: Kollege Kure.

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Dienstag, 17. April 2007

Fundamentalkritik aus Neuenegg

Das SP-Konzept, dass Frauen ums Verrecken in jeder Beziehung Männer sein müssen, ist ein Grund für den Zustand unserer Jugend ohne Anstand, ohne Moral und ohne Verantwortungsgefühl. Sei es auf wirtschaftlicher Ebene, auf Steuerebene oder beim Krankenkassenwesen, bei der IV-Versicherung oder eben bei der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau – die ad absurdum geführte Gleichmacher- und Fürsorge-Ideologie der SP verstösst gegen sämtliche Naturgesetze und erzeugt, wo man hinschaut, Pseudo-Opfer, Staatsverschuldung, Kriminalität, Arbeitslosigkeit, Ungerechtigkeit und allgemeinen gesellschaftlichen Niedergang.

Bernd Grütter, Neuenegg BE

Quelle: SonntagsBlick, 25. März 2007, „Frage der Woche vom 18. März 2007 – Finden Sie es gut, wenn Mütter berufstätig sind?“.

Irgendwie habe ich das ungute Gefühl, dass Herr Grütter im Wahlherbst keine SP-Liste einlegen wird … Immerhin: Würden wir alle Frauen wieder an den Herd abkommandieren, wären wir auf einen Schlag all‘ unsere Probleme los. Das sind doch wahrlich goldene Perspektiven.

Labels: Neuenegg, Politik

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Dienstag, 17. April 2007

Nimmt Smythe die Herausforderung an?


Stand des Goldpreises am 8. Juni 2007
Originally uploaded by emeidi.

Mal schauen, ob ich als Laie (treffende Charakterisierung: „einen Schimpansen Dart spielen lassen“) oder Smythe als (ehemaliger?) Goldbesitzer näher dranliegen werden.

Quelle: Crédit Suisse

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Dienstag, 17. April 2007

Fremdenangst

[…] They have displaced Swiss labor in the textile mills and have furnished the labor supply for the large number of hotels as well as for the roads that have been built in Switzerland in the last fifty years in connection with the development of scenic features and tourist travel. They publish newspapers and periodicals in large numbers in their own language. They have their own churches and live in separate colonies. They do not willingly obey the health regulations, reluctantly send their children to school, furnish a greater number of criminals than any other element of the population, contribute toward social unrest of almost every kind, and do not tend to mix with the German and French elements of Switzerland. In addition, they retain an attachment for the home country that is far greater than in the case
of […] America.

[…] The author fears serious political consequences and compares the situation with that in South Africa where the English stream of colonization led through complex stages to the Boer War and English domination.

Quizfrage: Um welche ausländische Bevölkerungsgruppe in der Schweiz geht es? — Richtig, Italiener! Wer wäre da nicht drauf gekommen?

Quelle: Geographical Review, Vol. 10, No. 5. (Nov., 1920), pp. 351-352.
Besprochenes Buch: Ammann, Hektor: „Die Italiener in der Schweiz: Ein Beitrag zur Fremdenfrage“, Basel 1917.

Gewisse Dinge ändern sich nie …

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Dienstag, 17. April 2007

Dancing with Da Ozel, ne?

In 1986, a freak break dancing accident put Justin Schumacher in a coma. Now, 20 years later, he (Jamie Kennedy) is waking up to a new world and discovering that the more things change, the more he’s stayed the same. With the girl of his dreams (Maria Menounos) engaged to marry his grade-school nemesis (Michael Rosenbaum), and his parents drowning in the debt of his medical costs, Justin must rally his former squad, bust a move, and win back the girl of his dreams.

Trailer: Kickin’ It Old Skool

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Dienstag, 17. April 2007

Mun ab ins Zeughaus!

Armeeangehörige sollen ihre Waffe künftig ohne Taschenmunition nach Hause nehmen.

Stimmen Stände- und Nationalrat der Motion zu, kann der Bundesrat das Begehren ohne Gesetzesänderung auf Verordnungsstufe in die Tat umsetzen.

[…] die Einschränkungen zielen denn auch primär auf Beziehungsdelikte und Suizide, bei denen oft im Affekt gehandelt wird und die Verfügbarkeit von Waffen und Munition einen entscheidenden Einfluss haben kann.

Quelle: Armeewaffen künftig ohne Munition zu Hause

Wenige Monate vor den National- und Ständeratswahlen gehen einige Dinge manchmal halt doch etwas zackiger von statten als üblich. Und natürlich hat der Vorfall von Baden überhaupt rein gar keinen Einfluss auf den Entscheid gehabt.

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Montag, 16. April 2007

Klimawandel: Es hat begonnen

New York erlebt regenreichsten Tag seit 30 Jahren

Quelle: NZZ

Längst blühen überall die Kirschbäume und Birken – zehn Tage früher als im Durchschnitt der vergangenen 15 Jahre.

