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Donnerstag, 21. Januar 2016

smokeping auf einem Raspberry Pi installieren

Gestern habe ich einen verstaubten Raspberry Pi 1 aus meinem Endlager für obsolete IT-Hardware gerettet und ihn als arpwatch-Überwachungsstation aufgesetzt. Auf dem Gerät läuft folgendes Debian:

Linux raspberrypi 4.1.13+ #826 PREEMPT Fri Nov 13 20:13:22 GMT 2015 armv6l GNU/Linux

Etwas später stiess ich in Vorbereitung auf meinen Wechsel von upc cablecom zu Fiber7 auf den Artikel Fiber7 performance, in welchem Michael Stapelberg aufzeigt, wie sich die Latenz seiner Internetverbindung nach dem Wechsel von Swisscom auf Fiber7 verbessert hat.

Gedacht — getan: So etwas benötige ich natürlich auch, um meinen bevorstehenden Providerwechsel mit harten Fakten zu untermauern — wobei, ehrlich gesagt, ist mir die Latenz nicht so wichtig (bin kein Gamer), sondern viel mehr der vierfache Durchsatz und die symmetrische Down- und Upload-Geschwindigkeit zum selben Preis wie beim Kabelriesen.

Nichtsdestotrotz installierte ich mir also das Softwarepaket smokeping und seine Dependencies, wie das berühmte rrdtool aus dem Hause Oetiker:

# apt-get update
...
# apt-get upgrade
...
# apt-get install smokeping

Es wurde zwar alles nett installiert, doch konnte ich danach noch nicht auf die Web-Oberfläche unter http://localhost/smokeping/smokeping.cgi zugreifen. Unter einem x86-64 Debian war das nach der Installation automatisch möglich.

Zuerst wohl mal den Apache starten, dachte ich mir:

# /etc/init.d/apache2 start

Der Web-Server kam hoch, zeigte unter http://localhost/ die obligate Startseite an, doch unter dem Smokeping-Link kam ich statt der Smokeping-Oberfläche nur einen HTTP 403er zu Gesicht (mangels Screenshot und Text-Kopie mittels Auszug aus dem Apache error.log unter /var/log/apache2/):

...
[Wed Jan 20 22:52:59.338858 2016] [authz_core:error] [pid 2706:tid 3036673072] [client 10.0.1.101:56967] AH01630: client denied by server configuration: /usr/lib/cgi-bin/smokeping.cgi
...

Oookey … da ich smokeping auch noch auf einem „richtigen“ Linux-Server im Elternhaus laufen hatte, kopierte ich kurzerhand dessen VirtualHost-Konfiguration auf den Raspberry Pi (natürlich als Symlink auf conf-available):

# cat /etc/apache2/conf-enabled/smokeping.conf 
ScriptAlias /smokeping/smokeping.cgi /usr/lib/cgi-bin/smokeping.cgi
Alias /smokeping /usr/share/smokeping/www

<Directory "/usr/share/smokeping/www">
    Options FollowSymLinks
</Directory>

<Directory "/usr/lib/cgi-bin/">
    Options FollowSymLinks
    Require all granted
</Directory>

Noch ein …

# apache2ctl graceful

… und der 403er war weg. Das smokeping-GUI wurde aber weiterhin nicht angezeigt, sondern nur der Inhalt des CGI-Scripts im Klartext:

#!/bin/sh

exec /usr/share/smokeping/smokeping.cgi /etc/smokeping/config

Was zur Hölle … ? Doch auch diesem Fehlverhalten schaffte ich nach 15 Minuten googlen, Artikel lesen und pröbeln den Garaus: Ein simples

# a2enmod cgi

Via: Perl Apache : Perl script displayed as plain text

reichte aus, und plötzlich führte Apache das CGI-Script aus. Halleluja!

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Montag, 22. Juni 2015

Raspberry Pi 2 einrichten (6/n): Automatisch in einen Web-Browser starten

Da ich meinen Raspberry Pi 2 dazu verwende, ein Dashboard anzuzeigen, soll der Taschencomputer nach einem Kaltstart automatisch aufstarten, sich mit dem Standardbenutzer in die graphische Oberfläche einloggen und danach ein Web-Browser-Fenster mit einer bestimmten URL öffnen. Dabei soll nur der Web-Site-Inhalt angezeigt werden, nicht aber die Fensteroberfläche des Window-Managers.

Automatischer Login

Auf der Kommandozeile öffnet man raspi-config und aktiviert dort die Option Enable Boot to Desktop/Scratch. Wichtig ist, dass man die Option mit den Cursortasten auswählt und danach mittels Tabulator auf „OK“ springt und dieses auch betätigt.

