Posts Tagged ‘MP3’

Samstag, 14. März 2026

Poor Man’s Toniebox

Ein Kollege hat mir empfohlen, ein Einschlaflied auszuwählen, und das Baby regelmässig damit in den Schlaf zu wiegen.

Sobald der Nachwuchs auf die Melodie konditioniert sei („wie ein dressierter Hund“, bemerkte ich lapidar, was er nicht verneinte), klappe es erstaunlich gut, den Nachwuchs rasch und effektiv zum Einschlafen zu bringen.

Wir üben aktuell noch, und es funktioniert noch nicht wie gewünscht. Momentan habe ich das Gefühl, dass es wirklich könnte.

Auf Grund meiner amerikanischen Prägung seit 2010 habe ich mich für „Twinkle Twinkle Little Star“ entschieden. Erinnerungen an den kulturellen Einfluss eines untergehenden Imperiums …

Anfänglich spielte ich diesen YouTube-Song auf meinem iPhone ab. Irgendwann war mir das zu mühsam, und ich begann, mich nach einem dedizierten Abspielgerät umzusehen.

Von einem guten Kollegen kenne ich die Toniebox. Vereinfacht gesagt ein Lautsprecher mit einem proprietären MP3-Player mit WiFi-Anbindung, der über einen Server des Herstellers („Tonie Cloud“) sauber lizenziertes Audiomaterial bezieht und abspielt. Der Clou: Sind die Kinder erst einmal mobil, kann man ihnen offizielle Tonie-Figuren kaufen, welche einen NFC-Chip eingebaut haben, die dem Lautsprecher sagen, welches Audiomaterial vom Server heruntergeladen und abgespielt werden soll.

Natürlich haben ITler das Ding reverse engineered, um meines Wissens NFC-Tags zu klonen, aber auch um eigene Aufnahmen auf das Gerät zu laden und lokal abzuspielen.

Einschub: Das gab’s auch schon in den 1980ern, in analoger und ungeschützter Form; das waren damals einfach Kassetten, mit TKKG-, Drei Fragezeichen- und Knight Rider-Episoden. Selbstverständlich konnte man diese nach belieben kopieren, zum Ärger der Rechteinhaber.

Zurück zur Toniebox: Kostenpunkt: Mindestens 80 Hämmer für den „smarten“ Lautsprecher. Die NFC-Figuren gehen ab 15.90 CHF über die Ladentheke.

Wenn man diese Box hier in Thailand überhaupt findet, dann zu überteuerten Preisen. Zu teuer, vor allem, weil unser Baby ja noch gar nicht selber mit der Toniebox spielen kann.

Meine improvisierte Lösung:

  • HOCO HC22 (auf der Herstellerseite nicht mehr geführt, vermutlich Auslaufmodell) Lautsprecher mit Bluetooth, einem USB-A-Port für einen USB-Stick, einem USB-C-Port zum Laden der 1200mAh Batterie des Lautsprechers, einem SD Card-Slot (aus irgendeinem mir unerklärlichen Grund „TF“ genannt, „Trans-Flash“), FM-Radio sowie einem AUX-Eingang (3.5mm Klinke). Kompaktes Design (passt in knapp in die Hosentasche), mit 272g tragbar, aber definitiv nicht leicht — aber dementsprechend fühlt sich das Gerät wertig an. Das Gehäuse verfügt auch über eine Schlaufe, mit welchem man den Lautsprecher an einem Haken oder Karabiner aufhängen kann. Kostenpunkt: 7.55 CHF
  • SanDisk Classic 10, 32GB P/N SDSQUNR-032G-GN3MN, Kostenpunkt: 8.10 CHF
  • HOCO UA25 SD Card-Adapter (beide Grössen) auf USB-C. Kostenpunkt: 4.05 CHF

Sobald man im Besitz des Materials ist, braucht man nur noch MP3-Dateien (M4A habe ich nicht getestet), lädt diese über den Adapter auf die SD Card, schiebt die SD Card in den Lautsprecher, wechselt in den SD Card-Modus, und beginnt die Songs abzuspielen.