Quelle: SPIEGEL online

Das Unwetter traf vor allem die Gegend um Soller nördlich von Valldemossa. Dort ließen die stärksten Regenfälle der vergangenen 30 Jahre Flüsse über die Ufer treten, Straßen wurden überflutet.

Quelle: Vorarlberg Online

Das wärmste Jahr seit Messbeginn

Das gab es noch nie! Zumindest nicht in den meteorologischen Jahrbüchern der Schweizerischen Eidgenossenschaft. In Basel stieg die Durchschnittstemperatur in den vergangenen zwölf Monaten auf sagenhafte 12,1 Grad. Damit wurde die Marke von 12 Grad zum ersten Mal seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen in der Mitte des 19. Jahrhunderts übertroffen.

Quelle: Gigantische Warmphase dauert jetzt schon 1 Jahr!

Wenn das wirklich so weitergeht, stehen uns wahrlich äusserst spannende Zeiten bevor. Als angehender Historiker liest man sonst immer nur in Quellen aus längst vergangenen Jahrhunderten über meteorologische Phänome die Autoren „seit Lebzeiten“ nicht erlebt haben (Beispiel: Die Kleine Eiszeit).

Nun könnten wir in den Genuss von Einflüssen kommen, die wir trotz des technischen Fortschrittes weder annähernd verstehen, noch beherrschen können. Es ist äusserst reizvoll, Rekationen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik auf solche Ereignisse als Zeitgenosse zu erleben. Es bleibt einfach zu hoffen, dass es in hundert oder zweihundert Jahren noch Historiker geben wird, die unsere Strategien beurteilen können …

Übrigens: Wird 2007 der Jahrhundertsommer von 2003 noch getoppt, sehe ich eine positive Korrelation zwischen Temperatur und Wählerstärke der Grünen Partei in den Nationalratswahlen.

Parallelen?

So sehr es für mich als Genossen beunruhigend ist – ich musste das einfach bringen:

Die Partei ist damit nach einem stetigen Aufstieg in den letzten 20 Jahren wieder auf ihre Stärke in den achtziger Jahren zurückgefallen und hat das drittschlechteste Resultat in den letzten hundert Jahren eingefahren.

Quelle: NZZ

Wer mehr dazu wissen will: Smythe analysierte den Wahlausgang bereits gestern Sonntag. Als Ergänzung empfehle ich die diversen Kommentare und Analysen in NZZ, Tagi und Echo der Zeit.

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Montag, 16. April 2007

Active Sync 4.x still sucks


Active Sync –
Fatal error during installation

Originally uploaded by emeidi.

Als Nachtrag auf einen bereits etwas älteren Blog-Artikel möchte ich betonen, dass die Microsoftschen Entwickler hinter Active Sync weiterhin den Frickler-Award auf Lebzeiten inne halten.

Ich wurde zu einem Mitarbeiter gerufen, dem nach einem Software-Crash plötzlich nicht mehr möglich war, seinen PDA mit Outlook abzugleichen.

Als er versuchte, Active Sync zu deinstallieren, erhielt er die hier beigefügte lapidare Fehlermeldung. Bravo Microsoft, jetzt weiss ich mehr!

Nachfolgend der (aus meiner Sicht) wichtige Teil einer Debug-Installation mittels des nützlichen Befehls

msiexec /l*v "C:\msi.log" /i <package>.msi

(Achtung: Die geloggten Informationen sind äusserst umfangreich – eine Office-Installation möchte ich so jedenfalls nicht debuggen)

MSI (s) (D8:08) [12:58:44:750]: Invoking remote custom action. DLL: C:\WINDOWS\Installer\MSI355.tmp, Entrypoint: FSetFileOpenProperty
Aktion gestartet um 12:58:44: CA_SET_FILEOPENCOMMAND.
Aktion beendet um 12:58:44: CA_SET_FILEOPENCOMMAND. Rückgabewert 3.
Aktion beendet um 12:58:44: INSTALL. Rückgabewert 3.

Auch eine Neuinstallation der Applikation (ohne vorangehende Deinstallation) war nicht möglich:

Aktion gestartet um 12:33:29: CA_SET_LAUNCHONFINISH.
MSI (c) (90:F4) [12:33:29:171]: Invoking remote custom action. DLL: C:\DOCUME~1\ANDRHA~1\LOCALS~1\Temp\MSI258.tmp, Entrypoint: FSetLaunchOnFinish
MSI (c) (90:08) [12:33:29:187]: Cloaking enabled.
MSI (c) (90:08) [12:33:29:187]: Attempting to enable all disabled priveleges before calling Install on Server
MSI (c) (90:08) [12:33:29:187]: Connected to service for CA interface.
Aktion beendet um 12:33:29: CA_SET_LAUNCHONFINISH. Rückgabewert 3.
MSI (c) (90:F8) [12:33:29:265]: Doing action: SetupCompleteError
Aktion 12:33:29: SetupCompleteError. 
Aktion gestartet um 12:33:29: SetupCompleteError.
Info 2898.Tahoma8, Tahoma, 0
DEBUG: Error 2826:  Control DlgLine on dialog SetupCompleteError extends beyond the boundaries of the dialog to the right by 1 pixels
Interner Fehler 2826. SetupCompleteError, DlgLine, to the right
Info 2898.MSSansBold8, Tahoma, 0
Aktion 12:33:29: SetupCompleteError. Dialog created
MSI (c) (90:74) [12:33:29:328]: Note: 1: 2731 2: 0 
Aktion beendet um 12:33:32: SetupCompleteError. Rückgabewert 2.
Aktion beendet um 12:33:32: INSTALL. Rückgabewert 3.
MSI (c) (90:F8) [12:33:32:000]: Destroying RemoteAPI object.
MSI (c) (90:08) [12:33:32:000]: Custom Action Manager thread ending