Quelle: RASPI-CONFIG

Automatischer Start des Web-Browsers mit einer bestimmten URL

Damit nun die gewünschte Web-Site angezeigt wird, muss man dem Betriebssystem nun noch sagen, dass bei jedem Login in die grafische Oberfläche ein entsprechender Befehl ausgeführt werden soll:

~/.config/lxsession/LXDE-pi/autostart

@xset s off
@xset -dpms
@xset s noblank

@unclutter -idle 1
# PROD
#@chromium-browser --incognito --kiosk http://dashboard.local/

# DEBUG
@chromium-browser --remote-debugging-port=4444 --show-fps-counter --incognito --kiosk http://dashboard.local/

Quelle: How to auto start chromium after boot on the Raspberry 2 (2015-01-31 debian wheezy)?

Ferner: How To Autostart Apps In Rasbian LXDE Desktop

Auch: Raspberry Pi Dashboard Kiosk

Wichtig: In vielen Anleitungen liest man, dass man die Datei /etc/xdg/lxsession/LXDE-pi/autostart (Raspberry Pi 2) respektive die Datei /etc/xdg/lxsession/LXDE/autostart (Raspberry Pi 1) mit den obigen Befehlen ergänzen soll. In meinem Fall hat das zu einer einstündigen Debugging-Session geführt, die erst mit folgendem Hinweis gelöst werden konnte:

Note: If both files are present, lxsession only executes the local file as of v0.4.9

Aus irgendeinem Grund war bei meiner Installation die Datei ~/.config/lxsession/LXDE-pi/autostart vorhanden, weshalb die Einträge in den generischen autostart-Dateien nie berücksichtigt wurden.

Quelle: LXDE

Mauszeiger ausblenden

Damit der Mauszeiger ausgeblendet wird, muss noch folgendes Paket installiert werden:

# apt-get install unclutter

Das Programm wird anschliessend beim Ausführen der Autostart-Datei ausgeführt.

Quelle: Step 16: Hiding the mouse pointer

Alternative: Window Manager umgehen und direkt in ein Browser-GUI starten

Dank an Simon Jenny für den Hinweis — leider bleibt der Bildschirm schwarz, diese Lösung funktioniert also derzeit nicht.

~/.xinitrc

xset -dpms &
xset s off &
unclutter -idle 1 &

exec chromium-browser \
--window-position=0,0 \
--window-size=1080,1920 \
--incognito \
--kiosk \
http://dashboard.local/

Folgende zusätzliche Parameter könnten ebenfalls hinzugefügt werden:

...
--no-first-run \
--disable \
--disable-translate \
--disable-infobars \
--disable-suggestions-service \
--disable-save-password-bubble \
--disk-cache-dir=/tmp/chromium/cache/ \
--user-data-dir=/tmp/chromium/user_data/ \
--show-fps-counter \
--remote-debugging-port=4444 \
...

/etc/rc.local

...
/usr/bin/xinit /home/pi/.xinitrc &
exit 0

Quelle: Raspberry Pi Information Radiator: Booting into a Browser

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Montag, 22. Juni 2015

Raspberry Pi 2 einrichten (4/n): Chromium installieren

Nachdem der Raspberry Pi 2 auf Raspbian Jessy läuft, können wir die neueste verfügbare Version des Chromium-Browsers herunterladen und installieren. Wir bedienen uns dazu der Repositories von Ubuntu und laden uns (Stand 22. Juni 2015) folgende zwei .deb-Pakete herunter:

Die Links zu den vorkompilierten Binaries finden sich auf den beiden Paket-Seiten rechts im Abschnitt „Downloadable Files“.

WICHTIG: Unter Raspberry Pi 1 läuft nur die unter Wheezy verfügbare Version 22 von Chromium. Neuere Versionen funktionieren unter diesem System nicht, weil die ARMv6-CPU des Raspberry Pi 1 keine hardwarebasierte Fliesskommaeinheit mitbringt. Das armhf-Paket von Ubuntu setzt diese CPU-Einheit aber leider voraus. Wer Chromium trotzdem auf dem nachfolgenden Weg installiert, erhält spätestens beim Start von Chromium folgende Fehlermeldung:

$ chromium-browser --version
Illegal instruction

Raspberry Pi 2 basiert glücklicherweise auf der ARMv7-Plattform und hat diese Einheit mit an Bord.