Kritik: Die Reduktion auf 4 Buttons (Power On, – (minus), + (plus), Play) und die Doppelbelegung (short press, long press) und das Fehlen der Bestätigung von Tastendrücken mit einer Stimme machen die Bedienung nicht optimal — aber machbar. Auch gefällt mir nicht, dass die Lautstärke bei jedem Neustart auf die (für ein Baby zu laute) Standardeinstellung zurückfällt.

Und ja, bevor kommentiert wird: Ich bin mir bewusst, dass mein Use Case nicht derselbe ist wie derjenige von Eltern von älteren Kindern, welche man selbständig beschäftigen und die Möglichkeit geben möchte, ihr Lieblingshörspiel zu hören.

Tags: , , , , , , , ,
Labels: Baby, IT, Technik

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Freitag, 20. Oktober 2017

Songs werden auf dem iPhone doppelt aufgeführt

Wer das Problem nicht anderweitig in den Griff bekommt, dem hilft nur eines (sofern man einzig über den iTunes Store gekaufte Songs zu seinem Besitz zählt):

  1. Settings
  2. General
  3. iPhone Storage
  4. Music
  5. Edit
  6. Rot Umrandetes Minus-Zeichen bei „All Songs“ auswählen

Quelle: Musiktitel auf dem iPhone doppelt, lassen sich nicht entfernen

Danach lädt man sich alle Lieder erneut von Apple herunter:

  1. iTunes Store
  2. More
  3. Purchased
  4. Music
  5. Recent Purchases
  6. Download All

Tags: , , , , , ,
Labels: Apple

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Sonntag, 25. Januar 2015

20 Minutens „Friday“-Song

Letzte Woche waren Stephanie und ich im Kino und haben uns an der Carte Bleue Night die Vorpremiere von The Imitation Game — ein exzellenter Streifen, der nach Big Bang Theory und BBCs Sherlock wieder einen Geek (Autisten?) in der Hauptrolle hat, perfekt gespielt von Benedict Cumberbatch — den Star Trek-Fans unter uns auch bekannt aus Star Trek: Into Darkness in seiner Rolle als Übermenschen Kahn Noonian Singh.

Item. Im Vorspann zum Film zeigte 20 Minuten mal wieder eine Werbung für ihr Ausgeh- und Fashion-Magazin Friday. Und dieses Mal entschied ich mich, den Song ausfindig zu machen, welcher den Clip untermalt — und ihn dann zu kaufen. Doch das ist gar nicht nötig, denn 20 Minuten bietet den Song kostenlos zum Download an:

«Friday Child»: Der Song als Gratis-Download! (Direktlink)

Tags: , , , , , ,
Labels: Shopping

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen

Samstag, 1. März 2008

CUE-Sheet für MP3s fehlt?

Da hat man aus hier nicht genannten dubiosen Quellen ein Musik-Album im MP3-Format heruntergeladen – und nun dies: Anstelle der einzelnen Songs liegt ein einziges, grosses MP3 auf der Festplatte. Um das Album auf den iPod zu kopieren und jeden Song einzeln anwählen zu können, muss die grosse Datei ein die Einzelteile zerlegt werden. Aber wie?

Kein Problem! Man bediene sich …

cuesheet heaven

… um das entsprechende CUE-Sheet (eine einfach aufgebaute Text-Datei, die die exakten Startzeiten der in einem grossen MP3 enthaltenen Lieder aufführt) aufzutreiben.

Unter Linux genügt mp3splt, um die Datei anhand der Angaben in dieser Datei aufzuschlitzen:

mp3splt -c sheet.cue audio.mp3

(Nachtrag: Wie ich gerade bemerke, habe ich darüber ja schon einmal gebloggt; damals empfahl ich aber cuemaster)

Tags: , ,
Labels: IT, Linux

Keine Kommentare | neuen Kommentar verfassen