Dies war bisher eines der wenigen Software-Probleme, die ich nicht vor Ort lösen konnte. Wie mir der Mitarbeiter aber wenige Stunden später mitteilen durfte, liess sich die Applikation nach meinem Wirken plötzlich de- und wieder neu installieren. Welche meiner Massnahmen zum Erfolg führte, ist bis heute schleierhaft.

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Sonntag, 15. April 2007

2007 – und immer noch keine Banküberweisungen am Wochenende

Wir schreiben das Jahr 2007. Konsum westlicher Prägung ist grenzenlos und findet dank des Internets rund um die Uhr statt. Shops wie Amazon oder Ex Libris erlauben Einkäufe, wann es dem Kunden passt, ohne dass dieser sein trautes Heim verlassen muss. Auf eBay ersteigerte Gegenstände werden dank Kreditkarte und Paypal innert Minuten abbezahlt. Geliefert wird wenige Tage später per Post. Himmelheiland, sogar der Frass wird heutzutage direkt an die Haustür geliefert!

Anachronismus

Schöne neue Welt – könnte man meinen. Nur eine Branche weigert sich standhaft, sich dem Wunsch der Kunden nach „überall-jederzeit“ zu beugen: Das Bankenwesen.

Zwar bieten wohl mittlerweile alle Exponenten der Schweizer Bankenszene Internet-Banking an (ich benutze beispielsweise Directnet meiner Hausbank Crédit Suisse), doch naht das Wochenende und sind noch Überweisungen zu tätigen, sputet man sich lieber. Für Banken gilt auch heute, Anno Domini 2007, dass am Samstag-Abend überweisungstechnisch rein gar nichts läuft. „Kommen Sie gefälligst morgen wieder!“ wird mir virtuell in freundlichstem Ton beschieden. „Gaht’s no?“ ist man versucht zu Fragen. Da verdienen die Grübels und Ospels Millionen („dank uns Kleinkunden“ wäre wohl etwas vermessen zu sagen), doch wollen wir ein paar Fränkli durch die Weltgeschichte herumüberweisen, geht am Weekend rein gar nichts.

Die Gründe:

Besinnung auf christliche Grundwerte?

Sind unsere Banken entgegen dem landläufigen Trend christlicher als mancher Dorf-Pfarrer? In der Bibel steht ja:

Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke beschicken. Aber am siebenten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes, da sollst du kein Werk tun, weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist und schon gar nicht dein Bankinstitut! Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer, und alles was darinnen ist. Aber am siebenten Tag ruhte er von allen seinen Werken. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.

Quelle: Das zweite Buch Moses, 20. Kapitel, 8.-10. Vers

Wohl kaum, denn sonst würde man sich doch in gewisse Widersprüchlichkeiten verwickeln:

24. Wenn du Silber (oder Geld) leihst Meinem Volke, dem armen bei dir, so sollst du ihm nicht sein wie ein Wucherer; ihr sollt ihm nicht Zins auflegen.

Quelle: Das zweite Buch Moses, 22. Kapitel, 24. Vers

Natürlich sah man irgendwann einmal ein, dass es so nicht weitergehen konnte – sonst hätte man die Entwicklung zum Kapitalismus ja voll verpennt. Plötzlich (so zwischen 1545 bis 1822) war das Erheben von Zinsen nicht mehr nur ein Privileg Angehöriger der jüdischen Religion.

Die armen Server!

Weitläufig bekannt ist auch, dass natürlich längst keine Menschen mehr Überweisungen bearbeiten und hin- und herschicken – das läuft heute alles digital; manchmal mit neueren Kisten, manchmal mit etwas älteren Dingern, die mit einer ganz altertümlichen Sprache programmiert werden (mein Cousin macht das tagaus, tagein).

Wie dem auch sei – bekanntermassen sind Computer weder Gewerkschaftlich organisiert, noch stören sie sich an Sonntagsarbeit.

Was also ist der Grund, weshalb ich meine Überweisungen nicht – sagen wir – an jedem beliebigen Tag der Woche innerhalb von einer Stunde dem Empfänger gutschreiben kann?

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