Sobald die Dateien im lokalen Dateisystem vorliegen, installiert man sie folgendermassen:

# dpkg -i chromium-browser_43.0.2357.81-0ubuntu0.15.04.1.1170_armhf.deb chromium-codecs-ffmpeg-extra_43.0.2357.81-0ubuntu0.15.04.1.1170_armhf.deb

Quelle: Installing Google Chromium on ARM devices with Flash plugin – solution

Ob die Installation erfolgreich war, zeigt folgender Befehl auf der Kommandozeile:

$ chromium-browser --version
Chromium 43.0.2357.81 Built on Ubuntu 15.04, running on Raspbian 8.0

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Montag, 22. Juni 2015

Raspberry Pi 2 einrichten (7/n): Zeitzone und Uhrzeit einstellen

Mittels folgendem Befehl sollte man die Uhrzeit richtig stellen:

# dpkg-reconfigure tzdata

Ausserdem empfiehlt es sich, die Uhrzeit stündlich neu zu stellen:

# apt-get install ntpdate

/etc/crontab

...
* * * * *	root	ntpdate -s ch.pool.ntp.org
...

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Montag, 22. Juni 2015

Raspberry Pi 2 einrichten (3/n): Von Raspbian Wheezy auf Jessie aktualisieren

Nachdem man SSH-Verbindungen herstellen kann, aktualisiert man zuerst einmal das System. Hierzu loggt man sich per SSH mit dem Benutzer pi ein und wechselt danach zum root-Benutzer:

$ sudo su -

Als nächstes aktualisiert man wie von Debian gewohnt die

# apt-get update

und installiert alle neuen Pakete:

# apt-get upgrade

Ist Wheezy auf dem neuesten Stand, wechseln wir das Repository in folgender Datei zu Jessie:

/etc/apt/sources.list

deb http://mirrordirector.raspbian.org/raspbian/ jessie main contrib non-free rpi

Nun führen wir erneut ein

# apt-get update

durch, um die Jessy-Paketliste herunterzuladen.

Jetzt startet die grosse Upgrade-Aktion:

# apt-get dist-upgrade

Nach einigen Stunden und allfälligen Dialogen sollte nach einem Reboot Raspbian Jessy auf dem System laufen.

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Montag, 22. Juni 2015

Raspberry Pi 2 einrichten (1/n): SD-Karte mit Image bespielen

Um meinen Raspberry Pi 2 mit einem Betriebssystem zu versehen, habe ich mir bei Digitec eine 16 GB grosse MicroSD-Karte der Klasse 10 gekauft. Diese habe ich anschliessend in meinen Mac mini gestöpselt, damit ich sie mit Raspbian (Debian für Raspberry) bestücken konnte.

Raspbian Wheezy (2015-05-05) habe ich mir über Bittorrent heruntergeladen, in einem Verzeichnis entpackt und danach mit folgendem Script auf die MicroSD-Karte geschrieben:

#!/bin/sh

# https://www.raspberrypi.org/documentation/installation/installing-images/mac.md

IMAGE="./2015-05-05-raspbian-wheezy.img"
SDCARD="/dev/disk2" # Adjust to your configuration; NO PARTITION, JUST THE DISK NAME!
SDCARD="/dev/rdisk2" # Using rdisk speeds up the process 4-7x (see comment by Simon Jenny)

echo "Unmounting disk $SDCARD ..."
sudo diskutil unmountDisk $SDCARD
echo "Done."
echo ""

echo "Starting imaging '$IMAGE' to $SDCARD ..."
sudo dd bs=1m if=$IMAGE of=$SDCARD
echo "Done."
echo ""

exit 0

Via: INSTALLING OPERATING SYSTEM IMAGES ON MAC OS

Die Device-Adresse der MicroSD-Karte habe ich auf der Kommandozeile mit dem Befehl df -h herausgefunden. Wichtig ist, dass man den Pfad zur Disk und nicht zur Partition angibt.

Da dd mit obigem Kommando keine Rückmeldung gibt, wie weit die Übertragung schon ist, habe ich mit dem OS X Activity Monitor habe ich mir im Tab „Disk“ den Fortschritt des Prozesses dd anzeigen lassen. Die Spalte „Bytes written“ zählt stetig aufwärts, bis die 3.3 GB erreicht sind.

Anschliessend habe ich die MicroSD-Karte mit OS X Disk Utility ausgeworfen (Rechtsklick auf die Disk, dann „Eject“) und in den Raspberry Pi 2 eingebaut.

Sobald der Taschencomputer mit Strom versorgt wird, sollte das rote LED leuchten. Leuchtet das grüne LED zudem permanent, hat man das Image verbockt (in meinem Fall: Das Image auf die Partition geschrieben, nicht auf die Disk). In dem Falle heisst es zurück zum Start.

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